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Topic: Gehör ich hierhin? (Read 943 times) previous topic - next topic

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #15
 ;)  ;)  ;) Liebe Bea,

man kann es selbst erst zulassen ab dem Moment wo man es entdeckt bei einem selbst, meiner einer vor 2 Jahren im August, sehr genau, aber geahnt schon frühe als Kind, Jugendliche, nur wusste ich es nicht so zu definieren.

liebe Grüße vom Robert1, sonnigen Tag noch, Gesundheit uns allen

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #16
Vielleicht sollte ich mal mit einem Missverständnis ausräumen: man wird nicht transsexuell. Auch nicht durch Hormone. Man ist dies entweder oder eben nicht, und man erkennt es früher oder später, und manchmal vielleicht auch das nicht. Oder man lässt es für sich nicht zu, weil die Gesellschaft es nicht zulassen würde.
...
Diesem Glaubenssatz „man wird nicht transsexuell, sondern ist das schon immer das ganze Leben lang“, der in TS-Kreisen weit verbreitet ist und oft leidenschaftlich kultiviert wird, möchte ich entschieden widersprechen:
Ab wann bin ich transsexuell? Was bedeutet es überhaupt transsexuell zu sein? Dafür gibt es vor allem in der Szene eine Unmenge, zum Teil widersprüchlicher Definitionen. Daher halte ich es für sinnvoll sich „einfach“ an die offizielle, medizinische Definition der ICD-10 zu halten (ich weiss, das ist inzwischen veraltet, aber im neuen ICD-11 wurde der Begriff endlich gestrichen – aber für manche scheint er ja noch wichtig zu  sein):
   
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F64.0 Transsexualismus
Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.
Der entscheidende Unterschied zur alternativen Kategorie des Transvestismus ist, dass dort „der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur“ nicht besteht.
Zumindest bei mir, aber auch bei allen meinen Bekannten, die sich inzwischen als transsexuell einordnen, bestand dieser Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandung oder chirurgischen Korrekturen nicht immer. Er entstand irgendwann, wurde größer und mächtiger, es gab Kämpfe, die Hoffnung ohne auszukommen, Rückschläge, Entwicklungen … Ich zumindest kenne zwar Menschen, die von sich sagen schon immer transsexuell gewesen zu sein, aber ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der oder die diesen Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung (und das ist der Akt der Umwandlung und nicht der Wunsch einfach nur unstrittig im Wunschgeschlecht leben zu können) oder gar chirurgischen Korrekturen schon immer und dauerhaft gehabt hätte.
Und nach meiner Erfahrung spielt bei der Manifestation des Wunsches nach Geschlechtsumwandlung und chirurgischen Maßnahmen die Einnahme von Hormonen des Wunschgeschlechts eine große Rolle. Hormone haben eine sehr vielfältige und tiefgehende Wirkung auf körperlicher, seelischer und emotionaler Ebene. Durch die Einnahme weiblicher Hormone wird die geschlechtliche Balance deutlich in Richtung Weiblichkeit verschoben. Die letzten körperlichen Reste von Männlichkeit werden immer schräger… Und ich bin ganz bei Beate, dass durch Hormone aus Cismenschen keine Transmenschen gemacht werden können. Aber ich habe erlebt, dass Hormone einen starken Einfluss hatten, wenn  Transmenschen zu Transsexuellen wurden.
Mag sein, dass man trans* nicht wird, sondern das schon immer ist. Darüber wage ich kein Urteil, halte es aber für besser das offen zu lassen, weil es menschliche Entwicklungen zulässt. Aber transsexuell ist niemand schon immer und von Anfang an. Davon bin ich überzeugt, denn da steckt mir zu viel Determinismus drin, der uns einengt und uns unsere Freiheit nimmt. Zumindest ich möchte mir meine Freiheit von keiner Theorie und keinem Dogma nehmen lassen.
Liebe Grüße
Nicola

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #17
Nicola,

Du weißt doch, dass ich den Begriff eher weit fasse und vor allem vertrete, dass Transsein unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Daher ist es für mich eher ein Streit um des Kaisers Bart, ob man man Transsexualität darauf eingrenzt, dass "Transsein" so stark ausgeprägt ist, dass man somatische Maßnahmen benötigt, um damit umzugehen.

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Zumindest bei mir, aber auch bei allen meinen Bekannten, die sich inzwischen als transsexuell einordnen, bestand dieser Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandung oder chirurgischen Korrekturen nicht immer. Er entstand irgendwann, wurde größer und mächtiger, es gab Kämpfe, die Hoffnung ohne auszukommen, Rückschläge, Entwicklungen …

Glaubst Du etwa, dass das bei mir anders war? Aber die ersten Anzeichen gab es - wie wohl fast immer - in der frühen Kindheit, als sich die Geschlechtsidentität entwickelte. Wie sich das dann entwickelt, kann durchaus von den Lebensumständen abhängen. Insbesondere wie zwingend es irgendwann mal wird. Auch da spreche ich bekanntlich aus Erfahrung.

