Skip to main content
Topic: Irr' ich mich? Angst! (Read 1880 times) previous topic - next topic

Irr' ich mich? Angst!

Grüße euch! :)

Mein Forenname klingt und liest sich weiblich, real bin ich allerdings ein Mann, 21 Jahre alt (geh immerhin auf die 30 zu oO) und heiße dort Florian. Es könnte sein dass das Geschriebene hier etwas lang wird, nehmt euch vielleicht ein paar Snacks und eine Cola zum Lesen :P (Übrigens, meine >i< Taste spinnt etwas und schreibt manchmal 2 >i's< kann sein dass ich vergesse das zu korrigieren.)

Kurz zu mir damit der anfolgende Text schlüssig wird: Ich bin (leider) hochbegabt mit einem IQ von 137 bin mit Humor gespickt und kann vieles ab, zzgl. bin ich Perfektionist, wenn etwas nicht passt wird daran solange rumgefummelt bis es so ist wie ich es möchte, da verzweifel ich dann auch gut und gerne mal daran. Ich hatte eine sehr sehr sehr schwere Vergangenheit und habe mich zu dem aufgebaut wo ich nun stehe, dazu aber im Text mehr.

Denne mal los:

Mit dem Thema "Transgender" bzw im falschen Körper geboren zu sein habe ich mich die letzten Wochen sehr intensiv befasst, in den letzten Monaten sehr intensiv mit mir selbst. Aber weiter zurück. Es fing relativ früh an, mit ca 5/6/7 Jahren (genaues Alter weiß ich leider nicht mehr, das Schlüsselereignis ist in meinem Gedächtnis aber als wäre es gestern.) hatte ich einen Katalog in meinem Zimmer gehabt, ursprünglich mit dem Gedanken etwas durch die Technik zu blättern, zu sehen was es neues gibt. Doch ich blieb in der Damenkategorie bei Tops stehen. Sah mir die hübschen Frauen an und dachte mir "So möchte ich auch sein, genau so!", ich grübelte etwas wie ich das machen könnte und kam auf die Idee mein T-Shirt vorne zusammen zu binden um ein Bauchfreies Top zu "simulieren", ich war total Stolz, es sah nicht wirklich so aus was mich ärgerte aber es kam nah ran. Voller Stolz und Glück also vor zu den Eltern gegangen, die sahen mich an als wäre ich ein Alien der gerade landete und ihren Sohn entführte. Die Worte meines Vaters waren "Spinnst du?", die meiner Mutter "Du hast sie doch nicht alle, das ist frisch gebügelt, warte ich mache das!". Sie kam zu mir, knotete es auf, strich es glatt und saß sich wieder hin. Ich war total Baff und enttäuscht, mit unterdrückter Trauer ging ich also zurück in mein Zimmer, lag mich in mein Bett und starrte lange Zeit die Decke an. Und ab den Punkt habe ich rückblickend betrachtet den größten Fehler meines Lebens begonnen. Ich unterdrückte jegliche weibliche Seite an mir, ich achtete penibelst darauf wie ich mich bewege, verhalte, was ich sage und für was ich mich interessiere. Zwang mich im Endeffekt also dazu ein Mann zu sein. Und das ganze bis heute... Klar mir wurde immer und immer wieder bewusst dass es falsch war, dass das nicht ich bin. Da ich aber so schon ab dem Kindergarten an gemobbt, gehänselt, verarscht, verprügelt und beleidigt worden bin traute ich mich ganz und gar nicht auch nur irgendwie was davon zu zeigen. Hatte es ja so schon schwer genug. Das ganze Theater zog sich durch die (fast) komplette Schullaufbahn und mein Leben bis ich die Schule wechselte und dort alles okay war, jedoch weit weg von freunden und Familie, nur für 2 Jahre und da dort nur Jungs waren und die Aufnahme für die Schule nur Jungs gestattet war unterdrückte ich mich weiterhin. Zum Zwischenverständniss: Ich erfuhr erst im Alter von 16/17 dass es eine Geschlechtsumwandlung / -angleichung überhaupt gibt. Derzeit war ich auf der Schule weit weg, keine Option also, immerhin wollte ich auch die Schule beenden und nicht von der Schule fliegen. Und hier auch schon die erste Vermutung: Ich glaube ich habe starke Depressionen. Ich merkte ab dem Alter von 10 dass ich immer unausgeglichener wurde, schlecht gelaunt egal wie toll der Tag war, antriebslos und mir war alles egal, heute ist das noch immer so, sogar sehr stark... Kein Scherz, wenn ich den drang habe auf's Klo zu gehen überleg ich meist noch 5-10 Minuten ob ich nicht noch warte oder schnell gehen soll weil ich keine Lust habe aufzustehen... obwohl ich muss und eigentlich gehen will, aber irgendwas hindert mich immer daran, schlichtweg einfach "keinen Bock". Ich vermute die Depressionen aufgrund der Vergangenheit mit dem Mobbing, schlüssig wäre für mich aber auch das ständige Unterdrücken meiner selbst. Und falls ihr fragt ob ich schonmal daran gedacht habe mir das Leben zu nehmen? Wenn ich am Tag ca 5 mal darüber nachdenke ist das noch eine niedrige Zahl, auch das tue ich schon seit vielen Jahren. "Ach gib auf, hat doch keinen Sinn alles, wird doch eh nie so wie du es gern hättest.", "Ach alles doof... bring es zuende". Dennoch keine Sorge ich bin was soetwas angeht eine starke Persönlichkeit, ich werde das natürlich nicht tun, aber wer weiß wie lang man einem solchen Drang widerstehen kann... Aktuell bin ich Arbeitslos, tatsächlich seit 2 Jahren schon, ich brach meine Ausbildung aufgrund von unzufriedenheit und Krankheit ab, auch jetzt habe ich noch starke Probleme mit Ohren und Nase welche mein Gleichgewicht beeinträchtigen, aber nicht nur das... selbst wenn ich mir vornehme morgen eine Bewerbung zu schreiben, ich finde wieder einen Grund dies nicht zu tun und 3 Monate später ist das Ergebnis immernoch gleich: Nichts gemacht.

