Skip to main content
Topic: Psychologe und Transsexualität (Read 29106 times) previous topic - next topic

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #45
Ich verstehe gar nicht, von was ihr überhaupt redet. Meine Therapeutin hat Trans nie in Frage gestellt und wollte auch nichts wegtherapieren, kein Arzt hat je versucht, mich in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #46

Ich verstehe gar nicht, von was ihr überhaupt redet. Meine Therapeutin hat Trans nie in Frage gestellt und wollte auch nichts wegtherapieren, kein Arzt hat je versucht, mich in eine bestimmte Richtung zu lenken.


Es gibt aber immer wieder solche Geschichten und nur weil du sie nicht erlebt hast, heißt das nicht dass es diese Situationen nicht gäbe. Du kannst dir ja mal anschauen wie die Leute z.B. mit der Bart Epi kämpfen oder überhaupt damit einen Psychologen zu finden, wo man schon mal 3 Monate im Regen gelassen wurde. Dann das Verfahren mit der Pä, ist ja auch klasse und auf jedenfall mehrere tausend Euro wert. Nur mal um so ein paar Dinge zu nennen. Auch Psychologen wo die Patienten im dunkeln sitzen gelassen werden sind mir zumindest in meiner Umgebung mittlerweile ein Begriff. Wenn du die Probleme nicht hast und alles gut läuft, glück gehabt, aber erzähle einen nichts von heiler Welt.
Nebenbei sprechen wir hier sonst über absolut Fragwürdige Ansichten, oder besser gesagt Fremdbestimmung, da manche es wieder mal nicht wahrhaben wollen dass es einen Leidensdruck gibt, der sich nur Körperlich behandeln lässt.

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #47


Nebenbei sprechen wir hier sonst über absolut Fragwürdige Ansichten, oder besser gesagt Fremdbestimmung, da manche es wieder mal nicht wahrhaben wollen dass es einen Leidensdruck gibt, der sich nur Körperlich behandeln lässt.


Und diese angst vor Fremdbestimmung habe ich seit der Kinderheit, wo klein Cveta als Schutzmechanismus entstanden ist. Ohne klein Cveta gäbe es mich nicht mehr. Wenn dann ein unwissender Psychiater mir daraus Strick bastelte, fühle ich mich sehr verunsichert. Das alles nur, weil er Fetischmann mit traumatisierter Frau verwechselte. Aber in 15 min Sitzungen bekommt man das als Therapeut auch nicht mit.

Wenn man das mit Testoentzug hätte austreiben können, warum bin ich dann immer noch Babymädchen?

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #48
Dass "die Gesellschaft", also Freunde oder Verwandte, irgendwelchen Druck in Richtung Operation ausgeübt hätten, muss ich für mich klar verneinen. Das genaue Gegenteil war der Fall, immer wieder kam das Statement: "Ist es das Risiko denn wert? Das sieht doch eh keiner." Ich brauchte die OP für mich, nicht für die Gesellschaft.

Anders ist es mit dem Leben in einer zwischengeschlechtlichen Rolle. Da sehe ich schon einen großen Sozialdruck, sich für eine Seite zu entscheiden. Notfalls abwechselnd, aber "irgendwie dazwischen" bereitet eben alltagspraktische Probleme, und Umständlichkeiten mögen die meisten Menschen nicht. Das verlinkte Bild aus der Simulator-Entwickler-Community zeigt es meiner Meinung nach deutlich: Ein "neutrales Geschlecht" wurde eingeführt, das Bild dazu spricht Bände.

http://opensimulator.org/wiki/File:Openvue-avatars-male-female-neutral-2010-08-27.jpg

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #49

Mhmm, der Leidensdruck entsteht aus einem Konflikt zwischen Identität und Körperlichkeit. Der ist nicht an sich krank, aber erwiesenermaßen krankmachend.

Welche Mittel der Psychologie sollten denn da lindern? Welche haben sich in der Vergangenheit - immerhin runden 60 Jahren - als wirkungsvoll erwiesen? Im Gegenteil: 100% Fehlschlag werden sogar von der Fachwelt attestiert - also wieso dann Mittel einsetzen, die erwiesenermaßen nicht helfen werden und letztlich nur Leid erzeugen?


