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Topic: Neuer Provider (Read 4885 times) previous topic - next topic

Re: Neuer Provider

Reply #15
@Tri,

wenn Du jetzt mit Modem oder über ISDN ins Netz gingest, wäre das keine Überraschung. So hat das wohl eher mit der Struktur des Netzes der Telekomiker in Eurer Region zu tun...

Re: Neuer Provider

Reply #16
Aha, da läuft ja einiges nicht ganz rund.  :D

Hier zb in meiner Wohnung haben sie DSL 6000.
Im Betrieb (~ 1 km entfernt, selbes Ortsnetz) bloß DSL 1000.


tri

Re: Neuer Provider

Reply #17
Stimmt schon, Beate. Die im Adressbereich 255.255.255.254 verfügbaren Knoten reichen längst nicht mehr aus für alle Computer dieser Welt. Eine Firma hat nach außen vielleicht nur ein halbes Dutzend feste IP-Adressen, nutzt intern aber einen wesentlich größeren Adressraum. Weil der meiste Datenverkehr aber eh intern stattfindet, macht das nichts aus.

Re: Neuer Provider

Reply #18

Hier zb in meiner Wohnung haben sie DSL 6000.
Im Betrieb (~ 1 km entfernt, selbes Ortsnetz) bloß DSL 1000.


Das bedeutet wohl, dass die DSL-Endstelle in der Nähe Deiner Wohnung ist. Bis zur Firma ist der Weg dann entsprechend länger und vermutlich um ein paar zusätzliche Ecken rum - daher sind die Verluste dann so hoch, dass nur noch DSL 1000 funktioniert. Bei mir im Hochhaus läuft auch nur DSL 1000 bis 2000 störungsfrei. Dabei gehörte ich noch zu den Privilegierteren. Meistens klappte sogar DSL6000, obwohl die Leitung das gar nicht hätte können sollen. Aber die Telekomiker hatten ihre Gegenstelle nicht im Griff - sie schmierte so oft über mehrere Tage ab, dass ich die nächste beste Gelegenheit (eine Änderungskündigung zu meinen Ungunsten - DSL 2000 zum Mehrpreis gegenüber DSL 6000) beim Schopfe nahm und mit außerordentlicher Kündigung zur frisch etablierten Kabelnetz-Konkurrenz wechselte.

Re: Neuer Provider

Reply #19

Stimmt schon, Beate. Die im Adressbereich 255.255.255.254 verfügbaren Knoten reichen längst nicht mehr aus für alle Computer dieser Welt. Eine Firma hat nach außen vielleicht nur ein halbes Dutzend feste IP-Adressen, nutzt intern aber einen wesentlich größeren Adressraum. Weil der meiste Datenverkehr aber eh intern stattfindet, macht das nichts aus.


Hallöchen:

Genau das habe ich versucht hier zu schreiben. So läuft das nämlich auch im Internet. Jeder Rechner ist mit einer festen Adresse gekoppelt (Ergibt sich aus deiner Zugangskennung). Damit ist deinn Rechner im Netz Identifiziert. Wenn du online bist, bekommt er eine zusätzliche "Arbeitsadresse".
Im Netz wird über die "festen" Adressen kommuniziert, wobei über die "variablen" Adressen dein Rechner im Netz die momentane Kommunikation laufen lässt. Diese wird dir vom nächstgelegenen Rechnerknoten zugewiesen (wie schon mal geschrieben).

Unsere Netzwewrkspezialisten mögen mir diese banale Erklärung bitte nachsehen.

Rafaela

Re: Neuer Provider

Reply #20
Huhu Ihr

Das Problem an der ganzen Sache ist, das ein normaler Endnutzer bzw. Laie kaum die Möglichkeiten hat seine PC (heißt glaub ich MAC-Adresse sowas wie der Fingerabdruck des PCs) zu maskieren. Auch die angesprochenen Umleitungsdienste und diversen Programme nützen nur bedingt etwas. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie erschreckend einfach es mittlerweile geworden ist, Computer zu hacken oder nur aufzuspüren. Dazu braucht man noch nicht mal mehr Profi Hacker sein. Selbst eine WPA2 Verschlüsselung ist mit etwas Know How kein Hindernis mehr. Die einzig wirklich sichere Methode heutzutage heißt, Stecker ziehen oder gar nicht erst einwählen  ;)

LG Selena  

Re: Neuer Provider

Reply #21

Die einzig wirklich sichere Methode heutzutage heißt, Stecker ziehen oder gar nicht erst einwählen  ;)


Das dachte ich mir irgrendwie schon.

Aber für das Gehacke und für wirkungsvolle Verfolgung bin ich wohl eh zu blond.
Mit dem Zeug kann ich nicht wirklich umgehen.
Steh halt immer mal wieder davor wie die Sau vorm Uhrwerk und wundere mich über das eine oder andere.
Ich frage mich nur, wie andere das machen, daß sie einzelne Rechner genau verorten und identifizieren können.
Ich schaff es ja nicht mal bei meinem eigenen.