Nundenn aber mal zu meinem jetzigen Standpunkt (Mitinbegriffen die letzten 3 Jahre):
Mitlerweile habe ich mich in meinem Ort so stark nach "oben" erkämpft dass es sich keiner mehr traut mich doof anzumachen, mich zu mobben oder sonstiges. Mitlerweile weiß man einfach dass mich das kalt lässt oder man auch gut und gerne mal eine über die Rübe gezogen bekommt zumal ich nicht mehr so schwach bin wie damals und gelernt habe mich zu wehren. Die letzten Jahre überlegte ich wieder vermehrt ob es nicht besser wäre eine Frau zu "werden", sich zu zeigen wie man ist, ob ich denn überhaupt wirklich richtig liege und mich wie eine Frau fühle oder mich irre. Vor einiger Zeit endete eine Beziehung, nach knapp 1 1/2 Jahren. Anfänglich dieser Beziehung (ca nach 2-3 Monaten) habe ich mir den Spaß erlaubt mal in ihre Unterwäsche zu schlüpfen, sie war dabei. Sie fand es lustig, ich lachte einfach mit auch wenn ich es nicht als Lustig empfand. Erstaunlicherweiße passte es mir sogar, fand das angenehm und in dem Moment merkte ich ein wohliges warmes Gefühl am Herzen, es freute miich und ich war irgendwie Glücklich... Nach einiger Zeit entschloss ich mich dazu es ihr zu sagen dass ich absofort durchgehend Damenunterwäsche tragen möchte, sie war erst verdutzt, lachte etwas aber merkte schnell dass mich das Glücklich macht, ich damit etwas "anders" werde und akzeptierte es, schlussendlich mochte sie es und schenkte mir hin und wieder mal ein Stück. Irgendwann kam dann der Punkt an dem ich dies auch meiner Mutter sagen musste, denn schließlich wohne ich noch bei ihr und sie wäscht ja auch die Kleidung etc. die dachte im ersten Moment es war ein Witz und lachte sich kaputt. Damit rechnete ich... schließlich hatte ich noch das Ereignis aus der Kindheit im Kopf, eingemeißelt wie in einem Stein. Doch als sie begriff dass ich es ernst meine und das kein Scherz ist, entschuldigte sie sich, hat ein paar Fragen gestellt und hat seither auch nie wieder etwas darüber gesagt, auch sie brachte mir mal 1-2 Teile mit... naja seither diene ich beim Shoppen ja auch als "Passt die Farbe oder doch lieber die?" sie ist sogar teils Glücklich denn immerhin hat sie nun jemanden mit dem sie Shoppen kann der nicht gleich meckert wie mein Bruder "Meine Fresse such dir den Mist den du willst, wird schon passen" (zugegeben, das klingt hart aber ihr müsstet ihn reden hören dabei, ihr kugelt vor Lachen :D)