Das möchte ich entschieden bezweifeln:
Wie die Beispiele mehrerer Mitglieder dieses Forums belegen (zumindest Bastienne und ich – aber ich vermute, da gehören noch wesentlich mehr dazu), ist es möglich mit einer weiblichen Identität in einem männlichen Körper zu leben. Wirklich konflikthaft wird das jedoch, wenn die betroffene Person davon überzeugt ist, dass eine weibliche Identität mit einem männlichen Körper unvereinbar ist. Diese Überzeugung ist meines Erachtens nicht einfach selbstgemacht, sondern entspringt einem in vielen Gesellschaften tief verankerten Tabu gegen eine Vermischung der Geschlechter innerhalb einer Person.

Diese Einstellung ist z.B. mit psychotherapeutischen Mitteln veränderbar. Zumindest bei mir hat das deutliche Erfolge gezeigt. „100 % Fehlschlag“ ist somit nicht zutreffend. Genauso wenig trifft aber auch ein 100 %-iger Erfolg zu. Und für diejenigen, bei deren es nicht möglich ist ihre männlichen und weiblichen Anteile miteinander zu versöhnen können angleichende Maßnahmen die  Rettung sein.

Ich möchte lediglich zu bedenken geben, dass der Versuch einer Versöhnung lohnend sein könnte, bevor eine der beiden Seiten zum Vernichtungsfeldzug gegen die andere ansetzt.

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #50
Es geht doch nicht um Vernichtungsfeldzug. Zumindest mir nicht. Und auch "Versöhnen" geht mir viel zu weit. Notfalls wäre ich ohne Ga-OP ausgekommen, deutlich schwieriger wäre es für mich ohne HRT geworden. Und es hat seinen Grund, wieso ich vorher eine Orchiektomie habe durchführen lassen - zumindest die blöden ständig schmerzenden Dinger mussten weg.
Ansonsten habe ich nichts "vernichtet", sondern nur ein bisserl angepasst, damit es in sich stimmiger ist. Und wenn es schonender hätte angeglichen werden können - unbedingt.

Nochaml zu den gesellschaftlichen Normen: ich war 10 oder 11, als der Wunsch nach einer operativen Angleichung erstmals explizit wurde. Das kam einfach von innen heraus, und war ganz sicher nicht irgendwelchen doch ziemlich abstrakten gesellschaftlichen Tabus gelenkt.

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #51

Liebe Bastienne,
Quote
Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.


Bitte mach auch Platz für Menschen denen erst durch eine "substraktive angleichung" geholfen ist, und nicht nur für dich. Und nein, ich bin nicht pervers.

Liebe Mia, natürlich wollte ich nicht sagen, dass du oder andere, denen damit geholfen ist, pervers sind! Meine Aussage bezog sich auf die Grundvorstellung vieler Mediziner, mit welcher sie die Problematik angehen.


Eine Regelung die nur auf "softe" Lösungen setzt wird sicher bei Vielen reichen, aber längst nicht bei allen. Die 100% Fehlschlag von denen Beate redet gibt es durchaus bei manchen, und ist auch nicht weiter Neu sondern in der Psychotherapie sehr wohl bekannt. Ich musste trotzdem Körper und Bewegungstherapien, 1001 Übungen für Körperliche und seelische Selbstannahme über mich ergehen lassen, nur damit die Ärzte sehen können das mich das tatsächlich so sehr mitnimmt das sich damit nicht arbeiten lässt und es da kein weiterkommen gibt.

Lass mich nicht außen vor wenn du nach einer Regelung Fragst die dir angenehmer ist, denk immer daran es gibt auch Menschen die nicht so prima klarkommen wo es einfach nicht geht wie bei dir.

Und noch mal: Ich bin nicht pervers.

:( ...ich beziehe mich hier nicht auf deinen individuellen Fall, Mia. Ich stehe sozusagen hinter jeder Lösung, die dir gut tut.
Lass mich an dieser Stelle bitte trotzdem sagen, dass ich von den meisten Psychologen auf diesem Sektor nichts halte, da sie der Problematik nicht gewachsen sind.