Ach ja, und wenn bei der Telekom bisweilen in Stuttgart der "nächstgelegene" Einwahlknoten für Aue / Sachsen ist (~400 km weg), dann wundert mich auch nix mehr, warum die Verbindungen bisweilen so schwach sind, daß kaum mehr was funktioniert.
Wenn die schon einen Leistungsverlust von über 80% haben, wenn ein Standort nur 1 km weiter von einer DSL-Endstelle entfernt ist.
Dabei haben die erst vor vlt 2 oder 3 Jahren das ganze Zeug hier nagelneu aufgebaut.
Vorher war da gar nix, was wirklich lief.
Wer weiß schon, was für ein korruptes Ding da mal wieder abgelaufen ist.
Genauso wie vor gut 20 Jahren, als der damalige Bundespostminister Schwarz-Schilling (seine Frau besaß eine Kabelfabrik) noch schnell für Milliarden Steuergelder in der ganzen Republik in ihrern damaligen  Ausmaßen überall Kupferkabel vergraben ließ, die dann niemand mehr brauchte, weil deie Technik schon bei Auftragsvergabe völlig überholt war.
Oder der ganze Zirkus mit ISDN vs DSL vor ein paar Jahren.


liebe grüße
triona

Re: Neuer Provider

Reply #22


Die einzig wirklich sichere Methode heutzutage heißt, Stecker ziehen oder gar nicht erst einwählen  ;)


Das dachte ich mir irgrendwie schon.

Aber für das Gehacke und für wirkungsvolle Verfolgung bin ich wohl eh zu blond.
Mit dem Zeug kann ich nicht wirklich umgehen.
Steh halt immer mal wieder davor wie die Sau vorm Uhrwerk und wundere mich über das eine oder andere.
Ich frage mich nur, wie andere das machen, daß sie einzelne Rechner genau verorten und identifizieren können.
Ich schaff es ja nicht mal bei meinem eigenen.

liebe grüße
triona


Soweit mein gefährliches Halbwissen reicht, kommt es nur darauf an, einen offenen Port zu finden und die Datenpakete abzufangen die jeder Rechner sendet um mit dem WWW zu kommunizieren. Bei jedem Klick im Web werden mittlerweile soviele Daten gesendet und angefordert, das eine passende Software innerhalb von wenigen Minuten quasi einen Tunel gebohrt hat und der Weg zum Rechner frei ist, zumal eine Firewall da schon etwas Schutz bietet, aber wenn es einer wirklich drauf anlegt, ist auch das kein Hindernis. Noch einfacher wirds, wenn man schon irgendwelche Spysoftware auf dem Rechner hat. Sind dann meistens nützliche kleine Programme wie Audio Converter oder etwas in der Art. Ein bisschen mehr Sicherheit bietet noch Linux, da es die meisten Viren und Gedöns schlicht ignoriert, weil die meisten Sachen für Winzigweich Windoof programmiert sind. Aber auch das ist keine 100% Lösung.

LG Selena 

Re: Neuer Provider

Reply #23

... Ein bisschen mehr Sicherheit bietet noch Linux, da es die meisten Viren und Gedöns schlicht ignoriert, weil die meisten Sachen für Winzigweich Windoof programmiert sind. Aber auch das ist keine 100% Lösung.


Und die 100% unpraktikabel ist, wenn man davon nix versteht und keinen in der Nähe hat, wo einem die Sache dann immer am Laufen halten kann, wenn man sie wirklich mal braucht.

liebe grüße
triona

Re: Neuer Provider

Reply #24
Ich glaube, wir werfen hier gerade viele verschiedene Dinge zusammen in einen großen Topf und rühren gründlich um.  ;)

IP-Adresse: Diese Nummer ist zu jedem Zeitpunkt immer eindeutig im WWW. Ein "Nameserver" übersetzt den Domainnamen (z.B. www.michi.myweb.de) in eine gerade freie Nummer (z.B. 192.168.10.45). Es gibt weniger verfügbare Nummern als Internetnutzer. Deshalb teilen viele große Provider ihren Privatkunden bei jeder neuen Internetverbindung willkürlich eine neue IP-Adresse zu. Da Privatnutzer üblicherweise nicht ununterbrochen im Internet hängen, können so mit dem selben Kontingent von IP-Adressen mehr Kunden abgefrühstückt werden. Fazit: Eine IP-Adresse kann im Nachhinein nicht unbedingt einem bestimmten Nutzer zugeordnet werden. (Ausnahme Straftaten: Die Provider sind verpflichtet, die Verbindungsdaten eine Zeitlang aufzuheben: Also wem sie wann welche IPs zugeteilt haben.)

MAC-Adresse: Dies ist eine eindeutige Identifizierung der Netzwerkkarte oder anderer Hardware am Internet. Die Hersteller sorgen dafür, dass sie weltweit einmalig ist. Um die Anzeige von MAC-Adressen zu verändern, muss ins Betriebssystem eingegriffen werden. Das sollten nur Leute machen, die sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst sind. MAC-Adressen können beim reinen HTML-Surfen nicht ausgelesen werden, aber von Software, die auf dem Rechner installiert ist. Mit dem Plash-Player zum Beispiel kann man sie auslesen.