Aber hier geht es um die schlichte Frage, ob eine Hormonsubstitution eine Transsexualität auslösen könnte. Und diese Frage kann man getrost verneinen - wenn es so wäre, wäre es bei der Behandlung von Prostatakrebs u.a mit Estradiol, die ja zumindest einige Zeit gängig war, sicherlich aufgefallen.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #18
@ Beate
Da ist sicherlich etwas Wahres dran.  Ich wurde ja mit nur einem funktionierenden Hoden geboren, und hatte daher wohl schon von Anfang an eine geringeren Testosteron-Spiegel im Blut, als andere gleichalterige Jungen.  Ich mochte auch nie gerne bei "Rauhen" Spielen mitmachen, und spielte lieber mit der Kindernähmaschine meiner Schwester.  Allerdings war ich nie an den Puppen oder ähnlichem Spielzeug meiner Schwester interessiert.  Auch später im Leben war ich lieber bei weniger "Rauhen" Sachen beteiligt.  Frühschoppen oder Stammtisch war nie meine Sache.
Daher könnte es schon sein, dass ich immer leicht  zur transsexuellen Seite neigte, ohne es wahrhaben zu wollen.  Wie gesagt, ich bin gerne ein Mann, und möchte halt nur gerne in einem weiblichen Körper stecken.  Die Medikamente helfen nun dabei, meinen Körper etwas weiblicher zu machen.  Ich finde das schön, und möchte noch größere Brüste haben.  Ich glaube allerdings nicht, dass ich mich einer Operation unterziehen möchte.  In meinem Alter ist das nicht mehr schlüssig, und von meinem Beruf her weiß ich, dass es ein schwerer Eingriff ist, den ich nicht so leichtsinnig machen würde.
Wenn ich einige Jahrzehnte jünger wäre, wäre das auch für mich keine Frage, denn dann könnte ich ein erfülltes Leben nach der Operation leben.

Daher werde ich weiter etwas mit Hormonen herum basteln, und sehen, was daraus wird.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #19
Du weißt doch, dass ich den Begriff eher weit fasse und vor allem vertrete, dass Transsein unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Daher ist es für mich eher ein Streit um des Kaisers Bart, ob man man Transsexualität darauf eingrenzt, dass "Transsein" so stark ausgeprägt ist, dass man somatische Maßnahmen benötigt, um damit umzugehen.

Hallo Beate,
als Erstes: Ich kenne Deine offene Sichtweise zu den unsäglichen Abgrenzungsstreitereien. Das ist ein wichtiger Grund, weshalb ich in  diesem Forum bin.  Dennoch gibt es die unterschiedlichen Begrifflichkeiten wie TG und TS. Und wenn Du, als ausgesprochene Insiderin, von TS schreibst, dann gehe ich davon aus dass Du bewusst TS und nicht TG, T* schreibst. Egal wie strikt Du die Abgrenzung oder wie fließend Du die Übergänge siehst. TS ist mit diesem wie auch immer gearteten, mehr oder weniger vollständigen Wechsel verbunden, mit einem Loslösen und Verneinen des sogenannten Ursprungsgeschlechts.

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Zumindest bei mir, aber auch bei allen meinen Bekannten, die sich inzwischen als transsexuell einordnen, bestand dieser Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandung oder chirurgischen Korrekturen nicht immer. Er entstand irgendwann, wurde größer und mächtiger, es gab Kämpfe, die Hoffnung ohne auszukommen, Rückschläge, Entwicklungen …
Glaubst Du etwa, dass das bei mir anders war? Aber die ersten Anzeichen gab es - wie wohl fast immer - in der frühen Kindheit, als sich die Geschlechtsidentität entwickelte. Wie sich das dann entwickelt, kann durchaus von den Lebensumständen abhängen. Insbesondere wie zwingend es irgendwann mal wird. Auch da spreche ich bekanntlich aus Erfahrung.
Nein, das habe ich nicht geglaubt. Ich vermute vielmehr, dass das für fast alle von uns gilt. Aber das ist Vermutung und Interpretation. Ich will und kann nur über mich selber und meine Erfahrungen schreiben. Alles andere droht schnell ins Anmaßende oder gar Übergriffige abzugleiten.
Und auch mich begleiten diese „Symptome“ seit dem ich denken kann.


