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Topic: Firmpatenschaft (Read 1827 times) previous topic - next topic

Firmpatenschaft

Hey ihr Lieben :)

Meine Frage bezieht sich auf das genannte Thema. Meine kleine Cousine hat dieses Jahr ihre Firmung und möchte, dass ich ihre Patenschaft dabei übernehme. Ich bin ganz normal katholisch getauft und nie aus der Kirche ausgetreten, habe mich aber seit meiner PÄ nie mehr mit der Kirche befasst, weil es nie nötig war. Das ändert sich jetzt und ich frage mich, wie genau das ablaufen könnte: Meines Kenntnisstandes nach ändert die Kirche den Namen im Pfarregister (oder wie es auch heißen mag) nicht. Kann ich trotzdem problemlos die Patenschaft übernehmen, hängt das von den jeweiligen Personen ab, oder ist das grundsätzlich ein Problem?
Bzw. gibt es etwas was ich tun kann/muss? Bei meinen Recherchen werd ich nicht recht viel schlauer, vielleicht kennt sich von euch jemand da ein wenig aus. Bevor ich damit zur Kirche gehe möchte ich etwas vorbereitet sein und mich inhaltlich auskennen  ;)

Re: Firmpatenschaft

Reply #1
Hallo Jasmin,

ich bin Taufpatin. Die Taufurkunde kann nicht geändert werden, aber Du kannst in der Gemeinde unter dem neuen Namen geführt werden. Solltest Du nicht extremes Pech mit einem besonders verbohrten Pfarrer haben, werden ein paar erklärende Sätze wohl reichen Dein Aussehen zu erklären. Was da bezüglich Namensnennung in Dokumenten geht weiß ich nicht, ich stehe in der Taufurkunde des Kindes mit dem alten Männernamen drin. Kriegt ja niemand zu sehen außer Familie, die eh meine Vergangenheit kennt. Viele Pfarreien verlangen bei Firmungen auch gar keine Taufurkunde von Paten...

Liebe Grüße,
Michi

Re: Firmpatenschaft

Reply #2
Hey Michi,

vielen Dank, das klingt genau so, wie ich es mir erhofft hatte  :D

Re: Firmpatenschaft

Reply #3
Die evangelische Kirche Niederschlesien Berlin-Brandburg schreibt mich auch mit Mädchennamen an, geht also.

Re: Firmpatenschaft

Reply #4
Korrekt heisst die aber "Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz". Wobei selbst das nur auf der problematischen sächsischen Landesverfassung beruht die von schlesischen Landesteilen spricht wo sie eigentlich oberlausitzer Landesteile meint. Schlesisch war die Oberlausitz nämlich eigentlich nie sondern lediglich mal unter schlesischer Verwaltung und das auch nur in Teilen (1815-1945). Davor war sie mal sächsisch und mal böhmisch und heute ist sie wieder sächsisch. Eine unbequeme Wahrheit für manch Gestrige, Heimatvertriebene und Nazis.

Die Oberlausitzer arbeiten aber gerade dran das ganze in richtige Licht zu rücken und letztes Jahr gab es sogar einen Tag der Oberlausitz auf dem Schlesien mal so gar keine Rolle spielte.
http://oberlausitztag.de/

Re: Firmpatenschaft

Reply #5

Schlesisch war die Oberlausitz nämlich eigentlich nie sondern lediglich mal unter schlesischer Verwaltung und das auch nur in Teilen (1815-1945). Davor war sie mal sächsisch und mal böhmisch und heute ist sie wieder sächsisch. Eine unbequeme Wahrheit für manch Gestrige, Heimatvertriebene und Nazis.


Der Streit um die Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) ist so alt wie das Aussterben der Askanier damals. Sie herrschten auch über die Lausitz. Teile der Oberlausitz haben erfolgreich für Brandenburg (Preußen) nach der Wende optiert, ähnlich die das Amt Neuhaus in Niedersachsen. Man hat sich beim Kaiser in Wien eingeschmeichelt, die protestantischen böhmischen Glaubenbrüdern verraten und zuletzt an Napoleon drangehängt. Das war selbst Sachsen wie Theodor Körner peinlich, auf dem Wiener Kongress wurden dann die Grenzen für Preußen wohlwollend berrichtigt.

Die Oberlausitz war sogar einige Jahre polnisch und später gehörte sie unter August dem Starken zu Sachsen-Polen.

Ost Görlitz und Reichenau gehören heute zur Wojwodschaft Niederschlesien.