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Topic: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns (Read 9992 times) previous topic - next topic

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #30

Ich find nicht das der Artikel sich drüber beschwert, dass Transen nicht zu biologischen Frauen erklärt werden?!?


du hast doch nicht ernsthaft geglaubt, dass dies wörtlich drinstehen würde?

Das ganze Geschwurbel, dass von der Verneinung einer psychischen Störung beginnt, mit der Behauptung die Gerichte(!) würden einem zum verückten Mann erklären, weitergeführt wird und in einer Ablehnung jeglicher Störung mündet, zeigt deutlich was der Wunsch hinter diesem Taktrat ist.

Das ist typisches ATME Gewäsch, da macht die große Öffentlichkeitsmenschin Presseschelte darüber, dass in einer Titelzeile über ihre Namensvetterin drinsteht, dass die mal Junge wahr. Obwohl es ein Zitat der Betroffenen selbst war.  ::)


Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #31

du hast doch nicht ernsthaft geglaubt, dass dies wörtlich drinstehen würde?

Das ganze Geschwurbel, dass von der Verneinung einer psychischen Störung beginnt, mit der Behauptung die Gerichte(!) würden einem zum verückten Mann erklären, weitergeführt wird und in einer Ablehnung jeglicher Störung mündet, zeigt deutlich was der Wunsch hinter diesem Taktrat ist.

Das ist typisches ATME Gewäsch, da macht die große Öffentlichkeitsmenschin Presseschelte darüber, dass in einer Titelzeile über ihre Namensvetterin drinsteht, dass die mal Junge wahr. Obwohl es ein Zitat der Betroffenen selbst war.  ::)




Es IST ja auch keine psychische Störung, sondern aus meiner Sicht eine Folge zu enger gesellschaftlicher Grenzen und zu vieler gesellschaftlicher Zwänge. Nicht die Transgender sind gestört, die Gesellschaft ist es. Dass es natürlich durchaus TS und TV mit psychischen Störungen gibt, steht auf einem anderen Blatt, denn diese sind Transgender UND gestört, und nicht gestört, WEIL sie Transgender sind. Wichtiger Unterschied!

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #32
@Henriette: Was Konstanze sagen wollte, war, dass man psychisch gestört sein muss, wenn man die GaOP macht.

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #33

@Henriette: Was Konstanze sagen wollte, war, dass man psychisch gestört sein muss, wenn man die GaOP macht.


Wenn Konstanze wirklich DAS sagen wollte, dann ist das ihre Meinung, die man aber sicher nicht teilen muss. Ehrlich gesagt habe ich das aber gar nicht so aus ihrem Posting herausgelesen.

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #34
Wenn Konstanze wirklich DAS sagen wollte, dann ist das ihre Meinung, die man aber sicher nicht teilen muss. Ehrlich gesagt habe ich das aber gar nicht so aus ihrem Posting herausgelesen.


Es steht ihr ja frei mir zu widersprechen und zu sagen, dass sie glaubt, dass (auch) psychisch völlig gesunde Menschen einen validen Wunsch zur GaOP haben können.


lg, Kira

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #35

Es IST ja auch keine psychische Störung, sondern aus meiner Sicht eine Folge zu enger gesellschaftlicher Grenzen und zu vieler gesellschaftlicher Zwänge. Nicht die Transgender sind gestört, die Gesellschaft ist es.


Interessante Formulierung.

Nun mal angenommen, dass bei Transen ihr Gefühl, eigentlich Frauen zu sein eine körperliche Ursache hat. (was durchaus meiner Meinung entspricht) So ist es doch  meine persönliche Entscheidung wie ich damit Umgehe. Ich kann dies Ignorieren, ich kann als TV rumtransen oder ich kann ein Vollprogramm durchziehen. Egal was ich mache, die körperliche Ursache liefert nur den Anstoß dazu, den Umgang damit entscheidet aber doch meine Mentalität, meine Geisteshaltung, mein Intellekt usw...

Ich bin also selbst dafür Verantwortlich, dass ich -zumindest temporär- als Konstanze in Erscheinung trete. Als bewusstes und vernüftiges Wesen (zumindest wenn ich Kant vereinnahme), liegt dies in meinen Ermessensspielraum. Der persönliche Ermessensspielraum wird aber von verschiedenen Faktoren geprägt, von der Sozialsierung, von der Gesellschaftsmeinung, von dem eigenen psychischen und mentalen Zustand usw...

Der Umgang mit meiner Transidentität hat also auch eine psychische Komponente. Dies ist nicht nur bei mir so, sondern auch bei allen anderen. Egal ob sie es gar nicht ausleben, auf sexuelle weise, als TV oder auch als TS.