Aber hier geht es um die schlichte Frage, ob eine Hormonsubstitution eine Transsexualität auslösen könnte. Und diese Frage kann man getrost verneinen - wenn es so wäre, wäre es bei der Behandlung von Prostatakrebs u.a mit Estradiol, die ja zumindest einige Zeit gängig war, sicherlich aufgefallen.
Du schreibst hier wieder von „Transsexualität auslösen“. Und die Frage ob die Gabe gegengeschlechtlicher Hormone den Übergang von Trans* zu Transsexualtät zumindest katalysieren kann, exakt diese Frage, möchte ich entschieden bejahen. Diese Möglichkeit zu verneinen, wie aus Deinem Satz herausgelesen werden kann, halte ich für eine unter Umständen gefährliche Verharmlosung der Wirkung von gegengeschlechtlichen Hormonen. 
Das von Dir angeführte Beispiel der Behandlung von Prostatakrebs mit Estradiol kann meines Erachtens lediglich als Hinweis darauf gewertet werden, dass gegengeschlechtliche Hormone aus Cismenschen keine Transmenschen machen. Aber darum geht es mir bei meiner Kritik nicht, sondern um den Übergang von T* zu TS, der viele von uns beschäftigt. Und da können nach meiner Erfahrung Hormone eine Rolle spielen.
Diese Differenzierung halte ich gerade in unseren Kreisen für sehr wichtig.
Liebe Grüße
Nicola

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #20
Vielleicht sollte ich mal mit einem Missverständnis ausräumen: man wird nicht transsexuell. Auch nicht durch Hormone. Man ist dies entweder oder eben nicht, und man erkennt es früher oder später, und manchmal vielleicht auch das nicht. Oder man lässt es für sich nicht zu, weil die Gesellschaft es nicht zulassen würde.
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Diesem Glaubenssatz „man wird nicht transsexuell, sondern ist das schon immer das ganze Leben lang“, der in TS-Kreisen weit verbreitet ist und oft leidenschaftlich kultiviert wird, möchte ich entschieden widersprechen:
Ab wann bin ich transsexuell? Was bedeutet es überhaupt transsexuell zu sein? Dafür gibt es vor allem in der Szene eine Unmenge, zum Teil widersprüchlicher Definitionen. Daher halte ich es für sinnvoll sich „einfach“ an die offizielle, medizinische Definition der ICD-10 zu halten (ich weiss, das ist inzwischen veraltet, aber im neuen ICD-11 wurde der Begriff endlich gestrichen – aber für manche scheint er ja noch wichtig zu  sein):
   
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F64.0 Transsexualismus
Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.
Liebe Nicola,

Diese immer mehr "Widersprüchlichen Difinitionen" sehe ich ehrlich gesagt nur an Menschen wie deinerseits. Bei keiner einzigen mir bekannten Person die nach deiner Auffassung sich in "TS Kreisen" befindet ist mir diese bekannt. Es mag eine Art Definitionskrieg geben von wegen "was sei ein Geschlecht" oder ist man jetzt "Sex" oder "Gender", aber im Großen und Ganzen bleibt es auch wenn du es nicht wahr haben willst immer beim Gleichen.

Der entscheidende Unterschied zur alternativen Kategorie des Transvestismus ist, dass dort „der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur“ nicht besteht.
Zumindest bei mir, aber auch bei allen meinen Bekannten, die sich inzwischen als transsexuell einordnen, bestand dieser Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandung oder chirurgischen Korrekturen nicht immer. Er entstand irgendwann, wurde größer und mächtiger, es gab Kämpfe, die Hoffnung ohne auszukommen, Rückschläge, Entwicklungen … Ich zumindest kenne zwar Menschen, die von sich sagen schon immer transsexuell gewesen zu sein, aber ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der oder die diesen Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung (und das ist der Akt der Umwandlung und nicht der Wunsch einfach nur unstrittig im Wunschgeschlecht leben zu können) oder gar chirurgischen Korrekturen schon immer und dauerhaft gehabt hätte.
Auch diesen Faktor müsstest du eigentlich schnell erklärt sehen, wenn man bedenkt dass man es erstmal gar nicht für möglich hält. Dass in den Medien von Transsexualität überhaupt gesprochen wird, ist wirklich eine Entwicklung der letzten Jahre gewesen und auch heute ist es noch mehr und mehr von Vorurteilen und plumpen Zusammenstellungen behaftet. Wenn man dann noch Familie vielleicht hat, oder sich eben schon vornerein allgemein hässlich und unfähig für diesen Weg empfindet, mag der Gedanke bei den einen oder anderen vielleicht vorerst fehlen, eben weil auch die ensprechende Vorstellung fehlt. Dies bedeutet aber noch lange nicht dass diese nie den Wunsch gehabt hätten, oder sie sich denen mal eben ausdenken und wieder wegdenken könnten.
Und nach meiner Erfahrung spielt bei der Manifestation des Wunsches nach Geschlechtsumwandlung und chirurgischen Maßnahmen die Einnahme von Hormonen des Wunschgeschlechts eine große Rolle. Hormone haben eine sehr vielfältige und tiefgehende Wirkung auf körperlicher, seelischer und emotionaler Ebene. Durch die Einnahme weiblicher Hormone wird die geschlechtliche Balance deutlich in Richtung Weiblichkeit verschoben. Die letzten körperlichen Reste von Männlichkeit werden immer schräger… Und ich bin ganz bei Beate, dass durch Hormone aus Cismenschen keine Transmenschen gemacht werden können. Aber ich habe erlebt, dass Hormone einen starken Einfluss hatten, wenn  Transmenschen zu Transsexuellen wurden.
Transmenschen werden zu Transsexuellen? :D
Hormone beeinflussen Leib und Seele ja, aber definitiv nicht deine Persönlichkeit ansich und auch nicht deine Vorstellungen. Glaub mir da bleiben genügend sogar teils für einen bittere Eigenschaften ein Leben lang erhalten und das müsste dir eigentlich bei der großen Anzahl an Transsexuellen bemerkbar sein, natürlich nur wenn es für deine Ausführungen als nützlich erscheint.

