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Topic: Eine Gruppe für Christinnen (Read 6789 times) previous topic - next topic

Eine Gruppe für Christinnen

Irgendwie habe ich, glaube ich, schon mal ganz schüchtern durchsickern lassen, dass ich eine verborgene religiöse Ader habe  ;) . Die ist auch im Web zu finden, und zwar unter

http://groups.yahoo.com/group/maryshumblelittlesisters/

Das ist eine - englischsprachige - Gruppe für christliche Transgender, deren Freunde oder Partner sowie alle Menschen, die uns positiv gegenüberstehen. Ich habe sie vor knapp drei Jahren gegründet und im stillen gehofft, mal irgendwann ein, zwei Dutzend Mitglieder zu haben. Jetzt sind es bereits über 60 auf fünf Kontinenten, mit dem Schwerpunkt Nordamerika und dann Europa. Aber auch Australien/Ozeanien, Asien und Afrika sind vertreten. Ich leite diese Gruppe, unterstützt von einer amerikanischen Frau, die viel Sympathie und Offenheit uns gegenüber hat.

Das ist jetzt hier kein Werbebeitrag, sondern ein Eintrag, um mal zu zeigen, was ich sonst noch so im Netz treibe. Die Werbung würde schon allein dadurch beeinträchtigt, that nothing but English is spoken. Ansonsten ist das eine nette Gruppe, die von evangelikal bis katholisch alles vereint, was man sich an christlichen Facetten so vorstellen kann. Dabei ist eine Kirchenmitgliedschaft nicht notwendig. Wir nehmen jede Christin so, wie sie kommt; Grundlagen sind nur der Glaube an Jesus und das Vater Unser.

Und das Tolle ist: Das funktioniert, wir respektieren und wir verstehen uns sogar. Und von Jahr zu Jahr sogar immer besser... :)

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #1

Das ist eine - englischsprachige - Gruppe für christliche Transgender, deren Freunde oder Partner sowie alle Menschen, die uns positiv gegenüberstehen.


Uns Christen? Transgendern? Christlichen Transgendern? Transgendered Christians?


Wir nehmen jede Christin so, wie sie kommt


And the one thing they say about Catholics is:
They'll take you as soon as you're warm.
You don't have to be a six-footer.
You don't have to have a great brain.
You don't have to have any clothes on.
You're a Catholic the moment Dad came...


;)

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #2
also ich mag katholische Mädls


[youtube=318,264]<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ERfW_TWoEkU&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ERfW_TWoEkU&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>[/youtube]

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #3
Evangelikale Transgender? Sollte ich doch wieder an Wunder glauben? ;)

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #4
Klar. Das (-> T-...) kann doch nicht die Evolution sein. Also hat der HErr Das folglich gelehmklumpt...

M:E.

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #5
Das wurde dann aber in der Schöpfungsgeschichte sträflicherweise ausgelassen.
"Und am neunten Tage schuf Gott, unter den Nachwirkungen der Drogen, die er sich am achten Tage geschaffen und eingeworfen hatte, die Transgender."
;)

Andererseits, wenn Gott den Menschen, der ja aus zwei biologischen Geschlechtern besteht, nach seinem Ebenbild geschaffen hat, dann muss Gott doch, wenn Gott nicht mehrere ist/sind, ein Transgender sein. Sic! Beweis! Totschlagargument! Alle anderen doof! *Buch schreib*

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #6

Die Werbung würde schon allein dadurch beeinträchtigt, that nothing but English is spoken.

Naja, es gibt in diesem Forum schon einige, die Kommunikation auf Englisch als nicht außergewöhnlich betrachten.

Persönlich: mittlerweile bin ich Atheistin und froh darüber. Zu meinen gläubigen Zeiten in der kirchlichen Gemeinschaft habe ich sehr unter der bigotten, moralisierenden Kleingeisterei meiner "Brüder und Schwestern" gelitten.
Ein christliches Transgenderforum ist sicher hilfreich, um die zwangsläufigen Bedrängnisse zu verarbeiten, die entstehen, wenn man Trans ist und christlich (wäre übrigens auch nicht anders für Juden und Moslems, vielleicht sollte man da die Zielgruppe erweitern) vereinbaren möchte.
Für mich hat es mit gewissem Abstand allerdings mehr den Anschein des Versuches, mit einer schmerzenden Wunde leben zu lernen, statt sie zu heilen (und sich aus dem Moralsumpf christlich-jüdischen Denkens zu lösen).

Jula
There is no god, no heaven above! Zum Glück!


Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #8

Das wurde dann aber in der Schöpfungsgeschichte sträflicherweise ausgelassen.
"Und am neunten Tage schuf Gott, unter den Nachwirkungen der Drogen, die er sich am achten Tage geschaffen und eingeworfen hatte, die Transgender."
;)

Andererseits, wenn Gott den Menschen, der ja aus zwei biologischen Geschlechtern besteht, nach seinem Ebenbild geschaffen hat, dann muss Gott doch, wenn Gott nicht mehrere ist/sind, ein Transgender sein. Sic! Beweis! Totschlagargument! Alle anderen doof! *Buch schreib*


hm, war in graue(ste)r (vor)zeit nicht der mensch = der mann, die frau ist war doch nur sein anhängsel ripplicherseits?! also das wär wohl die (kirchlich/fundamentale) ausrede dazu...

:-X

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #9


There is no god, no heaven above!

propably.
wissen tun tun wir das auch nicht.


