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Topic: Genderqueer am Arbeitsplatz (Read 20619 times) previous topic - next topic

Genderqueer am Arbeitsplatz

Letzte Woche bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen. Jacob Tobia beschreibt, warum er weiblich gestylt an die Arbeit geht. Der Artikel hat mir so gut gefallen, dass ich ihn übersetzt und mit eigenen Anmerkungen ergänzt habe.
http://www.julaonline.de/queeranderarbeit.htm

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #1
Danke Jula

Ich finde den Link supper, denn genau mit dem Problem habe zu kämpfen.

LG. Tilly


Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #3
tscha, da sitz ich nun. Die Keule Professionalität wird überall geschwungen, und ich denke, dass ich persönlich da durchaus auf einem schmaen Grat wandern werde.

Nein, so wie auf dem Bild gehts gar nicht.

Ich stör mich persönlich am "Drei-Tage-Bart". Der alleine ist im beruflichen Umfeld unprofessionell, ganz egal zu welchem Outfit man ihn trägt. Der ist ein eindeutiges Signal dass man(n) ganz bewusst den persönlichen Ausdruck vor die Konventionen stellt. Das man Anzug und Krawatte trägt, weil man muss, man aber eigentlich ein richtiger Draufgänger sei, dem die Konventionen scheissegal sind, und damit auch das Gegenüber, das den Konventionen eventuell doch großen Wert beimisst. Da man es aber nicht konsequent durchzieht, weil man dazu doch den Anzug trägt, ist das auch ein Ausdruck von Feigheit. So eine halbe Sache. Das nun zum Drei-Tage-Bart, für sich allein.

Conchita ist Provokation wegen des Barts. Es ist Showbusiness, und muss auch so gewertet werden. Auffallen um jeden Preis, lieber schlechte Presse als gar keine Presse.

Jacob nimmt gender-expression für sich in Anspruch.  Fein, steht ihm auch zu, sprech ich ihm nicht ab. Ich versuch jetzt zu verstehen was er ausdrücken will, als was er wahrgenommen werden will. Und tu mich schwer, denn unrasiert wie auf dem Bild, seh ich einen Mann in Frauenkleidern. Das mag Ausdruck der Identität sein, und damit legitim. Wegen des Barts aber reduziert sich das Bild nur auf Kleidung. Auf, wie ich dem Text entnehme, Kleidung, die sich grade noch innerhalb der Grenzen bewegt, innerhalb derer sich Frauen bewegen, die wegen ihres fachlichen Könnens, nicht wegen der Attraktivität ihres Körpers geschätzt werden wollen. Also ein Gesamtbild, das in akzeptablen Grenzen Attraktivität bieten will, die Weiblichkeit unterstreicht. Dazu dann aber der Bart. Der unterstreicht den wilden Mann.

Das wirkt, siehe Conchita, wie eine Provokation. Jemand der das Vehikel "Gender" benutzt, um sein ganz eigenes Ding zu drehen. Und weil es nicht stimmig ist, irgendwie zu viel ist, trifft dann das Allerweltsargument Professionalität.

edit: ich hab eben den Originalartikel geklickt... Jetzt muss ich mich wirklich für meine verbohrte Bipolarität entschuldigen. Denn als ich das Bild dort sah, dacht ich "es kommt auch noch schlimmer, als man es je befürchten wollte." Und genau das hätte ich auch vor 10 Jahren schon gedacht.

Jula, du hast recht. Jacob kann sich ausdrücken, er kann die ganzen Register seiner Ausbildung ziehen. Das macht seine Argumentation in der Sache valide, nicht aber in der persönlichen Situation.

Jula, du hast recht. Jakob kann sich ausdrücken. Er kann die ganzen Register seines Studiums ziehen. Das machts




Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #4
Ich hatte nie damit Probleme "Genderqueer" zu erscheinen und wisst ihr was ich hab es Monate lang gemacht. Tja das "Herr" blieb trotzdem und es tat mir in der Seele weh. Erst jetzt hat es sich geändert weil ich dafür gekämpft habe.
Ich finde unserer Gesellschaft ist was diesen Normen angeht, viel weiter als wir es denken. Niemand regt sich darüber auf wenn sich ein Mensch pircen lässt. Man kann auch Fingernägel als Mann lackieren, na und? Ist den Leuten echt egal, sie schmunzeln höchstens weil sie sehen dass es ein besonderer Mensch ist. Alles was man für sowas heutzutage braucht ist Selbstsicherheit.