Aus dieser Meinung machen manche gerne folgenden Schluß:


Was Konstanze sagen wollte, war, dass man psychisch gestört sein muss, wenn man die GaOP macht.



Was mir jedoch aufgefallen ist, dass viele Hardliner TS an einem dualen Geschlechterbild festhalten und dieses gerne mit ihren Thesen weitergeben.

Des weiteren ist mir aufgefallen, dass Gefühle wie sich eigentlich als Frau fühlen und auch körperliche Ursachen für TI gerne von manchen TS vereinnahmt wird, weil ansonsten klar würde, dass es andere Wege gibt und die psychische Teilabhängigkeit für die Entscheidung zu einer GAOP würde offensichtlich.

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #36
An Konstanze:

Sicher ist der psychische Umgang mit der eigenen Persönlichkeit eine psychische Komponente des Transgendertums, aber keine psychische Störung. Zur Störung wird es ja erst durch die Gesellschaft gemacht. Ich glaube daher nicht, dass man generell verallgemeinert behaupten kann, dass alle Transgender, im Gegensatz zu den "Normalen", psychisch gestört sind. Die Kriterien für eine psychische Störung sind da doch gar nicht erfüllt. Natürlich können aber die engen gesellschaftlichen Grenzen psychisches Leid bei Betroffenenen auslösen, aber das ist wieder etwas anderes. Das TS-sein oder TV-sein an sich sehe ich dagegen ganz und gar nicht als Störung, es zeugt doch eher von einem geradezu gesunden Umgang mit ungesunden Geschlechtsstereotypen. Dass es darüber hinaus leider auch unter uns gestörte Individuen gibt, ist tragisch, darf aber nicht zu dem Schluss führen, dass das Transgender-Dasein der Grund für entsprechende Psychomacken ist. Im Übrigen sehe ich als Hauptursache für TV und TS nicht körperliche Ursachen, aber auch keine psychischen Ursachen, sondern gesellschaftliche Grenzen.

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #37


Sicher ist der psychische Umgang mit der eigenen Persönlichkeit eine psychische Komponente des Transgendertums, aber keine psychische Störung. Zur Störung wird es ja erst durch die Gesellschaft gemacht.


die Aussage halte ich in dieser Absolutheit für falsch......warum müssen auch immer andere Schuld sein


Die Kriterien für eine psychische Störung sind da doch gar nicht erfüllt.


das kann man so und so sehen.......Es macht nur nicht viel Sinn, es unter diesem Blickwinkel zu betrachten, weil die genauen Ursachen für TS TV im Unklaren liegen, daraus im Umkehrschluss zu meinen, es gäbe den Beweis, es wäre keine psychische Störung ist m E falsch.

Was für mich aber als gesichert gilt, ist, das es bei einem nicht unwesentlichen Teil von "uns" die TV TS Thematik in der Dynamik der Gesamtpersönlichkeit eigentlich ein Nebenkriegsschauplatz ist, der nur andere wesentlich heftigere innere psychische Spannungszustände überdeckt. (Stichwort Transsexualität als Antidepressivum)

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #38

Im Übrigen sehe ich als Hauptursache für TV und TS nicht körperliche Ursachen, aber auch keine psychischen Ursachen, sondern gesellschaftliche Grenzen.


Hallo Henriette,

wolltest du das tatsächlich SO schreiben und das meinst du auch so???

Also, wenn gesellschaftliche Grenzen die Ursache für TV und TS wären, dann müssten mir (und bei vielen anderen ist das sicher ähnlich) solche gesellschaftlichen Grenzen ja ca. als 4-jährige schon bewusst gewesen sein. Und wenn das tatsächlich die Ursache wäre, dann wäre es trotz alledem wieder eine psychische Geschichte (keine Störung!), da solche Dinge letztendlich von der Psyche verarbeitet werden...

Allerdings glaube ich nicht, dass gesellschaftliche Grenzen eine Ursache für das Transgenderdasein sein können! Gesellschaftliche Grenzen können vielleicht Ursache dafür sein, dass jemand z.B. kriminell wird, weil da glaube ich nicht, dass einem dies schon mit in die Wiege gelegt wurde....

LG

Suse

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #39
@ Jana
Die Gesellschaft sagt doch, dass es gestört ist, wenn aus ihrer Sicht Männer Frauenkleidung tragen oder körperliche Korrekturen vornehmen lassen. Es gibt klare und strikte Regeln dafür, was ein Mann tun darf und was nicht und was eine Frau tun darf und was nicht. Wer diese Regeln bricht, ist aus gesellschaftlicher Sicht eben gestört. Dass aber diese Grenzen an sich irre sind, darauf kommt keiner. Kann es nicht aber so sein, dass die geschlechtlichen Grenzen völlig willkürlich gezogen worden sind und viele Männer so Eigenschaften aufgeben müssen, die eigentlich von der Natur her zu ihnen gehören? Wenn man nun aber diese Eigenschaften zurückerobern will, wird man als krank erklärt. Eigentlich glaube ich, dass es einen einfacheren Weg gäbe, sich diese Eigenschaften zurückzuerobern als über TV oder TS. Aber diese beiden Wege sind halt die plattgetretendsten und die Masse folgt diesen Wegen halt. Die eigentliche Ursache ist aber eine ganz andere und wären die gesellschaftlichen Grenzen nicht so starr, gäbe es TVs und TSs gar nicht.