Heimlich während der Beziehung griff ich mir auch mal ein Shirt oder eine Hose um zu probieren wie es mir damit ergeht. Ob es mir gefällt... ich fand es anfangs ungewohnt aber nicht komisch, auch nicht schräg sondern hatte wieder das wohlige Gefühl und merkte irgendwie dass es ja doch irgendwie wohl zu mir gehört. Dennoch, ich hatte eine Freundin die die Worte "Na hoffentlich wirste mal keine Frau, ich will dich so" nutzte, eine Mutter die sagte "Bitte werd nicht zum Weib sonst erschlag ich dich, ich mag keine Zicken" (mit einem Grinsen), also wie so oft, "Maul" gehalten und nichts gesagt. Zu dem und auch zum jetzigen Zeitpunkt war das darauf achten wie ich mich verhalte, bewege und benehme schon kein Bewusstes handeln mehr sondern schon stark im Unterbewusstsein verankert, ich mache das also einfach weil ich es mir "Antrainiert" habe. Die letzten Wochen achtete ich mal darauf wann sich mein "Unterbewusstsein" einschaltet und eine vermutlich feminine Geste unterbindet. Tatsächlich, ich merkte es und das nicht nur relativ wenig sondern sehr oft. Jedesmal wenn ich es bemerkte hatte ich ein sehr sehr komisches Gefühl am Herzen und kam mir stark ertappt vor, irgendwie Grausam sich selbst dabei zu erwischen wie man sich unterbewusst verstellt damit etwas nicht auffällt. Ab dem Zeitpunkt hatte ich auch schon ein paar Stunden gegoogled und mich informiert. Habe dann einer bekannten (in dem Falle eine Person die mir nicht wirklich wichtig aber auch nicht unwichtig ist, sodass falls ich sie Verlieren sollte es mir relativ egal ist.) zu Testzwecken gesagt dass ich doch lieber eine Frau wäre, mir nicht wohl ist so wie ich bin und das gerne Ändern würde weil es mir damit absolut schlecht geht. So wie ich die Person kannte dachte ich kommen dumme Sprüche, das absolut negativste was man sich vorstellen kann und zack sie ist weg. Falsch gedacht, es kam die Antwort "Echt? Ist doch super wenn du dann zu dir findest! Wäre voll toll dich als Freundin zu haben, kann man mehr machen :P" also da war ich erstmal erstaunt und es hat mir vorallem Mut gemacht. (Da ich sonst nur 2 weitere Freunde habe, den einen Kenne ich von Geburt, den anderen seit 3 Jahren und eben Sie, die mir in dem Falle nicht so wichtig war habe tat ich also den Schritt erstmal bei ihr.) Gefasst durch den Mut ging ich zu meiner Mutter, dort äußerte ich dass ich wohl eine Vermutung habe, mir aber noch nicht sicher sei. Ich wollte sie erstmal "Aufwärmen" und ihr so die Zeit geben sich zu erkundigen und zu Informieren was das ganze denn heist. Denn auch wenn noch nichts endgültig ist, ich kenne meine Mutter, irgendwann wird gegoogled bis die Finger qualmen! Bevor ich ihr das endgültig erzähle warte ich noch etwas, bis ein Zeitpunkt kommt wo ich ihr das sagen kann. Aber sie nahm diese Vermutung neutral auf. "Willst du mich verarschen?" "Naja wenn's so ist dann ist es so, kann ich nichts daran machen" Es war also keine Ablehung aber auch kein Zuspruch, neutral eben. So auf die Art "Ich komm schon klar damit, irgendwie".