Ich weiß es.
Der "Himmel" ist nicht über uns oder etwas nach unserem Tod, sondern er ist in uns drin. Es ist ein normales, wenn auch seltenes, weltliches Gefühl, oder besser gesagt, ein Zustand.

Wie ich dazu komme, schreibe ich mal an anderer Stelle.

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #10
So viele Rückmeldungen "über Nacht", ist ja ganz toll!


@seamstress: Ich würde ja gerne wollen, aber die anderen sind zu viele...  ;) :D


@konstanze: Du meist sicher speziell die Zeile:
So send me a dozen
Catholic girls
Ooooooh!

;D
Ich dachte, euch reicht diese hier, aber ich kann mich ja noch mal umhören... ;)


@nina_vem: Und ob. Eine ist wirklich konservativ-evangelikal, aber eben auch so TG, wie der Herr sie schuf. Mit ihrem Pastor hat sie regelmäßig spannende Diskussionen, vor allem, wenn sie als Frau in den Gottesdienst kommt. Das ficht sie aber nicht an. Mit mir hat sie ebenfalls spannende Diskussionen, aber immer in gegenseitigem Respekt und mit Achtung der jeweils anderen. "We agree that we disagree" ist eine gern genommene Redewendung beiderseits...


@Michelle Sarah: Ich hätte es vielleicht anders formuliert  :D, aber du hast recht!


@Jula: Oh nein, bitte nicht missverstehen, ich bin sicher, dass viele hier ausgezeichnet Englisch sprechen. Viele sind ja auch auf flickr, facebook, myspace und sonstwo unterwegs, da geht es ja ohne Englisch kaum. Ich dachte nur, dass es vielleicht nicht so prickelnd für einige ist, christliche TG-Fragen auf Englisch zu diskutieren. Aber wenn doch: Welcome!

Ich kenne muslimische TG, die haben es in der Regel sehr schwer, weil sie zum Teil noch in tradierten Rollen- und Geschlechtsnormen verstrickt sind. TG in Saudi-Arabien droht die Peitsche oder die Todesstrafe. Praktizierende Christen sind dort auch nicht gern gesehen. Und wer beides ist, na ja... Wir haben aber in der Gruppe eine Jüdin. Ich glaube, eine Ausweitung auf "Religion & Transgender" wäre Sache einer anderen Gruppe, ich wäre da als Leiterin auch in manchen Punkten einfach nicht mehr kompetent.


@Kerstin S.: Was den Himmel in uns angeht:
„Halt an, wo laufst du hin, der Himmel ist in dir:
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.“

(Angelus Silesius, 1624-1677)


Auch allen anderen "Danke schön" für die Antworten!

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #11
Nach langem Grübeln *dawardochwasdawardochwas* ist mir zu bones Beitrag noch eingefallen, dass mir mal ein Pfarrer etwas zum 1. Schöpfungsbericht in der Bibel erzählt hat (Für nicht so Bibelkundige: es gibt dort zwei; der mit den sieben Tagen ist der erste, und der mit Adam und Eva ist der zweite). Nämlich, dass in den üblichen Bibelübersetzungen Genesis 1,27 (2) immer übersetzt wird mit: "als Mann und Frau schuf er sie", im Hebräischen aber korrekt stünde: "männlich-weiblich schuf er ihn" (ihn = den Menschen).

Da ich nicht Hebräisch kann, muss ich das einfach ungeprüft so stehen lassen. Aber es wäre doch ein sehr spannender Ansatz.

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #12
oT:
Da fällt mir etwas ein. Ich hörte mal von einer Kultur in dessen Schöpfungsgeschichte Mann und Frau in einem Körper existierten. Als Strafe für ein Verbrechen wurden die Menschen in männlich und weiblich gespalten. Seitdem ist die Menscheit dazu verdammt ein Gegenstück zu suchen.

Welche Kultur das ist/war weiß ich nicht mehr. Das habe ich irgendwann mal aufgeschnappt. Vielleicht weiß hier jemand mehr!?

lg, Kerstin

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #13
Das ist das, was in dem biblischen Schöpfungsbericht - möglicherweise - gemeint war, Kerstin. Zumindest hatte es der Pfarrer damals auch so gedeutet. Fand ich hochspannend. Von Geschlechtertrennung als "Strafe" steht da zwar nichts. Aber wenn - alles bildlich, bitte, ich rede nicht von zwei Individuen - Eva aus Adams Seite genommen wurde, heißt das doch eigentlich, dass der Ur-Adam zweigeschlechtlich gewesen sein müsste.

Re: Eine Gruppe für Christinnen

Reply #14

Das ist das, was in dem biblischen Schöpfungsbericht - möglicherweise - gemeint war, Kerstin. Zumindest hatte es der Pfarrer damals auch so gedeutet. Fand ich hochspannend. Von Geschlechtertrennung als "Strafe" steht da zwar nichts. Aber wenn - alles bildlich, bitte, ich rede nicht von zwei Individuen - Eva aus Adams Seite genommen wurde, heißt das doch eigentlich, dass der Ur-Adam zweigeschlechtlich gewesen sein müsste.


und an dem wird noch immer - zumindest glaubensmäßig ;D - festgehalten, obwohl doch - zumindest wissenschaftlich ;) - bereits lange feststeht, dass alle zellhäufchen im mutterleib zunächst mal weiblich sind und erst nach etwas zeit dann ein teil - zumindest physiognomisch :-X - männlich wird, womit wir wieder mal - zumindest philosophisch :D - bei der berühmten frage wären: henne oder ei?