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Topic: Frau Oberstleutnant (Read 5569 times) previous topic - next topic

Re: Frau Oberstleutnant

Reply #16
Liebe Beate,

Lach mich schief hier, suche die Kamele in der Wueste

Baxxter, Shirin, Michelle, ich.....

4 x ein ja, im recall

1 Zettel hab ja schon, nicht schlecht Alter, weiter so....

Gute Nacht, hoffe ihr hattet schoen es WE

Morgen neue Woche und Start ins Sonnenjahr, Robert

Re: Frau Oberstleutnant

Reply #17

Ja klar. Wobei das bei niedrigeren Dienstgraden und in anderen Funktionen vielleicht nicht immer so einfach ist. Und als Oberstleutnant hat sie ja bereits den höchsten Dienstgrad erreicht, den Berufsoffiziere typischerweise erreichen. Darüber wird die Luft sehr dünn.


Eine Anmerkung sei an dieser Stelle hoffentlich erlaubt: Die Kameradin ist Oberstleutnant i.G. (im Generalstab), das bedeutet, sie hat zum Ziel, irgendwann goldenes Eichenlaub zu tragen. Da ist Oberstleutnant nicht das angestrebte Karriereziel, sondern in der Regel nur eine eher kurze Zwischenstufe.

Ich zolle ihr jedenfalls (auch wegen meiner eigenen Biographie) höchsten Respekt. Das hätte ich mich glaube ich zu aktiven Zeiten nicht getraut, selbst wenn es mir da schon so klar gewesen wäre wie es mir heute ist, dass in mir auch ein eher feminines Wesen zuhause ist...

Alles liebe,
Pat

Re: Frau Oberstleutnant

Reply #18

Eine Anmerkung sei an dieser Stelle hoffentlich erlaubt: Die Kameradin ist Oberstleutnant i.G. (im Generalstab), das bedeutet, sie hat zum Ziel, irgendwann goldenes Eichenlaub zu tragen. Da ist Oberstleutnant nicht das angestrebte Karriereziel, sondern in der Regel nur eine eher kurze Zwischenstufe.


Ok. Gerne. Das i.G. hatte ich tatsächlich übersehen. Aber gibt es auch auf der Hardthöhe nicht genügend Soldaten, die nicht über den Oberstleutnant hinauskommen?

Aber selbst wenn es einen Karriereknick geben sollte, würde sie wohl eher weich fallen. Im schlimmsten Fall würde sie halt ihre Funktion mehr oder weniger behalten. Vielleicht "nur" noch Obristin werden.

Re: Frau Oberstleutnant

Reply #19
Hey,

Nicht alle i.G. tun Dienst auf der Hardthöhe... das ist mehr eine "Laufbahn" bzw. ein Ausbildungsgang, denn ein bestimmter Dienstort. Im Kaiserreich gabs noch den Großen Generalstab, das war dann eine Dienststelle. Aber das war gaaaanz früher ;)

Du hast aber recht, in diesem Ausbildungsgang schaffen es die meisten zumindest zum Oberst, aber General werden ziemlich wenige (aus zwei Geburtsjahrgängen zwei bis drei Generäle). Es würde mich aber nicht mal wundern, wenn diese Frau Oberstleutnant das letztlich auch schafft - einfach weil die Bundeswehr sich nicht dem Vorwurf preisgeben will, in der Truppe bzw. ihrer Bestenauslese würden Leute mit abweichender sexueller Orientierung oder Unterschieden zwischen biologischem und gefühltem Geschlecht in irgendeiner Weise diskriminiert.
Aus dem Nähkästchen geplaudert: Das ging schon zu Zeiten meiner Ausbildung genau so ab - wir waren einer der ersten Jahrgänge, in denen Frauen zugelassen waren. Und bei der Bestpreisverleihung im Anwärterlehrgang war dann Vorgabe, dass einer von vier Preisträgern "eine Frau zu sein hat". Ganz pauschal. Dass damit nur für ein Symbol eine Menge an allgemeinen Grundsätzen in der Bestenauslese ignoriert wurden, war dann auch egal. Hauptsache es machte sich gut in der Lokalpresse.

Letztlich gab es auch eine von ihren Leistungen her echt gute Anwärterin in meinem Kurs, die dann auch vernünftigerweise diesen Preis erhielt. Aber wie pauschal das damals festgelegt wurde, fand ich doch erschütternd.

Aber so ist der Verein nun mal... *schulterzuck*

 

Re: Frau Oberstleutnant

Reply #20

Aber wie pauschal das damals festgelegt wurde, fand ich doch erschütternd.

Aber so ist der Verein nun mal... *schulterzuck*


So ist nicht nur dieser Verein... Frauenförderung ist richtig und wichtig, auch wenns zur Zeit so aussieht als würden 1/3 der Männer, die seit anno dazumal eine Anwärterschaft auf Führungspositionen hatten, jetzt nicht mehr zum Zuge kämen. Dafür kamen Frauen eine beliebig lange Zeit nicht vom Herd weg.

Ich hab auch den Eindruck ich komme derzeit viel öfter in die nächste Bewerbungsrunde als vor 2008 (kann auch an der Konjunktur liegen), fliege aber teilweise wieder raus weil ich das gleiche Gehalt wie immer schon fordere. Die gehen einfach davon aus dass eine Frau bei gleicher Qualifikation billiger sei. Einmal kam ich sogar bis in die letzte Runde, weil die Personalchefin auf der Position eine Frau für besser geeignet hielt. Was in dem Fall sogar aus guten Gründen war. Kann sein dass ich die Runde nicht überstand weil sich trotz guter Präsentation der Frauenbonus in einen TS-Malus verwandelte. (Begründung dieser Absage, man befürchte ich sei auf der Position unterfordert.)
vgl: ABWEICHENDE GESCHLECHTSIDENTITÄT, PRÄVALENZ, AUSWIRKUNGEN UND VERHALTEN IM BERUFLICHEN UMFELD, Masterthesis von Stefan (Lena) Balk, die nicht mehr promovieren dufte, weil sie die Doktorarbeit, die Stefan zugesagt wurde, als Lena verfassen wollte.