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Topic: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.) (Read 13516 times) previous topic - next topic

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #15
Ist doch eigentlich ganz ok wenn mal gefragt wird und dann so ein Bogen ausgefüllt wird,... prüft doch eh keiner nach wo wer wohnt,... und alles an Mißständen die (subjektiv) empfunden werden mal mitzuteilen.

Vielleicht schaltet dann ja mal irgendjemand in ner Position das Gehirn ein an der es Sinn macht,.. selbst wenn sich da nur ne Landesregierung oder whatever mit profillieren wollte,... denke mal schaden kann es nix ;)

LG

Bastienne

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #16
Ebend. Außerdem glaube ich, dass da zumindest seitens der Grünen schon mehr dahinter ist, besonders regional.

Immerhin kommt ja Volker Beck aus Köln, und der geht bekanntlich sogar in Moskau auf Demos, bei denen er von vorneherein mit polizeilicher Prügel rechnen muss.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #17
Nun ja, nachdem ich ein wenig rumgeklickt habe um zu erfahren wer da was mit diesem Fragebogen gedenkt zu tun...

Bin ich entweder weniger klug als vorher, oder ich habe eine Auster gefunden.  ???

Da stört mich in erster Linie so etwas:

"Mit dieser Studie haben wir die Chance, Veränderungen, für die wir alle schon seit Jahren arbeiten, zu beschleunigen und an einigen Stellen vielleicht auch erst in Gang zu bringen,"

Welche Veränderungen und an welcher Stelle diese ansetzen sollen ist mir nicht ersichtlich. Aber es impliziert, dass da sehr wohl ein Standpunkt vertreten wird. Den man aber leider nicht erfährt...


Nachdem ich mir die Seite des LSVD angeschaut habe bin ich aber immer noch nicht klüger geworden. :-( Da sehe ich ein paar Links und Vorstellungen, die da über die freie Entfaltung der Sexualität und rechtliche Rückendeckung für sexuell Andere künden. Da sehe ich auch ein paar Ansätze, wo diese Argumente auf die freie Persönlichkeitsentfaltung von TransX-Personen.


Aber es tut mir leid das sagen zu müssen: über die Körpersymptomatik von transsexuellen Menschen habe ich keinen Bezug gefunden!


Daher bin ich zweifach skeptisch, und möchte das als konstruktive Kritik daher mal passiv ausdrücken:

Ich frage mich für welchen Zweck ich da eine Grundlage schaffen soll mit meiner Teilnahme? Denn ich habe wie gesagt nach diesem Fragebogen und nach einem Blick auf das Team noch immer keinen grösseren Schimmer als eine grobe Richtung die ich ahnen kann.

Und ich frage mich inwieweit es mich persönlich betrifft was da angestrebt werden will? Habe ich da mit meinem noch immer halb falschen Körper dadurch überhaupt Vorteile? Weil mit der wer bin ich Kiste bin ich durch. Und die Vorteile die ich durch eine sozialere Arbeitsrechtregelung z.B. erfahren könnte ist mir daneben zwar nicht unwichtig... Aber ich habe andere Prioritäten.

Daher frage ich mich unterm Strich: wie kommt es, dass mir eine Umfrage vergelegt wird über dessan Sinn ich auf der Sachlage der mir mit gegebenen Informationen einfach kein Urteil bilden kann. Weder vom vernünftigen, noch vom persönlichen Standpunkt.


Was bitte nicht heissen soll dass ich ablehnend oder gar paranoid wirken will. Ich stelle nur Fragen, die wie ich denke schon berechtigt sind.

Wer? Wie? Was?, Wieso? Weshalb? Warum? ...und mit Wem? i.d.F.


Das wäre schon interessant zu erfahren. :-)

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #18
Nun habe ich mal naheliegenderweise weiter nachgeforscht und bin hierauf gestossen:

http://hamburg.lsvd.de/106.html

Liege ich da richtig, dass da nun in NRW diese Fragestellung an den Landtag gehen soll?

Denn (jetzt mal dreist gesprochen): Kam mir die Antwort der CDU in Hamburg zielführender vor als die Fragestellung des LSVD!


auch speziell für Opfer von Gewalt gegen Schwule und Lesben finanziell.

