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Topic: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden (Read 301 times) previous topic - next topic

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #1
Behämmert !!! Das es so eine bescheuerte Vorschrift gibt und überhaupt geben kann!!!

Ich wäre eher dafür, diese Vorschrift rückwirkend auf deutschsprachige Diktatoren umzulegen ;)  :)

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #2
Dann wer dieser Idiot Bundespolizist geworden... auch nicht das wahre vom 🥚

Spaß bei Seite, ich bin auch immer wieder erstaunt was noch für angestaubte Vorschriften lauern. Immerhin hat es die Politik erkannt.

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #3
Dann wer dieser Idiot Bundespolizist geworden... auch nicht das wahre vom 🥚
...
Besser Bundespolizist, als kleineres Übel (hoffentlich nur einer von der Sorte) als Massenmörder. (Hinter diesem Wort widerstrebt es mir einen Smily zu setzen)

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #4
Wie war das denn für Frauen, die eine Totaloperation hatten?

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #5
Na was wohl ... Frauen wie vorher ,immer und nachher

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #6
Na was wohl ... Frauen wie vorher ,immer und nachher
Wat für ne verschrobene Logik.  Männer ohne Hoden sind keine mannhaften Wesen mehr, aber Frauen ohne Eierstöcke sind frauliche Wesen!
Und damit nehmen wir den Feministinnen den Wind aus den segeln.  Nach der Operation haben wir ja keine Hoden mehr, aber auch keine Eierstöcke.  Daher müssen wir vollwertige Frauen sein!

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #7
Wie war das denn für Frauen, die eine Totaloperation hatten?

Werden zumindest vom bayrischen Staat in der Regel nicht verbeamtet. Und zwar nicht aus Gründen irgendwelcher "Vollständigkeit", sondern weil ein solcher Eingriff lebenslange Folgen nach sich ziehen kann. Zum Beispiel lebensang Kontrolle des Hormonstatus, und evtl. Hormonersatztherapie. Das sind Kosten, die der Staat in der Fürsorge für sein Beamten nicht übernehmen will. Was anderes ist es, wenn die Fall nach der Verbeamtung auftritt. Dann nämlich ist der Staat fürsorgepflichtig, ganz egal was passiert.

Das gilt bei buchstabengetreuer Auslegung der Gesetzestexte auch für orthopädische Vorschäden, oder chronischem Übergewicht. Das ganze wird aber auch mal ja nach Arbeitmarktlage unterschiedlich ausgelegt. Wenn es partout keine Bewerber für das Lehramt gibt, zum Beispiel, wird da auch mal ein Auge zugedrückt. Als ich im wehrpflichtigen Alter war, wurde mir gesagt, meine permanente Untauglichkeit für den Wehrdienst wegen Kurzsichtigkeit würde dazu führen, dass ich niemales Beamter werden könne. Da ich ja bei Verlust oder Beschädigung der Brille ja längere Zeit arbeitsunfähig sei.

Ja nach Quelle führt auch ein Verlust der Sexualorgane zu einer mehr oder weniger starken Anerkennung als Schwerbehinderte. Wovon meines Wissens  auch mehrere Frauen mit transsexualler Biographie Gebrauch gemacht haben. Zum Beispiel nach http://issuu.com/support.bmaspublicispixelpark.de/docs/versorgungsmedizin-verordnung?e=26749784/56269705  führt der Verlust beider Hoden, ja nach "Ausgleichbarkeit des Hormonhaushalts durch Substitution" zu einer Behinderung zwischen 20 und 40%, bei Frauen kann sich  auch ein Behinderungsgrad  von 80% ergeben, ja nachdem welches Sexualorgan mit welchen Folgen entfernt wurde. Zeugungsunfähigkeit des Mannes mit erfolgloser Behandlung reicht für 20%.

Ich finde, mensch kann nicht auf der einen Seite eine Anerkennung als Schwerbehinderte(r) fordern, und auf der anderen Seite bei gleichem Befund eine Aufnahme in den Staatsdienst.

Dass die Verordnung zur Aufnahme in den Polizeidienst idiotisch formuliert ist, ist eine ganz andere Sache. Selbst wenn der Hodenparagraph wegfällt, wird es halt ein Hintertürchen wegen Hormonsubstitution, oder Behinderung wegen Zeugungsunfähigkeit geben

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #8
Ui, Schwerbehinderung durch GaOP - heißes Pflaster! Da können wir uns gleich bei den Leuten mit Körperintegritätsidentitätsstörung (BIID) hinten anstellen. :o

Ich hoffe mal, dass diejenigen, die eine Schwerbehinderung wegen ihrer langersehnten OP beantragt haben, irgendwelche anderen Störungen oder desolaten OP-Ergebnisse hatten. Sonst wäre das wirklich ein Bärendienst.

Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #9
Und wozu müssen Polizisten/innen zeugungsfähig/gebärfähig sein?
Zur Lösung von deren Nachwuchsproblemen taugt das ja wohl kaum.  :))

Hier geht es allein um zu erwartende Versorgungsansprüche von Beamten an den Staat als Dienstherr, wenn von vorn herein absehbar eine dauerhafte medizinische Versorgung erforderlich ist. Bei privaten Kranken- , Renten- und Lebensversicherungen erhöht sich ja auch der Beitrag oder werden Neuverträge gleich gar nicht angenommen, wenn entsprechende Vorerkrankungen vor Versicherungsbeginn bereits vorliegen. Wobei bewußte (und nachweisbare) Falschangaben (Verschweigen von Vorerkrankungen) bei der Antragstellung durch Versicherungsnehmer zur Leistungsverweigerung durch die Versicherer führen, wenn dies später herauskommt.


liebe grüße
triona


Re: Medien: Auch Männer ohne Hoden können bald Bundespolizist werden

Reply #11
Mich überrascht, das Einschränkungen der Zeugungsunfähigkeit überhaupt als Behinderung gelten.
Quote
...schwerbehindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit...  abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist...

Dies bezieht das ein, das hätte ich nicht gedacht!
Eigentlich kann ich selber in dem Punkt nicht am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen, weil ich durch meine chronische Schüchternheit keine Partnerin finde. Und dadurch müsste ich auch einen GdB bekommen!?? Das wäre wahrscheinlich in Komorbität zur Sozialphobie, aber nicht allein stehend?