Mag sein, dass man trans* nicht wird, sondern das schon immer ist. Darüber wage ich kein Urteil, halte es aber für besser das offen zu lassen, weil es menschliche Entwicklungen zulässt. Aber transsexuell ist niemand schon immer und von Anfang an. Davon bin ich überzeugt, denn da steckt mir zu viel Determinismus drin, der uns einengt und uns unsere Freiheit nimmt. Zumindest ich möchte mir meine Freiheit von keiner Theorie und keinem Dogma nehmen lassen.
Und warum mag das jetzt bitte nicht so sein? Warum sollen Leute nicht vornerein diesen Wunsch gehabt haben? Du verbindest Transsexualität jedeglich mit einen Weg, oder scheinst es zumindest immer gerne so darzustellen. Schließlich sei dein Leben ja ein derart toller Kompromis bei dem du Glücklich bist, anstatt eines Scheiterns. Keine Sorge ich glaube dir geht es sicher in deinen Status bestens. Ich entschuldige mich mal im Vorfeld für meine doch recht persönliche Anmerkung, wobei ich da auch irgendwie eine Legitimität gegeben sehe wenn jemand hier von anderen schreibt die sie alle kennen würde.
Nur mal so für dich deiner seltsamen Definitionsweise. Jeder Transsexuelle Mensch würde wenn er es könnte dafür sorgen dass sie so geboren wurden wie sie innerlich sind. Niemand hat Bock auf die Phase in der falschen Rolle, der falschen geschlechtlichen Entwicklung des Körpers, auf Medikamente angewiesen zu sein, sich derartige Schickanen zu unterwerfen. Es ist letztendes der beste Kompromis den es dafür eben nur geben kann. Das was du als den Begriff Transsexualität betitelst, beschreibt ledeglich einen Lösungsweg, aber keinen Zustand eines Menschen.
Das was du nicht verinnerlichen kannst ist nach wie vor dass es biologisch nun mal Männer und Frauen gibt (ja Intersexualität, tausend Geschlechter, wir haben das alles durch). Dass der Wunsch einer kompletten Angleichung erst nicht diesen Weg für Menschen aufzeigt disqualifiziert es nicht, dass Transsexuelle Menschen ein Leben lang es waren und weiterhin sein werden.



Re: Gehör ich hierhin?

Reply #21
Kaylee,
da ich keinerlei Lust auf persönlich Angriffe und Verunglimpfungen habe, wie ich sie von Dir bei fast jeder unserer Diskussionen erlebt habe, diskutiere ich mit Dir nicht mehr.
Nicola

 

