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Topic: schock (Read 30702 times) previous topic - next topic

Re: schock

Reply #30
Ot (zumindest a weng)
Ich finde dies ist ein ziemlich gutes Beispiel wie unterschiedlich die Warnehmungen sind.
Ich habe Beates post ziemlich schnell überlesen, weil anscheinend unser Focus ziemlich identisch war.

Und bin deshalb erstmal ziemlich ins stolpern gekommen als bastiennes post kam.
Weil, das konnte ich nun gar nicht nachvollziehen.

Im Nachhineinen ist der Gedankengang zumindest nachvollziehbar.

Und mach deutlich wie sehr es auf die gedankliche Verortung ankommt beim Interpretieren und Bewerten.
Finde ich immer wieder wichtig daran zu denken.

Re: schock

Reply #31
Immer wieder frage ich mich, wie grundsätzlich dieser Unterschied zwischen Fetisch-Transen und Frauen in Männerkörpern tatsächlich ist?

Auch wenn es aus dem einen Blickwinkel zwei sehr unterschiedliche Paar Stiefel sind, bleiben es  ganz egal ob High-Heels oder Sneeker, ob Balerinas oder Gummistiefel - doch alles Schuhe:
Die verschiedenen Facetten des Trans-Seins werden sehr unterschiedlich gelebt und sehen oft sehr unterschiedlich aus. Doch uns alle verbindet in irgendeiner Form ein Ausleben oder Inszenieren der gegenpoligen Geschlechtlichkeit. Und zumindest ich selber kenne persöhnlich keine einzige TS, für die es nicht zumindest phasenweise in irgendeiner Form auch etwas Stimmulierendes hätte diese Seite zu entdecken und zu leben.

Nach meinem Empfinden liegt es vor allem an unserer Motivation, ob wir die Unterschiede oder die Gemeinsamkeiten innerhalb der großen Bandbreite betonen wollen.

Liebe Grüße Nicola

Re: schock

Reply #32
Also ich inszeniere nichts. Ich müsste gewaltig schauspielern und mich verstellen um irgendwie als männlich akzeptiert zu werden.

Wenn das bei fetisch-transen auch so ist das sie ihren Alltag im Geburtsgeschlecht unmöglich bewältigen können ohne emotional und psychisch daran kaputt zu gehen, dann mein Beileid. Aber irgendwie zweifel ich schon daran.

Dieses "Ich kann nicht leben als Mann" ist glaube ich ein Unterschied der bei aller Gemeinsamkeit schon ein bisschen betont werden sollte.

lg
Mia

Re: schock

Reply #33


Dieses "Ich kann nicht leben als Mann" ist glaube ich ein Unterschied der bei aller Gemeinsamkeit schon ein bisschen betont werden sollte.

lg
Mia
Ab da wird es höchstkompliziert, weil das Gemüt einem betrügen kann. Und die Entscheidung trifft man ob "richtig oder falsch" selber und zwar nach ein paar Monaten für langfristig.
Ich rate also davon ab, wenn es einer/einem beschissen geht voreilige Entschlüsse zu ziehen. Stattdessen die Entwicklung abzuwarten, ob die Gemütslage sich nicht auch ohne weiteren Maßnahme verbessern kann usw..
Die Lebenserfahrung spielt dabei eine große Rolle, darum behaupte ich, dass das ältere Semester weniger die falsche Entscheidung trifft wie sonst auch.
Habe dazu aber keine Demoskopie/Statistische Auswertung gesehen, es sind lediglich meine Gedanken.

Alleine schon Bekleidungstechnisch sehe ich in weiblicher Form viel mehr positive Eigenschaften, ob dies die Gemütslage negativ beeinflussen kann? Ich weiß es nicht.

Dany

Re: schock

Reply #34

Also ich inszeniere nichts. ...

Wo genau verläuft die Grenzlinie zwischen sich inszenieren und sich ausleben? Jedes Schminken ist in meinen Augen eine From des sich inszenierens. Und sowieso halte ich das grundsätzlich für legitim.

