Transgender-Forum

Rat & Tat => Rat & Tat => Topic started by: marieElaine on 24. April 2015, 01:04:51 am

Title: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 01:04:51 am
Hey

Beim stöbern im Forum bin ich immer wieder drauf gestoßen, dass der Psychologe einem anscheinend eine Transsexualität attestieren kann oder auch nicht. Geht es dabei immer um das Thema der HRT? Wozu brauche ich sonst diese Attestierung?
Hintergrund meiner Frage: Ich werde wohl einen Psycholgen bzw - Therapeuten aufsuchen, aber primär nicht weil ich eine HRT plane sondern einfach weil ich rausbekommen will, was mit mir los ist.

Hab aber wenig Vorstellung, wie das dann ablaufen könnte, speziell bei dem Thema TG. Therapeutentermine kenne ich zu Genüge, aber aus anderen Gründen. Wie läuft das hier ab ? Wird es Gespräche geben, und irgendwann sagt der : ja, sie sind Transsexuell oder nein, sie sind es nicht ? Wenn das so ist, woran macht er das fest? Und was könnte ich sein, wenn ich nicht als Transsexuell eingestuft werde ? Gibt es da einfach Indikatoren, z.b. "schlüpft regelmäßig in die Rolle einer Frau, aber nicht um sich sexuell zu erregen" oder so etwas?

Hoffe auch gute Antworten :)

lG
Marie
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 24. April 2015, 02:28:25 am

Beim stöbern im Forum bin ich immer wieder drauf gestoßen, dass der Psychologe einem anscheinend eine Transsexualität attestieren kann oder auch nicht. Geht es dabei immer um das Thema der HRT? Wozu brauche ich sonst diese Attestierung?


Einerseits für sämtliche weitergehenden medizinischen Indikationen, andererseits für den Namens- und Personenstandsänderung.

Auch wenn mache Psychos das nicht gerne hören - sie können keine Transsexualität "diagnostizieren", sondern nur dabei helfen, dass man sich selbst besser versteht.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 09:37:38 am
ok gut das macht auch mehr Sinn. Danke !
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: in4thekill on 24. April 2015, 12:04:20 pm
Den Trugschluss hatte ich auch dass ein Therapeut das diagnostizieren könnte. In der Realität ist es aber so das du den Therapeuten von deiner Transsexualität überzeugen musst um eine Indikation zu kriegen.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 24. April 2015, 14:44:13 pm
Im Grunde schreiben sie einfach "es liegt Transsexualität (F64.0) vor". Wie sie das dann aber beschreiben ist doch von Person zu Person anders und wirklich medizinisch ist da garnichts. :D
Ich behaupte mal jeder Mensch der ganz klar diesen Weg als Willen zeigt (und das geht sehr sehr leicht) wird auch Transsexualität diagnostiziert bekommen. Wir müssen also selber uns diese Diagnose geben. ;)
Was auch der Fall ist, wir haben keine Diagnose die Körperlich belegbar ist, daher wird wie bei psychischen Störungen verfahren, ob es nun eine ist oder nicht, eben weil man diese nicht von außen derart feststellen kann. Ich finde auch irgendwie gut, dass man uns damit selber diesen Weg überlässt.  :)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 14:56:16 pm
Es wäre ja auch ein bisserl doof wenn man auf Gedeih und Verderben dem Psychologen ausgeliefert wäre. Es gibt bestimmt nicht wenige, die das nur als Phase abtun oder was , was man heilen kann. Dann wäre man in einer Sackgasse.
Klar muss es Gespräche geben. Genau daraus erhoffe ich ja für mich, festestellen zu können, was mein Weg sein wird. Alleine kann ich das nicht fürchte ich.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 24. April 2015, 15:08:29 pm
Fakt ist am Ende musst du es für dich tun und daher auch selber einen Weg dir machen. Die Psychologen helfen dir dabei, aber sie werden dich nicht in irgendwas hineinziehen.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: in4thekill on 24. April 2015, 17:15:16 pm
Ich behaupte mal jeder Mensch der ganz klar diesen Weg als Willen zeigt (und das geht sehr sehr leicht) wird auch Transsexualität diagnostiziert bekommen. Wir müssen also selber uns diese Diagnose geben. ;)


