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Topic: Die Trans-Chroniken (Read 6695 times) previous topic - next topic

Die Trans-Chroniken

Hier mal ein Artikel, der beschreibt, warum ich der Ansicht bin, das sowohl manche transgender wie auch HBSler in meinen Augen das Selbst eines Menschen nicht als geschlechtsbestimmend anerkennen wollen:

Der Artikel

Entschuldigt die Überschrift, aber nette Headlines werden in unserer Welt ja meist nicht ernst genommen. :-)

Re: Die Transchroniken

Reply #1
Was wäre denn eine nette Überschrift?

Re: Die Transchroniken

Reply #2

Was wäre denn eine nette Überschrift?

Mir ist keine eingefallen... daher die nicht nette. Mir war heute nicht nach Nettigkeiten... :-)

Edit: Wobei ich die nicht-nette gar nicht sehe... wird die Unterheadlinie gar nicht angezeigt? Na dann bezieht sich mein Kommentar auf eine Überschrift, die gar niemand lesen kann *lach*

Re: Die Transchroniken

Reply #3
Als Überschrift sehe ich nur "Dir Transchroniken"... was für mich weder nett noch unnett ist sondern mich nur ein so einen komischen Märchenfilm (die Chroniken von Narnja oder so ähnlich) erinnert.

Der Artikel, auf den du verweist, hat aber einen anderen Inhalt als die Überschrift es vermuten lässt.

Re: Die Transchroniken

Reply #4
Das wäre mit der Unter-Überschrift besser verständlich gewesen... so verweist es nämlich nur auf die Hauptseite... blöd. Naja, ist ja nicht schlimm....


Re: Die Transchroniken

Reply #6

Was ist denn HSB?

Es ist eine Abkürzung für diejenigen, die sich für die "echten Transsexuellen" halten und sagen, sie hätten das Harry Benjamin Syndrom (was diese dann mit hirnorganischer Intersexualität gleichsetzen). Harry Benjamin war derjenige der in den 60ern das Buch "The Transsexual Phenomenon" geschrieben hat und einigen transsexuellen Menschen damals geholfen hat. Ich glaube aber, dass er sich im Grabe umdrehen würde, wie sein Name von allen möglichen Menschen für Machtspiele missbraucht wird. Zwar gibt es vieles aus den HBS-Texten, was ich sofort unterschreiben würde, wie z.B. dass das Gehirn geschlechtsbestimmend ist... aaaber: was die Gruppen die sich das HBS-Logo auf ihre Stirn pappen daraus ableiten das gefällt mir ganz und gar nicht - nämlich wenn sie meinen, sie könnten zwischen "echten" und "unechten" Transsexuellen von Aussen (was ein Witz!) unterscheiden. Dass diese Gruppen damit eine Geschlechtsfremdzuweisung fordern macht sie in meinen Augen eben genauso ungalubwürdig wie Transgender, die dennoch den Rückgriff auf ein angebliches "biologisches Geschlecht" tätigen und damit nur Penis oder Chromsomen meinen.


Re: Die Trans-Chroniken

Reply #8


Was ist denn HSB?


... äh, HBS ;)

Es ist eine Abkürzung für diejenigen, die sich für die "echten Transsexuellen" halten und sagen, sie hätten das Harry Benjamin Syndrom (was diese dann mit hirnorganischer Intersexualität gleichsetzen). ...


Danke für die Erläuterung.

LG
Atalanta

Re: Die Transchroniken

Reply #9
Quote
Ja, es gibt trans-Frauen, für die eine genitale Operation lebensnotwendig ist. Dass die Genitalien in meinen Augen nicht geschlechtsbestimmend sind, zeigt ja gerade die Notwendigkeit für solche Operationen: Was würde es für einen Sinn machen, wenn ein Mann sich eine Vagina wünschen würde?


diese Logik verstehe ich nicht.

Re: Die Transchroniken

Reply #10
nicht das jemand denkt, ich würde HBSler unterstützen wollen, bis eben kannte ich die gar nicht.

nur was allgemeines zu den Artikeln von Kim

fast immer wenn ich Artikel von ihr lese, denke ich dasselbe.........Schade ist es!