Ich bin es aber irgendwo extrem leid mich quälen zu lassen nur damit arzt nummer 196 auch endlich sicher ist das es wohl nötig wird was zu tun. Dieser mist sollte eingeschränkt werden, ich brauch für nichts anderes so viele Fachärzte die zum selben ergebniss kommen müssen und dermaßen lange beobachtung. Wirklich nichts. Als ich meine Nebenhöhlen operieren lassen musste hatte ich vom HNO Befund zum CT, zum weiteren HNO befund, überweisung und schliesslich dem OP Termin eine Zeitspanne von 2 Stunden und war eigentlich nur wegen was ganz anderem hin gegangen. 4 Tage Krankenhausaufenthalt und 3 1/2 stunden Eingriff. Da wurde keine TK gefragt, kein MDK eingeschaltet und auch sonst keine Gutachter beteiligt.

Das ist das andere Extrem, aber irgendwo in der mitte wird man sich ja wohl treffen können.

Hier handelt es sich aber doch auch um einen wesentlich leichter zu definierenden Sachverhalt,.. zumindest aus medizinischer Sicht,...


Die Leute nehmen mir meine Entscheidungsfreiheit und meine Zurechnungsfähigkeit weg. Klar gibt es Idioten und Psychisch kranke die vllt. den Größten Fehler ihres Lebens machen. Aber daran hindert mich sonst auch niemand, nicht wenn ich besoffen ins auto einsteige, verträge abschliesse die ich mir nicht leisten kann, aus versehen meine Bude abfackel oder ähnliches.

Bitte differenziere diese Sachverhalte. Für die anderen von dir genannten "Taten" forderst du aber keine Unterstützung der Allgemeinheit an.
Auch gibst du in dem Moment Entscheidungsgewalt bewusst auf, an dem du dich für fremde Hilfe entscheidest,... dies ist ein generelles Phänomen.


Begutachtung und Bewertung und Bestätigung die NULL rücksicht darauf nimmt was der Patient sagt sind einfach MEGA entmündigend. Es ist das Geld der Krankenkasse, natürlich. Aber das bedeutet doch nicht das ich mich plötzlich behandeln lassen muss als hätte ich jedes Recht auf Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit abgetreten. Ich zahl da schliesslich auch ein.
...soviel zur Perversität dieses Systems.... ;)


K.A.
Diese ganzen Therapien sind die größte Geldverschwendung aller Zeiten gewesen, und das hätte ich der Kasse locker ersparen können. Aber mir glaubt keiner, meinem Therapeuten glaubt die KK nicht genug, das gericht möchte auch gerne noch zwei gutachter und schlussendlich macht sich der MDK dann auch noch mal sein eigenes Bild, aber erst wenn alles andere nicht geklappt hat. Obwohl ich vom ersten Tag schon wusste wo es hin geht und nur darauf warte das diese ganzen Bürokraten sich endlich mal selbst überzeugen und mit ihren Papier-anleitungen Schritt für Schritt nach 0815 vorgehen damit am ende niemand in der Verantwortung steht. Weil mehr ist es nicht.

Offensichtlich hält mich niemand für qualifiziert mit meinen zwei Fachärzten eine Entscheidung zu treffen deren Verantwortung und Konsequenzen ich dann auch tragen kann.

Wahrscheinlich halten die mich auch für Pervers?
Tut mir leid aber mich regt es auf so viel verbissenes unverständnis zu bekommen.
"Ich kann mir das nicht vorstellen also glaub ich dir kein Wort!"

lg
Mia


Liebe Mia, ich kann deinen individuellen Fall aus Unkenntnis nicht einschätzen, deswegen darf ich mir da auch kein Urteil erlauben,... trotzdem ist es doch leider fast immer ein ähnliches Gefühl der Fremdbestimmung, sobald man sich in andere Hände begibt,... wenn denen dann auch noch die fachliche Qualifikation aufgrund einer völlig verquerten Sichtweise fehlt kommt solch ein negatives Gefühl verständlicher Weise auf.


p.s.: Wenn du den Traum träumst das es in einer perfekten Gesellschaft mit totaler Integration und Annahme für jeden und alles, dann auf magische art und weise keinen Grund für Gaop mehr geben wird, dann liegst du einfach mega daneben. Und das kann ich dir mit solcher bestimmtheit sagen, weil ich WEIS das ich persönlich nicht in diesen Traum passe. Weniger Fälle weil es viele auch aus sozialen Gründen machen wollen? Bestimmt gibt es das, und das werden dann wohl auch WENIGER. Aber WENIGER ist nicht weg. Für mich würde die Akzeptanz anderer Menschen in der Beziehung keinerlei Unterschied machen. Auch die Akzeptanz meiner Familie und Freunde und meinem Beruflichen Umfeld macht da keinen unterschied.

