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Topic: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.) (Read 13529 times) previous topic - next topic

Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Das Land NRW hat im Rahmen des Aktionsplanes gegen Homo- und Transphobie eine Studie zur Lebenssituation von transgeschlechtlichen Menschen in NRW und ihrer Diskriminierung im Alltag in Auftrag gegebenen. Hierfür wurde ein Fragebogen entwickelt. Bitte verbreitet den Link zu dem Fragebogen, sodass wir einen möglichst großen Rücklauf bekommen.

Hier ist der Link:

http://nrw.lsvd.de/downloads/NRW_Studie_Fragebogen_Formular.pdf

Der Fragebogen kann am Computer z.B. mit dem Adobe Reader als PDF ausgefüllt (ggf. umbenannt) und abgespeichert werden. Dieses PDF dann bitte per E-Mail an folgende E-Mailadresse zurück schicken:

ts-studie@lsvd.de

Alles wird selbstverständlich vertraulich behandelt! Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #1
Ich wuerde den Fragebogen sehr gerne Ausfuellen... Aber unter Linux habe ich stoerende "tote" Eingabefelder neben/unter den richtigen und der Slider Maennlein/Weiblein resettet immer wieder... (Punkt II.4)... Die weiteren Slider darunter ebenfalls...

Das Problem tritt mit Adobe Reader 9 fuer Linux auf. Es gibt aber noch keinen Adobe Reader X fuer Linux. Mit Okular verliere ich jegliche Orientierung in den Formularen...

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #2

Ich wuerde den Fragebogen sehr gerne Ausfuellen... Aber unter Linux habe ich stoerende "tote" Eingabefelder neben/unter den richtigen und der Slider Maennlein/Weiblein resettet immer wieder... (Punkt II.4)... Die weiteren Slider darunter ebenfalls...


Ich kann da, ehrlich gesagt, auch keinen Slider erkennen. Da steht "machen Sie ein Kreuz...." und dann mache ich ein "x" könnte aber auch ein "+'"' nehmen....  8)

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #3

Lebenssituation von transgeschlechtlichen Menschen in NRW


Dürfen da auch Menschen außerhalb von NRW mitmachen oder ist das strikt auf NRW begrenzt.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #4


Ich wuerde den Fragebogen sehr gerne Ausfuellen... Aber unter Linux habe ich stoerende "tote" Eingabefelder neben/unter den richtigen und der Slider Maennlein/Weiblein resettet immer wieder... (Punkt II.4)... Die weiteren Slider darunter ebenfalls...


Ich kann da, ehrlich gesagt, auch keinen Slider erkennen. Da steht "machen Sie ein Kreuz...." und dann mache ich ein "x" könnte aber auch ein "+'"' nehmen....  8)


Stimmt... Sind keine Slider... Mein Reader hat mich da nur verwirrt...

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #5
Ja, das Dokument musste wohl unter Zeitdruck zusammengestellt werden.

Was das Bundesland angeht: im Prinzip ist die Studie schon auf NRW beschränkt.
Inwieweit verlöre eine anonymisierte Studie an Wert, wenn Beiträge von außerhalb eintrudelten, solange es um die BRD geht?
Macht es abgesehen von föderalen Randbedinungen überhaupt einen Sinn, eine Studie mit einer doch verhältnismäßig kleinen Zielgruppe innerhalb Deutschlands regional einzuschränken?

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #6
Was das Bundesland angeht: im Prinzip ist die Studie schon auf NRW beschränkt.
Inwieweit verlöre eine anonymisierte Studie an Wert, wenn Beiträge von außerhalb eintrudelten, solange es um die BRD geht?
Macht es abgesehen von föderalen Randbedinungen überhaupt einen Sinn, eine Studie mit einer doch verhältnismäßig kleinen Zielgruppe innerhalb Deutschlands regional einzuschränken?


Tja, das mußt du die Initiatoren der Untersuchung fragen. Ich denke schon, daß meine Lebenssituation in München schon anders ist, als sonstwo in Deutschland.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #7
Mhmm, jede Lebenssituation ist anders...