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #22
@Nicola, das habe ich auch gar nicht von dir erwartet. Gelesen hast du es und das reicht mir. Du wirst mir nicht Antworten müssen, aber dabei auch nicht erwarten können, dass ich deine Argumentationen so stehen lasse. Schließlich schreiben und lesen hier auch noch andere Menschen.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #23
Hey Nicola,
nimm es doch so wie es ist. Was bringt es wenn wir darüber streiten/diskutieren bin ich nun Trans oder werde ich es. Ist doch mal so. In dem Moment wo man sich bewußt wird, mit mir stimmt was nicht , dann will ich doch erst mal wissen was- oder täusche ich mich.
Sieh mal, ich glaubte selbst lange ich sei Trans, dabei bin ich Inter und das ist es was aus der Betreffenden geschieht.
Ich lebe jetzt 50 Jahre und kämpfte auch solange bis ich nun meine OP bekam. Jetzt fühle ich mich in meinem Körper richtig an gekommen. Ich habe seit der Geburt einen Eierstock und eine Gebährmutter und meine Cromosomen sind eindeutig XX. Also innerlich hundert Prozent weiblich, doch mein äußerer Körper war der eines Mannes. Glaubst Du da allen ernstes mir Bedeutet da das dämliche Gequatsche der Regierung oder Professoren noch etwas. Das sind für mich alles alte sabernde Menschen, aber helfen sie uns- NEIN. Nehmen sie uns den Leidensdruck, unseren Kummer und Schmerz-NEIN. Hat mir von denen jemand geholfen all das aus der Welt zu schaffen- NEIN- also was soll das ganze gerede???
Mensch Mädel wann beginnst Du aus Deinem Leben etwas zu machen, oder lass es. Reden die Politiker nicht schon genug Quark, mal hier und da eine kleine Änderung. Aber wurde defenitiv etwas zu unserer Erleichterung getan-wieder NEIN.
Ich habe nun wirklich genug gekämpft, um meine Gesundheit und um mein Leben. Habe neun Infarkte , 17 Komafälle, eine Leberzirrhose und eine Lebertransplantation und jetzt meine ersehnte OP hinter mir. Was man mir da für Felsen in den Weg legte mag ich nicht mehr beschreiben.
Meine eigene Stiefmutter verbot mir per Gerichtsdekret den Namen und Titel meines Vater zu tragen und lies mir mein zu gesprochenes Erbe verbieten. Erst wenn ich all das hinter mich bringe und dann noch lebe, darf ich all das wieder haben. Am Anfang verfluchte nich sie dafür und versprach ihr eins. Überlebe ich alles, lasse ich sie in Beton gießen und im hl. Meer versenken. Aber so gar das durfte ich nicht machen. Der Teufel hat sie vor vier Jahren selbst geholt, konnte aber nichts negatives mehr unternehmen.
Jetzt habe ich alles überlebt und meine OP auch.
Jetzt  werde ich mich bei all denen revanchieren die mir und meiner Frau das angetan haben und ich werde jedem sagen ich bin eine Frau und wenn du Beweise willst............... wird es das letzte sein was er verlangt. Jetzt werde ich mir das zurück holen was man mir so schmerzlich gestohlen hat und das mit 1000 fachem Genus, denn jetzt kann ich es mir leisten.
Ich will für mich keine Rache, dazu bin ich eine zu Stolze Sizilianierin, aber das Leid welches sie alle meiner Frau an getan haben werden es nun um so härter treffen. Denn ich spreche nie und niemand das Recht zu - so mit meiner Frau um zu gehen. Sie ist mein alles und für mich heilig und Familie bedeutet mir noch sehr viel. Ich würde sogar einen Krieg entfachen wenn es um sie geht.
Dir wünsche ich nicht das Du auch nur einen Bruchteil meines Lebens mit machen musst. Und doch habe ich nie mein Ziel aus den Augen verloren.
Also vergieß diese Diskusionen und fange endlich zu leben an, es kann so wunderschön sein, anderer seits auch so verdammt kurz sein. Du meinst die Welt ist ungerecht oder verdreht. Wieder NEIN, die Menschen selber machen sie so und was willst Du als einzelne ändern. Die Sturköpfe oder Paranoiden, dann lauf weiter gegen die Wand- wundere Dich aber nicht wenn Du langsam Kopfschmerzen bekommst.
Sorry, das musste mal raus. Denn die vielen Reden über Trans nicht Trans oder Inter geht mir sowas von auf die Eier, bringt aber Bitte schön alles nichts. Jede von uns muss Ihren Weg alleine gehen und überstehen, so ist es und so wird es immer bleiben.
Da kann ich auch nichts machen und da hilft Dir kein Geld dieser Erde, aber ich werde die Idee meines ermordeten Vaters aufgreifen und in die Tat um setzen und so versuchen zu helfen.
Sei nicht böse ich wollte Dich weder angreifen noch verletzen noch irgend etwas in diesem Sinne.
Alles gute Dir weiter hin und viel Gesundheit möchte ich Dir noch wünschen.
Jasmin Viktoria

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #24
Als ich hier fragte, ob ich dazu gehöre, wollte ich keine Grundsatzdiskussion auslösen, sondern nur um Hilfe fragen, als was ich mich denn sehen, bzw., einordnen soll.  Darüber bin ich mir eigentlich immer noch nicht im Klaren, obwohl  ich über das Thema Trans hier nun schon viel gelernt habe.

Ich möchte aber auch die Kollegen aus der Lehre (die Professoren) etwas in Schutz nehmen.  Sie können sich nicht mit jedem individuellen Fall befassen, und werden oft von der Politik zu ihren Aussagen gezwungen.
Die ganze Trans-Angelegenheit ist, zumindest in den USA ein soziopolitisches Problem, welches sehr stark von den kirchlich/religiösen Organisationen beeinflusst wird.  Die derzeitige Regierung, und einige individuelle Staaten, versuchen mehr oder weniger Transen in den Untergrund zu drücken.  Trump hat ein Gesetz gemacht, dass ale Transen aus dem Militärdienst entfernt werden.  Viele davon dienen schon jahrelang, und sind sehr oft Offiziere.  Es geht nach dem Motto, wenn man sie nicht sieht, sind sie nicht vorhanden!
Verschiedene Staaten haben Gesetze gemacht, dass öffentliche Toiletten von den Leuten entsprechend dem Geschlecht in ihrer Geburtsurkunde besucht werden müssen!  Alle diese Vorschriften wurden auf Druck von Evangelicals gemacht.  Ich hoffe, dass so etwas in Deutschland nicht geschehen wird!