Nur was bleibt gerade für Menschen wie mich, ist die fehlende Akzeptanz, dass man eben kein Kerl ist und auch nicht so bleiben möchte wie man gerade ist. Das finde ich ist doch wohl die eigentliche Baustelle.

EIn Mann im Kleid, tja so besonders ist es für die Menschen nicht mehr, zumindest in meiner Gegend ist es enttäuschend nett, solange sich keiner Umstellen und ernst nehmen muss, dann fangen die "Probleme" an.

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #5

... ist es enttäuschend nett, solange sich keiner Umstellen und ernst nehmen muss, dann fangen die "Probleme" an.


Tja, ich will, und muss aber ernst genommen werden, sonst werde ich meinen Job nicht machen können.

Dabei hilft mir nur, mich soweit möglich, und wenn nicht möglich, dann zumindest den erkennbaren Versuch dazu zu machen, einer Norm von "Weblichkeit", "Professionalität" und ausgestrahlter Kompetenz zu entsprechen.

Noch bin ich der Meinung, das mir Zero-Stealth dabei helfen wird, da ich die Transition am Arbeitsplatz im kompletten Umfeld durchziehen werde, mit allen alten Kontakten, Projektlisten und Zuständigkeiten. Meine Vergangenheit wird immer bekannt sein. Ich werd es mir leisten können "unmännliche und männliche Kompetenzen" gleichzeitig zu haben, die rein "weibliche" Schiene meiner CIS.Koleginnen brauch ich nicht fahren. Das wird nicht funktionieren, und spätestens dann, wenn mal ein alter Kontakt den "Weisst Du denn nicht dass der mal ein Mann war?" Spruch ablässt, nach hinten losgehen. Ich bin in der Substanz für immer genderqueer, also werd ich mich nach Möglichkeit anstrengen, diesen optischen Eindruck zu vermeiden.

Daraus ergíbt sich zum einen ein besonders hoher Anspruch , und bei Nichterfüllung ein automatischer Absetzreflex, wenn jemand bewusst mit der genderqueeren Optik spielt. Wer's nicht kann, soll üben, wer nicht weiß was er tut, soll es halt lassen.

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #6
Die meisten, die während des Studiums rumgetranst haben, werden bei ihrer ersten Anstellung wieder "normal". Dann folgt auch Kurzhaarfrisur, weil durchöhterte Langhaarfrisur mit Glatze doof aussieht.

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #7

Die meisten, die während des Studiums rumgetranst haben, werden bei ihrer ersten Anstellung wieder "normal". Dann folgt auch Kurzhaarfrisur, weil durchöhterte Langhaarfrisur mit Glatze doof aussieht.


Das ist dann doch kein Rumgetranse sondern Lifestile, klar können die dann eben auch mal wieder zu Buisnessmenschen werden. Mit uns hat das aber wahrlich nichts am Hut. :D

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #8


... ist es enttäuschend nett, solange sich keiner Umstellen und ernst nehmen muss, dann fangen die "Probleme" an.


Tja, ich will, und muss aber ernst genommen werden, sonst werde ich meinen Job nicht machen können.


Eben, aber auch weil wir doch erst garnicht Genderqueer sein wollen, sondern vollwertig Akzeptiert als Frau oder Mann, oder nicht?

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Dabei hilft mir nur, mich soweit möglich, und wenn nicht möglich, dann zumindest den erkennbaren Versuch dazu zu machen, einer Norm von "Weblichkeit", "Professionalität" und ausgestrahlter Kompetenz zu entsprechen.