Du unterstellst mir in deiner akuten Situation nur ein "Schwarz und Weiss",... ich rede aber über "Bunt". Wie oft noch soll ich hier schreiben, dass auch ich bei manchen Fällen zu dem Ergebnis kommen würde, somatische Massnahmen zu Beführworten????
Du wirst spätestens wenn du angekommen bist erkennen, dass egal ob mit oder ohne OP etc. es ganz wichtig ist, Menschen wie uns auch gesellschaftlich ins Modell zu integrieren,... deshalb meine Prioritätensetzung (auch weil ich weiss, dass gerade Menschen wie ich, die auch mit weniger klarkommen noch Kapazitäten frei haben um auch solche Gesichtspunkte konzeptionell mit einzubeziehen).


Alle Menschen die mir wichtig sind würde damit leben können wenn ich mich nicht operieren lasse, das wäre gar kein Problem. Aber es ändert nichts, absolut überhaut gar nichts, daran das ich es für mich brauche um Frieden zu haben. Weil mein Körper mir erst dann  frieden und das gefühl gibt das er zu mir gehört wenn das korrigiert wurde. Vorher gehören ich und mein Körper nur auf dem Papier zusammen.

Und ich glaube der Punkt ist immer noch nicht so ganz klar bei Vielen. Diese ganzen Eingriffe sind hin und wieder halt schon genau das richtige für den Patienten der sich auch nichts anderes wünscht.
Mir ist das total klar,... aber bei mir fängt es da eben gedanklich erst an,....

Versuch mal das Gefühl ich würde mit deinem Weg nicht übereinstimmen, abzulegen,... mir gegenüber bist du frei und ich bin auf deiner Seite, auch wenn du manchmal meinst gegenteiliges herauszulesen.

Kuss, Alles Liebe _@_y <3

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #52

Das möchte ich entschieden bezweifeln:
Wie die Beispiele mehrerer Mitglieder dieses Forums belegen (zumindest Bastienne und ich – aber ich vermute, da gehören noch wesentlich mehr dazu), ist es möglich mit einer weiblichen Identität in einem männlichen Körper zu leben. Wirklich konflikthaft wird das jedoch, wenn die betroffene Person davon überzeugt ist, dass eine weibliche Identität mit einem männlichen Körper unvereinbar ist. Diese Überzeugung ist meines Erachtens nicht einfach selbstgemacht, sondern entspringt einem in vielen Gesellschaften tief verankerten Tabu gegen eine Vermischung der Geschlechter innerhalb einer Person.

Alleine dass Menschen wie du nichts anderes können als ständig andere zu bevormunden, zeigt doch deutlich, dass du mit deiner Art und Weise eine Minderheit darstellst und zwar eine die mit sich alles andere als im reinen ist, auch wenn du es noch so oft versuchst darzustellen. Übrigens unterscheidest du dich deutlich von Bastienne was deine gesamte Art und Lebensweise angeht.
Ich glaube deine Geschichten langsam nicht mehr. Du kommst mit dir selbst nicht klar und bringst es immer wieder auf die Gesellschaft, dabei hast du nicht ansatzweise einen Punkt, wie denn nun deine "heile" Gesellschaft aussehen soll. Tausende Kastrate? Zwanghaftes verbieten jeglicher Geschlechter die selbst bei anderen Lebewesen eindeutig existieren? Du solltest dich selbst mal lesen und überlegen was du uns damit überhaupt sagen willst.

