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Topic: Lobotomie (Read 3723 times) previous topic - next topic

Lobotomie

... wurde früher gern mal beri Transsexuellen angewendet, zur "Heilung". Im Netz ist wenig bis gar nichts zu finden.

Ich hoffe auf zahlreiche Informationen.

Re: Lobotomie

Reply #1
Wieso glaubst Du Transsexualität sei nur im Gehirn verankert?
Sicher kann man definieren, ob man nicht im falschen Geschlecht geboren, oder zum nicht zutreffenden Geschlecht erzogen wurde. Das Duale-Geschlechtersystem gibt wenig Möglichkeiten für ein Leben zur Norm entsprechend, das ist leider so. Aber wir haben uns andere Möglichkeiten geschaffen und müssen uns damit begnügen, als auch diese ausbauen.
In anderen Zeiten war man als Transmensch geächtet, das ist inzwischen wesentlich besser geworden.

Zum Thema habe ich keine weitere Informationen parat, tut mir leid.

Re: Lobotomie

Reply #2
Leider komplette Themaverfehlung, Dany, so wie deine Tausend anderen Beiträge auch. Kannst du nicht einfach mal die Klappe halten, wenn du nichts zu sagen hast?

Re: Lobotomie

Reply #3
Dann erkläre mir gefälligst was Lobotomie ist, dann nehme ich nicht weiter deine Zeit in Anspruch.



Re: Lobotomie

Reply #6
Etwas OT: Habe gerade mal ein bisschen gegoogelt, finde nur mehr rechte und /oder terf-Seiten, wo sie die gaOp mit der Lobotomie vergleichen, nach dem Motto: Die gaOp ist heute genauso verrückt wie damals die Lobotomie. >:(  >:(

http://www.patheos.com/blogs/publiccatholic/2015/06/sex-change-surgery-is-the-new-pre-frontal-lobotomy-and-a-trendy-form-of-child-abuse/

https://4thwavenow.com/2017/02/10/lobotomy-the-rise-and-fall-of-a-miracle-cure/



Re: Lobotomie

Reply #8
Konkretes weiß ich leider (außer Gerüchten) auch nicht über Lobotomie speziell bei Transidenten. Abgesehen von Menschenversuchen wüsste ich aber nicht, wie ein Zusammenhang hergestellt werden könnte: Wurde doch die Lobotomie eingesetzt, wenn Patienten "unruhig" waren oder "große Schmerzen" hatten ... um sie ruhigzustellen. Transidente könnten damals unter Homosexualität gelistet worden sein, das war ja lange noch verbreitet.

(Info aus Wiki, da dort ein sehr umfangreicher und offensichtlich historisch fundierter Artikel existiert: jedenfalls tausendmal wertvoller als irgendwelcher Verschwörungskrempel an den obskursten Fundorten im Internet.)

Von der Erfindung in Italien an bis in die 50'er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Lobotomie wohl (besonders im englischsprachigen Raum) zu einer Art Standardverfahren der Psychiatrie, wenn die Kranken nicht kontrollierbar waren.

Laut Wiki soll Lobotomie in Amerika u.a. durchgeführt worden sein, um Homosexualität oder kommunistische Einstellung zu "kurieren" ... wohl eher politisch als medizinisch motiviert. Wiki verweist auf folgende Quelle: Jonathan Ned Katz: Gay American History, S. 129–207. In ähnliche Richtung geht wohl der Einsatz von Lobotomie gegen Rassenunruhen in Detroit.

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Einen sachlichen Zusammenhang zwischen Lobotomie und geschlechtsangleichenden Operationen lese ich hier zum ersten Mal, den kann es ja auch nicht geben. Die verlinkten Quellen diesbezüglich sind entsprechend auch das Gegenteil von seriös, man muss nicht gegen jeden Mist im im Internet argumentieren.

Re: Lobotomie

Reply #9

Einen sachlichen Zusammenhang zwischen Lobotomie und geschlechtsangleichenden Operationen lese ich hier zum ersten Mal, den kann es ja auch nicht geben. Die verlinkten Quellen diesbezüglich sind entsprechend auch das Gegenteil von seriös, man muss nicht gegen jeden Mist im im Internet argumentieren.

So seh ich das auch, war auch nur etwas geschockt davon, als ich selbst etwas nachforschte. Es gibt ja auch keinen Zusammenhang, diese Leute hetzen gegen uns und meinen, dass irgendwann, wenn die Gesellschaft weiter ist, wir zurückblicken auf die gaOp wie wir heute auf die Lobotomie. Wobei sie den wichtigsten Unterschied unterschlagen, die Freiwilligkeit.