Es ist schade, dass Du diese und andere Artikel nicht als Deine persönliche Meinung weitergibst. Etwas was Du aus Deinem persönlichen Empfinden ableitest, worüber Du Dir viel Gedanken gemacht hast, und Dich belesen hast. Und woraus eine Position entsteht, über die man sicher trefflich diskutieren kann.........eine Position mit der man ja nicht einer Meinung sein muss, aber in der man in Auseinandersetzung mit dieser vielleicht zu neuen Erkenntnissen auch für sich selber kommt, einfach weil es interessante Gedanken sind, die Du da äußerst.

Leider überhöhst Du Deine Meinungsbildung extrem, mischt Binsenweisheiten mit pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen.......verkürzt Aussage anderer in die Du auch oft noch Unterstellungen reinschiebst......rührst das alles kräftig einmal um........und am Ende sind immer die Menschenrechte in Gefahr.

Du magst keine Schubladen für Dich, hast aber ne riesige Kommode für all die anderen, für die angeblichen notorischen Besserwisser, für die naiven Betroffenen (die sich von Dir nicht belehren lassen wollen) , für angeblich schon fast religiös fanatisch agierende Ärzteschaft und und und........Deine Liste ist da ja riesig lang.

Schade ist es..........

Re: Die Transchroniken

Reply #11

... was ich sofort unterschreiben würde, wie z.B. dass das Gehirn geschlechtsbestimmend ist...


Quote
angebliches "biologisches Geschlecht" tätigen und damit nur Penis oder Chromsomen meinen.



Aber verstehe ich richtig, dass das Gehirn schon biologisch geschlechtsbestimmend ist?

Und (potentiell) fortpflanzungsfähige Lebewesen haben doch unstrittig auch ein biologisches Geschlecht (wozu sonst der ganze Affentanz um Paarung...), oder?

Das spräche zusammengenommen dafür, TS (TI, TG) als biologisch (oder physiologisch) gegründete Intersex-Kondition zu sehen.  Gehirn so herum, andere Merkmale andersherum... – Wofür wohl, soweit ich es sehe, mehr und mehr spricht.

LG
Atalanta

Re: Die Transchroniken

Reply #12

........und am Ende sind immer die Menschenrechte in Gefahr.

Sie sind immer dann in Gefahr nicht anerkannt zu werden, wenn ein Mensch in seinem Selbst nicht anerkannt wird. Mehr sag ich eigentlich nicht... dass ich das dann ausschmücke, liegt daran, dass das zwar so kurz ginge, es aber dann wohl kaum sehr verständlich wäre...

Quote
Ja, es gibt trans-Frauen, für die eine genitale Operation lebensnotwendig ist. Dass die Genitalien in meinen Augen nicht geschlechtsbestimmend sind, zeigt ja gerade die Notwendigkeit für solche Operationen: Was würde es für einen Sinn machen, wenn ein Mann sich eine Vagina wünschen würde?

diese Logik verstehe ich nicht.

Ich habe das schon mal in einem anderen Forum versucht etwas zu verdeutlichen. Ich kopiere das mal hier hin:

Wenn ich als trans-Mensch weiss, dass ich eine "geschlechtsangleichende" (auch so ein Wort, welches ich immer weniger mag... daher in Anführungszeichen) Operation machen lassen will, dann weiss ich das ja ausgehend eines Wissens über meine "gefühlte" (ojemine, noch so ein überstrapazierter Begriff) Geschlechtsidentität. Wenn ich nun weiss, dass ich genau wegen dieses Selbstwissens Operationen wünsche, dann kann ich mit diesem Operationen ja lediglich den Körper an meinen eigenes Geschlecht anpassen. Es ist bei einer transFrau ja nicht der "Mann" der sagt: Du ich brauche aber bitte einen passenden Körper (für einen Mann wäre es ja alles prima wie es ist), sondern eben das, was eigentlich geschlechtsbestimmend sein muss, damit die Sache in sich noch schlüssig ist: Dein geschlechtliches Selbst. Dieses "geschlechtliche Selbst" muss dann auch tatsächlich wichtiger sein als z.B. Genitalien oder Chromsomen, denn wäre es umgekehrt, könnte man Menschen ja auch von ihrer Transsexualität heilen (das "geschlechtliche Selbst" wäre dann Merkmalen wie z.B. den Genitalien untergeordnet). Das ist aber bei trans nachweislich nicht der Fall... damit wüscht sich bei einer transFrau nicht eine Mann eine Vagina, sondern eine Frau.