Dann darf man aber auch keine Zweifel oder sowas äussern. Meine Therapeuting besteht z.b. auf dem Alltagstes. Weil ich jetzt Hormone an ihr vorbei verschrieben bekommen hab und halt nicht das ganze Jahr Spießrutenlauf gemacht habe und mich Stück für Stück geoutet habe ist sie jetzt sauer und will mir kein Gutachten schreiben. Das ist sicher nicht bei allen Therapeuten so aber es gibt schon Betonköpfe.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 17:39:01 pm
hm den Alltagstest finde ich aber auch sinnvoll :) Man sollte nicht mehr zweifeln ob man immer als Frau rumlaufen mag, wenn man sich körperlich verändern will.
Es ist natürlich etwas anders ob man dann nach Hormoneinnahme auch äusserlich (z.b. gesicht) mehr wie Frau aussieht als vorher. Wahrscheinlich muss man da einfach durch.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 24. April 2015, 18:06:21 pm
In der Form, wie er immer propagiert, kann er vor allem sozial zerstörend wirken, weil er die Zeit um ein Jahr verlängert, in dem man nur eingeschränkt gesellschaftsfähig ist.

Das trifft vor allem die, die sich gleichzeitig auch beruflich neu aufstellen müssen. Für die ist der tradierte Alltagstest die Eintrittskarte zu H4 - und da kommt man selten und vor allem selten ohne Blessuren heraus.

Der Schaden scheint mir in der Summe größer zu sein als der Nutzen.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 18:29:07 pm
kann ich mir gut vorstellen, dass das oft schwierig ist. Gerade für Job.
Aber ist das wirklich so ein Unterschied ob man vor der HRT ist oder mittendrin? Dass man "anders" aussieht dürfte ja wahrcheinlich so und/oder so auffallen ..
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 24. April 2015, 18:49:56 pm
Es verlängert die Phase. Außerdem ist man in der Zuwartezeit leicht "neben sich", hat den Kopf nicht frei - die frühe Phase der Transition ist sehr anstrengend. Etwas, was man wirklich nicht unnötig ausdehnen muss, ganz besonders, weil ja nur eine wirklich kleine Minderheit die Transition abbricht. (und, weil es IMMER ein Zurück gibt, ganz besonders, solange nur eine HRT erfolgte).
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Michi on 24. April 2015, 20:07:51 pm
Richtig kritisch finde ich eigentlich nur die Operation, bis dahin also sollte meiner Meinung nach schon etliche Monate in der Frauenrolle gelebt sein, so dass eine gewisse Normalität erlebt wurde. Denn die Operation macht nicht "plupp" und alle Probleme lösen sich von selber. Bis Hormone optisch das "Passing als Mann" zerhageln, vergeht meistens mehr Zeit als die Monate der Alltagserprobung, wenn überhaupt.

Ganz übel allerdings ist die Forderung, monatelang in der zielgeschlechtlichen Rolle zu leben, bevor die Dokumente geändert werden. Das erschwert ungeheuerlich eventuell notwendige Bewerbungen, und auch der bisherige Arbeitgeber muss je nach Arbeitsstelle einen Riesenaufwand treiben. Bei mir gab es zum Beispiel aus technischen Gründen nur "ganz oder garnicht", so dass die Rechtsabteilung nach meinem Outing noch mehrere Monate recherchierte, ob sie meinen Account ohne VÄ umstellen darf. Mit der Konsequenz, dass eben bei der Umstellung auch alles (Meldung zur Sozialversicherung, elektronische Unterschriften, Meldungen an ausländische Behörden,...) innerhalb einer Nacht geändert war. Mehrfach wurde ich bekniet, ob ich nicht irgendwie schneller eine VÄ heranschaffen könnte um diesen Aufwand zu vermeiden. Immerhin wollte die Firma mich nicht loswerden, Glück gehabt.