(Kleiner Nachtrag, schreibe gerade eigentlich das Ende: Ja ich habe mich schon immer vermehrt für weibliche Geschehnisse interessiert, mich aber dazu gezwungen mit den Männlichen klar zu kommen und das zu vollziehen.)

Das wäre also mein aktueller Stand der Dinge. (P.s.: Ich lackiere auch meine Fingernägel, verstecke die aber noch wenn ich rausgehe oder mach es weg, zuhause weiß es jeder, Familie ist gespalten, die einzigen denen ich das also sagen müsste wären Vater, Mutter, Bruder und Oma. Der rest kann mir, um's harmlos zu sagen, den Rücken runter rutschen und in ein tiefes Loch fallen.)

Um aber auf den Titel zu kommen, "Irr' ich mich? Angst!" hier die Punkte:
• Angst: Ich habe Angst davor das ganze durchzuziehen, wie sehen mich andere? Fängt dann das Mobbing, die Beleidigungen und Bedrohungen wieder an weil ich das vermeintlich schwächere Geschlecht annehmen möchte? Ich anders bin als alle anderen? Ich habe also große Angst vor diesem Schritt, weiß nicht wie ich den gehen soll. Das Outing ansich ist mir egal, sollen doch alle reagieren wie sie wollen. Darüber kann ich stehen im Notfall, aber das andere alles bringt mir eine rießige Angst.

• Irr' ich mich?: Ihr habt die Geschichte vermutlich gelesen, wie seht ihr das? Irr ich mich? Oder ist aus der Geschichte schon ersichtlich dass ich doch im falschen Körper stecke? Online-Tests habe ich zugenüge gemacht falls ihr mir diese Vorschlagen wollt. Das Ergebniss war immer mehr Frau, teilweise sogar definitiv Frau. Dass ich das ganze von einem Psychiater / Psychologen abklären lassen sollte ist mir bewusst, habe ich auch vor. (Mhm vermutlich in 3 Monaten habe ich das immernoch vor... Nein! Diesmal möchte ich das ganze direkt durchziehen und loslegen, erhoffe mir davon ja auch dass die Depressionen (Falls ich welche hab, hab die noch nie abklären lassen, vermute es ja nur.) verschwinden dadurch.) Dennoch würde mich eure Meinung interessieren, da ich ja nicht so ein "Extrem-Beispiel" bin wie viele andere die mit Puppen spielten oder sonstigem. Ich spielte eigentlich mit nichts, höchstens Playmobil ansonsten Las ich viel in Zeitung, Katalogen und mit 9 Jahren ging es los dass ich mich in den PC flüchtete und dort World-Of-Warcraft spielte (Wo ich übrigens mein komplettes Ich frei rauslasse, was mir spaß macht!). So floh ich auch aus dem Mobbing. Aber eben bin ich nicht solch ein Beispiel und das verwirrt mich, ich weiß nicht ob ich mir dessen sicher bin, falsch liege oder meine Annahme komplett richtig ist. Der Wunsch und Drang eine Frau zu werden ist groß und definitiv da. Angst, Verwirrung und das ganze halten mich aber auf weshalb ich diesen Post hier verfasst habe. Ich bin auf eure Meinung und Antworten sehr gespannt und freue mich jetzt schon darauf diese lesen zu dürfen.

Jetzt aber genug geschwafelt. Ich hoffe das ganze liest sich schön, zu Schulzeiten war ich unter Lehrern schon bekannt als Der der die Texte und Aufsätze so kompliziert schreibt :P

Ich wünsch' euch eine tolle Woche!
Grüße
Flo aka Katherine :)

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #1
 ;)  ;) Liebe Katherine,

sehr herzlich willkommen hier bei uns, da bist ja zeitig dran, mit 22, Mann oh Mann. Alter Schwede....

Frag nicht nach anderen, tun die das? Glaub nein, mir schnurcks egal, mein einzigstes Leben. Was stört dich am Mann sein so sehr? frag ich gleich wieder, die haben doch alle Freiheiten, viel mehr als Frauen , auch in D. Es ist das Geschlecht, so sorry , für mich mit der A....karte, auch in Dund anderswo, noch 2,3 mal dazu, so sorry, hab das durchgecheckt

Wenn du dir klar bist mit dir selbst, dann musst beim AG ...(dein Ort) ein Blancoantrag machen, dann Gutachten, 2, einsammeln, dann 12 x zur Therapie gehen, dann Chromotest machen,(Ausschluss Intersexualität, F64.0, dann Hormone ???, Ops.

Man berichtige bitte hier, wenns der Robert nicht richtig erklärt hat, aber den Teil was schon erledigt hab stimmt. Auch zum Dr. musst dann ab und zu deshalb, Hausarzt.

Bedenke rückgängig ist dann nix mehr zu machen. Also sicher muss man sich sein.

Meld dich doch hier einfach wieder, wie der Stand der Dinge ist.

Sonnigen Tag, Gesundheit (die sollte stabil sein dafür), Viele herzliche Grüße vom Robert

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #2
Einige Aspekte in deiner Geschichte kommen mir bekannt vor. Ich hab auch schon mit fünf Jahren gemerkt, daß ich irgendwie falsch bin in dieser Welt. Und das Mobbing in der Schule kenne ich auch zur Genüge. Aber das war in den 60er Jahren. Da hieß es noch "Das Geburtsgeschlecht stärken." An eine Transition war nicht zu denken.

