Skip to main content
Topic: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY) (Read 6267 times) previous topic - next topic

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #15
Ich vertraue da einer Epilateuse die das jeden Tag mehrere Stunden macht deutlich mehr, als einem Arzt der das entweder selber nur superselten macht und keine Übung/Ahnung hat oder seiner Gehilfin die auch noch vieles anderes nebenher machen muss.
Wie kommen eigentlich die KK auf die Idee, daß das ein Arzt machen muss?
:-) Sarah

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #16
Die Krankenkassen übernehmen gem. den geltenden Gesetzen ausschließlich ärztliche Leistungen.

Aber hier geht es erstmal nicht um Nadelepi, sondern um Laser- bzw. IPL-Epi. Ärzte haben hier den Vorteil, dass sie nicht mit übermäßig gedrosselten Geräten arbeiten müssen. Wenn man aber mitbekommt, in welchem Umfang von Ärzten in Situationen epiliert wird, in denen Lichtepi nicht oder sogar kontraindiziert ist, in welchem Umfang elementarstes Wissen über Haarwachstum in den Wind geschlagen wird, muss man sich schon fragen, was Ärzte (bzw. ihre Mitarbeiterinnen) auch zur Epilation qualifiziert.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #17

Die Krankenkassen übernehmen gem. den geltenden Gesetzen ausschließlich ärztliche Leistungen.

Es ist wohl glaube ich klar, dass die Leistungsübernahme nicht geringer als Selbstübernahme der Kosten angestrebt wird. Aus Sicht der Kundenbrille.

Ein grundsätzliches Problem sehe ich darin, dass allgemein Unterschiede bei Patienten gemacht werden.
Wissen vereinfacht so vieles, hierbei käme vieles in Frage, wie z.B eine Übersetzung von einem Juristen über das geltende Gesetz. Dabei scheint es ja leicht verständlich zu sein?

Ich stelle es mir unheimlich hart vor wenn man im vierstelligen Bereich Kosten für eine Epi aufbringt, und nach wenigen Jahren wächst da wieder das ganze Unkraut im Gesicht.

Vielleicht trauen die Krankenklassen und Gesetzgeber den Ärzten mehr seriöse Behandlungsformen zu, als dem geschulten Kleinunternehmer?
Ob das seine Richtigkeit hat oder nicht, weiß ich nicht. Jedenfalls sind unseriöse Anbieter existent, oder ich täusche mich wie so oftmals. Entschuldigung für meine Unwissenheit.

Ich persönlich finde dich sehr serös, Beate, weil Du sehr genau weißt wie hemmend dieses hartnäckige Unkraut ist. Aber seriös können nicht alle Epi-Anwender sein.


Quote

Aber hier geht es erstmal nicht um Nadelepi, sondern um Laser- bzw. IPL-Epi. Ärzte haben hier den Vorteil, dass sie nicht mit übermäßig gedrosselten Geräten arbeiten müssen. Wenn man aber mitbekommt, in welchem Umfang von Ärzten in Situationen epiliert wird, in denen Lichtepi nicht oder sogar kontraindiziert ist, in welchem Umfang elementarstes Wissen über Haarwachstum in den Wind geschlagen wird, muss man sich schon fragen, was Ärzte (bzw. ihre Mitarbeiterinnen) auch zur Epilation qualifiziert.


Es geht zwar eindeutig um Kosten, aber nüchtern betrachtet, primär um den eigenen Körper und um Steigerung der Lebensqualität.

Geiz ist geil Mentalität ist bei Qualitätsunterschieden nicht korrekt, m.E.
Bei Lebensmitteln ist das nicht anders, wer zahlt bekommt besseres, gesünderes Essen.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #18
Wenn es um Leute geht, die voll im Berufsleben stehen und sich zum Beispiel einen ordentlichen Gebrauchtwagen leisten können, bin ich voll bei Dani: Ehe das Gestrüpp noch drei weitere Jahre im Gesicht wuchert, lieber selber zahlen und dafür das alte Auto was länger fahren. Dann gibt es deutlich mehr Optionen, ich begann auch vor jeglicher Diagnose mit IPL.