Die CDU lehnt jedwede Art von Aggression und Gewalt ab.



Und der gleichen Ansicht bin ich auch. Der Druck der auf die Politik gemacht werden soll geht in eine an sich gute, aber spezielle Richtung.

Diese Richtung finde ich formal schon korrekt, allerdings... Sehe ich mich darin als Randgruppe in der Randgruppe ausgeschlossen, weil ich da keinen Eingang sehe.


Wie man die gesellschaftliche Integration Fremdsexualitätsphobien fördern kann ist eine gute Frage. Und das betrifft auch mich irgendwie noch, keine Frage.
Und im Prinzip wird dort danach gefragt wie man diese Normalwahnsinnigen zur Raison bringen kann, okay. Aber weshalb da der Identitätsvarianzbereich TransX (in dem ich mich gefressen fühle, tut mir leid.) da näher liegt als beispielsweise Schizophrene mit ins Boot zu nehmen..? Die erleiden viel intensivere Gewalt, wenn die Filter offen sind und kriegen sie nicht mehr raus, wenn sie dicht machen.  ::)  Oder Ausländer, die ausserhalb ihres Milleus Gewalt erleiden... Wodurch sich auch erst die Tendenz zum eigenen Milleu ergibt.

Kurzum ist mir diese Initiative zu klein um sie als Anti-Gewalt-Initiative an sich zu begreifen. Sie zeigt auch (auf den ersten, flüchtigen Blick) keine Bereitschaft zu Synergie mit anderen Opfergruppen.

Und was mich besonders wundert ist: dass TransX nun an einer Richtung mitarbeitet die so ja nicht wingen zusammen hängt! Denn es geht dem LSVD in erster Linie um die Akzeptanz individueller Sexualität.

Worauf ich mir sage: dass meine Sexualität meine Privatsache ist! Was leider nicht privat ist ist dass ich angestarrt und abgestempelt werde. WEIL die Menschen denken ich wäre eine sexuelle Obskurität.


Da fehlt mir letztlich... Der Einblick in diese Auster. :( Denn wie nun auf die Antwort der Parteien in Hamburg Stellung bezogen wurde habe ich nicht erfahren können.

An dem Punkt wo die Parteien nämlich sagen, dass es Programme und Strukturen gibt müsste da doch konsequenterweise kommen, weshalb die nicht hinreichend sind.


Ein Weshalb an dieser Stelle: sollte ich an einer Initiative mitwirken, die nach Missständen fragt ohne mir mit Fakten einen Handlungsbedarf nachzuweisen?  ???

Denn neulich hat mir ein Bekannter z.B. das mit der Umfrage auf Xing aufgezeigt: dass dort diverse Firmen und Unternehmen sehr interessiert daran waren TX-Personen einzustellen, weil sie es als Bereicherung der Teamfähigkeiten argumentierten. Sehr vernünftig, wie ich finde. Und doch wurde kein einziger Job vermittelt!  ??? Weil TX-Personen... Kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit diesen Firmen hatten.  ??? ??? ???

Ob mir da eine Initiative, die die faulen Fragebogenausfüller nachher weiter zu ängstlich Hause sitzen und die Emanzipierten wie immer weiter ihren Alltag verleben lässt... mir hilft mit meiner Situation?  ::)


Mir liegt da die Befürchtung nahe, dass das TamTam und Klatsch geben wird. Was dazu führt dass ich mal wieder ein wenig mehr  ::)  :-X mich erklären darf. Um mich in Argumenten davon so weit zu distanzieren und abzugrenzen

wie es für meinen persönlichen Standpunkt nötig ist. Super! Sagen mir mal wieder alle wie tolerant sie doch geworden sind...  ::) Und das hilft mir weder mit meinem Körper, noch mit meinem Seindürfen.


