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Topic: Gender Codes (Read 11324 times) previous topic - next topic

Re: Gender Codes

Reply #15
ich werf mal so in die runde das @Jil und @Surpriser aneinander vorbeireden.
Surpriser sagte nie das FRau jemand braucht damit sie die Welt versteht und wenn ich das ueberhaupt mal richtig verstanden habe was der ueberascher von sich gab so ist das nix weiter als eine langgeschichtliche entwinklung die ja erst seit kurzem(in diesem rahmen) eine grosse veränderung erfahren hatte , in den tiefen der köpfe der beteiligten sitzt es aber immernoch drin.
hab ich das richtig versteht ?

DA

Re: Gender Codes

Reply #16
 ::) Ehrlich gesagt hab ich noch nicht mal kapiert,
ob Surpriser eigentlich Julas Text oder Jils Posting
kritisieren wollte -
"Pamphlet" heißt doch eigentlich "Schmähschrift",
und von Schmähungen war weder im einen wie im
anderen was zu erkennen ??? ?

Eine verwirrte HEKATE

;) die bittet, bei Postings auf ihre altersbedingt
sinkende Verständnisfähigkeit Rücksicht zu nehmen

Re: Gender Codes

Reply #17
Hallo Jula,

eine sehr interessante und fundierte Abhandlung hast Du da ins Netz gestellt,
die in dieser Form sicher auch als Antrittsvorlessung bei der Gründungsveranstaltung
des Institut für interdisziplinäre Geschlechtsforschung für Aufmerksamkeit gesorgt
hätte und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht gehört.

Der Artikel hat mich nachdenklich gemacht und dabei sind ein paar Gedanken herausgekommen,
die ich der verehrten Leserschaft nicht vorenthlaten möchte:

Es gibt Bereiche, in denen sich die Adaptierung des männlichen Gender Codes durch die holde
Weiblichkeit noch nicht so durchgesetzt hat wie beim schon geschilderten Rest. Insbesondere
der Trachtenbereich zählt hierzu, vorallem dort, wo es sich nicht um folkloristischeBraucht-
umspflege handelt. Das mag sicherlich daran liegen, dass Mikrogesellschaften, in denen auch
heute noch Trachten alltäglich getragen werden, eine gewisse konservative Grundhaltung
vorherscht, die der allgemeine Entwicklung auf diesem Gebiet durchaus etwas hinterher hinkt.
Hier sind doch einige männliche Gender Codes zu finden, die in wesentlich geringerem Rahmen
von den Damen adaptiert wurden. Das Ganze bestätigt natürlich nur Julas Auführungen und soll
als Ergänzung dienen.

Der zweite Gedanke, der mir kam, bezieht sich auf den Bereich männlicher Freizeit-/Funktions-
kleidung in Bereichen, in denen keine oder wenig Mädels aktiv sind. Es gab dazu schon an
anderer Stelle einen Thread und auch Jula hat schon in die Richtung gezeigt. Ich meine das
auch unter Transen weit verbreitete Motorradfahren. Dort gibt es unabhängig von Rockern mit
ihren langen Haaren, Kutten und Fransen einen Bereich, in dem aus mir unerklärlichen Gründen
Gender Codes nix gelten. Ich spreche von der sogenannten Joghurtbecherfraktion, die in bunten,
sogenannten Papageienkombis auf quitschbunten meist japonesischen Zweirädern allen Theorien
Julas Hohn sprechen und sich nicht an blau, schwarz und/oder ein bisserl weiss halten.
Warum nur? Sind das alles Transen?

http://www.flickr.com/photos/zx9denise/104695644/

Übrigens, in einenm Bereich haben sich die Männer etwas zurück geholt in den letzten Jahren,
und ich bin mir nicht sicher, ob man das als ersten Schritt in die richtige Richtung deuten
kann:

http://www.fashiononsale.de/pimages/11/11674_norm.jpg
http://images.absatzplus.com/200/33/33S02211.jpg

ratlos Katrin

Re: Gender Codes

Reply #18

1. In unserem Eifer neigen wir (eventuell auch mangels ausreichender Erfahrung) zu Überkompensation und setzen mit langen Haaren, kurzen Röcken, Highheels, haufenweise Schminke usw so viele Gender Codes, dass wir dadurch schon wieder auffällig werden
und


Wer tut denn soetwas???? Mal Handzeichen.