Aber es gibt halt auch genug TS in "prekären" Jobs oder ganz ohne Jobs, die nicht mal eben einen vierstelligen Betrag auftreiben können. Auch wenn die erste Ziffer eine 1 oder 2 bleiben sollte, geht das dann schlicht nicht.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #19

Wenn es um Leute geht, die voll im Berufsleben stehen und sich zum Beispiel einen ordentlichen Gebrauchtwagen leisten können, bin ich voll bei Dani: Ehe das Gestrüpp noch drei weitere Jahre im Gesicht wuchert, lieber selber zahlen und dafür das alte Auto was länger fahren. Dann gibt es deutlich mehr Optionen, ich begann auch vor jeglicher Diagnose mit IPL.

Aber es gibt halt auch genug TS in "prekären" Jobs oder ganz ohne Jobs, die nicht mal eben einen vierstelligen Betrag auftreiben können. Auch wenn die erste Ziffer eine 1 oder 2 bleiben sollte, geht das dann schlicht nicht.
Of course, ganz genau!

Dafür sollten Menschen unserer Variation verstehen lernen, auf welche Gesichtspunkte man zur bestmöglichen Epilation (vorzugsweise Bart und Halsansatz) zu achten hat.
Zumindest wäre das mein Vorgehen - das Optimale aus der Situation zu holen.
Damit die Lage dadurch deutlich verbessert wird, und nicht stagniert oder fatale Folgen hätte.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #20


Die Krankenkassen übernehmen gem. den geltenden Gesetzen ausschließlich ärztliche Leistungen.

Es ist wohl glaube ich klar, dass die Leistungsübernahme nicht geringer als Selbstübernahme der Kosten angestrebt wird. Aus Sicht der Kundenbrille.


Schon. Aber tun wir uns nicht einen Gefallen, wenn wir die Dinge nicht so gut es geht auseinanderhalten?

Also: die (weitgehende) Beschränkung der Leistungspflicht der Kassen auf Vetragsärzte dient natürlich vor allem dazu, Anbieter fragwürdiger Heilmethoden außen vor zu lassen. Und in zweiter Linie schützt sie natürlich den Berufsstand zumindest in Teilbereichen der Medizin vor unliebsamer Konkurrenz durch z.B. Heilpraktiker. Gesetztlich geregelte Ausnahmen gibt es glücklicherweise auch, beispielsweise für Psychotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und noch ein paar weitere Berufe.
Insgesamt sicherlich ein Beitrag zur Qualitätssicherung und somit im Grundsatz sehr begrüßenswert.

Jetzt zur Haarentfernung: hier gibt es beides - medizinische Notwendigkeit und kosmetisches Privatvergnügen, und natürlich kann man da im Einzelfall auch gut über die Abgrenzung streiten. Aber im Grundsatz ist auch das so nachvollziehbar.
Diese Situation wird natürlich immer wieder von den Kassen ausgenutzt, um aus der Leistungspflicht auszusteigen. Betroffen sind da übrigens vor allem die Bio-Frauen mit mehr oder weniger stark ausgeprägtem behandlungsbedürftigem Hirsutismus - und das sind weitaus mehr Fälle als wir paar TS-Frauen. Für die ist es im Unterschied zu uns so gut wie aussichtslos, überhaupt nur eine Indikation zu erhalten.


[quote[Ein grundsätzliches Problem sehe ich darin, dass allgemein Unterschiede bei Patienten gemacht werden.[/quote]

Ja, aber Fairness und Solidarität werden innerhalb dieser Gesellschaft nach wie vor zurückgefahren.

Quote
Wissen vereinfacht so vieles, hierbei käme vieles in Frage, wie z.B eine Übersetzung von einem Juristen über das geltende Gesetz. Dabei scheint es ja leicht verständlich zu sein?


Das SGB ist in diesen Passagen sehr unmittelbar nachvollziehbar.

Quote
Ich stelle es mir unheimlich hart vor wenn man im vierstelligen Bereich Kosten für eine Epi aufbringt, und nach wenigen Jahren wächst da wieder das ganze Unkraut im Gesicht.


Nach meiner persönlichen Einschätzung geben die meisten frustriert auf, weil ihre Budgets aufgebraucht sind. Und nochmal - es geht hier nicht in erster Linie um Trans-Menschen.

Quote
Vielleicht trauen die Krankenklassen und Gesetzgeber den Ärzten mehr seriöse Behandlungsformen zu, als dem geschulten Kleinunternehmer?