Und manchmal achte ich sehr genau daruf, wie ich wo formuliere. Wir sind hier im öffentlichen Teil des Forums.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #8

Ja, das Dokument musste wohl unter Zeitdruck zusammengestellt werden.

Was das Bundesland angeht: im Prinzip ist die Studie schon auf NRW beschränkt.
Inwieweit verlöre eine anonymisierte Studie an Wert, wenn Beiträge von außerhalb eintrudelten, solange es um die BRD geht?
Macht es abgesehen von föderalen Randbedinungen überhaupt einen Sinn, eine Studie mit einer doch verhältnismäßig kleinen Zielgruppe innerhalb Deutschlands regional einzuschränken?


NRW ist wie ich finde ein zu inhomogener Bezugsrahmen! Nur weil es eine Regierungseinhaeit ist heisst das nicht, dass sich Duisburger, Kölner, Düsseldorfer und Bielefelder einfach so durch eine Form pressen lassen nachdem die Infohäppchen durch den Fleischwolf gedreht wurden...  ::)

Aber man erfährt ja auch nicht, ob ein Durchschnitt erstellt werden soll oder ob die Intention ist Individualsituationen auf Grund von Umfeldgegebenheiten zu analysieren.

Weiss da wer ob die wissen was die wollen?  ;D

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #9
Mal meine ganz persönliche Meinung: so unterschiedlich sind die Lebensverhältnisse in Deutschland nicht, als dass sich da eine regionale Differenzierung lohnen würde, zumindest bei dem momentan dokumentierten Kenntnisstand. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass es ganz typisch für unsere föderale Gesellschaft ist, dass Studien auf die Zuständigkeits eventueller Sponsoren eingegrenzt werden.

Und zum "was ""die"" wollen" - endlich haben wir mal die Situation, dass eine Landesregierung erste Schritte unternehmen möchte, die Lebenssituation im LGBT-Bereich zu verbessern. Dazu wird sie natürlich erstmal wissen müssen, wo der Schuh überhaupt drückt. Darum geht es in der Studie, und zumindest ich finde es klasse, dass die Studie von Betroffenen bzw. Leuten, die dem Thema sehr nahestehen, durchgeführt wird.

Dass sowas im Rahmen des LSVD stattfindet, mag man ebenfalls gutheißen oder nicht. Als Alternative realistisch wäre höchstens noch die DGTI - aber ob das eine ernsthafte Alternative ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es spricht IMO für sich, dass die beiden Anwältinnen mit TS-Spezialisierung im LSVD sind und nicht in der DGTI.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #10
Gut, Lebenssituation ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich geb dir mal ein Beispiel, was ich meine. Ich mach jede Woche einen größeren Einkauf mit dem Auto in einen großen Supermarkt. Beim Zurückkomen stell ich das Auto vor der Haustür ab und lade schnell aus. Die Sachen stell ich einfach unten ins Treppenhaus. Dann such ich einen Parkplatz. Die Sachen stehen auch noch da, in Berlin wären die schneller weg, als wie man schauen kann. Andererseits ist Berlin mit Sicherheit entspannter im Umgang mit seltsam aussehenden Menschen (nicht nur Transgender), da gibt es in München doch noch ein sehr deutlich konservatives Publikum.

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #11

Gut, Lebenssituation ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich geb dir mal ein Beispiel, was ich meine. Ich mach jede Woche einen größeren Einkauf mit dem Auto in einen großen Supermarkt. Beim Zurückkomen stell ich das Auto vor der Haustür ab und lade schnell aus. Die Sachen stell ich einfach unten ins Treppenhaus. Dann such ich einen Parkplatz. Die Sachen stehen auch noch da, in Berlin wären die schneller weg, als wie man schauen kann. Andererseits ist Berlin mit Sicherheit entspannter im Umgang mit seltsam aussehenden Menschen (nicht nur Transgender), da gibt es in München doch noch ein sehr deutlich konservatives Publikum.