Warum da nicht eine Initiative vorgestellt wird die pragmatisch vorgeht wundert mich. Weil es GIBT Angebote, und die Anlaufstellen sind meines Wissens nicht überlastet. ABER: eine Angebot (und sei es noch so grob skizziert) für

Transgenderpersonen lese ich da nirgends heraus. Fragt ihr euch das nicht? WOMIT euch da eigentlich gedient sein soll mit dieser Umfrage??  ??? Und ob die Politik überhaupt in der Lage ist praktische Lösungen zu bieten. Weil

Zwangsinjektion von Vernunft in uneinsichtige Bürger ist ja nun nicht so einfach möglich.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #19
Ich denke die Fragen wurden sehr sinnvoll gestellt um unbedarfte Politiker die soziale Lage von transidenten Menschen zu verdeutlichen.
Allerdings geht praktisch der gesamte Fragebogen davon aus, das der/die Ausfüllende komplett im neuen Geschlecht lebt. Wer den Weg noch nicht so weit beschritten hat, oder eine Teilzeit oder Kompromisslösung Lebt, wird dort kaum angesprochen.

Ich kann da recht wenig ausfüllen. Und wenn ich da z.B. nicht ankreuze im Beruf, im Sport o.ä. Probleme zu haben, heißt das für die eventuell, das ich dort wirklich keine Probleme habe. Ich trete im Beruf oder beim Sport aber nicht als Frau auf!

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #20

Ich denke die Fragen wurden sehr sinnvoll gestellt um unbedarfte Politiker die soziale Lage von transidenten Menschen zu verdeutlichen.
Allerdings geht praktisch der gesamte Fragebogen davon aus, das der/die Ausfüllende komplett im neuen Geschlecht lebt. Wer den Weg noch nicht so weit beschritten hat, oder eine Teilzeit oder Kompromisslösung Lebt, wird dort kaum angesprochen.

Ich kann da recht wenig ausfüllen. Und wenn ich da z.B. nicht ankreuze im Beruf, im Sport o.ä. Probleme zu haben, heißt das für die eventuell, das ich dort wirklich keine Probleme habe. Ich trete im Beruf oder beim Sport aber nicht als Frau auf!


Das ist leider das Manko. Die Frage ist, wie im Endeffekt ausgewertet wird. Ob da einfach nur nach den Fragen gewertet wird, wie du das gerade so beschrieben hast, oder ob es im Kontext abläuft, d.h. wenn auf die paar Fragen bezogen wird, wo man ankreuzen kann, dass man noch nicht geoutet ist, abgeglichen wird...

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #21
Wollte mir den Fragebogen nun auch mal ansehen, krieg aber nur eine Fehlermeldung: Die Datei ist beschädigt und kann nicht repariert werden.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #22
Hi @all.

Ich arbeite mit einem Toshiba Satelite A20, Windows XP Home Edition und AcroReader 9 und habe mir ebenfalls das Fragebogenwerk heruntergeladen. Erfreulich dabei, dass alle Optionen funktionieren wie beschrieben.

Zu den Einwürfen, die ich hier las:

Die Verfasser des Fragebogen-Monsters beschreiben ihr Werk als

Quote from: Deborah Reinert, Wiebke Fuchs, Charlotte Widmann, Dan Christian Ghattas

Diese Studie ist die erste empirische Studie zur Situation von Trans*menschen, die jemals in Deutschland durchgeführt wurde.


Obwohl ich den Fragebogen nun nicht umfänglich durchgelesen habe, stelle ich fest, dass es sich um deutlich mehr als einen Achtungserfolg handelt.

Durch die Mitwirkung bei der Erstellung solcher Erhebungen weiß ich, dass es ungeheuer schwierig ist, ein Erstlingswerk ausgewogen auszugestalten. Ich gehe davon aus, dass Nachfolger dieser Umfrage schon wesentlich differenzierter auftreten werden.

Mit dieser Umfrage aber wollen die Autoren vermutlich noch gar nicht in die maximal auslotbare Tiefe eintauchen, sondern zunächst die Bereitschaft zur Mitwirkung feststellen und mehr oder weniger allgemeine Daten erheben, um überhaupt erst einmal eine Basis zu erstellen, auf der nachfolgende Forschung fussen kann.

In der Folge werden in Zukunft sicherlich weitere Nachfragen ausgearbeitet und nachgereicht werden, die dann auch Kriterien diversifizieren, die hier bereits angesprochen wurden.