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #25
Auch jenseits der 70 ist das bei einem gesunden Menschen körperlich noch möglich.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #26
Diesem Glaubenssatz „man wird nicht transsexuell, sondern ist das schon immer das ganze Leben lang“, der in TS-Kreisen weit verbreitet ist und oft leidenschaftlich kultiviert wird, möchte ich entschieden widersprechen:

Irgendwann muss ein Mensch die richtigen Worte lernen, um sich ausdrücken zu können. Manchmal dauert das eben lang. oder länger.

Nach allem was wir inzwischen wissen, gibt es irgendwas in den Menschen, mit dem sie sich selbst einem Geschlecht zuordnen. Oder eben keinem, oder eben teilweise. Je nach philsophischer Ausrichtung ist das die Seele, das Id, die Identität, was auch immer. Jana Wachowski hat es mal ganz gut formuliert. Als sie das erste mal in der Schule damit konfrontiert wurde, dass sich die Mädchen links, und die Jungen recht aufstellen sollten, stand sie lange in der Mitte. So lange dass es auffiel, und ihre Eltern informiert wurden. Sie stand deshalb so lange da, weil sie wusste, dass sie eigentlich nach links gehört, aber alle anderen sie recht sehen wollen. Ich glaube nicht das sie es in dem Alter am Genital festgemacht hat. Zumindest glaube ich ihr, wenn sie davon erzählt, dass sie das nicht unterschlägt. Ich glaube aber auch denen die sagen, dass sie es in dem Alter schon am Genital festmachen.

Ich glaube auch nicht, dass die Prügel die ich bezog, weil ich die falschen Klamotten nicht mehr anziehen wollte, mich abgehalten haben, an mein Genital zu denken. Ich hab einfach nicht drangedacht, weil ich ziemlich lange nicht wusste, dass Frauen da anders gebaut waren als ich. Ich wusste dass ich einen Mann spielen soll, nicht weil ich da das Genital dazu hatte, sondern wil mich sonst mein Vater totgeschlagen hätte.

Ich hab gebraucht bis ich so 16, 17 Jahre alt war, bis ich das Wort transsexuell überhaupt kannte. In dem Zeitungsbericht war das Foto eines als offensichtlich männlich lesbaren Menschen, im Oufit von Heinz Rühmann's Charlies Tante (oder im Stil meiner Großmutter), mit drei Tage Bart, auf dem Weg über die Reeperbahn zu einem Epilationstermin. Das  Bild verband alle möglichen negativen Klischees. Rotlicht, hässliche aus der Zeit gefallene Outfits, verkleidete Männer, und Bartschatten. Das war schrecklich, das war nicht ich.  Der nächste Bericht handelte von einer Frau, die bei der Kriegsmarine Kapitän zur See war, und der "plötzlich Brüste wuchsen" Das hab ich schon damals nicht geglaubt, aber egal. Jedenfalls war sie endlich angekommen, ohne Arbeit, und ohne Aussichten ihre Ausbildung und Kenntnisse irgendwie einzusetzen, Sie bekam dann mit Ende 40 die Diagnose Magenkrebs. Kurz vorher war mein Großvater nach langen Therapien und mehreren Jahren ohne Magen daran gestorben. Für mich war diese Perspektive, endlich anzukommen und dann ohne Geld und Freunde jämmerlich zu krepieren nichts auf das ich mich gefreut hätte.

Rein aus Selbstschutz habe ich dieses Wort transsexuell nicht mit mir verbinden können. Wenn ich aber einen Wunsch freigehabt hätte, wäre der gewesen, eines morgens mit einem weiblichen Körper aufzuwachen. Später hätte ich einen zweiten Wunsch gebraucht, nämlich den. dass mich meine Frau danach immer noch lieben und begehren würde. Von den Verrenkungen, die ich brauchte, im die Libido überhaupt real umsetzen zu können, möchte ich gar nicht sprechen. Von den Verrenkungen die ich brauchte, jeden Morgen mit dem altgewohnten Körper aufzustehen, und das Leben anzupacken, eigentlich auch nicht mehr.

Aber wenn mich irgendwer gefragt hätte, transsexuell, ein Mann auf den Weg zur Bartentfernung, Eine Mensch, arbeitslos auf den Tod wartend, auf keinen Fall. Niemals.

Ich brauchte tatsächlich einen Therapeuten der mir gesagt hat, dass ich eine Wahl habe, nämlich die letzten 35 Jahre so unglücklich zu sein, wie alle anderen vorher. Dass ich eine Entscheidung treffen muss. Oder auch kann.

Und wenn Du mich heute fragst, ob ich viel gemeinsam habe mit den Leuten, die das zweite T fordern, um den Unterschied zwischen TS und TG  ganz groß sichtbar zu machen, die auch zwischen TG und TS einen starken Trennungsstrich ziehen, sag ich nein. Laut und deutlich. Denn das bin nicht ich. Und trotzdem war ich mein Leben lang transsexuell. Bis vor kurzem.