Wichtig ist dass man sowas für sich macht und man nicht extrem Weiblich sein will nur damit es andere bemerken. Man muss sich selber sein, alles andere wirkt nur gekünstelt.  ;)

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Noch bin ich der Meinung, das mir Zero-Stealth dabei helfen wird, da ich die Transition am Arbeitsplatz im kompletten Umfeld durchziehen werde, mit allen alten Kontakten, Projektlisten und Zuständigkeiten. Meine Vergangenheit wird immer bekannt sein. Ich werd es mir leisten können "unmännliche und männliche Kompetenzen" gleichzeitig zu haben, die rein "weibliche" Schiene meiner CIS.Koleginnen brauch ich nicht fahren. Das wird nicht funktionieren, und spätestens dann, wenn mal ein alter Kontakt den "Weisst Du denn nicht dass der mal ein Mann war?" Spruch ablässt, nach hinten losgehen. Ich bin in der Substanz für immer genderqueer, also werd ich mich nach Möglichkeit anstrengen, diesen optischen Eindruck zu vermeiden.


Weißt du, man muss es trotzdem nicht jeden Sagen, ich zumindest mache es nicht. Wenn es dann auffällt oder wer sagt, tja dann ist es so, dennoch brauche ich es niemanden ständig reinreden oder jeder Person erzählen dass ich Transsexuell wäre. Mir tut es sogar gut einfach nicht darüber reden zu müssen und die normale Frau zu sein, egal was die Leute tatsächlich denken mögen. Ich habe auch in meiner Arbeitsstelle derzeit die Umstellung durchgebracht und ich werde auch noch lange dort arbeiten, aber ich werde die Frau sein und auch für neue Kollegen, wenn sie es dann erfahren, man dann haben sie das halt aber das Thema wird schnell vom Tisch sein. Ich habe auch deshalb keine Bilder mehr von mir in den Foren, weil ich es einfach nicht mehr brauche.
Ich fühle mich bei allen gut was ein normales Leben irgendwie enspricht und sei es dass es für die Leute nicht sofort offensichtlich ist.

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Daraus ergíbt sich zum einen ein besonders hoher Anspruch , und bei Nichterfüllung ein automatischer Absetzreflex, wenn jemand bewusst mit der genderqueeren Optik spielt. Wer's nicht kann, soll üben, wer nicht weiß was er tut, soll es halt lassen.


Ich sehe mich definitiv nicht als Genderqueer, musste aber auf der Arbeit nunmal einen Übergang machen und wollte bestimmte Klarmotten einfach nicht mehr anziehen und vorallen irgendwie auch das ganze mit großen Schritten durchbringen. Hat zum Glück prima funktioniert letztendlich. :)

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #9

...
Noch bin ich der Meinung, das mir Zero-Stealth dabei helfen wird, da ich die Transition am Arbeitsplatz im kompletten Umfeld durchziehen werde, mit allen alten Kontakten, Projektlisten und Zuständigkeiten. Meine Vergangenheit wird immer bekannt sein. Ich werd es mir leisten können "unmännliche und männliche Kompetenzen" gleichzeitig zu haben, die rein "weibliche" Schiene meiner CIS.Koleginnen brauch ich nicht fahren. Das wird nicht funktionieren, und spätestens dann, wenn mal ein alter Kontakt den "Weisst Du denn nicht dass der mal ein Mann war?" Spruch ablässt, nach hinten losgehen. Ich bin in der Substanz für immer genderqueer, also werd ich mich nach Möglichkeit anstrengen, diesen optischen Eindruck zu vermeiden.



Genau so ähnlich hab ich das auch durchgezogen. Das ganze verteilt über einige Jahre. Die letzten 3 Jahre davon bis ich die gerichtliche Namensänderung zu Ende hatte dann so offensichtlich, daß es fast alle Menschen in meiner Umgebung bemerkt hatten. Nur ein paar ganz wenige bringen es noch fertig, das zu "übersehen". Und dann noch die notorischen Bürokraten (2010 war PÄ ohne OP noch nicht möglich) und die böswilligen Ideologen, die es praktisch zu boykottieren versuchen.