Liebe Grüße,
Michi
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: marieElaine on 24. April 2015, 22:48:15 pm
tja das is halt schon ein Riesenschritt... steht im moment zum Glück noch nicht an die Entscheidung.
Bin eh gespannt wie die Gespräche werden .. und ob es mir was bringt. Dauert aber auch noch bis so ein doc da mal Zeit hat
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 25. April 2015, 10:25:40 am
....hm,... ich finde den sogenannten "Alltagstest" gut.

Solange man wartet steht man doch immer irgendwie neben sich,... also "Alltagstest" leben und nicht warten!

Wie die meisten ja wissen mache ich jetzt seit über 4 Jahren den "schrecklichen, unzumutbaren" Alltagstest,... sorry, also ich kann nichts negatives davon berichten.
Und was Betonköpfe im Psychodoc-Bereich betrifft: Also ich würde auch niemandem etwas attestieren der mich als Psychologe hintergeht, denn dies weisst für mich auf nicht abgearbeitete "Psychose-Punkte" hin....

Logisch, oder? Sorry,... in meinen Augen Kopfkino.

Alles Liebe
_@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 25. April 2015, 12:19:34 pm
Mit dem Unterschied, dass es ganz offenbar Dein Ding ist, so zu leben.

Wenn man andernorts Bemerkungen liest wie "bald darf ich endlich Hormone nehmen", fragt man sich aber schon, inwieweit Menschen, die so empfinden, überhaupt noch in der Lage sind, sich selbst kritisch zu hinterfragen - was ja der einzige Sinn einer derartigen Veranstaltung sein kann. Und man sollte sich ernstlich fragen, inwieweit Menschen in einer derartigen Situation überhaupt in der Lage sein können, ein einigermaßen normales Leben zu leben.

Ich hatte das von mir aus übrigens einen Monat lang gemacht, und *dann* war für mich klar, dass *jetzt* der nächste Schritt fällig war. Wieso noch 12 Monate unter psychotherapeutischer Aufsicht zuwarten?

(und bei mir drängte die Zeit - deutlich einsetzende Glatzenbildung einerseits, die Notwendigkeit einer Rasur 3x täglich hätten das für mich wirklich zu einer Tortur werden lassen, und es hätte gut sein können, dass ich dann nicht mehr ohne Perücke hätte auskommen können)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: in4thekill on 25. April 2015, 13:40:16 pm
Klar kann man 10 Jahre Alltagstest machen aber dann wirds irgendwann schwer mit dem Passing.  ;)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 25. April 2015, 13:55:26 pm
Bei Bastienne ist das eben gerade kein Alltagstest, sondern sie ist bereits so im Alltag angekommen, wenn ich sie richtig verstanden habe. Das zeigt, wie unterschiedlich die jeweiligen Bedürfnisse sein können.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: c-j on 25. April 2015, 17:13:52 pm

Ich behaupte mal jeder Mensch der ganz klar diesen Weg als Willen zeigt (und das geht sehr sehr leicht) wird auch Transsexualität diagnostiziert bekommen. Wir müssen also selber uns diese Diagnose geben. ;)


Dann darf man aber auch keine Zweifel oder sowas äussern. Meine Therapeuting besteht z.b. auf dem Alltagstes. Weil ich jetzt Hormone an ihr vorbei verschrieben bekommen hab und halt nicht das ganze Jahr Spießrutenlauf gemacht habe und mich Stück für Stück geoutet habe ist sie jetzt sauer und will mir kein Gutachten schreiben. Das ist sicher nicht bei allen Therapeuten so aber es gibt schon Betonköpfe.