Das hab ich dann mit Anfang Fünfzig gemacht, so vor neun Jahren. Seit einigen Monaten bin ich jetzt auch operativ angeglichen. Und es geht mir gut. Blöde Sprüche kamen übrigens keine, Von niemandem. Bloß der Nachbar hat ein bißchen blöd geguckt.

Du könntest zunächst ganz unverbindlich in den Alltagstest einsteigen, also dich - zuerst weniger, dann mehr - weiblich kleiden. Mit Unterwäsche hab ich auch angefangen. Wenn du dich dabei gut fühlst, ist es an der Zeit einen Psychologen zu suchen, der dich auf dem weiteren Weg begleitet.

Was die Depression betrifft, bzw. die Antriebslosigkeit. Das könnte ein Symptom einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Laß das bei deinem nächsten Arztbesuch mal testen.

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #3
 ;)  ;)  ;) Liebe Daphne,

hoffe ich hab alles richtig erklärt soweit, kann da ja nur das vermelden wie weit ich bin, also 2 GA sind dann, Thera gestartet.

also ich hab schon lange Männerhemden, Flanellhemden getragen, nun bei Schuhe begonnen, plus eine Nr. größer (Zehen brauchen auch Freiheit), Unterhosen, auch männlich, Socken auch männlich, grad brauchen wir ja keine. Hosen und Hemden muss noch ändern. mal neue Männerschmuck, am besten tätowieren, nee da nicht meines. Die Bräune will nicht verstecken.

Als der Psych in RT, wo beim 2. GA war, mich fragte, wie ich schon männlich im Alltag bin, fiehl mir vor Schreck nix ein, dabei lasse ich ja schon vor, Kleidung gewechselt, tja weiters fällt mir nix ein.

sonnigen Tag hier, Gesundheit, viele herzliche Grüße vom Robert1

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #4
;)  ;)  ;) Liebe Daphne,

hoffe ich hab alles richtig erklärt soweit, kann da ja nur das vermelden wie weit ich bin, also 2 GA sind dann, Thera gestartet.

also ich hab schon lange Männerhemden, Flanellhemden getragen, nun bei Schuhe begonnen, plus eine Nr. größer (Zehen brauchen auch Freiheit), Unterhosen, auch männlich, Socken auch männlich, grad brauchen wir ja keine. Hosen und Hemden muss noch ändern. mal neue Männerschmuck, am besten tätowieren, nee da nicht meines. Die Bräune will nicht verstecken.

Als der Psych in RT, wo beim 2. GA war, mich fragte, wie ich schon männlich im Alltag bin, fiehl mir vor Schreck nix ein, dabei lasse ich ja schon vor, Kleidung gewechselt, tja weiters fällt mir nix ein.

sonnigen Tag hier, Gesundheit, viele herzliche Grüße vom Robert1

Mal 'ne Frage: Warum mußt du das in Katherines Vorstellungsfaden schreiben? Kannst du das nicht in deinen eigenen Faden schreiben?