Es geht hier nicht um Zutrauen. Überdies kann man Epilieren nur durch Erfahrung lernen, und man kann nur gut werden, wenn man das auch wirklich *will*.  Da ich ziemlich viel in Hairtell lese, bekomme ich ein Gefühl dafür, dass auch eine vergleichsweise aufwendige Schulung und Zertifizierung keineswegs Qualität sicherstellt, und dass etliche der Top-Anbieter im Bereich der Nadelepilation eben gerade keine aufwendige Ausbilung haben, sondern nur vom Ehrgeiz getrieben sind, mit der Zeit immer besser zu werden.

Von daher kann ich bis zu einem gewissen Grad sogar nachvollziehen, warum Krankenkassen zögern, mit Elektrologistinnen zusammenzuarbeiten. Obwohl es insofern missbräuchlich ist, dass man dort genau weiß, in welch vernachlässigbarem Umfang und mit welcher Qualität in Arztpraxen Nadelepi angewendet wird - die bessere Leistung der Elektrologistinnen wird niemals im Grundsatz in Frage gestellt.

Soviel dazu. Hier ging es aber vor allem um die Lichtepilation. Die ist kein anerkanntes Heilverfahren und daher auch dann nicht in der Leistungspflicht der Kassen, wenn eine Indikation vorliegt. Angesichts der verfahrensinhärenten Limitierungen der Photoepilation ist das auch sehr gut nachvollziehbar. Oder soll man erwarten, dass die Kassen (und damit die Allgemeinheit) Geld für einen Haarentfernung aufwendet, wenn diese nicht permanent ist und oft genug auch gar nicht erst erzielt wird?

Anforderung an die Anbieter ist da natürlich immer, dass sie permanente Ergebnisse erzielen und das auch auf effektive Weise erreichen wollen. Aus Patientensicht zuallererst mal eine moralische Anforderung.

Soweit zur Haarentfernung mit medizinischer Indikation.

Ein ganz anderes Thema ist die Schönheitsindustrie. Da haben nicht zuletzt Dermatologen ein einträgliches Betätigungsfeld entdeckt, mit einem Schwerpunkt auf kosmetische Haarentfernung. Vollkommen außerhalb jeder medizinischen Indikation. Da stehen dann Ärzte in unmittelbarer Konkurrenz zu anderen Anbietern, und zwar in gewerblicher Konkurrenz.

Quote
Jedenfalls sind unseriöse Anbieter existent, oder ich täusche mich wie so oftmals. Entschuldigung für meine Unwissenheit.


Und da darf man von den Ärzten die gleiche Seriosität erwarten wie bei allen anderen gewerblichen Dienstleistern auch. Als solche agieren sie da nämlich, und vor allem auf diesen Bereich bezog sich mein Einwand zu Daphne. Wenn eine Frau mit oder auch ohne T*-Hintergrund ohne Vorliegen einer *konkreten* medizinischen Indikation, die auf einer Diagnose beruht, Haare entfernen lässt, nimmt sie keine ärztliche, sondern eine kosmetische Leistung in Anspruch.


Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #21
Auf jeden Fall kämen Werbebanner einer jeweils Erfahrenen-Elektrologistin mit entsprechendem Inhalt nicht kontraproduktiv.

Besser noch wäre ein überzeugendes Konzept für die Krankenkassen, wobei gilt, auf Masse mit "Qualitätssiegeltest" zu setzen, um Grundsatzentscheidungen nach bestem Gewissen treffen zu können. Und da sind die Elektrologistinnen und Elektrologisten am Zuge, wobei sich mir die Möglichkeiten nicht erschließen, die ein Umdenken für einige oder gar alle Kassen fördern.

Ich hoffe meine Idee ist verständlich geworden, und hoffentlich mit der Möglichkeit verknüpft auf Kompromiss zu kommen. Holla die Waldfee.

"I am just a dreamer"

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #22
Da gibt es ein paar Hindernisse. Z.B. die Schwerpunkte der beiden existierenden Berufsverbände. Was hab ich mir da schon den Mund fusselig geredet.

Zum anderen schriebst du ja selbst sehr treffend, dass die Kassen aus der Leistung am liebsten ganz aussteigen würden. Da kommt doch die momentane Situation wie gerufen.

