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Topic: Gescheitert?! ....  (Read 1488 times) previous topic - next topic

Re: Gescheitert?! ....

Reply #1
Tja, tragisch. Aber ich kenn das Gefühl: Wenn du erst mal Frau bist, wird alles besser. Pustekuchen. Die diversen Probleme mußt du schon selbst lösen und zwar vor der Transition. Erst danach kannst du versuchen, eine glückliche Frau zu werden.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #2
Hey Daphne,
habe den Bericht gelesen und muss sagen, das dieser Thomas sich nicht richtig auf sein Leben als Frau vorbereitet hat.
Ich selber habe mein ganzes Leben damit verbracht mal als Frau zu leben. Über 50 Jahre und musste so manchen Tiefschlag hin nehmen. Dann meine fast zwanzig jährige Zeit wo ich lebensgefährlich krank wurde. Doch ich habe nie meinen Weg auf gegeben oder daran gezweifelt. Heute nach meiner genesung bereue ich nicht eine Sekunde meiner OP. Komme sogar zu dem Entschluß das ich diese OP immer machen würde.
Fühle mich jetzt richtig in meinem Leben da angekommen wohin ich immer wollte. Aber mein Preis dafür war sehr hoch. Musste so viele Menschen zu Grabe tragen die mir nahe standen und zwischen durch war ich auch öfter mehr tot als lebendig. Trotzdem habe ich meinen Herzenswunsch nie verleugnet. Ich fühle mich endlich glücklich und kann mich nun so geben wie ich wirklich bin. Ob jetzt meine Stimme hoch oder tief ist spielt eher eine Nebenrolle, sie gehört zu mir wie nun meine kleine Prinzessin. Bewege mich überall frei und entdecke auch nicht, was ist den das für eine. Ich bin eine Frau und so lebe ich auch.
Und ich glaube so ergeht es vielen Mädels die ihre OP hinter sich haben. Gut wie ich meine OP hinter mir hatte, war im neben Zimmer ein Mädel aus Solln und war gerde mal 22. Aber sie wurde mit der OP nicht glücklich und fertig. Kurz vor meiner Entlassung erfuhr ich das sich Romana -so hieß sie- zu Hause bei sich erschossen hat. Sie wurde mit ihrer OPnicht mehr fertig. Das schlimme für mich ist, wir haben uns angefreundet und dann hörste so was. Das ging mir ganz schön schlimm an die Nieren kann ich Dir sagen. Und das ich Dich damals besuchen durfte war für mich auch ein schöner Erfolg, denn ich hatte noch nie ein Mädel nach ihrer OP kennen gelernt. Du hast mir dieses Geschenk gemacht und darüber bin ich glücklich. Danke schön noch mal dafür.
Liebe Grüße
Jasmin Viktoria

Re: Gescheitert?! ....

Reply #3
Meiner Meinung nach war es die Person, die ein Problem hatte.  Dieser Mensch würde weder als Mann noch als Frau zufrieden sein!  Seine Probleme, die aufgezeigt werden, als er noch ein Mann war, sind unabhängig vom Geschlecht, und sind ein Persönlichkeitsproblem, welches vor der Umwandlung hätte in Angriff genommen werden sollen!

Und da er bewusst daran gearbeitet hat, das System zu betrügen, konnte man vom Resultat auch nichts Positives erwarten!  Er versuchte seine Persönlichkeit durch die Geschlechtsumwandlung zu verändern, und wir alle wissen ja aus eigener Erfahrung, dass das nicht funktioniert.  Jeder bleibt sein eigenes ICH, egal welche Geschlechtsteile man hat!
Es war nicht die Tatsache, dass er trans war, was sein Problem war, sondern die Tatsache, dass er nicht in sich selbst gefestigt war, und dass durch Betrug des Systems verheimlichte!

Re: Gescheitert?! ....

Reply #4
Mein Gott, erst mal ein schrottiger Bericht, der wieder mal Menschen "umoperiert". Da reg ich mich schon gar nicht mehr drüber auf.
Vil blöder ist, das ist wie Reality TV. Ein Verlierer wird vorgeführt.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #5
Eine Transition darf nie Mittel zum Zweck werden. Eine Geschlechtsangleichung löst keine Probleme. Diese sollte man schon vorher klären. Egal welche Veränderungen man an sich vornimmt oder vornehmen lässt, man wird dadurch nicht plötzlich ein anderer Mensch. Ausgenommen durch Hormone vielleicht. Die wirken auch auf die Psyche. Aber die Auswirkungen sind genauso wenig vorherseh- oder kalkulierbar.