... Wer's nicht kann, soll üben, wer nicht weiß was er tut, soll es halt lassen.


Ganz genau!


@ Kaylee:

Du solltest vlt mit dem Wörtchen "wir" klein bisserl vorsichtiger umgehen.

Ansonsten kann ich auch deine Ausführungen größtenteils bestätigen.
Lediglich die zahlreichen Bilder in Foren und an anderen Stellen des weltweiten Netzes sind bei mir noch fast alle drin. Ist mir zu blöd alles zu löschen (was wahrscheinl eh nicht vollständig gehen würde) und stört mich nicht.


liebe grüße
triona





Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #10

@ Kaylee:

Du solltest vlt mit dem Wörtchen "wir" klein bisserl vorsichtiger umgehen.

Ansonsten kann ich auch deine Ausführungen größtenteils bestätigen.
Lediglich die zahlreichen Bilder in Foren und an anderen Stellen des weltweiten Netzes sind bei mir noch fast alle drin. Ist mir zu blöd alles zu löschen (was wahrscheinl eh nicht vollständig gehen würde) und stört mich nicht.


liebe grüße
triona


Geb zu manchmal formuliere ich was einseitig, aber gut dass du es nicht so verstanden hast.  :D

Dass ich meine Bilder gelöscht hab, war eher ein eigener Schritt, braucht wahrlich niemand nachmachen. Ich kenne genügend Menschen die es anders handhaben und muss auch sagen, dass es dadurch durchaus persönlicher ist. In Facebook gibt es nun genügend Bilder von mir und wird es aufjedenfall auch geben und wenn ich mit Leuten schreibe, zeige ich auch gerne wie ich aussehe. ;)
Vorher fande ich es auch wichtig irgendwie annerkannt zu werden und brauchte auch Bilder von mir im Forum, gerade weil ich mich nirgendswo sonst getraut hätte sie reinzustellen. Also wollte jetzt echt nichts dagegen schreiben. :)

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #11


Das ganze verteilt über einige Jahre.



Das wird bei mir nicht hinhauen. Ich kann mir im Job den Übergang nicht leisten, das wird ein brutaler Cut. Ich hab ja seit 11 Jahren Praxis, Michaela macht jetzt alles, wozu Michael nicht im Anzug beim Kunden auftauchen muss. Ich hab nen Nachbarn, der ist früher erschrocken wenn ihm Michaela begegnet ist, Jetzt erschrickt er wenn ihm Michael entgegen kommt. 

Der Plan ist... (ich hatt es schon getippt, aber ich bin da abergläubisch. ich wills ned verschreien, sonder werd berichten wenns rum ist.)



liebe grüße
triona


Wenn mich Dein Dudelsack nicht so abschrecken würde... und das Erzgebirge für mich nicht so weit im Finstern wäre... würd ich mir die mal persönlich abholen kommen.

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #12
... Nein, so wie auf dem Bild gehts gar nicht. 


Doch, das geht! Genauso wie das auf dem Bild zu sehen ist geht es! Das beweist das Bild und die bloße Existenz von Jacob. Dass Dir das nicht gefällt, ist Deine ganz eigene Einstellung, auf die Du ein Recht hast und die ich Dir keinesfalls absprechen will. Aber in der absoluten, verdammenden Ausdrucksweise dieses Satzes sehe ich ein großes Problem. Denn mit dieser Ausdrucksweise widersprichst Du Dir doch selbst, wenn Du weiter unten behauptest
Quote
Jacob nimmt gender-expression für sich in Anspruch.  Fein, steht ihm auch zu, sprech ich ihm nicht ab. ...

Denn zu sagen "nein, so geht das garnicht" ist doch nichts anderes als ihm die Existenzberechtigung abzusprechen, genauso zu sein wie er leben und auftreten will.