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #5
Hey Katherine,
zu erst mal willkommen hier bei uns und las Dich bitte nicht beirren, Du bist wie Du bist.
Also Deine Geschichte habe ich mit Genus gelesen, genau wie Daphne habe ich auch einige Punkte von mir gefunden.
Bei mir ging es mit acht Jahren los, doch meinen Eltern war es ein Dorn im Auge, Exmutter- streng katholisch und Vater evangelisch. Zur damaligen Zeit ein Unding. Mit 16 bin ich von Zuhause abgehaun und das hätte ich am besten schon früher machen sollen. Bekam einen Itaienischen Adoptivvater und durfte nun so rum laufen. Bis ich zwei schwere Schicksalsschläge bekam. Meine beiden Genderfrauen starben ziemlich schlimm und ich konnte kein Kleid oder Rock mehr sehen. Aber die Frau in mir gab mir keine Chance und wollte wieder raus. Aber meine Herzgeschichte erlaubte mir keine OP also lief ich so als Frau rum und fühlte mich glücklich.
2000hatte ich in meinem Betrieb(Buchbindermeisterin) zwei Herzinfarkte und seit dem habe ich insgesamt neun Stück, über zehn mal ins Koma gefallen und das Ende der Fahnenstange wurde 2013 fest gestellt Leberzirrhose im Endstadium. Prost Mahlzeit dachte ich mir. So eine durch geknalte Psychtante lehnte mich neun mal ab. Sie müsse mich erst von meiner schlimmen Krankheit heilen. Oh ja, für sie ist Transsexualität eine schwere Krankheit.Beim zehnten mal blieb sie außen vor, ich hatte nur noch zwei Monate zuleben. Aber nach einer Woche der letzten typisierung bekam ich noch eine neue Leber. Die verkraftete ich sehr gut und durfte das Kh nach fünf Wochen bereits wieder Nachhause. Ab da stellte die neue Leber mein ganzes Leben auch den Kopf. Die Brust begann zu wachsen und meine ganze Körperbehaarung blieb weg. Stellte meinen Antrag bei Gericht und kurz darauf hatte ich meine Gutachten und die Anhörung. Die neuen Papier in der Hand zu halten packte mich dann doch sehr. Ich heulte nur noch, der ganze Druck und Kummer war vom Herzen. Doch mein Leiden sollte nun alles noch mehr verschlimmern, mein Operateur verarschte mich nach Strich und Faden, bis ich ihm sagte er soll sich selber operieren aber mich in Ruhe lassen.
Nun habe ich einen anderen und meine OP ist nun in zwei Wochen und die nimmt mir keiner mehr sonst gibt es einen ..................... (Freie Meinung) Aber im ernst, ich will und werde diese OP machen, da kann die Welt untergehn, von mir aus - aber erst nach meiner OP sonst dreh ich Petrus da oben den Kragen um!!!
Bleib Du Deinem Weg treu und lass Dich nie beirren. Der harte Weg lohnt sich, ob jetzt Jung wie Du oder älter wie viele von uns. Bleib in Deiner Spur und lass Dich von nichts und niemand abbringen. Du machst nichts falsches, mir wurde es bittere acht Jahre rein gehämmert-im wahrsten Sinne des Wortes. Dich wird ein glückliches und erfülltes Leben erwarten und da für lohnt sich jeder Kummer oder Schmerz.
Ich würde meinen Weg immer wieder gehen, nur nicht mehr wie ich es erlebte, sondern mit, mich wehren und Durchsetzen.
Also Mädel, bleib wie Du bist und werde GLÜCKLICH.
Liebe Grüße
Jasmin Viktoria

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #6
 ;)  ;)  ;) Liebe Daphne,

dachte mir das wäre die Antwort dazu für hier.

Wenn ich was bei mir schreib, dann etwas zum Fortgang der Dinge.

sonnigen Tag noch, Gesundheit, viele herzliche grüße Robert

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #7
 ;)  ;)  ;) Liebe Jasmin,

da wünsche ich dir bestes Gelingen am 08.08., dass alles gut durchläuft, denke an dich.

Einfach sein eigenes Leben leben, das ist auch meine Devise, warum sich immer nach anderen richten und gucken, tut niemand für mich, mal so gesehen.

sonnigen Tag dir, Gesundheit, Viele herzliche Grüße Robert1


Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #8
;)  ;)  ;) Liebe Daphne,

dachte mir das wäre die Antwort dazu für hier.

Wenn ich was bei mir schreib, dann etwas zum Fortgang der Dinge.

sonnigen Tag noch, Gesundheit, viele herzliche grüße Robert

Aber genau das tust du. Du schreibst von 2 GA und Therapie, von Männerhemden und Männerschuhen. Das interessiert Katherine doch nicht, die will einen Rat für ihre ganz spezielle Situation.

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #9
 ;)  ;) Liebe Daphne,

genau da wurde doch nachgefragt, wie der Weg ist, was zu unternehmen sei.

Viele Grüße Robert1




Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #10
Wenn das deine Hilfe sein soll, dann ist sie wenig hilfreich. Vor allem vollkommen unnütz, weil du ja ein Transmann bist.

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #11
Hey Robert 1
Danke schön, wünsche Dir auch auch alles liebe und Gute.
Liebe Grüße
Jasmin Viktoria

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #12
Halo Katherine,
erstmal herzlich willkommen.

Zu deiner Geschichte: sie ist typisch und weitgehend parallel zu vielen, wenn nicht den meisten frühen Lebensgeschichten.

Ein Psychiater dürfte Dich daher mit einiger Wahrscheinlichkeit als "vermutlich transsexuell" einstufen. Bringen wird Dir das zunächst mal nichts, denn niemand wird es Dir abnehmen, Dich selbst zu erkennen.
So wie Du Dich schilderst, glaube ich, dass ein Alltagstest "positiv" verlaufen würde. Du musst schon damit rechnen, dass er innerlich eine entsprechende Erwartungshaltung aufbauen könnte.
Aber macht das die Erkenntnis über sich selbst wirklich einfacher? Es bist wirklich nur Du, die sich aufs Wasser traut und merkt, wenn es trägt (oder eben auch nicht).