Quote
Diese Einstellung ist z.B. mit psychotherapeutischen Mitteln veränderbar. Zumindest bei mir hat das deutliche Erfolge gezeigt. „100 % Fehlschlag“ ist somit nicht zutreffend. Genauso wenig trifft aber auch ein 100 %-iger Erfolg zu. Und für diejenigen, bei deren es nicht möglich ist ihre männlichen und weiblichen Anteile miteinander zu versöhnen können angleichende Maßnahmen die  Rettung sein.


Indem du dich abgefunden hast Mann zu sein verstehe, sei ehrlich was anderes gibt es bei deinen Beiträgen und Thesen nicht. Schön für dich wenn du so lebst und dich daran erfreust zuhause mal ein RP zu haben, aber bitte lass uns damit in Ruhe.

Quote
Ich möchte lediglich zu bedenken geben, dass der Versuch einer Versöhnung lohnend sein könnte, bevor eine der beiden Seiten zum Vernichtungsfeldzug gegen die andere ansetzt.


Was das wieder wieder heißen soll...  ???
Ja wir sollen es gevölligst Akzeptieren wie wir geboren wurden, ich kenne so eine braune Partei und eine gewisse Kirche die dir bestimmt zuspruch geben wird. So viel Verlogenheit liest man selten.

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #53


..aber der Konflikt entsteht doch grossteils auch, weil es keinen "vorgesehenen" Platz in unserer Gesellschaft für ein "drittes" Geschlecht gibt...

Nein. Glaub mir, den Raum hätte ich mir schon genommen, wenn ich ihn gebraucht hätte. Innerhalb meiner Familie wäre das sogar um einiges einfacher geworden. Aber ich benötige die Angleichung für *mich*.
...ich glaube dir was dich persönlich betrifft, Beate,... ich dachte ehrlich gesagt wir hätten schon lange meine Beweggründe zwischen uns geklärt. Ich stelle keine deiner Entscheidungen bezüglich deiner Person in Frage...
...aber es geht hier nicht um eine speziefische Einzelperson.


Quote
sieh dir doch z.B. mal Thailand an,... dort nimmt die Zahl derer, die nicht den "kompletten" Weg gehen zu, statt ab,... wie erklärst du dir das?

Das kann man nicht ohne Blick auf die wirtschaftlichen Randbedingungen verstehen: eine Angleichung kostet Geld, besonders die OP. Wenn das nicht vom Gesundheitssystem übernommen wird, bleiben halt einige außen vor. Und wenn die soziale Schere aufreißt (das passiert nicht nur hierzulande), kannst Du Dir das Ergebnis an allen 10 Fingern abzählen.

...die Berichte wo Ladyboys sich diesbezüglich klar äussern werden aber auch mehr. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Menschen, welche aus bestimmten Gründen keine somatischen Maßnahmen von Beführwortern dieser, gedanklich ausgeklammert werden auf grund "mangelnden Leidensdruck" (Ganz ehrlich: Mir persönlich mangelnden Leidensdruck zu unterstellen kommt einer Beleidigung gleich,... nur um das hier jetzt auch mal ganz klar zu formulieren!)
Dabei übersehen diese, dass eben die Txyz, die die Sache anders "geregelt" bekommen nun mal eben die zweite Gruppe der Betroffenen darstellt,.... (oder reden wir hier vlt. doch über eine "Grenze" zum Krankheitswert?)


Quote

Wie oben schon beschrieben, es geht meiner Meinung nach darum, Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.

Das darfst Du gerne tun. Aber bedenke bitte, dass der Wunsch nach der körperlichen Angleichung zuallererst mal aus einem selbst kommt. Da ich ihn 47 Jahre lang weggedrückt habe, weiß ich durchaus, wovon ich diesbezüglich rede.


Ach nee! LOL

Sorry,.. wie unerwartet. Und du glaubst ehrlich, in mir sei nicht dieser "Wunsch"?!?!

Du redest nur immer von dir, Beate. Sorry, dass es für mich auch ein "uns" gibt  ::)


Der Platz in der Gesellschaft entsteht dadurch, dass man ihn sich nimmt und in seinem Umfeld positiv wirkt. Nicht dadurch, dass man andere dazu zwingt, sich diesen Platz zu nehmen. Auch nicht temporär ("Alltagserprobung").