Sorry wenn ich OP-Wunsch, das recht  von weissen männlichen hetero cis - Medizinern Geschlecht zu definieren, oder den Einfluß von Hormonen nicht eingehe, aber da hab ich so spezielle Ansichten dass es niemand weiterbringt.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #27
Deine Geschichte könnte zum Teil meine sein.  Allerdings wurde ich weit vor dir geboren, und zwar in den letzten Jahren des letzten tausendjährigen Reiches unter Adolf dem GFAZ .  Alles , was nicht entweder männlich oder weiblich war war keine lebenswertes Geschöpf, und wurde entweder "umgebaut" oder vernichtet.  Da männliche Nachkommen bevorzugt waren (der militärische Verbrauch an Männern war enorm, Nachschub musste erzeugt werden), nehme ich fast an, dass einige Umbauten an mir vorgenommen wurden.  Ich nehme an, dass ich intersex geboren wurde, da die Nahrungsmittelversorgung für eine Frau mit einem Kleinkind und Schwanger (dazu noch Jüdin, die freigekauft wurde, weil mit einem Arier verheiratet) nicht besonders gut war, und dadurch hormonale Einflüsse auf den Embryo nicht ausgeschlossen werden können.
Ich wuchs in einem sehr behütetem Elternhaus auf, und man hatte gehofft, dass ich ein Mädchen ein werden würde, weil eine ältere Schwester durch tragische Umstände ermordet wurde.  Und ich war scheinbar das Ebenbild dieser Schwester.  Mir wurde immer gesagt, du siehst wie Ingeborg aus, du sprichst wie Ingeborg, du gehst wie Ingeborg, kurz und gut, ich wurde ständig mit Ingeborg verglichen, und wurde so fast Ingeborg.  Ich habe Ingeborg nie gekannt, aber ich habe sie so verinnerlicht, dass ich sie heute noch liebe. ich durfte daher leben, wie ein Mädchen und mit den Spielsachen meiner älteren Schwester spielen.  Die Kleidung war eh ähnlich, wir trugen lange Strümpfe mit Leibchen und trugen immer Schürzen.  Das war bei allen Kleinkindern so.  Ich wuchs daher zuerst wie ein Ersatzmädchen auf, bis ich eingeschult wurde.  Dann wurde auf einmal Alles anders, denn es gab keine Mädchen mit Penissen.  Wenn man so ein Teil hatte, war man ein Junge, wenn es nicht vorhanden war, war man ein Mädchen.  Dazwischen gab es nix!  Das Leben als kleiner Junge war einfach, es war damals nicht so ehr anders wie das Leben von kleinen Mädchen.  Das änderte sich mit der Pubertät.  Die Mädchen wollten nicht mehr mit nacktem Oberkörper um laufen, und die Jungs fingen an, den Schamhaarbewuchs und die Größe vom Penis zu vergleichen.  In beidem war ich immer der Verlierer, beides wolle nicht so recht bei mir wachsen, und das änderte sich nicht sonderlich.  Ich entwickelte nie die sekundären Geschlechtsmerkmale von Männern, mein Körper blieb androgen (allerdings kannte man das Wort damals noch nicht - für die Zeit damals sah ich halt immer verweichlicht aus).  ich war 28 Jahre alt, als ich den ersten sichtbaren Bartwuchs bekam.  Heute weiß ich, dass ich meine Pubertät nie voll beendete.
Sexualität spielte bei mir nie die Superrolle wie sie es bei meinen Altersgenossen spielte, bei denen das Gehirn wirklich oft nur in der Unterhose zu finden war.  Mit gefielen Mädchen immer sehr gut, aber ich wollte sie nicht unbedingt sofort "bumsen" sondern mir war Kuscheln wichtiger.  Ich glaube, dass das der Grund war, warum ich bei den jungen Frauen damals recht erfolgreich war.  Der Klimax meiner Freundin war mir immer wichtiger als mein Eigener.  Meine Frau sagte mir immer, dass es so schön sei mit mir zu Kuscheln, weil meine Haut so weich und ohne Haare ist, und weil ich genau wüsste, was sie gerade brauche.  Wir hatten eine sehr gute und schöne ehe, und ich war sogar fähig einen Sohn zu zeugen.
Bis bei mir dann das absolute Desaster kam, auf einmal, fast über Nacht, hatte ich keine Libido mehr, konnte keine Erektionen mehr bekommen, nix ging mehr.  Ich wurde sehr ärgerlich und aggressiv, und daran zerbrach meine Ehe schließlich.
Mein Sohn sagte mir vor Kurzem, dass ich so unausstehlich gewesen bin, dass niemand mit mir etwas zu tun haben wollte .  Glücklicherweise hatte sich das beruflich nicht ausgewirkt.