Dieses "Ich kann nicht leben als Mann" ist glaube ich ein Unterschied der bei aller Gemeinsamkeit schon ein bisschen betont werden sollte.

Ich kenne durchaus auch Fetischtransen, die dieses Gefühl des "ich kann nicht anders" regelmäßig an der Rand der Verzweifulng treibt. Ich bezweifle deshalb zutiefst, dass diesees Gefühl des Getriebenseins als entscheidendes Differenzierungsmerkmal taugt. Vielleicht ist es eher ein Kriterium, wie mit dieser inneren Not umgegangen wird?

Re: schock

Reply #35


Ich kenne durchaus auch Fetischtransen, die dieses Gefühl des "ich kann nicht anders" regelmäßig an der Rand der Verzweifulng treibt. Ich bezweifle deshalb zutiefst, dass diesees Gefühl des Getriebenseins als entscheidendes Differenzierungsmerkmal taugt. Vielleicht ist es eher ein Kriterium, wie mit dieser inneren Not umgegangen wird?
Damit beschreibst Du meines Wissens nach den Gegenpol der Gefühle, des wird auch als Verstand bezeichnet. Und ich meine, dass es hochkomplex und unmöglich verallgemeinbar ist.


Re: schock

Reply #36
Alles Kopfkino-Bullshit. Wir sind alle "gleich". Ich mache da keinen Unterschied weil es um innerste menschliche Gefühle und Bedürfnisse und Facetten geht. Ich kann da gerne auch ins Detail gehen. Ein Genitalfetisch ist jederzeit auch konstruier/nachweisbar.
Nur mal so als Anstoß zum Nachdenken ;)
In meinen Augen ist alles andere kontraproduktiv.

_@_y <3

Re: schock

Reply #37
....übrigens: Diese ganze "Grenzlinien" Diskussion wird doch letztlich immer wieder rausgeholt um von der tatsächlichen Grenzlinie abzulenken: Krankheitswert/Normalvariation

Deswegen lasse ich es nicht einfach darauf beruhen. Wenn wir hier über Grenzlinien diskutieren dann doch bitte über existierende

_@_y <3

Re: schock

Reply #38
Hallo Dany,

jetzt bin ich sehr unsicher, ob ich Dich richtig verstanden habe: Siehst Du dieses Getriebensein als Gegenpol der Gefühle und als Verstandessache? Das fällt mir schwer nachzuvollziehen, denn nach meinem Empfinden spielen dabei Ängste, Unsicherheit und Sehnsucht die zentrale Rolle - Gefühle eben, die weit entfernt von Vernunft sind, sehr wohl aber hochkomplex, das sehe ich genauso.


Hallo Bastienne,

"gleich" sind wir in meinen Augen genauso wenig, wie wir absolut grundverschieden sind. Gleichwertig, das ja, aber eben nicht gleich.

Ich glaube Pauschalurteile führen uns nicht weiter, sondern wertschätzende Differenzierung ist angemessen. Das respektvolle, wohlwollende, verständnissvolle und mitunter selbstkritische Nachspühren wo tatsächlich Unterschiede und wo Gemeinsamkeiten bestehen kann uns neue Einsichten bescheeren und vor allem uns gemeinsam stark machen.

Liebe Grüße
Nicola

Re: schock

Reply #39

....Wenn wir hier über Grenzlinien diskutieren dann doch bitte über existierend 

Ja, volle Zustzimmung!
Wo siehst Du diese Grenzlinie?
z.B. der Krankheitswert hängt meines Erachtens vor allem vom sehr subjektiven Leiden ab. Da spielt sowohl der Schmerz als auch die Leidensfähigkeit eine Rolle. Das ist weder meß- noch objektivierbar und ist keinesfalls eindeutig an der Frage TS/TV festzumachen. 

