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Topic: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans* (Read 988 times) previous topic - next topic

Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Hallo Leute,

gerade bin ich über ein noch ganz junges Papier der Evangelen als Handreichung zum Umgang mit  Trans*-Themen gestoßen: http://www.queer.de/docs/Transsexualitaet-Handreichung-EKHN-2018-web.pdf

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #1
Hallo Beate,

Danke für den Hinweis. Der Inhalt der Handreichung ist gut gemacht. Interessant ist das der Glaube hier natürlich eine Rolle spielt, aber in den Empfehlungen sich wieder auf das für alle nötige menschliche reduziert. Deshalb auch für andere Organisationen empfehlenswert.

LG

Isabell


Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #2
Relativ genau überflogen habe ich vor allem die Passagen mit dem Bezug auf die Bibel. Mir war gar nicht bewusst, dass man sogar in den Evangelien etwas dazu findet. Ok, kein Wunder, weil ja in den gängigen Bibelübersetzungen die Bezüge so gut es geht verschleiert werden (da ist die dort  zitierte "Bibel in gerechter Sprache" richtig gut drin): aus dem Eunuchen, der sich als erster Nichtjude taufen ließ, wurde dann zum Beispiel schon mal ein ägyptischer Beamter gemacht. Der interessanterweise vorher Jesaja las und gefragt wurde, ob er das "verstanden" hätte. Ausgerechnet im Buch Jesaja werden ja die Eunuchen von ihrer im Buch Mose ausgesprochenen Verdammnis rehabilitiert.

Auch wenn ich mich von den Kirchen abgewendet habe und nur noch einen Bruchteil glaube, interessiert mich das, vor allem eben die Passagen, die von Übelwollenden dazu verwendet werden, um zu diskriminieren.

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #3
Auch wenn ich mich von den Kirchen abgewendet habe und nur noch einen Bruchteil glaube, interessiert mich das, vor allem eben die Passagen, die von Übelwollenden dazu verwendet werden, um zu diskriminieren.



Das ist m.E. auch für Nicht-Gläubige (wie z.B. mich) sinnvoll, daß man sich damit beschäftigt. Danke für den Hinweis.

Ich hab erst ca 1/3 angelesen. Das ganze scheint Hand und Fuß zu haben und recht brauchbar zu sein für die Unterrichtung der Zielgruppe. Da gibt es anscheinend doch erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen Konfessionen. Wenn ich da nur an die katholische oder orthodoxe Kirchen denke oder an einige der radikalen Evangelikalen, einschließl denen, die derzeit in USA auf dem Vormarsch sind.

Interessant auch das Zitat des Transmanns, der in einem Chor, der dringend Altstimmen suchte, nicht erwünscht war und nicht mitsingen dürfte, weil das "ein christlicher Chor" sei. Da gibt es wohl noch einiges zu tun, und diese Schrift kommt gerade recht.


liebe grüße
triona

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #4
Das ganze scheint Hand und Fuß zu haben und recht brauchbar zu sein für die Unterrichtung der Zielgruppe.


Yep. Nicht nur für die Zielgruppe. Wenn man das theologische weg läßt ist das Ding prima geeignet, für alle, die mit Trans* zu tun haben. Insbeondere auch Lehrer, Vorgesetzte, etc.

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #5
Eine Person die interviewt wurde kenne ich sogar persönlich. :O

Muss leider sagen dass ich sonst sowas aber eher überfliege, auch weil es letztendlich nur eine Zurechtsprechung der biblischen Lehre darstellt, die sehr wohl auch anders interpretierbar ist.
Transsexualität gab es so noch nicht, das ist das enzige was letztendes dieses Buch ansich einen gewissen Schutz geben kann und auch das Glück für viele Menschen in streng Religiösen Ländern ist. Wehe aber es wird das gemacht was dann in diesen Buch interpretierbar ist, z.B. eine Ehe erhalten, oder überhaupt eine Gleichgeschlechtliche Liebe. Dann die Frage was ist man für die Leute? Man wird dann schnell plötzlich was dazwischen und auch so im Leben wieder eingeschränkt. Ja die Leute sind alle so blöd und verstehen diese Schmierblätter nicht, oder sind sie vielleicht nur so blöd weil sie das was drin steht eben ernst nehmen?
Für mich bleibt es ein altes enstandes Mittel Menschen gefügig zu machen und ihnen das Denken zu nehmen.
Letztendes hat auch hier die Kirche nur das übernommen was sie eh schon über Quere Portale, Menschenrechtsorganisationen, Vereinen und Ministerien eh schon wissen. Alles dann schlau noch mal mit der Bibel verkloppt, damit sie eine eine Weste haben, mit dem Zusatz sich derart schlau zu fühlen und noch paar für sie unangenehme Kleinigkeiten bei belieben etwas auszulassen oder von weg zu reden.

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #6
 ??? :( :( 8)Ihr lieben,

denke muss jeder mit sich vereinbaren können, deshalb lebt man ja auch anständig weiter, m. E. Ich guck immer, von wem es kommt.

die Smilies klicke ich einfach so an.

liebe Grüße von Robert1

 

Re: Kirchliches Papier zur Handhabung von Trans*

Reply #7
Muss leider sagen dass ich sonst sowas aber eher überfliege, auch weil es letztendlich nur eine Zurechtsprechung der biblischen Lehre darstellt, die sehr wohl auch anders interpretierbar ist.


Dann würde ich dir diesmal empfehlen, die Broschüre genau zu studieren. Keines deiner Vorurteile trifft zu. Das theologische nimmt sowieso nur ein paar Seiten ein, der Rest ist eine sehr nützliche Aufklärung über Ursache, Wirkung und den Umgang mit Trans*.