Kombinationen aus Browser- und Rechnereinstellungen, Cookies usw: Viele Dienste erkennen ihre Nutzer wieder, indem sie deren "digitale Fingerabdrücke" auswerten. Die selbe Kombination aus Betriebssystem, Browsereinstellungen, Cookies, IP-Adressband usw. ist recht selten. Dass zwei Nutzer mit dem selben "Fingerabdruck" sich für z.B. dieses Forum interessieren, ist extrem unwahrscheinlich.

Viren, Trojaner, Würmer: Wer seinen Rechner mit sowas infiziert hat, sollte dringend Gegenmaßnahmen ergreifen! Ich bin da sehr rigoros und partitioniere die Festplatte neu. Manche trauen auch den Aufräum-Routinen ihrer Virenschutzprogramme. Eine Firewall ist Pflicht! Wer ohne surft, braucht sich über Angriffe auf offene Ports nicht wundern. Man braucht keine spezielle Firewall installieren, alle gängigen Betriebssysteme haben eine eingebaut. Nur eingeschaltet lassen muss man sie halt... ;D Immer einen Virenscanner betreiben, verdächtige Software nach dem Download und vor dem Installieren (!) scannen. Es gibt keine 100% Sicherheit ... aber fast.

Technische Verbindungsqualität: Wie gut die DSL-Verbindung zwischen dem Hausanschluss und dem Internet ist, hat mit den obigen Themen nichts zu tun. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den "Nameservern" (den Einwahlpunkten ins WWW) und der Leitungsqualität für die Verbindung dahin. Üblicherweise liegt das Nadelöhr zwischen dem Hausanschlusskasten und der örtlichen Vermittlungsstelle, meistens ein grauer Schrank irgendwo im Stadtviertel. Nachdem der Nameserver den beiden Kommunikationspartnern die aktuelle IP-Adresse mitgeteilt hat, nehmen die einzelnen Datenpakete eh irgendwelche zufälligen Wege, die gerade verfügbar sind. Ein räumlich entfernter Nameserver bedeutet also keinen Nachteil bezüglich der Transportwege für die Daten.

Re: Neuer Provider

Reply #25
aha, nun hat es eine Fachfrau mal ausführlich erklärt, daß die Einzelbeobachtungen auch bisserl verständlich wurden.
danke für Leute wie mich.

liebe grüße
triona

Re: Neuer Provider

Reply #26

aha, nun hat es eine Fachfrau mal ausführlich erklärt, daß die Einzelbeobachtungen auch bisserl verständlich wurden.
danke für Leute wie mich.

liebe grüße
triona


Jupp, vielen Dank für den fachlichen Überblick Michi  :)

LG Selena

Re: Neuer Provider

Reply #27
Moin,
die MAC Adresse der Gegenstellen bekommt man ganz leicht heraus.
In der Shell (Start -> ausführen-> cmd) mal 'arp -a' eingeben. dann kommt eine Liste mit den IP Adressen und den dazugehörenden MAC Adressen.
Mit 'nslookup aaa.bbb.ccc.ddd' (a, b, c, d sind die 4 Byte der Adresse -> z.B. 192.168.45.13) kommt der zu der Adresse gehörende Name zurück.
Mit 'tracert www.heise.de' oder 'tracert IP-Adresse' kann man sehen, wie viele Stationen (in diesem Fall www.heise.de) und wie weit -im Sinne von Zeit- der Server entfernt ist.
Mit 'ping IPadresse' oder 'ping www.heise.de' kann man sehen, wie lange die Pakete unterwegs sind.
Nslookup, Tracert (Traceroute) und Ping kann man sowohl mit der IP-Adresse als auch mit dem Domainnamen verwenden.
Noch was zu IP Adressen: 127.0.0.1 ist die lokale Adresse die jedes einigermassen zeitgemäße OS mitbringt und die auch ohne Netzwerkkarte vorhanden ist. Darüber können lokal laufende Programme Daten austauschen. Die privaten und nicht gerouteten Adressen sind hier beschriebem: http://de.wikipedia.org/wiki/192.168
:-) Sarah

Re: Neuer Provider

Reply #28
Irgendwie habe ich den Eindruck, daß hier Computerspezialisten irgendwie überrepräsentiert sind.

Mihi

Re: Neuer Provider

Reply #29
Sarah, mit ARP bekommst Du nur die MAC-Adresse des nächsten Routers heraus, oder im Heimnetz halt Deine anderen Geräte. Im Internet sind vielerlei Geräte zwischen Deinem Rechner und dem eigentlichen Kommunikationspartner.

Hardcore-Nerdstoff: http://www.netzmafia.de/skripten/netze/netz8.html

@Mihi: Kann schon sein, aber dieses Thema ist ja auch eine Steilvorlage!