Praktisch sehe ich das wie Daphne, das Umfeld macht eine ganze Menge aus und das verschweigt die Statistik bei so einem Umfragekonzept.

Denn Düsseldorf empfinde ich z.B. als sehr "tolerant", weil der Düsy sich zu fein ist um jemandem etwas vorzuhalten. Da ist der Kölner sehr frei seinem persönlichen Unmut Lauf zu lassen... Und der Bielerfelder ist strenger Katholik!

T*-Menschen sind da auch so eine Zielgruppe.  ::) Mit Bezugsproblematiken von mir zu meinem Sein hatte ich Probleme die rein in mir waren. Aber auf Grund meines Umfeldes natürlich in Berlin und Nürnberg anders in der Umwelt reflektiert wurde. Berliner und Franken spiegeln gaaaaaaaanz anders als ich es gewohnt war.

Diese Bezugsproblematik, die man m.E. durch bewussten Ausdruck mit Selbstbewusstsein mitteilt um psychischen Halt und damit einen soliden Standpunkt von sich für sich erfährt, ist prinzipiell allen Mneschen eine Lebensaufgabe. T*-Personen haben da in ähnlichen Bereichen (genderbezogene) Eigenarten die sie für sich klar stellen müssen. So weit "das" alles unter einen Huit zu bringen ist...

Als Transfrau habe ich da aber noch meinen Körper, durch den ich neben meinem psychischen Selbstbezug noch einen körperlichen Selbstbezug habe der erst klar und richtig gestellt werden muss(te). Der aber m.E. in einer so allgemeinen Umfrage leicht zur "Randnotiz" werden könnte. (Wobei ich könnte bitte stark unterstrichen aufgeasst haben möchte, denn... Die Erfahrung zeigt wie Statistiker -grader solche dieser Linie- verallgemeinern.)


Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #12

Denn Düsseldorf empfinde ich z.B. als sehr "tolerant", weil der Düsy sich zu fein ist um jemandem etwas vorzuhalten. Da ist der Kölner sehr frei seinem persönlichen Unmut Lauf zu lassen... Und der Bielerfelder ist strenger Katholik!


Fällt das jetzt mehr unter Statistik oder unter Klischee?

Solche Klischees, und die sind es, kann man aber auch anders interpretieren. Beispiel Kölner: du schreibst, der Kölner ist frei genug um seinem Unmut freien Lauf zu lassen, der Kölner selbst würde sich anders interpretieren und zwar wesentlich postiver, z.B. "Jeder Jeck is anders" oder "Et is wie et is", was von wesentlich mehr Toleranz zeugen würde.


Der aber m.E. in einer so allgemeinen Umfrage leicht zur "Randnotiz" werden könnte. (Wobei ich könnte bitte stark unterstrichen aufgeasst haben möchte, denn... Die Erfahrung zeigt wie Statistiker -grader solche dieser Linie- verallgemeinern.)


Das interessante ist mal wieder, dass bei einer im Ansatz guten Sache, das Haar in der Suppe gesucht wird (und das findet man natürlich immer), anstatt das Positive daran sehen zu wollen. Klar kann das ein Schuss in den Ofen sein, weil es letztendlich nicht wirklich repräsentativ ist, aber wenn ich schon hier die unterschiedlichen Charakteren im Forum sehe, wie soll man da etwas repräsentatives erstellen können. Die Folge: Man macht dann lieber wie immer gar nix, dann kann man wieder schön meckern, dass die Gesellschaft, Regierung oder was auch immer so sch*** ist und nix für die armen Transgender tut....

Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #13

Praktisch sehe ich das wie Daphne, das Umfeld macht eine ganze Menge aus und das verschweigt die Statistik bei so einem Umfragekonzept.


Es geht aber keineswegs nur um  Statistik. Für eine aussagefähige Statistik wäre eine Stichprobe zudem viel zu klein.