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Ich stör mich persönlich am "Drei-Tage-Bart". Der alleine ist im beruflichen Umfeld unprofessionell, ganz egal zu welchem Outfit man ihn trägt.
Das sehe ich nun ganz anders und frage mich wo Du denn lebst? Ein Drei-Tage-Bart als solcher ist doch in sehr vielen Bereichen, auch beruflichen, heutzutage überhaupt kein Problem mehr - solange er von einem eindeutigen Mann getragen wird. Zum Problem wird er offensichtlich erst, wenn dieses eindeutig männliche Attribut mit weiblichen kombiniert wird. Wenn ich zu einer offiziellen Behördenbesprechung mit Drei-Tage-Bart gehe, beeiträchtigt das meine Akzeptanz und mein Durchsetzugnsvermögen in keinster Form, wenn ich aber anstelle der Hose einen Rock anziehen würde oder in meinem glatt rasierten Gesicht Kayal oder gar Lippenstift unübersehbar wäre, dann könnte ich alles was ich erreichen möchte doch gleich vergessen.

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Conchita ist Provokation wegen des Barts. ...
Und auch dieser Bart ist als solcher eigentlich doch überhaupt keine Provokation, wenn er denn nicht von dieser "Frau" so offensichtlich uns sogar stolz zur Schau gestellt würde.

Erst die selbstbewußte Kombination von Weiblichkeit und Männlichkeit in einer Person wird zum Problem. Und genau um dieses Problem geht es doch in Julas Artikel. Und mit Deinem abwertenden Statements unterstreichst Du nach meiner Wahrnehmung doch selber, wie Recht Jacob offensichtlich hat: Sobald wir das was wir sind nicht mehr hinter scheinbarer Eindeutigkeit verbergen werden wir anrüchig, unprofesionell oder sogar pervers. Denn selbst für uns selber, deren eigentliches Wesensmerkmal genau diese so suspekte Kombination von Männlichem mit Weiblichem ist, scheint genau das häufig ein absolutes no-go zu sein.

Machen wir uns damit im Grunde nicht selber zu einem no-go?

Muss wirklich eine unserer Seiten "gerade" gebogen werden, damit wir zu akzeptablen Menschen werden?

Oder sind wir inzwischen stark genug und unsere Gesellschaft weit genung, dass wir das was wir sind immer freier leben können: Wesen deren kürperliche und seelische Eigenschaften unterschiedlichen Polen zugehören.

Jacobs Beispiel macht mir mehr Mut als manche Beiträge hier.

Auch wenn ich eingestehen muss, dass die Ästhetik auch für mich noch recht gewöhnungsbedürftig ist. Aber gerade Ästhetik ist wandelbar, das beweist ein Blick auf die Mode der letzten Jahrzehnte

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #13
Muss ganz ehrlich sagen, finde die meisten bekannteren Genderqueerleute und auch die Figur Chonchita Wurst einfach grässlich, nicht weil es Genderqueer ist, sondern weil es einfach nicht passt. Dabei gibt es viele sehr viele Androgene Personen die sich vernünftig Stylen und auch vernünftig kombiniert anziehen können, fallen dann leider aber auch nicht so auf.  ::)

Re: Genderqueer am Arbeitsplatz

Reply #14

... Dabei gibt es viele sehr viele Androgene Personen die sich vernünftig Stylen und auch vernünftig kombiniert anziehen können, fallen dann leider aber auch nicht so auf.  ::)

Dann zeig doch ein paar gelungene Beispiele (außer Anrdreja /Andrej Pejic), denn ich finde es sehr wichtig hier eine ansprechende Ästhetik zu entwickeln. Das ist meines Erachtens für die Akzeptanz sehr wichtig. Da können gelungene Beispiele sehr hilfreich sein. Bei jungen Menschen finde ich das noch relativ gut machbar, aber je älter, desto schwieriger wird es. Selbst bei David Bowie wurde sein androgynes Auftreten mit zunehmendem Alter immer seltener.

Eine andere Frage ist, ob genderquer vielleicht nur deshalb als so unästhetisch empfundn wird, weil es Tabus sprengt und gerade mächtige Tabus oft durch tief verankerte ästhetische Normen geschützt sind.

Wie oben schon geschrieben: Viele Fragen der Schönheit sind eine Frage der Gewohnheit.