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Topic: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen (Read 34897 times) previous topic - next topic

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #15
Wobei sich da unmittelbar die Frage aufdrängt, inwieweit sexuelle Orientierung in die Beobachtung einfließt und wie das von der Frage der geschlechtlichen Identität abgetrennt wird.

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #16
Hallo,

danke für die Veröffentlichung des Ergebnisses, bzw. der Zusammenfassung.

Wenn ich das verstanden habe, ergab sich im wesentlichen eines:

Bei Transsexuellen, die dort untersucht wurden, ergab sich, dass sie eine weiblichlere Stimme wollten und dabei Gehirnbereiche genauso aktiviert wurden, wie bei biologischen Frauen, während es bei der Kontrollgruppe, also "Normalos", nicht so war.

Im Grunde eine einfache Sache. Aber für eine Dissertation völlig ausreichend sein kann.

Die Frage ist nur, welche Schlüsse man daraus zieht. Vielleicht wäre danach die Logopädie oder Stimmoperation überflüssig.

Wir oder unsere Nachfolgerinnen, werden es sehen.

Rebecca


Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #17
Dass die Gehirne von Transsexuellen "feminin ticken", wenn die TS bereits in der Frauenrolle leben oder gar schon in Hormontherapie sind, wurde ja bereits in mehreren Studien gezeigt. Dies hier ist nun eine mehr, diesmal mit Hilfe von Stimmerkennung. Was mich viel mehr interessieren würde, wäre endlich mal eine Studie, die sich mit den vermuteteten von Geburt an femininen Gehirnen beschäftigt, also eben vor dem Beginn der Alltagserprobung. Die Entstehung von TS während der Schwangerschaft ist zwar zur Zeit die favorisierte These in der Wissenschaft, aber in diese Richtung scheinen noch keine Experimente zu zielen.

Quote
Vielleicht wäre danach die Logopädie oder Stimmoperation überflüssig

Diese Aussage verstehe ich nicht. Wenn bei MsF TS Gehirnbereiche (jetzt schon) so aktiviert werden wie bei Frauen, warum soll das in Zukunft Stimmtraining oder OPs überflüssiger machen? Nach dem Motto: Der Arzt hat Femininität bescheinigt, also muss die soziale Umgebung den Bass als feminin ansehen?

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #18
Was mich viel mehr interessieren würde, wäre endlich mal eine Studie, die sich mit den vermuteteten von Geburt an femininen Gehirnen beschäftigt, also eben vor dem Beginn der Alltagserprobung. Die Entstehung von TS während der Schwangerschaft ist zwar zur Zeit die favorisierte These in der Wissenschaft, aber in diese Richtung scheinen noch keine Experimente zu zielen.


Bitte schön. Experiment ist halt schwierig. Menschenversuche haben so ein schlechtes Image.

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #19
Danke Daphne, für den Hinweis!

Zwar kann ich aus dem Presseartikel noch nicht erkennen, in wie weit die Messungen an "Transgender-Personen" Rückschlüsse auf den Zustand bei der Geburt zulassen, aber es sind die beteiligten Institute erwähnt und dass sie kürzlich was veröffentlicht hätten. Dann kann ich ja gelegentlich mal sehen, ob ich da ran komme.

@Menschenversuche: Ich weiß um die Schwierigkeit, aber für eine Blutprobe hier oder ein MRT da wäre ich mir nicht zu schade. Röntgen oder Aufschneiden wäre natürlich eine andere Nummer, soweit gehen aber die aktuellen Experimente auch nicht.

Liebe Grüße,
Michi

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #20
aber für eine Blutprobe


Das wär natürlich eine Möglichkeit, da man jetzt eh schon vorgeburtsliches Gesnscreening machen kann. Bleibt die Frage: wonach suchen?

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #21
Keine Ahnung, wonach sie suchen könnten. Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Blutprobe ans Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München geschickt, die machen verschiedene endokrinologische Studien. Prof. Dr. Stalla interessiert sich u.a. für Transsexualität, derzeit aber wohl für den Zusammenhang von Depression und Transsexualität. (Depressionen kommen bei Frauen häufiger vor, wie auch bei MzF TS.) Die Blutzellen wurden haltbar gemacht und sind jetzt für beliebige Studien verwertbar.


 

Re: Ein Tag als wissenschaftliches Versuchskaninchen

Reply #23

Wobei sich da unmittelbar die Frage aufdrängt, inwieweit sexuelle Orientierung in die Beobachtung einfließt und wie das von der Frage der geschlechtlichen Identität abgetrennt wird.

Huhu Beate,
... ist denn deiner Meinung nach die Trennung letztlich überhaupt praktikabel bzw. relevant?
In meinen Augen gibt es da sicherlich Teil-Zusammenhänge,... ich bekomme nur immer wieder mit, dass ein Teil der Txyz-Gemeinde damit so ihre Probleme zu haben scheint.

Alles Liebe _@_y <3