Re: Gender Codes

Reply #19
Handzeichen  ;D NEIN, war nur ein Scherz (irgendwie hat es mir jetzt in den Fingerspitzen gezuckt, *lächel@Zoe*) - aber mal ernsthaft, das Thema scheint wirklich nicht nur mich zu beschäftigen; wenn ich jetzt zu einer längeren Stellungnahme ausholen würde, säße ich zum Frühstück noch hier; deßhalb nur kurz:
gender-codes bzgl. Klamotten/Produkten sind ein Aspekt des "Trannie-Daseins" (ein wichtiger), ich sehe das ganze aber wesentlich komplexer und möchte deßhalb nur kurz das allzubekannte Wort "passing" in die Runde werfen...
(@Jula: sollte keine Kritik sein; ich meine zu wissen, daß Du ähnlich mir empfindest - danke für Deine Beiträge! und bitte mehr davon)

Re: Gender Codes

Reply #20
Also direkt wollte ich hier niemanden kritisieren.

Das steht auch mir nicht zu. Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, daß eine klare Rollenverteilung bei einer Partnerschaft eine
gesunde Basis für Harmonie und Zusammenhalt begründet. Dabei ist es völlig egal, um was für Aufgaben es sich dabei handelt.
Das schließt keineswegs aus, daß der Mann kocht, wäscht, bügelt oder sonstige an sich typische weibliche Aufgaben übernimmt.

Wichtig ist nur, daß die Aufgaben so verteilt sind, daß sie von dem jenigen wahrgenommen werden, der daran Freude hat und es
mit Effizienz und Können verrichten kann.

Ich persönlich scheue mich gern für haushaltstypische aufgaben, konnte es mir in der Vergangenheit aber zumindest leisten eine
Haushaltshilfe zu finanzieren. Dies finde ich bei einer intakten Beziehung jedoch nicht unbedingt erforderlich, da es im Grunde genommen förderlich ist, wenn man die unangenehmen Seiten des Miteinander nicht gemeinsam meistert und nicht deligiert.

Im Wirtschaftleben nennt man das kurz und prägnant Arbeitsteilung. Und Hauswirtschaft geht schließlich in die selbe Richtung.

Natürlich steckt in jedem von uns ein gewisser Koservatimismus, der in seiner Dynamik dem modernen Lifestyle Rechnung trägt.

Gerade deshalb ist heutzutage eine individuelle Übereinkunft, die sicherlich nicht von Haus aus klar gegliedert ist, die Basis für
glückliches Miteinander.

Gender Codes in diesem Zusammenhang sind irrelevant, da diese Frauen nicht anders im Verhalten auftreten als geborene Frauen.

Die Aufteilung von Alltagsaufgaben sind genauso strittig wie sonst auch.

Ist vielleicht alles ein wenig am Thema vorbei, aber aufgrund der Resonnanz wollte ich doch noch einmal Stellung beziehen.

Liebe Grüße
Surpriser

Re: Gender Codes

Reply #21
ICh denke schon daß jungs auch ein natürliches bedürfnis haben sich mit "nutzlosen" dingen zu schmücken, die einfach nur schön sind. ob dies nur aus statusgründen passiert (was ja latent vermutet wird wenn jungs überhaupt irgend etwas machen) oder aus spaß an der sache lass ich jetztmal dahin gestellt.
bestes beispiel all die selbstverliebten hiphopper, mit ihren caps, tüchern, shirts, blingbling und special pimped cars, pda's, bicycles und was weiß ich nicht. ich glaube niemand würde hier eine verkappte homosexualität attestieren. ich kenn ein paar jungs die etwas tiefer in der szene stecken und auch nicht erst seit gestern, und deren freude wenn sie irgendwo ein total abgedrehtes paar sneaker finden (am besten gold, mit farbverlauf und palmendekor...) grenzt schon ans transige. die haben ungefähr 50 caps, sneakers und co, um möglichst das gesamte farbspektrum abzudecken und jeden tag im monat komplett ton in ton gekleidet in einer anderen farbe durchs leben zu gehen...

daß es so viele langweilige und mittelmäßige (optik) männer gibt hat denk ich mal denselben grund warum es so viele langweilige und mittelmäßige frauen gibt... mangel an individualität.