Noch was zu Depressionen: eine Transition löst genau ein Problem. Das der geschlechtlichen Identität. Sonst nichts. Auch wenn es Dir nach einer Transition besser gehen könnte, wird das noch lange nichts darüber aussagen, wie sich eine eventuelle Depression entwickelt, vor allem langfristig. Gerade vor dem Hintergrund der offenbar langjährigen Erfahrung des ausgegrenzt und gemobbt werdens. Das wird mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einem guten Teil ein Päcken für sich selbst sein, und das unabhängig von der Ursache.

Ach so: such Dir verhaltenstherapeutische Unterstützung, und möglichst nichts aus der tiefenpschologisch-psychoanalytischen Ecke. Verhaltenstherapeuten können tendentiell (und von ihrer inneren Haltung her) besser mit Themen wie Traumata als Folge von Mobbing  und Ausgrenzung umgehen als die Analytiker.

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #13
Hey,

Danke erstmal für die vielen Antworten von euch! Freut mich sehr. Ich werde jetzt Post für Post einfach abarbeiten und Fragen etc. gegliedert beantworten, so sollte es hoffe ich auch einfacher zu lesen sein. Hihi.

Was mich am Mann sein stört ist eigentlich mit dem Wort "alles" recht einfach zu beschreiben, um aber bei einigen Punkten genauer in das Detail zu gehen: Behaarung, Stimme, Geschlechtsorgan, Redeart (dieses harte etc.) und dass das Bild vermittelt wird dass Mann immer alles zu erledigen hat.
Danke auch für den Ablauf mit Blanco etc. den Chromosomentest hatte ich so gar nicht mehr auf den Schirm und die ganzen Ausschlüsse. Auch muss nichts mehr Rückgängig gemacht werden, entscheide ich mich für etwas so bleibt es bei mir meist für immer, war zumindest auch bei meinen frühen Tattoos so. Bereue ich bis heute nicht :P

Das mit dem Alltagstest ist für mich sowieso ein leichter Dorn im Auge, ich weiß dass er nicht als Strafe oder dergleichen zu setzen ist, sondern eher um zu sehen ob es wirklich das ist was man möchte. Dennoch ich seh das auch noch aus zwei anderen Aspekten: Da wäre zum einen die Kosten, da ich leider noch gar keine Klamotten habe müsste ich mir diese erst besorgen, das kostet natürlich Geld und auf anhieb das passende zu finden ist denke ich auch nicht so einfach, hat man die Sachen dann einmal ist das ja super und man kann damit starten ABER durch eine spätere Hormoneinnahme verteilt sich, soweit ich das gelesen habe, das Fett anders auf, auch soll man wohl einige Pfunde zunehmen. Klingt für mich also so als wäre dass dann so langsam der Zeitpunkt neue Klamotten zu kaufen, damit kauft man also praktisch zwei mal. Versteht mich nicht falsch, um den Weg zu gehen nehme ich auch das gerne in Kauf, absolut kein Thema, dennoch ist das etwas was mich leicht stört vorallem da das Geld nicht gerade im Übermaß vorhanden ist. Dann kommt noch der persönliche Aspekt hinzu oder besser gesagt mein Perfektionismus drang. Für mich muss das aufgrund meines Dranges möglichst perfekt sein, am besten sollte oben direkt die Wunschgröße dran sein und unten die Pfeife weg und erst dann wäre das für mich der Punkt wo ich sage "Kein Thema mehr, so kleide ich mich nun auch um." Aber klar, geht einerseits sowieso nicht von heut auf morgen und andererseits muss oder sollte man darüberstehen. Nur wie gesagt... Perfektionismus drang... der nervt unheimlich in so vielen Situationen und sorgt dafür dass ich oftmals etwas gar nicht erst anfange.
Die Antriebslosigkeit etc. kann ich einer Schilddrüsenunterfunktion ausgrenzen. Es wurde 6 Monate lang immer mal wieder Blut genommen und auf die Schilddrüse geprüft, da ich auch Probleme mit dem Gewicht habe (Untergewichtig). Da kam anfangs raus dass die Schilddrüse schwankt, mal ist sie Über, mal Unter, wie es ihr gepasst hat. Schlussendlich konnte aber festgestellt werden dass diese in Ordnung ist und ich da keine Bedenken haben muss.