Du weisst selber, dass es da zu differenzieren gilt je nach Patient. Und eine Prüfung des Sachverhaltes ist nunmal unablässlich, solange andere dafür haften. Nenn den Test wie du willst,... es ist und bleibt eine Prüfung für alle Seiten. Natürlich ist diese anders und kompetenter zu gestalten,...


Quote
Die "100%" Fehlschlag die du attestierst sehe ich vorallem darin begründet, dass auf somatische Massnahmen gesetzt wurde


Nein, sondern ganz ausdrücklich darauf, dass man somatische Maßnahmen als allerletztes Mittel ansieht und die Normabweichung erst mal mit "psychologischen Mitteln" vulgo Gehirnwäsche heilen will. DAS ist menschenverachtend, und DAS ist eine Fortsetzung der menschenverachtenden Tradition der Psychiatrie, die sich keineswegs nur auf Deutschland beschränkt (denk nur mal an John Money) und es ist ein Glück, dass das inzwischen in den Menschenrechtsorganisationen anerkannt ist.

Ich schrieb schon mehrmals, dass ich die medizinische Herangehensweise als pervers erachte (auch für dich hier nocheinmal ausdrücklich: Psychologen etc. gehören zu dieser medizinischen Gruppe der Ärzte)


Quote
. Wege zu normalisieren die nicht darauf aufbauen, somatische Massnahmen zu nutzen.


Die sind doch nicht mehr oder nicht weniger normal. Es gab immer wieder und zu nahezu jeder Zeit Menschen, die in dieser Nische lebten. Auch das TSG in seiner ursprünglichen Form schuf dazu bereits einen brauchbaren juristischen Rahmen: wenn man wollte, konnte man seinen Namen ändern und so im Alltag weitegehend normal im empfundenen Geschlecht leben.

...aber eben nicht ausreichend, wie aktuelle Trends ja zeigen.


Quote
Es geht darum, endlich den bescheuerten Alltagstest in das umzuwandeln was er eigentlich psychologisch leisten kann,... ein potentes Übergangsinstrument welches eben nicht nur Sinn macht, um somatische Massnahmen durch Ärzte zu prüfen, sondern auch generell ein Gate darstellt für Betroffene in die Freiheit eines alternativ Geschlechtes,...

Es geht darum, diese Dauerdiagnostik durch ein therapeutisches Angebot zu ersetzen, das an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen ansetzt und das sie nicht auf das T* reduziert.

volle Zustimmung


Quote
Auch gilt es das medizinische/psychologische Personal zu schulen, oder willst du mir erzählen, dass es tragbar ist, wie sehr heute die Kontrollfunktion der Ärzte unterwandert wird?


Wieso haben Ärzte eine Kontrollfunktion? Wieso müssen sie die haben? Wieviel Obrigkeitsstaat möchtest Du?

Es fliessen A) Gelder von Krankenkassen und B) Ärzte haben wie du weisst eine Fürsorgepflicht



Quote

Also bitte Beate,... ich bin die letzte die dazu auffordert, die eigene Selbständigkeit aufzugeben an irgendwelche idiotischen, unverantwortlichen "Ärzte"!


Aber weiter oben forderst Du die ärztliche Kontrollfunktion, gell?


...natürlich,... aber ich fordere ja auch nicht dazu auf sich als Txyz an Ärzte auszuliefern,... this makes a huge difference, right?!  ;)



Quote

Ich empfinde die momentan gängige Praxis der "Angleichung" in der Medizin als faschistoid.


Quote
Und ich verallgemeinere auch nicht. Selbst ich würde in Einzelfällen sicherlich zum Ergebnis kommen, dass somatische Massnahmen die einzige Rettung für den Patienten darstellen,... aber doch nicht in diesem Ausmaß wie es heute der Fall ist!
Du machst es dir zu leicht, wenn du mich da in eine Ecke drücken willst aus der ich nicht komme. Ich möchte in erster Linie eine gesellschaftliche Integration von TS,... aber eben vollkommen unabhängig von somatischen Maßnahmen.