Oder umgekehrt: Ein transMann ist nicht erst dann Mann, wenn er einen Aufbau machen lässt, sondern bereits vorher. Um genau dieses "vorher" geht es - das fängt nämlich wohl nicht erst irgendwann nach irgendwelchen medizinischen Massnahmen an, sondern bereits "ganz am Anfang", sonst würde - auch eine Sache der Schlüssigkeit - ein Mensch ja diese Massnahmen gar nicht anstreben.

Das spräche zusammengenommen dafür, TS (TI, TG) als biologisch (oder physiologisch) gegründete Intersex-Kondition zu sehen.  Gehirn so herum, andere Merkmale andersherum... – Wofür wohl, soweit ich es sehe, mehr und mehr spricht.

Ich würde sagen: Jeder Mensch ist intersexuell, der eine mehr, der andere weniger (wobei "intersexuell" ja ein medizinisch definiertes Label ist, und eigentlich ein anderes Wort sinniger wäre...).

Aber verstehe ich richtig, dass das Gehirn schon biologisch geschlechtsbestimmend ist?

Es spricht vieles dafür. "Ich denke, also bin ich" (rene descartes)... "Sie haben nicht ein Gehirn, sie sind ihr Gehirn" (Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler)... ob ich jetzt sage "Mein Gehirn bestimmt das Geschlecht" oder "Mein Selbst bestimmt das Geschlecht" macht keinen Grossen Unterschied. Letzendlich steckt dahinter das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung.

Re: Die Transchroniken

Reply #13


Das spräche zusammengenommen dafür, TS (TI, TG) als biologisch (oder physiologisch) gegründete Intersex-Kondition zu sehen.  Gehirn so herum, andere Merkmale andersherum... – Wofür wohl, soweit ich es sehe, mehr und mehr spricht.

Ich würde sagen: Jeder Mensch ist intersexuell, der eine mehr, der andere weniger (wobei "intersexuell" ja ein medizinisch definiertes Label ist, und eigentlich ein anderes Wort sinniger wäre...).


Intergender von mir aus.

Ich denke aber nicht, dass jeder Mensch intersexuell ist. So ist m.E.  eine Frau z.B., die sich als Frau fühlt und prinzipiell fähig ist Kinder zu bekommen, doch in keiner Form als intersexuell/intergender zu definieren, Und da sie sich als Frau fühlt, wäre es unrecht, wenn ein Außenstehender ihr eine selbst nur vage Definition als IS/IG gewissermaßen vorschreiben würde. Ist so ein wenig, wie der Gemeinplatz dass doch alle latent ein wenig bi seien.
Insofern geht mir das obige zuweit.

LG
Atalanta

Re: Die Transchroniken

Reply #14

Ich habe das schon mal in einem anderen Forum versucht etwas zu verdeutlichen. Ich kopiere das mal hier hin:

Wenn ...


ich verstehe, was du sagen willst, aber so kann man nicht argumentieren.

Es wird immer Transen geben, die sich erst dann vollständig weiblich fühlen, wenn ihr Körper angeglichen ist, auch wenn ihnen vollkommen klar ist, dass sie kopfgeschlechtlich weiblich sind.

Mit deiner Argumentation, könnte man auch argumentieren, dass es reicht wenn man im Kopf weis, welches Geschlecht man hat und könnte z.B. auch auf jede weitere Dinge wie weiblich Kleidung, Schminke,... verzichten.