@ Suse
Ich meine das schon wirklich so. Schon im Kleinkindesalter werden Kinder in bestimmte Rollen gedrängt, die ihnen nicht gut tun. Wenn es den Menschen aber gelingt, über diese Rollen hinauszuwachsen und einen eigenen Zugang zu sich selbst finden, dann werden Phänomene wie TV oder TS der Vergangenheit angehören. Dieser Weg führt aber über die Dekonstruktion des sozialen, unnatürlichen Geschlechts hin zu ganzen Individuen jenseits dieser Grenzen.

@ beide
Dass die Psyche bei all dem sicher eine Rolle spielt, bestreite ich ja gar nicht. Ich sehe dabei aber nicht das Krankhafte in der Psyche, denn wenn jemand die gesellschaftlichen engen Geschlechtsgrenzen ablehnt, zeugt das für mich von einer geistigen Gesundheit. Und dass es dabei völlig unterschiedliche Ansätze gibt, damit umzugehen, ist auch klar.


Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #40


Die eigentliche Ursache ist aber eine ganz andere und wären die gesellschaftlichen Grenzen nicht so starr, gäbe es TVs und TSs gar nicht.



Und gaop bzw. Psycho-Chirurgie beseitigt dieses gefährliche subversive Potenzial. Lieber TV/TS, aber bloß nicht femininer Mann, denn das erfordert mehr Kraft.

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #41
@Henriette

Du meinst also damit, dass es quasi überhaupt kein Geschlecht geben sollte, was irgendwie und irgendwo definiert ist? Wären wir alle "geschlechtslos" dann gäbe es diese Problematik nicht? Oder wie soll ich das jetzt verstehen?

Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #42

...sondern gesellschaftliche Grenzen.


gesellschaftliche Einflüsse zählen zu den psychischen Einflüssen.

wenn man mit ihnen konform geht und z.B. deshalb eine weitgehenste Angleichung anstrebt sehe ich es nicht als psychische Störung, wenn man sich jedoch der Gesellschaft nur unterwirft, weil man meint es machen zu müssen, würde ich es als psychische Störung sehen.




Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #43

wären die gesellschaftlichen Grenzen nicht so starr, gäbe es TVs und TSs gar nicht.


ich glaube im Gegenteil gerade, dass gerade TS (und noch mehr TV's) geradezu abhängig sind von dem zweitgeteilten Geschlechtereinteilung, noch viel mehr als der Durchschnittsmensch allgemein. Schau Dir nur den Artikel nochmal unter diesem Focus an...oder auch viele andere Aussagen von TV's und TS's. In den Aussagen wird nicht gewünscht, im Sinne eines gesellschaftlichen toleranteren und aufgeweichteren Geschlechterbildes sich in einer fließenden Grenze irgendwo als TS sich in der Mitte zu definieren......nein, das genau eben gerade nicht....Transfrauen wollen genau als Frau ( und das in dem herkömmlichsten Sinne den man sich vorstellen kann) wahrgenommen werden......bei Lust und Laune einfach mal sich "Letzte Beiträge" von Kira aufrufen lassen.


Re: Ganz interessanter Artikel auf Heise über uns

Reply #44
In den Aussagen wird nicht gewünscht, im Sinne eines gesellschaftlichen toleranteren und aufgeweichteren Geschlechterbildes sich in einer fließenden Grenze irgendwo als TS sich in der Mitte zu definieren......nein, das genau eben gerade nicht....Transfrauen wollen genau als Frau [...] wahrgenommen werden.


Völlig korrekt. Ich denke dem Menschen liegt die Teilung in Frau und Mann in den Genen/Instinkten und bei mir halt der zwingende Wunsch, bei den Frauen dazuzugehören.


( und das in dem herkömmlichsten Sinne den man sich vorstellen kann)


Da du meinen Namen danach erwähnst.. Völliger Schwachsinn. Inwiefern ist eine lesbische, feministische, Halb-Butch, die sich fast nie schminkt, nen teils maskulinen Kleidungsstil hat, Kitsch und Tussis verabscheut und außerdem Software-Entwicklerin ist eine Frau im "herkömmlichsten Sinne"?!?


lg, Kira