Ein "Minusmensch", der Probleme mit dem normalen Alltagsleben hat, wird sie nach der OP weiterhin haben. Da gibt es genügend Beispiele, auch hier in den Foren.

Bei mir ist es so, dass ich mich jetzt mit meiner sich entwickelnden Oberweite auch körperlich vollständig fühle. Untenherum kann alles bleiben wie es ist. Was ich habe weiß ich. Und ich bin nicht überzeugt davon, dass ich mich nach einer diesbezüglichen Operation unbedingt besser fühlen würde. Deshalb lass ich es. Hätte ich bei einer Fee einen Wunsch frei, würde ich mir natürlich wünschen, mich da auch wie eine "echte" Frau zu fühlen... aber ich komm' auch so klar. Außerdem kann ich das meiner Frau ja nicht antun. Auch wenn sie nicht lesbisch ist, mit meiner Oberweite kommt sie klar, aber sie würde auf kein Körperteil von mir verzichten.

Also... wer sich nicht 100%ig sicher ist, wer oder was er ist, sollte sich erst mal die Zeit nehmen und es unter psychologischer Mitwirkung herausfinden und keinesfalls übereilte Entschlüsse fassen, die er irgendwann vielleicht einmal bereut, weil deren Auswirkungen dann nicht mehr rückgängig zu machen sind.

L.G. Eure Bonnie

Re: Gescheitert?! ....

Reply #6
Wie ich schon des öfteren gehört habe, und was richtig ist: "Frau sein findet im Kopf statt, der Körper wird später angeglichen"Dieser Mensche versuchte die umgekehrte Reihenfolge, und das klappte natürlich nicht!
Wie schon gesagt wurde, normale Lebensprobleme werden nicht gelöst, indem man sich einen anderen Körper zu legt, denn den Problemen ist der Körper so etwas von egal!

Ich war Jahrelang bei einem der größten Auswanderer -Foren ein Moderator.  Da gab es auch viele Mitschreiber, die glaubten ihre Probleme, egal, welcher Art, durch eine Auswanderung lösen zu können.  Was sie nicht bedacht hatten war, das es erheblich schwerer ist, sein Leben in Griff zu bekommen, wenn das mit einer fremden Sprache und Kultur versucht wird!  Auch da wurde immer von den Experten gesagt, wer es nicht schafft, in seinem Heimatland ein Versager ist, wird im Ausland erst recht ein Versager sein!
  Und das ist auch so etwas von wahr, und ist absolut vergleichbar mit der Veränderung seines Körpers.  Weglaufen von den Problemen hat noch niemandem geholfen!
Aber das wird in den Medien nicht erwähnt, denn das bringt keine Leser, das kann nur geschafft werden wenn man den Versager als Opfer darstellt, entweder ist es das schreckliche Ausland, oder die schreckliche Sache trans (lesbisch, gay, oder was weiß ich sonst noch) zu sein, die den Menschen zerstört hat.  Schön gruselig für den Leser!

Re: Gescheitert?! ....

Reply #7
Dieser Mensch war vermutlich schon irgendwie trans, nur eben nicht so weitgehend, dass eine vollständige Angleichung gerechtfertigt gewesen wäre. 

Das wirft übrigens auch ein Licht auf die Psychotherapie, die "diagnostiziert, prüft und genehmigt", anstatt zu coachen und damit den Menschen hilft, sich selbst wirklich zu erkennen.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #8
Dieser Mensch war vermutlich schon irgendwie trans, nur eben nicht so weitgehend, dass eine vollständige Angleichung gerechtfertigt gewesen wäre.

Das wirft übrigens auch ein Licht auf die Psychotherapie, die "diagnostiziert, prüft und genehmigt", anstatt zu coachen und damit den Menschen hilft, sich selbst wirklich zu erkennen.

Ich  glaube, dass es hier etwas anders ist.  Man geht zum Psychologen um diagnostiziert zu werden, und dann geht man zum Psychotherapeuten, um an die Hand genommen zu werden, um das Leben zu meistern.  Für eine Operation zur Geschlechtsumwandlung braucht man den Nachweis, mindestens ein Jahr in der Geschlechtsrolle Vollzeit gelebt zu haben, und je eine Bestätigung von einem Psychologen udn einem Therapeuten. 
Natürlich kann man das System auch hier überlisten, aber von so einem Fall, wie oben, habe ich hier noch nichts gehört.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #9
Dieser Mensch war vermutlich schon irgendwie trans, nur eben nicht so weitgehend, dass eine vollständige Angleichung gerechtfertigt gewesen wäre.