M.W. sollen da durchaus typische Lebenssituationen bzw. Problembereiche herausgearbeitet und benannt werden. Wenn ich versuche, zu rekapitulieren, was ich in den vergangenen Jahren so alles an Berichten über Probleme gelesen habe, glaube ich außerdem, dass in der Zusammenschau doch das eine oder andere sichtbar wird, was verbesserungsbedürftig ist. Und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass es typische Problemfelder gibt - ganz unabhängig davon, wie ernst man die im Zweifelsfall wahrnimmt (sie beiseitezuschieben und vor allem das Positive zu sehen, ist ja ebenfalls enorm wichtig, um Lebenszufriedenheit zu erreichen).

Jedenfalls habe ich in den Jahren in den Foren so einiges mitbekommen,  mindestens ebenso viel durch mein Engagement in Main-TS, und auch berufsbedingt sehe ich ein ganz Menge.
Wenn es anders wäre, wäre eine Transition ja eine Angelegenheit, die man einfach so und angstfrei in Angriff nehmen könnte.


Daher die Bitte, sich sich die Zeit für den Fragebogen zu nehmen und diese Arbeit zu unterstützen.


Re: Studie zur Lebenssituation von T*-Menschen (Deborah Campbell et al.)

Reply #14


Denn Düsseldorf empfinde ich z.B. als sehr "tolerant", weil der Düsy sich zu fein ist um jemandem etwas vorzuhalten. Da ist der Kölner sehr frei seinem persönlichen Unmut Lauf zu lassen... Und der Bielerfelder ist strenger Katholik!


Fällt das jetzt mehr unter Statistik oder unter Klischee?

Solche Klischees, und die sind es, kann man aber auch anders interpretieren. Beispiel Kölner: du schreibst, der Kölner ist frei genug um seinem Unmut freien Lauf zu lassen, der Kölner selbst würde sich anders interpretieren und zwar wesentlich postiver, z.B. "Jeder Jeck is anders" oder "Et is wie et is", was von wesentlich mehr Toleranz zeugen würde.


Der aber m.E. in einer so allgemeinen Umfrage leicht zur "Randnotiz" werden könnte. (Wobei ich könnte bitte stark unterstrichen aufgeasst haben möchte, denn... Die Erfahrung zeigt wie Statistiker -grader solche dieser Linie- verallgemeinern.)


Das interessante ist mal wieder, dass bei einer im Ansatz guten Sache, das Haar in der Suppe gesucht wird (und das findet man natürlich immer), anstatt das Positive daran sehen zu wollen. Klar kann das ein Schuss in den Ofen sein, weil es letztendlich nicht wirklich repräsentativ ist, aber wenn ich schon hier die unterschiedlichen Charakteren im Forum sehe, wie soll man da etwas repräsentatives erstellen können. Die Folge: Man macht dann lieber wie immer gar nix, dann kann man wieder schön meckern, dass die Gesellschaft, Regierung oder was auch immer so sch*** ist und nix für die armen Transgender tut....


Liebe Suse,

ich suche keineswegs ein Haar in der Suppe. Meine Kritik habe ich versucht möglichst konstruktiv zu halten und ich finde das vernünftiger als Bedenken zu verschweigen. Denn wie eine solche Umfrage aufgefasst wird wird die Umfragenden sicher ebenfalls interessieren. Selbst wenn meine Bedenken nicht der Zielsetzung (die ich nicht klar erkennen kann) im Weg stehen

Auch dass meine persönliche Sichtweise den Kölner leicht als aufdringlich wahrnimmt ist keine qualitative Bewertung! Es ist mein Standpunkt, der mich da anderes als "normal" auffasst... Und ich gehe auch gerne anders aus um mein "normal" abwechslungsreicher zu gestalten und mich freier zu machen.

Ganz im Allgemeinen ist das meine Lebenseinstellung: den Anderen Sein zu lassen. Sofern er mir mit seinem Sein nicht in mein Eigenes hinein redet!
An der Stelle gibt es aber grade in T*-Foren das Problem, dass da gerne reingeredet wird. Wie man zu sein haben soll, und wie man von da die Welt auffassen muss.

lG, Luna