Du verkennst allerdings, dass der Wunsch nach der Angleichung zuallererst einmal von den Betroffenen selbst ausgeht, und dass die tradierte Rolle der Medizin die des Türstehers ist, der nur begrenzt Zugang zu den benötigten Ressourcen bieten will. Übrigens einschließlich Wegsperren in der Psychiatrie. DAS ist der tiefere Sinn dessen, was Du in den SOC, vor allem aber den Behandlungsrichtlinien des MDS und dem Vorgängerpapier p29b lesen kannst.


Naja,... also dies stellt jetzt aber deine ganz persönlichen Anschauung dar. Ich weiss nicht was bei dir als traditionell gilt bei Ärzten,... ich blicke da durchaus auf globale Verhältnisse und da ist die Rolle eines Arztes/Medizinmannes Patienten zu helfen,....

Alles Liebe _@_y <3

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #54

...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #55


...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3


Langsam nervt mich deine Sichtweise. Wieso muss deine Lage, dein Verständnis, deine Gefühle unbedingt und Zwanghaft so wie alle hier sein? Du willst keine GaOP und keine Hormone, das ist doch toll wenn du so leben kannst, aber die meisten können es nicht und da muss man doch zu stehen dass es nicht das gleiche ist!

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #56



...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3


Langsam nervt mich deine Sichtweise. Wieso muss deine Lage, dein Verständnis, deine Gefühle unbedingt und Zwanghaft so wie alle hier sein? Du willst keine GaOP und keine Hormone, das ist doch toll wenn du so leben kannst, aber die meisten können es nicht und da muss man doch zu stehen dass es nicht das gleiche ist!

hä? wie oft soll ich noch schreiben, dass ich nix generell gegen somatische Massnahmen habe??!!?? gehts noch?

schaltet mal endlich euren EGO_MODE_OFF ,... ihr unterstellt mir andauernd nur mich selbst zu sehen, dabei seid ihr anscheinend nicht in der Lage zu differenzieren.

Ist ja wie im Irrenhaus *provozierend guggz*  ;)  :-*

_@_y <3

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #57
Dann fang an mal deine Aussage genau klarzustellen und vor allen inwieweit das noch eine Unterstellung sein soll. Du schreibst doch hier die ganze Zeit wie die Psychologen die Leute verführen würden, wie die GaOP doch garnicht nötig wäre bei den meisten, wie der ganze Weg doch absolut fehlgeleitet wäre und das alles gevölligst strenger zu sein hat. Dass du jeden einzelnen dann die Sache offen lässt oder schöne Worte gibt ändert nichts daran wenn du vermehrt immer mehr von einer Masse schreibst.
Dann kannst du es immer noch nicht akzeptieren, dich und deine Situation als etwas anderes zu sehen, bzw. nicht die Selbe. Du schreibst das dein Leidensdruck genauso wäre wie z.B. bei mir. Merkst du nicht dass du mir damit versuchst jeden Grund für die HRT, GaOP und alles andere abzusprechen?

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #58

Dann fang an mal deine Aussage genau klarzustellen und vor allen inwieweit das noch eine Unterstellung sein soll. Du schreibst doch hier die ganze Zeit wie die Psychologen die Leute verführen würden, wie die GaOP doch garnicht nötig wäre bei den meisten, wie der ganze Weg doch absolut fehlgeleitet wäre und das alles gevölligst strenger zu sein hat.

Nein,... ich schreibe: Es gilt Txyz jeglicher Coleur gesellschaftlich zu integrieren. Dies in Verbindung mit qualifiziertem medizinisch/psychologisch Fachpersonal würde die Anzahl derer, die somatische Massnahmen als unausweichlich betrachten, um einiges reduzieren. Diese Herangehensweise empfände ich als "artgerecht".

Auch schreibe ich: Für von der Gesellschaft getragene somatische Massnahmen hat eine Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu erfolgen. Der Alltagstest in heutiger Form ist leider mangelhaft auf Grund inkompetenten Fachpersonals.


Dass du jeden einzelnen dann die Sache offen lässt oder schöne Worte gibt ändert nichts daran wenn du vermehrt immer mehr von einer Masse schreibst.

Nein. Dies zeugt von meiner Fähigkeit differenzieren zu können. Ich trenne individuelle situationsspeziefische Gegebenheiten von übergeordneten Richtungsüberzeugungen.