 

Re: schock

Reply #40
Hi Nicola,
Ich denke ich sehe es ähnlich wie du in Bezug auf das gleich/ungleich sein. Dies wollte ich letztlich auch betonen.
Gemeinsam stark sind wir aber nur, wenn wir intern uns nicht zwanghaft voneinander abgrenzen.

Die einzige existierende Grenzlinie ist in meinen Augen die des Krankheitswertes bezogen auf die Psyche.
----> die einen finden einen Weg in unserer Gesellschaft sich zu leben ohne Verlagerung von psychischen Problemstellungen auf somatische Maßnahmen Dritter, die anderen nicht.

Klingt hart,... sehe ich aber so. Ich bin da gerne auch im Rahmen einer Diskussion bereit, alle noch so kleinen Winkel auszuleuchten, auch auf meine Person bezogen,...

Alles Liebe _@_y <3

Re: schock

Reply #41

Ich glaube Pauschalurteile führen uns nicht weiter, sondern wertschätzende Differenzierung ist angemessen.


Genau das ist ja auch mein Anliegen. damit das geht, muss man aber erstmal Unterschiede benennen (können und dürfen). Und das von dem Hintergrund der durchaus ja verbreiteten Einstellung, dass Transvestismus im Gegensatz zu "echter Transsexualität" (was auch immer das sein mag) nur eine auf sich bezogenen Form des Fetischismus sei.

Re: schock

Reply #42
In erstem Punkt stimme ich dir voll zu, Beate.

Dieses "Fetischismus-Ding" halte ich aber für gefährlich kontraproduktiv.

Deswegen lehne ich da generell eine Grenzziehung ab, schon alleine aus pragmatischen Gründen der Rücksichtnahme,... von der dividierenden Wirkung einmal ganz abgesehen.

Alles Liebe _@_y <3

Re: schock

Reply #43
Hallo Bastienne,

eine Verständnisfrage: Was verstehst Du unten "somatischen Maßnahmen Dritter"?

Das "Fetsich-Ding" halte ich nur solang für gefährlich kontraproduktiv, songe wir uns krampfhaft davon distanzeiren müssen.


Hallo Beate,

das Tragische ist in meinen Augen, dass es beim Benennen von Unterschieden und von Gemeinsamkeiten meist nicht so sehr am Können, sondern vor allem am Dürfen scheitert. Ich empfinde das oft als Überempfindlichkeiten, um nicht zu sagen ideologische Schranken in den Köpfen. Da wird oftmals nicht mehr nachgespührt und Argumente abgewogen, sondern Scheuklappen ausgefahren. Oft frage ich mich woher diese Ängste bei uns stammen.

Liebe Grüße Nicola

Re: schock

Reply #44

Hallo Dany,

jetzt bin ich sehr unsicher, ob ich Dich richtig verstanden habe: Siehst Du dieses Getriebensein als Gegenpol der Gefühle und als Verstandessache? Das fällt mir schwer nachzuvollziehen, denn nach meinem Empfinden spielen dabei Ängste, Unsicherheit und Sehnsucht die zentrale Rolle - Gefühle eben, die weit entfernt von Vernunft sind, sehr wohl aber hochkomplex, das sehe ich genauso.


Wie ich schon sagte, das Gemüt/Stimmung kann täuschen, auf vieles hindeuten.
Ängste, Unsicherheit und Sehnsucht - des sind Facetten in der Psychologie, also grundsätzlich Instinkte(wohl aber manipulierbar.').

Es geht nicht darum wie ich es sehe, sondern um Sprache! Und da fühlst Du dich missverstanden, denn meinen tun wir sicher das gleiche. Watch out---

Das Gemüt, gelle, Empfindungen und Gedanken sind..

Sind unsere Gedanken zunächst rational? Nöö, da schaltet sich noch wer ein, der Herr/die Frau Verstand.
Manch einer und eine ist gut konditioniert der/die andere weniger.
That's it what I supposed to mean you.

Dany

Den anderen woodway hast Du bereits beantwortet.

Dany