Nach meinem Dafürhalten ist es allemal besser, mit einem unvollkommenen Produkt zu starten um zu sehen, ob überhaupt die notwendige Akzeptanz dafür vorhanden ist, als einen überfrachteten Prototypen auf die Reise zu schicken, der das Klientel durch Komplexität eher abschreckt und außer hohen Kosten zu keinem nennenswerten Niederschlag führt - oder eben gar nichts tut.

lg

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #23


Nach meinem Dafürhalten ist es allemal besser, mit einem unvollkommenen Produkt zu starten um zu sehen, ob überhaupt die notwendige Akzeptanz dafür vorhanden ist, als einen überfrachteten Prototypen auf die Reise zu schicken, der das Klientel durch Komplexität eher abschreckt und außer hohen Kosten zu keinem nennenswerten Niederschlag führt - oder eben gar nichts tut.

lg


Der Meinung stimme ich im prinzip zu. Was mich nur wundert ist, weshalb niemand kommt und uns den Fragebogen vorstellt?  ???

Da hätte man dann ein "Gesicht" hier, und eine Meinung dazu.

Und ein paar Frage-und-Antwort-Spiele später wären dann (theoretisch) alle klüger geworden.


Andererseits erlebe ich in den letzten Woche insgesamt -ob bei Initiatoren oder Mitmachern- eine gewisse Unwilligkeit und Unfähigkeit;

Fragen zu beantworten, die für gewünschte Kooperation schon berechtigt sind. Von Seiten der Initiatoren.

Und über den persönlichen Tellerrand hinaus zu gehen, aufzuhören, nur vor der eigenen Tür zu kehren und den Kehrricht zum Nachbarn zu werfen. Bei den Mitmacher.


Unterm Strich ergibt es mir das Bild: Jeder ist in seiner Spur, und Anders? Geht gar nicht.  ::)  Das bei Menschen die von Toleranz sprechen... Ist mir schon befremdlich.


Aber ich toleriere im Hinblick auf den Fragebogen, dass er hier unglücklich vorgestellt wurde. Und ich bin gerne bereit ihn auszufüllen oder die Initiative anderweitig zu unterstützen,

sofern sich meine Vorbehalte da nicht gleich enthusiastisch reinzurauschen vernünftig abgebaut werden könnten.


Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #24
Zunächst dachte ich, das sei ein Dateifehler. Aber es stimmt: 56 Seiten!
Sorry, aber das geht so nicht. Viel zu lang.

Was mich aber richtig sauer macht: wenn wirklich alle (!) Transidenten Menschen gemeint wären, dann wäre berücksichtigt worden, dass viele eben nicht oder nicht dauernd in ihrem Wunschgeschlecht leben. Diskriminierung in einem Fragebogen zu Diskriminierung. Das muss man erst mal schaffen.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #25

Diskriminierung in einem Fragebogen zu Diskriminierung. Das muss man erst mal schaffen.


Das ist gar nicht so schwer, im ganz normalen Wahnsinn...  ::)

Hierzu mal Wiki:

Unter dem Begriff Wahn versteht man in der Psychiatrie eine inhaltliche Denkstörung. Der Wahn ist eine inhaltlich falsche, die Lebensführung behindernde Überzeugung, an der der Patient trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält. Somit liegt eine Störung des Urteilens vor.

Aber das fällt den Meisten immer bloss auf, wenn sie mal selbst von betroffen werden.  ::)


Da gehe ich meist positiv von aus, dass da wer wahnsinnig begeistert und engagiert war... Und man dann auf Nachfrage verstehen kann was gewollt gewesen gewähre..?

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #26

Zunächst dachte ich, das sei ein Dateifehler. Aber es stimmt: 56 Seiten!
Sorry, aber das geht so nicht. Viel zu lang.

Was mich aber richtig sauer macht: wenn wirklich alle (!) Transidenten Menschen gemeint wären, dann wäre berücksichtigt worden, dass viele eben nicht oder nicht dauernd in ihrem Wunschgeschlecht leben. Diskriminierung in einem Fragebogen zu Diskriminierung. Das muss man erst mal schaffen.


Wie die Autoren des Fragebogens es selbst ausdrücken, handelt es sich um die erste Studie ihrer Art in D. Und somit ist auch der Fragebogen selbst ein Prototyp, der wie alle Prototypen noch einige Konstruktionsmängel und handwerkliche Fehler aufweist.