Im englischen Wikipedia bei Harry Benjamin steht zumindest das Gerücht, ohne richtige Quelle:
Quote
The legal, social and medical background to this in the United States, as in many other countries, was often a stark contrast, since wearing items of clothing associated with the opposite sex in public was often illegal, castration of a male was often illegal, anything seen as homosexuality was often persecuted or illegal, and many doctors considered all such people (including children) at best denied any affirmation of their gender, or involuntarily subjected to treatments such as drugged detention, electroconvulsive therapy,[8] or lobotomy.

https://en.wikipedia.org/wiki/Harry_Benjamin

Re: Lobotomie

Reply #10
Zugegeben etwas off topic:
... diese Leute hetzen gegen uns ...


Da genau habe ich ein zentrales Problem mit den "sozialen Medien": Alle Welt teilt Links aus aller Welt, und plötzlich sollen die Probleme fremder Leute auf der anderen Seite des Globus meine Probleme sein? Mitleid vielleicht, oder Neugierde auf Nachrichten aus aller Welt, aber "uns" ist für mich der Bereich, auf den ich persönlich irgendwie Einfluss nehmen kann. Was in der Türkei gerade abgeht interessiert mich zum Beispiel tausendmal mehr, denn das betrifft viele meiner Mitbürger und ein Land, das ich gerne wieder besuchen würde.

Re: Lobotomie

Reply #11
Letztes Jahr hatte mir eine Deutschtürkin erzählt, dass sie die Türkeireise ohne ihren Mann erledigen musste da er Lehrer an einer deutschen Schule ist. Ihre Kinder gehen in Deutschland zur Schule und der Vati wäre eventuell nicht wieder aus seiner Heimat zurückgekommen.

Ich finde das vorbildlich, dass über sowas nachgedacht und geschrieben wird, das sichert ein Stück mehr den Sozialen Frieden in meiner Heimat.

Trotzdem möchte ich dich berichtigen, man kann immer etwas machen bewusst und nicht verschwenderisch leben beispielsweise, auch vorleben und die jüngeren dazu motivieren.

Liebe Grüße
Dany

Re: Lobotomie

Reply #12
Ich wusste dass die (amerikanische) Psychiatrie Lobotomie gerne und häufig eingesetzt hat. Sonst wäre ja "Einer flog übers Kuckucknest" nicht so glaubhaft. Und das Ende von "Suckerpunch" und damit der ganze Film nicht im Ansatz verstehbar.

Die Geschichte von Rose Kennedy kannte ich, allerdings ist das erst in jüngster Zeit wieder öffentlich geworden, Jahrzehnte war das in der Versenkung verschwunden.

Professor Deirdre McClosky wurde noch in den 90ern auf Veranlassung ihrer Schwester zweimal zwangsweise in die geschlossene Anstalt eingewiesen,wegen der "Zwangsvorstellung" ihr Genital anpassen lassen zu müssen. Sie zitiert in ihren Memoiren den Fall Dylan Scholinskys, der wegen der "Zwangsvorstellung" ein Mann zu sein, 1981 in eine Männerstation eingewiesen wurde, wo er mittels Gangrape unter ärztlicher Aufsicht lernen sollte, sich vielleicht doch mit der Tatsache anzufreunden, dass ein Genital das Geschlecht bestimmt. (er war zwischen 15 und 18 damals) Das sind ja keine Urzeiten der Medizin.

Was sagt uns das? Die Kollegen Psychiater sind (waren ?) Barbaren, die eine Laborratte vor sich sehen, und ihr eigenes beschränktes Weltbild, das genauso durchschnittlich ist wie jedes andere auch, als moralische Endinstanz nehmen. Wo sie sich nicht viel von anderen Ärzten ihrer Zeit unterscheiden.

Re: Lobotomie

Reply #13

Dann erkläre mir gefälligst was Lobotomie ist, dann nehme ich nicht weiter deine Zeit in Anspruch.


Ich bin selbstverstädnlich davon ausgegangen, daß du weist, was das ist, oder wenigstens so schlau wärst, bei Wiki nachzuschauen.

Die Lobotomie ist eine neurochirurgische Operation, bei der die Nervenbahnen zwischen Thalamus und Frontallappen sowie Teile der grauen Substanz durchtrennt werden.

Zurück bleibt ein sabberndes Wrack. Wie das aussieht kannst du dir in dem von Michelangela bereits erwähnten Film "Einer flog über das Kuckcucksnest" ansehen. Jack Nicholson spielt das sehr überzeugend.

Re: Lobotomie

Reply #14
Inzwischen habe ich es gelesen, aber wenn Du das Thema in "Rat und Tat in allen Lebenslagen" verankerst nehme ich das sehr ernst.

Michaela Du hast wieder einmal hervorragend referiert.