Von Bremsern weg wechseln, gibt später noch mehr Probleme, wenn gaOP gewünscht wird.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 26. April 2015, 23:25:21 pm
Huhu Beate,

danke für deine vorgenommene Differenzierung. Ich möchte aber nocheinmal auf einige deine Punkte kurz eingehen um sie einfach meinerseits kurz darzustellen:
@"mein Ding so zu leben" ...ja,... ich hatte irgendwie recht früh wie du weisst diese letztlich pragmatische Lösung für mich erfühlt und fühle mich einfach durch mein erlebtes Angekommen sein auch glücklich damit,... ich möchte aber hinzufügen, dass ich durch mein ganz individuelles Leben eine leidgeprüfte Kreatur bin welche Bescheidenheit und bis zu einem gewissen Punkt auch Genügsamkeit zu ihren Tugenden zählen darf.

@"Zurechnungsfähigkeit/Hormone" einzelner Akutfälle: ich denke letztlich sehen wir die vorhandene, widersprüchliche Problemstellung ähnlich gelagert, letztlich halte ich es aber dann eben in solchen Fällen für eine zwangsläufig medizinisch/ärztliche Entscheidungsfindung nach bestem Wissen und Gewissen, wozu auch die psychologische Akut-Betreuung gehört, welche in meinen Augen Priorität besitzt,.... die Gabe von Hormonpräperaten halte ich dagegen für sekundär relevant,... aus gleichen Gründen, aus denen auch immer öfter wieder in der Praxis davon Abstand genommen wird, Psychopharmaka zu verschreiben, da sie die sehr grosse Gefahr der "Übertünchung" beinhalten und der deutlichen Erschwerung einer konstruktiven, psychologischen Problemfindung und Bearbeitung durch alle Beteiligten.
(ich nehme hier ausdrücklich den temporären, notfallmedizinischen Einsatz durch geschultes Personal aus, wenn diese geeignet sind, im Akut-Notfall Leib und Leben der/des  Patienten zu schützen!)

Als Differenzierung meinerseits möchte ich auch hinzufügen, dass ich eine HRT weder verteufel noch generell ablehne,.. ich halte mich für mich nur an den Leitsatz: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig, um glücklich werden zu können."

In meinem Fall funktioniert das, sicherlich auch mit auf Grund einer, mir selbst gegenüber schonungslosen Offenheit/Ehrlichkeit, welche es mir in einem längerwierigen Selbst-erkennungs- und -findungs-Prozess ermöglicht hat. es einerseits zu verstehen, anzunehmen... und andererseits einen gangbaren Einstiegsweg aufgezeigt hat,... meine Erdung(Bauchgefühl) wiederzufinden.
Es ist eine Mischung aus Pragmatik und ganz viel Bauchgefühl welche mich diesen Weg gehen lässt,...
Auch ist es mir wichtig zu sagen, dass mich "Passing" nicht interessiert, sondern ausschliesslich Authentizität, da ich gute Erfahrungen als Mensch damit, vorallem als Transfrau gemacht habe,... sowohl mit Männern so wie mit Frauen und Transen aller Coleur.
Ausserdem suche ich ja auch nach Lebenspartnern, die Interesse an mir A) als Mensch und B) als "Schwanzmädchen" haben(ich greife mal auf diesen drastischen Ausdruck zurück damit sich niemand unabsichtlich in einen Topf geschmissen fühlt).

Last but not least zu diesem Punkt: ich bitte nicht zu übersehen, dass ich täglich viel Mühe, Zeit, Geduld und Disziplin aufbringe, um mich vorzeigbar zu erhalten,... und da bin ich auch ehrlich: wir sprechen hier über kontinuierlich 2-3 Stunden jeden Tag an 365 Tagen im Jahr, seit mehr als vier Jahren,.. jaahhaaa,.. okeeee,.. vielleicht ist es auch nur an 359,87 Tagen im Jahr so,... but I hope u know what I mean  ;)

Was deinen ganz persönlichen Fall betrifft bin ich mir ganz sicher, dass du richtig für dich gehandelt hast, sonst wärst du jetzt nicht so geerdet, Beate und du weisst, wie viel mir das bei dir bedeutet.