Mit Werbung sollte ich mich hier besser zurückhalten - passt nicht gut zu meiner Rolle hier im Forum, und mein Job sollte hinreichend bekannt sein. Keine so ganz einfache Gratwanderung, weiterhin aus Überzeugung wie bereits vor Aufnahme meines Geschäfts über Haarentfernung zu reden und insgesamt glaubwürdig zu bleiben.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #23

Da gibt es ein paar Hindernisse. Z.B. die Schwerpunkte der beiden existierenden Berufsverbände. Was hab ich mir da schon den Mund fusselig geredet.
Kann man kein Konzept erstellen, das einigen Krankenkassen gefallen könnte, ohne um Erlaubnis zu bitten? Ich meine nämlich, dass so eine Kassn-Holding ganz andere Macht inne hat, um auf wie die von Dir erwähnten Verbände einzuwirken . Sonst erfindet man halt eine neue Berufsbezeichnung, oder so... Wenn es zur langwierigen Verbesserung beiträgt, sollte man sich dieser Prozedur auch gemeinschaftlich annehmen.
Wir haben bei dem Thema offensichtlich Aufholbedarf.

Quote

Zum anderen schriebst du ja selbst sehr treffend, dass die Kassen aus der Leistung am liebsten ganz aussteigen würden. Da kommt doch die momentane Situation wie gerufen.
Diese überregulierte, bürokratisierte und für mich uneindeutige?


Quote

Mit Werbung sollte ich mich hier besser zurückhalten - passt nicht gut zu meiner Rolle hier im Forum, und mein Job sollte hinreichend bekannt sein. Keine so ganz einfache Gratwanderung, weiterhin aus Überzeugung wie bereits vor Aufnahme meines Geschäfts über Haarentfernung zu reden und insgesamt glaubwürdig zu bleiben.
Ich finde dein Engagment gut, deine Reputation kennst Du besser.

Werbung macht nicht unbedingt unglaubwürdig - auf das Produkt oder die Dienstleistung kommt es schlussendlich an, meine ich.
Und wenn man in seiner Freizeit ein Forum reaktiviert, als auch administriert kann man doch sein Projekt anbieten, ohne sein Ehrenamt zu verletzen. Ganz im Gegenteil, menno, ist es nicht für Menschen unserer Variation ganz und gar zutreffend?


Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #24
Also mal ne Nebenfrage ein paar Haare können "zarter" oder heller werden, Barthaare müssen entfernt werden gehen nicht von alleine!
Aber wie ist das mit weiterer verborgener unter der Kleidung liegender Körperbehaarung also z.B. mit Brustbehaarung?
Stelle ich mir irgendwie gerade alles Problematisch vor wird da gezahlt oder komplett auf eigene Rechnung ???

Außerdem kompliziert je nach Methode da eine ja z.B. nach und nach empfindlicher wird in diesem Bereich wenn man sich dann für den Weg über die Hormone entscheidet  :-[

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #25
Mir ist nichts von einer Kostenübernahme durch die Kassen bekannt.

In vielen Fällen ist der Aufwand allerdings überschaubar.

Mit etwas Glück, und wenn der Haarwuchs noch jung ist gehen die Haare durch die HrT zurück. Bei mir z.B. auf dem Rücken.

Was die Empfindlichkeit anlangt: sooo schlimm ist es am Körper meist nicht.

Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #26


da eine ja z.B. nach und nach empfindlicher wird in diesem Bereich wenn man sich dann für den Weg über die Hormone entscheidet  :-[



Du meinst die Haut der Brüste wird empfindlicher? Nö. Anfänglich sind die Brustwarzen ziemlich aufgeregt, und im Lauf der Zeit wächst da was. Ich find die Pölsterchen sind empfindlicher auf  spitze Ellbogen, den Riemen der Handtasche oder Türstockkanten, als vorher.  Vorher waren sie ja nicht da, also auch nicht empfindsam. Die Haut selber... da hat sich zumindest bei mir nichts geändert. Ich hab vorher schon gejodelt wenn sie [jungeohrenschutz]XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX[\jungeohrenschutz] hat.


Re: Laser vs Epilatoren vs Rasierer (DIY)

Reply #28
Wosde Recht hast hasde Recht.