Re: Gender Codes

Reply #22

daß es so viele langweilige und mittelmäßige (optik) männer gibt hat denk ich mal denselben grund warum es so viele langweilige und mittelmäßige frauen gibt... mangel an individualität.


Das ist im Kern richtig, finde ich. Die Ursache(n) aber liegen
a) in der Familie, wo unmittelbar nach der Geburt die Rollenverteilung stattfindet,
b) bei der Gesellschaft, die die festgelegte Rollenverteilung permanent unterstreicht und fortschreibt und
c) an dem Beharrungsvermögen (Konservatismus genannt), das bei Vielen (der Mehrheit?) der Mitmenschen früher oder später einsetzt.

Re: Gender Codes

Reply #23
Die Lust zum Klinkerkram und zum Schmücken ist beim Manne ja auch durchaus vorhanden, nur wurde sie in den vergangen Jahrzehnten oft auf andere (Status-)Objekte abgelenkt. Von der Modelbaueisenbahn bis zum Fuchsschwanz am Opel-Manta  ;) Aber selbst in dieser Zeit gab es das immer. Oder welchen Zweck haben Gelfrisuren, Elvis-Tollen, Ohrringe oder gestylte Bärte?

Wenn wir in der Zeit zurückgehen, finden wir den Körperschmuck durchgehend. Als Beispiele die prachtvollen Uniformen, die Kleidung des Hochadels etc. Bei Naturvölkern gab und gibt es das immer noch: Federschmuck Tätowierungen, Muschelketten Jagdtrophäen und so weiter.

Der grundsätzliche Drang zum Schmuck ist und war also immer da und je nach Kulturkreis gab es Ausrichtungen, die widerum anderen Kulturkreisen nur schwer als typisch männlich oder weiblich verständlich waren. 


Re: Gender Codes

Reply #24
Die Beschmückung ist bei Männern so eine Art der imaginären Ordensverleihung. Die geschlechtliche Relevanz spielt da weniger eine Rolle.

Außerdem werden Männer selten erwachsen und pflegen ihr infantiles Gemüt bis zur Erreichung der Riesterrente.

Ich bin da nicht anders und stehe dazu, lieber ein Gockel mit Herz und Humor als ein Grillhähndel im Wienerwald.

Re: Gender Codes

Reply #25

1. In unserem Eifer neigen wir (eventuell auch mangels ausreichender Erfahrung) zu Überkompensation und setzen mit langen Haaren, kurzen Röcken, Highheels, haufenweise Schminke usw so viele Gender Codes, dass wir dadurch schon wieder auffällig werden
und


Nochmal zu diesem Thema. Viele Personen nutzen dieses sicher aber auch daher, dass sie sich klar davon abgrenzen als eine Person durchzugehen, die versucht als Frau durchzugehen. (war das jetzt verständlich?)

Ich meinte damit, dass bestimmte Personen eben keinerleich Chancen haben, tatsächlich als Frau wahrgenommen zu werden, hier könnte der Gedanke vorherrschen, es dann garnicht wirklich zu versuchen und dieses direkt zu überzeichnen

Re: Gender Codes

Reply #26
@Roxanne:

"Bei Naturvölkern gab und gibt es das immer noch: Federschmuck Tätowierungen, Muschelketten ..."

In der viele Jahre zurückliegenden Fernseh-Fassung von
"Robinson Crusoe" gab es da eine nette (nicht im Original
vorkommende!) Szene:

Robinson und Freitag holen die letzten Waren aus dem
Frachtraum des Schiffswracks - darunter eine bunte
Damen-Prachtrobe; Freitag hält sie sich begeistert vor
den Leib - Robinson verweist ihm das fast entsetzt...

Die hintergründige HEKATE

Re: Gender Codes

Reply #27


1. In unserem Eifer neigen wir (eventuell auch mangels ausreichender Erfahrung) zu Überkompensation und setzen mit langen Haaren, kurzen Röcken, Highheels, haufenweise Schminke usw so viele Gender Codes, dass wir dadurch schon wieder auffällig werden
und


Wer tut denn soetwas???? Mal Handzeichen.

Zuviele, die es sich nicht leisten können  ;D