Ich glaube es ist einfach extrem wichtig, dass Psychologen/Ärzte weiter mehr, sensibilisiert sind/bleiben/werden, für die akutmedizinische/psychologische Diagnose in all ihrer Breitbandigkeit, um eine verantwortungsvolle Differenzierung der jeweiligen Einzelfälle vornehmen zu können und damit dem Wohl des Patienten dienen zu können.

Abschliessend zu unterschiedlichen Bedürfnissen: Richtig,.. und gleichzeitig wage ich es leicht zu relativieren, denn was meine Bedürfnisse betrifft bin ich nicht befriedigt,... aber mir schien dass grösste aller Bedürfnisse das "Angekommensein",.... dies hat sich für mich bis jetzt voll bestätigt und viele andere, neue und produktive Sichtweisen auf andere, unerfüllte Bedürfnisse, Wünsche, Träume und Hoffnungen eröffnet,...
...ich bin genügsam, auch kleines Glück ist unschätzbar wertvoll,.. was ist schon klein oder gross?! Ich würde heute nicht mehr sein, ohne gelernt zu haben, mich als unperfektes Weib zu lieben,... da will ich nicht zu viele erfüllte Bedürfnisse auf einmal anmelden,...


Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 27. April 2015, 11:10:09 am

Ich behaupte mal jeder Mensch der ganz klar diesen Weg als Willen zeigt (und das geht sehr sehr leicht) wird auch Transsexualität diagnostiziert bekommen. Wir müssen also selber uns diese Diagnose geben. ;)


Dann darf man aber auch keine Zweifel oder sowas äussern. Meine Therapeuting besteht z.b. auf dem Alltagstes. Weil ich jetzt Hormone an ihr vorbei verschrieben bekommen hab und halt nicht das ganze Jahr Spießrutenlauf gemacht habe und mich Stück für Stück geoutet habe ist sie jetzt sauer und will mir kein Gutachten schreiben. Das ist sicher nicht bei allen Therapeuten so aber es gibt schon Betonköpfe.


Das tut mir echt leid für dich.
Finde ein guter Psychologe verbaut einen nicht den Weg, genauso wie er einen auch nicht bedrängt. Es ist dein Leben nicht das deiner Therapeutin. Würde mich in deinen Fall nach jemanden anders Ausschau halten. Nichts ist schlimmer als ein Therapeut der einen blockiert und das Leben versaut.  ::)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 27. April 2015, 11:12:16 am

hm den Alltagstest finde ich aber auch sinnvoll :) Man sollte nicht mehr zweifeln ob man immer als Frau rumlaufen mag, wenn man sich körperlich verändern will.
Es ist natürlich etwas anders ob man dann nach Hormoneinnahme auch äusserlich (z.b. gesicht) mehr wie Frau aussieht als vorher. Wahrscheinlich muss man da einfach durch.


Was ist denn das bitte für ein "Test"? Ich finde es bekloppt ganz ehrlich. Ich würde das lieber mal Alltagsumstellung nennen, den niemand der innerlich überzeugt ist stellt sein Leben nicht um und wird sich nicht überwinden. Genau darum geht die Person doch zu einen Therapeuten und auch nur dann macht die HRT überhaupt einen Sinn.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 27. April 2015, 11:15:49 am

....hm,... ich finde den sogenannten "Alltagstest" gut.


Solange er nur eine Umstellung bedeutet klar, aber nicht wenn er extra bekloppt als Test ausgelegt wird und man der betroffenen Person wer weiß nicht was auferlegt. Das macht keinen Sinn und ist obenrein eine unverschämte Fremdbestimmung.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 27. April 2015, 17:40:44 pm


....hm,... ich finde den sogenannten "Alltagstest" gut.