Ah okay, klar schrittweise beginnen ist denke ich mal das vernünftigste und einfachste vorerst. Ziehe ja auch immer mal wieder eine Leggings an, so wie heute wo es 32 Grad hat und man sich sowieso schon fühlt wie ein Rhinozeros im Backofen ^^ Aber ja auch da hätte ich bedenken wenn ich vor dem "Arzt" sitze und der mich fragt "Wie, Was, Wo?" glaub ich würde auch erstmal kein Wort mehr rausbekommen.

Harter Tobak, muss ich schon sagen aber meinen tiefsten, wirklich aller tiefsten Respekt vor diesem Weg. Da so stark dran zu bleiben, noch einen Weg zu finden... Respekt. Da fehlen mir wirklich die Worte, ich glaube ich hätte alles beiseite gelegt und nur noch gewartet. Keine Sorge, ich lasse mir da von niemanden etwas sagen, raten noch sonstiges und versuche weitestgehend meinem eigenen Weg treu zu bleiben. Klar Sprüche etc werden vielleicht mal kommen, vielleicht nicht, wer weiß das schon aber ich versuche dass dann einfach abprallen zu lassen wie eine Wand. Glaube das wäre das Sinnvollste. Und natürlich drücke ich dir die Daumen! Hoffe für dich dass alles glatt läuft und keine Schwierigkeiten entstehen. Hab den ein oder anderen Bericht gesehen / gelesen, da war es mal so, mal so. Hätte davor etwas Angst um ehrlich zu sein ^^

Transmann, Transfrau die Wege unterscheiden sich doch bis zu einem gewissen Punkte gar nicht mal so stark oder irre ich mich? Vieles ist doch ziemlich gleich. Blick da sowieso langsam nicht mehr so durch, viel zu viele Bezeichnungen und Wege gibt es da :D

Inwiefern meinst du das mit Erwartungshaltung? Ich an mir selbst sodass sich das Gefühl der "Vollkommenheit" verstärkt über die Zeit oder wie soll ich das genau verstehen? Aber ja, probieren geht da über Studieren, glaube kaum dass der Psychologe/Psychiater ohne meine Hilfe auch nur ansatzweise sagen könnte ob ich Trans* (sagt man das so? ^^) bin oder nicht. Da sollte man schon fleißig mitarbeiten und nichts verheimlichen. Aber ja, danke für den Tipp, ich habe von jemanden einen Tipp bekommen wo der nächste Psychologe ist der sich auch auf das Thema spezialisiert hat, dort arbeiten aber auch weitere die andere Gebiete abdecken, wer weiß vielleicht ist da ja ein solcher dabei und ich spare mir einen zusätzlichen Weg, wäre Vorteilhaft und super.

Jetzt hätte ich allerdings noch ein paar Fragen :P
Soweit ich das jetzt mitbekommen habe, ist nichts ein muss sondern eher ein kann. Alltagstest muss wohl nicht sein, kann aber verlangt werden und wird es wohl auch in den meisten Fällen. Da habe ich die Rechtslage etc noch nicht ganz durchschaut, Beispielsweise wird auf Seite A von 3-6 Monaten Alltagstest gesprochen, auf Seite B schon wieder von 6-12 Monaten. Dass Hormone und OP's kein Muss sind ist mir klar, auch für den Personenstand und Namen wohl nicht mehr seit 2011. Trotzdem ist das ganze verwirrend. Wüsste gerne was so die Durchschnittszeit ist die man so hat für Alltagstest + Hormontherapie. Die einen sind nach 2-3 Jahren fertig, andere nach 10. Ist das wirklich so stark individuell oder kann der "Patient" in dem Falle etwas mitbestimmen wie schnell alles von statten geht? (Zumindest bei einigen Punkten.)
Mein Ziel wäre so schnell wie möglich die Hormontherapie beginnen zu dürfen, wäre aber auch kein Beinbruch wenn ich da jetzt etwas länger an Zeit verbringen müsste.

Nochmals danke an alle Antworten, hat mich super gefreut das so viel in so kurzer Zeit geantwortet wurde.
Ich wünsch euch weiterhin noch eine super Woche und dass es bei euch nicht zu heiß wird! Ist ja unerträglich!

Grüße
Flo aka. Katherine

Re: Irr' ich mich? Angst!

Reply #14
 ;)  ;)  ;)Guten Tag liebe Daphne,

danke sehr. sonnigen Tag, Gesundheit

Robert1