Das wirft übrigens auch ein Licht auf die Psychotherapie, die "diagnostiziert, prüft und genehmigt", anstatt zu coachen und damit den Menschen hilft, sich selbst wirklich zu erkennen.
Liebe Beate,

die Bewertung der psychotherapeutischen Leistung sehe ich ganz anders: Was hätten die Therapeuten denn machen sollen? Den Aussagen von Joachim-Jasmin-Joachim nicht glauben? Es besser wissen und ihr deshalb die ersehnte GaOP verweigern? Das widerspräche meines ‚Erachtens krass dem was aus Transkreisen sonst vehement gefordert wird: Uns mit unserer Einschätzung unserer Identität ernst zu nehmen; dass wir selber über unseren Weg entscheiden können…

Das Joachim-Jasmin-Joachim „irgenwie trans“ ist, sehe ich in Anbetracht der geschilderten Lebensgeschichte ähnlich. Dieses „irgendwie trans“ und Deine Einstufung als „nicht so weitgehend“ klingen in meinen Ohren aber abwertend.

Ich nehme diese Lebensgeschichte ganz anders wahr: Joachim-Jasmin-Joachim scheint trotz seines männlichen Körpers ihre weibliche Seite nie ganz unterdrückt, sondern ihr schon immer Raum gegeben zu haben. Offensichtlich scheint sie/er mit diesem sowohl als auch besser zurecht zu kommen, als mit einer Entscheidung zwischen ganz Mann oder ganz Frau, zwischen Seele und Körper. Ist das nicht eigentlich genau das, was Trans* im Kern ausmacht: Eine weibliche Seele in einem männlichen Körper bzw. umgekehrt?  Die mangelnde ‚Akzeptanz für genau diesen Trans*-Urzustand scheint mir hier offensichtlich das Problem zu sein.

Liebe Grüße
Nicola

Re: Gescheitert?! ....

Reply #10
Aber nicht meine "Abwertung" des "nicht so weitgehend".  Da bist Du (mal wieder?) eifrig am projizieren.
Was ich allerdings kritisch sehe ist, dass dieser Mensch sich offenbar selbst betrogen hat, nicht ehrlich genug zu sich selbst war. Und das kritisch zu sehen bedeutet noch lange nicht, ihn abzuwerten.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #11
die Bewertung der psychotherapeutischen Leistung sehe ich ganz anders:

Nun ja. Er hat ja behauptet, schon sein ganzes Leben Hormone zu nehmen. Wer verschreibt ihm die? Da muß es zuvor eine Diagnostik gegeben haben, die muß irgendwo dokumentiert sein. Und nicht zuletzt verändert das Östrogen das äußere Erscheinungsbild, besonders nach langjährigem Gebrauch, wie wir alle wissen.

Das nicht beachtet oder ignoriert zu haben, kann man durchaus als Kunstfehler sehen.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #12
Er hat ja anscheinend eine "Therapeuten" gefunden, der ihm beim ersten Termin schon Östrogen gespritzt hat...
Da braucht man für den Rest wohl auch keine Verschreibungen.

Re: Gescheitert?! ....

Reply #13
Dieser ganze "Bericht" ist doch sachlich in sich so haarsträubend, daß man wirklich nicht weiß, was da wahr dran ist, was ganz oder auch nur teilweise erfunden, oder was einfach nur schlampig recherchiert oder völlig nachlässig und ohne jede Sachkenntnis geschrieben. Da beruht doch jede Erörterung nur auf reiner Spekulation. Vergebliche Liebesmühe.


liebe grüße
triona


Re: Gescheitert?! ....

Reply #14
Wenn der Bericht auch nur halbwegs stimmt, zeigt das nur in welchem Korsett wir stecken.
Entweder bin ich eindeutig Mann oder Frau oder, wenn nicht, komisch.
Wenn ich mich vermarkten kann und ein gutes Selbstbewusstsein habe ist ein Benefit, wenn ich eher introvertiert und mit schwachem Selbst ausgestattet bin, eher ein Makel.
Akzeptanz und Rücksicht ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen.
Da wird am Freitag die Schule für den Umweltschutz geschwänzt ( ist vielleicht etwas off Topik) und für gegenseitige Rücksichtnahme in Sachen Umwelt protestiert aber in den vielen Alltäglichkeiten herrschen die alten Denkmuster.

Schade
Gruß Vanne