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Topic: Hallo erstmal, ich weiß garnicht (Read 179 times) previous topic - next topic

Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Hallo,
ich weiß gar nicht ob ich wirklich hier her gehöre.
Aber wenn ich mich hier schon rum treibe möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich bin Vanadis aus der Nähe von Bremen.
Ich lebe als biologischer  Mann und habe eigentlich kein Problem damit. Außer das mich das ding zwischen meinen Beinen enorm stört und das schon seit gefühlt ewig.
Ich habe nicht den Eindruck, dass ich vollständig eine Frau bin. Eher so etwas wie eine maskuline Lesbe, was mich zusätzlich unsicher macht.
Im Augenblick bin ich in einer Therapie und versuche für mich heraus zu finden wo ich stehe und wohin die Reise geht.
Ein bisschen Hoffnung habe ich, dass ich auch hier den einen oder anderen Denkanstoß finde.

Mehr kann ich im Augenblick nicht von mir berichten.
Liebe Grüße
Vanadis

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #1
Hallo Vanadis,


erstmal herzlich willkommen hier!

 

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #2
Hallo Vanadis

Du könntest, ähnlich wie ich, Intersex/Intergender sen!

Also so ne art Portion Mann mit einer bestimmten Menge Frau drin!

Ich persönlich bin auf em Weg, meinen "Mann" zu verlassen, der hat lange genug mein Leben kontrolliert.  Jetzt soll Frau mal an der Kontrolle sein!

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #3
Guten Tag lieber Vanadis,

sehr herzlich willkommen hier bei uns an Board, na siehste, so geht's mir mit oben und dann gleich 2 Sachen davon. Also da ist mir wesentlich lieber, ich hab oben flach und unten denn eben was, schon mal künstlich getestet, gefällt mir, da werde ich super erregt.....aber oben neeeee tut sich nix. Ist esh auch alles kaputt von OP.

was hast denn jetzt weiters geplant? Schreib einfach hier, wir findens bei dir heraus, was ist.

dir schönen Tag noch und ebensolches Wochenende, LG Gesundheit vom Robert1


Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #4
Hallo ,
danke für das Wilkommen
@ Robert1,
was habe ich vor...???
Zunächst versuche ich erstmal auszuloten wie ich damit klar komme wenn ich alles verliere, das sich bisher hatte wenn ich den Schritt in der Realität machen würde, den ich im Augenblick nur in Kopf mache.
Job, Bekannte, Familie....das geht bei mir den Bach runter.
Dann nach geltender Konvention wieder, weder ganz Mann noch ganz Frau zu sein macht mich auch in Zukunft zu einem Aussenseiter.
Freunde und eine Partnerin zu finden, war für mich auch jetzt schon schwer....
Also ist der nächste Schritt mit Hilfe der Therapie die Angst in den Griff zu bekommen.

Liebe Grüße
Vanadis

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #5
Job, Bekannte, Familie....das geht bei mir den Bach runter.

Auch wenn die Gefahr natürlich besteht - das weißt Du doch nicht vorher. Du kannst auch genauso gut Glück haben und alles behalten. Wobei das mit dem Job wohl keine Glücksfrage mehr ist, sondern recht häufig.

Quote
Also ist der nächste Schritt mit Hilfe der Therapie die Angst in den Griff zu bekommen.

... und Du wirst merken, dass "der Schritt ins Nichts" tragen wird.

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #6
Job, Bekannte, Familie....das geht bei mir den Bach runter.


Auch wenn die Gefahr natürlich besteht - das weißt Du doch nicht vorher. Du kannst auch genauso gut Glück haben und alles behalten. Wobei das mit dem Job wohl keine Glücksfrage mehr ist, sondern recht häufig.

Quote
Also ist der nächste Schritt mit Hilfe der Therapie die Angst in den Griff zu bekommen.

... und Du wirst merken, dass "der Schritt ins Nichts" tragen wird.