Mein Psychologe meint, dass ich damals in den Wechseljahren war, was durch einen Genome Test bestätigt wurde, in welchem ich als eine weibliche Person in der post menopausalen Periode bezeichnet werde.  Die Auswerter kannten mein Geschlecht nicht.  Und vor einigen Jahren entschloss sich nun mein Körper, die Pubertät zu beenden, und entschied sich, dass ich eigentlich Brüste haben solle.  Und daher wachsen mir nun Brüste!

Das bedeutet also, dass ich mein ganzes Leben lang eigentlich so etwas wie eine Frau war, und einige/ein Mediziner damals meinte, ich solle ein Mann sein.  Ich weiß nicht, wie gut ich die mir aufgezwungene Rolle als Mann gespielt habe, ich habe nie eine sonderlich tiefe Stimme gehabt, habe nie einen Adams Apfel bekommen, usw.  Wenn ich zurück blicke, war ich eigentlich nur in solchen Sachen erfolgreich, bei denen es wenig ausmachte, ob ich ein Mann oder nicht war (Beruf, politischer Tätigkeit, Umgang mit Frauen, usw).

Da ich nicht mit T oder TG's, usw. aufwuchs, sagen mir diese Akronyme sehr wenig, und es stört mich absolut nicht, mit welchem davon mich jemand bezeichnen will.  Ich bin ich, und ich weiß genau, dass mein Körper in absehbarer Zeit alles das, was mich männlich erscheinen lässt, und ich 100% Frau sein werde.  Zum Teil weil mein Körper mir Brüste wachsen lässt, und zum Anderen weil meine untere Region wieder umgeschnippelt werden wird.   Das hat einmal funktioniert, um mich zum Defakto-Mann zu machen, und das wird wieder funktionieren, um mich zu meinem eigentlichen, weiblichen Geschlecht zu machen.

Ich bin eigentlich nicht ärgerlich auf die Welt, die mich zu dem gemacht hat, was ich bin, ich wundere mich nur, wie mein Leben geworden wäre, wenn ich bei der Geburt als weibliches Wesen umgebaut worden wäre, und nicht als männliches, oder wie es wäre, wenn ich schon vor 30 oder 40 Jahren zur Frau geworden wäre.  Aber, wie man heir sagt, "It's all water under the bridge", und ich kann es nicht ändern.  Ich will nur versuchen, den Rest meines Lebens als Frau so viel Spaß zu haben wie möglich!

Natürlich wird man nicht plötzlich Transsexuell, natürlich wurde man so geboren (oder intersexuell, wie ich), aber oft weiß man mit den Gefühlen nichts anzufangen, und sie werden unterdrückt oder verdrängt, weil sie nicht den gesellschaftlichen Normen und Erwartungen entsprechen.  Ich versuchte immer so gut wie möglich ei Junge oder Mann zu sein, was natürlich nicht richtig funktionierte, denn ich war es ja biologisch nicht, und as erzeugte riesige Gender Dysphoria (damals kannte man das auch nicht).  Oft muss erst ein Schlüsselerlebnis kommen, damit man merkt, was da los ist.  Bei mir waren es die Wechseljahre, und bei jedem Anderen kann es etwas ähnlich traumatiges sein!  Und plötzlich merkt man, man ist Trans und nun?

Ich streite mich zur Zeit mit jemanden in einem amerikanische  Forum darüber.  Diese Person wirft mir vor, ich sei ein Trittbrett-Fahrer weil Trans sein derzeit in sei!  Wenn ich wirklich Trans wäre, hätte ich mich schon vor Jahrzehnten outen sollen!

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #28
Ich streite mich zur Zeit mit jemanden in einem amerikanische  Forum darüber.  Diese Person wirft mir vor, ich sei ein Trittbrett-Fahrer weil Trans sein derzeit in sei!  Wenn ich wirklich Trans wäre, hätte ich mich schon vor Jahrzehnten outen sollen!

Dieser Mensch kennt Dich nicht, und macht pauschale Zuweisungen. Da kann mensch einfach nichts machen.

Ich kenne diese Zeiten nicht sebst, aber ich weiß welche Probleme mein Vater mitgebracht hat. Ich hab seine Eltern noch kennengelernt, Au weia.

Re: Gehör ich hierhin?

Reply #29
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Ich streite mich zur Zeit mit jemanden in einem amerikanische  Forum darüber.  Diese Person wirft mir vor, ich sei ein Trittbrett-Fahrer weil Trans sein derzeit in sei!  Wenn ich wirklich Trans wäre, hätte ich mich schon vor Jahrzehnten outen sollen!

Ach, es lohnt nicht. Diese Halbwahnsinnigen, die andere ausgrenzen wollen, weil sie nicht ihrem eigenen engen Denken entsprechen, sind gerade unter Menschen in der Transition auffällig. Die würden sich genauso auch mit mir anlegen, weil ich bei der Transition so um die 50 war und 4 Kinder habe.