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Topic: Transphober Angriff im Kiosk (Read 1327 times) previous topic - next topic

Transphober Angriff im Kiosk

http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/hass-ueberfall-auf-kiosk-fahndung--opfer-gezielt-ausgesucht-und-niedergestochen-25475788

Ich zitiere aus dem Artikel:

Quote
Berlin -

Ein brutaler Überfall auf einen Kiosk in der Ohlauer Straße (Kreuzberg), passiert am 16. Dezember: Die Polizei-Ermittlungen in dem Fall haben inzwischen ergeben, dass die Täter möglicherweise gar nicht auf Geld oder Beute aus waren. Die Tat richtete sich offenbar vielmehr gezielt gegen die 34-jährige in dem Kiosk arbeitende Trans-Person, und motiviert wäre die Tat demnach durch den Hass auf die sexuelle Orientierung ihres Opfers. – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/25475788 ©2017


Täter sollen laut der Überwachungskamera zwei südländisch aussehende Männer zwischen 20 und 25 Jahren sein. Übrigens, der Überlebenden dieser Gewalt geht es wieder gut. Sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen.

Ich weiß nicht, ob die Täter Flüchtlinge waren, die sich dadurch bedroht fühlten in ihrer "Männlichkeit", oder ob es z.B. Türken/Araber waren, die schon lange in Berlin leben. Bei Ersterem könnte ich das Handeln noch verstehen (nicht gutheißen, um nicht missverstanden zu werden), beim Zweitem denke ich, dass die türkisch/arabische Gemeinschaft ein Problem hat, und dringend Nachschulung in Toleranz braucht.



Re: Transphober Angriff im Kiosk

Reply #1

beim Zweitem denke ich, dass die türkisch/arabische Gemeinschaft ein Problem hat, und dringend Nachschulung in Toleranz braucht.


Ganz ehrlich? Wenn ich auf einen türkisch aussehenden und/oder mit entsprechendem Akzent sprechenden Mitbürger getroffen bin, der mich besonders behandelt hat, wollte der in der Regel mit mir in die Kiste. Das gab sehr absurd ablaufende Gespräche, wenn ich mich drauf eingelassen habe. Meinen Akzent versteht nicht jeder Nicht-Muttersprachler. In deren Vorstellungswelt ist nur der schwul der sich bückt. Wie soll also so ein Mensch sich in seiner Männlichkeit bedroht fühlen, wenn ihn eine Frau mit transsexueller Anatomie anmacht?

Wenn sich Leute zusammengerottet haben, um über mich zu lachen, sich gegenseitig auf mich aufmerksam zu machen, oder mir nicht in die Augen sehen konnten, dann waren das ziemlich eindeutig europäisch, um nicht zu sagen nach deutscher Provinz aussehende oder sich anhörende.  Es sind meist die deutschen Alphamännchen die mir Sorgen machen.

Der einzige Mensch, der offensichtlich beim Zusammentreffen mit mir von seiner Sexualität überrascht wurde, und mit den neuentdeckten Aspekten seiner Männlichkeit ein eindrucksvolles Problem hatte, war ein niedersächsischer, breites Platt sprechender Polizist.

Apropos, südländisch meint nicht Araber und nur eingeschränkt Türken. Das meint Süd- und Südosteuropäer. Also Bulgaren, Rumänen, Albaner, evtl auch Kroaten Serben usw. Und da würde ich auch sagen, in diesen Machokulturen lässt sich ein männliches Ego, angegriffen durch prekäre Existenzen auf deutschen Baustellen, schon mal in Frage stellen.

Re: Transphober Angriff im Kiosk

Reply #2

Wie soll also so ein Mensch sich in seiner Männlichkeit bedroht fühlen, wenn ihn eine Frau mit transsexueller Anatomie anmacht?
Es ist der Gruppendruck, achte auf sie und siehe, dass sie sich im Rudel ganz anders verhalten. Ist bei uns Deutschen ähnlich, allerdings nicht so extrem-missmutig



 

Re: Transphober Angriff im Kiosk

Reply #3


Apropos, südländisch meint nicht Araber und nur eingeschränkt Türken. Das meint Süd- und Südosteuropäer. Also Bulgaren, Rumänen, Albaner, evtl auch Kroaten Serben usw. Und da würde ich auch sagen, in diesen Machokulturen lässt sich ein männliches Ego, angegriffen durch prekäre Existenzen auf deutschen Baustellen, schon mal in Frage stellen.


Polen auch: https://www.welt.de/print-wams/article127132/Von-Wurstmenschen-und-froehlichen-Versagern.html