Dabei gehe ich davon aus, dass die Autoren sicherlich noch Fragenmaterial für weitere 56 Seiten zur Verfügung haben. Wie bereits erwähnt, ist es nicht ganz einfach, so ein Gebilde auf Anhieb ausgewogen zu erstellen.

Natürlich wird die Abfrage nicht allen erdenklichen Situationen gerecht und die Macher wären über konstruktives Feedback sicherlich erfreut. Würde es ihnen doch signalisieren, dass durchaus Interesse besteht, auch wenn noch nicht alle Punkte auf den Punkt gebracht sind.

Nun aber herzugehen und hier von Diskriminierung zu sprechen, halte ich für eine gewagte These und wesentlich zu kurz gedacht.

lg

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #27

Nun aber herzugehen und hier von Diskriminierung zu sprechen, halte ich für eine gewagte These und wesentlich zu kurz gedacht.


Man kann Worte auch so benutzen wie sie gedacht sind.

Hiezu mal wieder Wiki:

Diskriminierung bezeichnet die (...) gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder Individuen.


Ich fühle mich wie schon geschrieben auch diskriminiert durch diesen Fragebogen, und durch die Art wie er hier vorgestellt wurde.

Auch versehentlich Ignoranz ist letztlich dieskiminierend, wie die Aussage man solle sich mal nicht so anstellen wenns schmerzhaft oder gefährlich schräg kommt.

Du sagst da man solle schweigen? Ich sage da: man mache bei sowas erst recht den Mund auf, weil es schien ja immerhin mal gut gemeint gewesen zu sein.


Und mit vernünftigen Menschen kann man Missverständnisse ausräumen... Wenns nicht geht, sind die wohl wahnsinnig, oder sie haben genug.

Da bin ich mal die Reaktion gespannt die der Kritik hier folgen mag.  :)

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #28

Nun aber herzugehen und hier von Diskriminierung zu sprechen, halte ich für eine gewagte These und wesentlich zu kurz gedacht.


Naja, "Diskriminierung" ist vielleicht ein bisschen hart ausgedrückt, aber....

nach einigem Nachdenken, Abwägen und dem Lesen anderer Meinungen dazu, komme ich zu dem Schluss, dass der Fragebogen letztendlich kein brauchbares Ergebnis liefern wird.

Es liegt genau daran, was schon Bastienne erwähnte und auch Jula schrieb. Dadurch dass quasi in keinster Weise, die Menschen berücksichtigt werden, die innerhalb ihrer momentanen Transition, keine GaOP beabsichtigen, (noch) nicht in einer Hormonbehandlung stecken und vielleicht auch in den meisten Bereichen ihres Lebens nicht oder in sehr unterschiedlichen Bereichen geoutet sind, werden diese Menschen eben gar nicht an der Umfrage teilnehmen, weil die meisten Fragen überhaupt nicht zu beantworten sind, oder aber die Antworten geben dadurch ein völlig verfälschtes Ergebnis wider.

Zwischen Transition und "gar keine Transition" existiert nicht wirklich was. Viele (seitenweise) Fragen hätte man sich deshalb sparen können und dafür die unterschiedlichen sozialen Transitionsstufen der einzelnen TG mehr berücksichtigen müssen! Wie jemand in einem anderen Forum dazu schrieb, scheint es irgendwie auf "die Herbeiführung eines Befragungsergebnisses durch entsprechende Formulierung der Fragen" hinauszulaufen. Da stelle ich mir die Frage, wem dieses Ergebnis wirklich etwas nützt bzw. wem damit geholfen werden soll/kann.

LG

Suse

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #29
Wieso sollte ein Jemand der nicht geoutet ist

-sich also auch keiner direkten Diskriminierung ausgesetzt sehen kann-

einen Fragebogen ausfüllen,

der sich an Diskriminierungsopfer richtet?  ??? ::)



Aber wir können ja alle mal einen Frageboge erarbeiten der erarbeitet,

was uns alles diskriminieren täte wenn wir wären wie wir wöllten.  ;D

Wäre das nicht was auch für dich, _Suse_ ?? Oder planst du nicht auch grade dein Coming Out?  ;)