Dem kann ich nur zustimmen.  Wenn ich damals mit meiner Frau frühzeitig über meine Probleme gesprochen hätte, wären es unsere Probleme geworden, und ich hätte eventuell unsere sehr glückliche Ehe erhalten können.  Habe ich aber nicht gemacht, und die Ehe zerbrach dran.  Ich traue heute noch darum! 
Mit meinem Sohn habe ich diesen Sommer gesprochen, und der war absolut dafür mir Hilfe zu leisten wo immer er nur kann!

Mit  der arbeit hatte ich kein Problem, weil mein Arbeitsfeld (Medizin) absolut Geschlechts-Neutral ist.

Trotz allem benötige ich die Hilfe von spezialisierten Psychologen, weil selbst mein medizinisch gebildetes Gehirn solche Angelegenheiten nicht allein verarbeiten kann.  Ich weiß um die Biologie/Physiologie der ganzen Sache, aber das kümmert mein Gehirn recht wenig, und es geht in Panik-Stellung, sobald ich nicht weiß wie es weitergehen wird.  Und in diesem Moment kann ein guter Therapeut weiter helfen!

Re: Hallo erstmal, ich weiß garnicht

Reply #7
Ich habe nicht den Eindruck, dass ich vollständig eine Frau bin. Eher so etwas wie eine maskuline Lesbe, was mich zusätzlich unsicher macht.

Zuerst dachte ich "maskuline Lesbe", das bin ich. Dann fiel mir ein dass Du das wahrscheinlich anders meinst als ich.

ich würde Dir aber erst mal den Rat geben, nachzuspüren, in was unterscheidet sich denn die maskuline Lesbe von einer Frau, und könnte das nicht an Deiner Definition von Frau liegen? Ist es denn nicht möglich, in dem weiten Spektrum "Frau" Deinen Platz zu finden? Die Frau die mich beispielsweise am meisten beeindruckt hat war eine Zimmermännin vom Bau, sonnenverbrannt, die Haare sonnengebleicht, muskulös in Tanktop, Sicherheitsstiefeln und abgeschnittenen Camouflagehosen. Und Werkzeuggurt um die Hüften. Inzwischen komm ich dem ziemlich nahe, trag meine Waschmaschinen selber in den Keller, bau meine Wohmobile immer noch aus, selbst im Businesskostümchen irritiere ich die Menschen weil ich darauf bestehe dass ich meine Türen selber aufmache, und die Sicherheitsbelehrungen im ersten Anlauf verstehe.

EIn anderer Aspekt ist auch, dass wir ja alle gelernt haben, es gäbe nur Männer und Frauen, und nix dazwischen. Diese Ansicht ist ja überholt, in allen Aspekten des Geschlechts (viele körperlich-biologische, ein Universum von gesellschaftlichen, gefühlte charakterliche und so weiter) wissen wir inzwischen dass es ein Spektrum ist, kein weiß oder schwarz, sondern viele Töne dazwischen. Leider sind viele Mediziner hier noch nicht so weit, ich bin nicht sicher ob Dich ein Feld- Wald- Wiesen- Therapeut hier weiter bringt. Es gibt inzwischen in Großstädten Gruppen von und für non-binären Menschen. Im Norden kenn ich leider keine. Ich kenn eine non-binäre Person die im Bewerbungsgespräch gefragt wurde, welche Toilette sie aufsuchen möchte, und dann eine Zusage bekam.

Ja, die Angst, da kann ich nur sagen, lass Dir Zeit. Ich hab vom ersten Ausprobieren der weiblichen Präsentation bis zur Entscheidung das jetzt festzumachen 10 Jahre gebraucht.  Bis ich sicher war, und die Angst mich nicht mehr hinderte. Dann gings eigentlich recht schnell.

Alles verlieren, das muss tatsächlich nicht sein. Es hat geholpert, und holpert hier und da immer noch. Aber ich hab den Job nicht verloren, meine Frau schläft immer noch im selben Bett wie ich, meine Kinder sprechen alle noch mit mir. Der einzige Unterschied ist, ich muss in der Arbeit besser sein als meine Kollegen, um denselben Status zu haben, und jeden Handwerker überzeugen dass er mich nicht verarschen kann, aber das war mir vorher schon klar.