Dann kannst du es immer noch nicht akzeptieren, dich und deine Situation als etwas anderes zu sehen, bzw. nicht die Selbe. Du schreibst das dein Leidensdruck genauso wäre wie z.B. bei mir. Merkst du nicht dass du mir damit versuchst jeden Grund für die HRT, GaOP und alles andere abzusprechen?

Nein,.. merke ich nicht und will ich auch nicht. Ich nehme wahr, dass du dich angegriffen fühlst,.... dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Einer davon könnte z.B. sein, dass es dich unsicher macht, weil du hinterfragst... weil es eben unangenehm ist zu erkennen, dass andere mit ähnlich gelagerter Problematik andere Lösungswege bevorzugen,...
Ich streite dir garnichts ab,... ich bin gut gebildet und mein Herz ist groß,... es ist in keinster Weise meine Absicht dir böses zu tun.
Ich lege meine Betonung eben aus strategischen Gründen auf "global",... dies heisst nicht, dass ich im Einzelfall zu gleichem Entschluss komme wie ich ihn auf einer globalen Ebene vertrete.

Alles Liebe, _@_y <3

Re: Psychologe und Transsexualität

Reply #59

Nein,... ich schreibe: Es gilt Txyz jeglicher Coleur gesellschaftlich zu integrieren. Dies in Verbindung mit qualifiziertem medizinisch/psychologisch Fachpersonal würde die Anzahl derer, die somatische Massnahmen als unausweichlich betrachten, um einiges reduzieren. Diese Herangehensweise empfände ich als "artgerecht".

Auch schreibe ich: Für von der Gesellschaft getragene somatische Massnahmen hat eine Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu erfolgen. Der Alltagstest in heutiger Form ist leider mangelhaft auf Grund inkompetenten Fachpersonals.

Dann merkst du aber wie immer nicht dass du wieder mal Menschen bevormunden willst mit guten "kompetenten" Fachpersonal, super!

Quote
Nein. Dies zeugt von meiner Fähigkeit differenzieren zu können. Ich trenne individuelle situationsspeziefische Gegebenheiten von übergeordneten Richtungsüberzeugungen.

Sehe keine differenzierung nur heiße Luft.

Quote
Nein,.. merke ich nicht und will ich auch nicht. Ich nehme wahr, dass du dich angegriffen fühlst,.... dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Einer davon könnte z.B. sein, dass es dich unsicher macht, weil du hinterfragst... weil es eben unangenehm ist zu erkennen, dass andere mit ähnlich gelagerter Problematik andere Lösungswege bevorzugen,...

Im Gegenteil, es nervt mich langsam ständig so einen Schwachsinn lesen zu müssen, der obenrein darauf abzielt anderen neuen weiter zu verunsichern, die endlich nach Jahrzehnten sich mal überwinden können. Unsicherheit habe ich nicht und nein ich hinterfrage mich in der Richtung auch nicht, da gibt es andere Themen wo ich das tuhe. Anders als du akzeptiere ich ähnlich gelagerte Lösungswege nur wird es natürlich immer schwieriger wenn es die andere Seite nicht kann. Indemfall würde ich sagen, wir drehen uns im Kreis und ich kann mit Menschen wie dir nichts anfangen, auch wenn ich es gerne anders hätte. Versuche es ansatzweise zu verstehen sind so eben unmöglich. Schade.

Quote
Ich streite dir garnichts ab,... ich bin gut gebildet und mein Herz ist groß,... es ist in keinster Weise meine Absicht dir böses zu tun. Ich lege meine Betonung eben aus strategischen Gründen auf "global",... dies heisst nicht, dass ich im Einzelfall zu gleichem Entschluss komme wie ich ihn auf einer globalen Ebene vertrete.

Du tust es, auf einer Weise die dir vielleicht garnicht bewusst ist. Unsicherheit macht mir sowas nicht, wie sollte es. Glaub mir aus der Zeit bin ich lange raus. Es macht er Wut wenn ich Menschen vor mir habe die bewusst etwas nicht eingestehen können und dabei immer wieder versuchen was anderes vorzugeben. Ist genauso bei Rechten und anderen Verschwörungsidioten, da habe ich ähnliche Reaktionen.