Solange er nur eine Umstellung bedeutet klar, aber nicht wenn er extra bekloppt als Test ausgelegt wird und man der betroffenen Person wer weiß nicht was auferlegt. Das macht keinen Sinn und ist obenrein eine unverschämte Fremdbestimmung.


huhu kaylee,

...naja,.. also es bedeutet in erster Linie eine Form der Prüfung, ob der/die Patient(in) dem Alltag im gewünschten "Zielgeschlecht" gewachsen ist und ob es eine Verbesserung des "Krankheitsbildes" signifikant erhöht.
Wie sonst sollte der verantwortliche Arzt eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Schutzbefohlenen treffen können? Dies ist doch der eigentlich essentielle Teil.
HRT kann unterstützen aber doch nicht Probleme lösen! Sie wird nichts daran ändern, dass man im Alltag als "schwaches" Geschlecht wahrgenommen werden wird, Sexismus und Diskriminierungen ausgesetzt ist.

alles liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Hanseatin on 27. April 2015, 18:12:45 pm

HRT kann unterstützen aber doch nicht Probleme lösen! Sie wird nichts daran ändern, dass man im Alltag als "schwaches" Geschlecht wahrgenommen werden wird, Sexismus und Diskriminierungen ausgesetzt ist.

alles liebe _@_y <3

Das sehe ich genau so. Frau muss schon manchmal ganz gut kämpfen und sich Gehör verschaffen und als T* Frau erst recht.
:-) Sarah
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 27. April 2015, 22:00:22 pm



....hm,... ich finde den sogenannten "Alltagstest" gut.


Solange er nur eine Umstellung bedeutet klar, aber nicht wenn er extra bekloppt als Test ausgelegt wird und man der betroffenen Person wer weiß nicht was auferlegt. Das macht keinen Sinn und ist obenrein eine unverschämte Fremdbestimmung.


huhu kaylee,

...naja,.. also es bedeutet in erster Linie eine Form der Prüfung, ob der/die Patient(in) dem Alltag im gewünschten "Zielgeschlecht" gewachsen ist und ob es eine Verbesserung des "Krankheitsbildes" signifikant erhöht.
Wie sonst sollte der verantwortliche Arzt eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Schutzbefohlenen treffen können? Dies ist doch der eigentlich essentielle Teil.
HRT kann unterstützen aber doch nicht Probleme lösen! Sie wird nichts daran ändern, dass man im Alltag als "schwaches" Geschlecht wahrgenommen werden wird, Sexismus und Diskriminierungen ausgesetzt ist.

alles liebe _@_y <3


Ich will nur wissen dass wir uns richtig verstehen, denn ich finde ganz ehrlich einen extra Test bekloppt bei Personen die ganz klar sagen und auch zeigen wohin sie wollen. Wer nach einen halben Jahr noch beim Therapeuten als Mann erscheint sollte sich schon Gedanken machen, da hilft dann auch kein extra "Test" bei, denn da würde sie doch nichts ändern an sich sondern sich nur verstellen und den Psycho eins vorgaukeln. Lebensumstellung muss von einen selbst kommen und da hat niemand einen einzureden wie und wann dies geschieht. Natürlich sollte die Frage im Raum stehen ob eine Person bereit für eine HRT ist und ich bin auch nicht der Meinung dass dies sofort geschehen darf, sondern erst dann wenn sich die Person sicher fühlt diesen Schritt zu gehen, was aber auch völlig individuell sein kann.
Eine HRT bringt jedenfalls eine verbesserte Gefühlswelt mit sich und einen näher zu sich selbst. Außerdem macht es optisch schon einiges. Mir hat sie geholfen und ich bereue keinen Schritt.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Mia86 on 28. April 2015, 00:00:37 am
Quote
Wie sonst sollte der verantwortliche Arzt eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Schutzbefohlenen treffen können? Dies ist doch der eigentlich essentielle Teil.


Bei mir war der entscheidende Teil eigentlich nur die "Geschlechtsdysphorie". Die Soziale Rolle ist und war mir eigentlich immer relativ egal. Dafür ist aber anscheinend der Alltagstest da. Wo ich mich dann doch irgendwie fragen muss was das soll, wenn es im Grunde keine Rolle spielt. Vielleicht hab ich es auch leichter weil ich groß genug bin das ich mir nicht alles gefallen lassen muss und sich nicht jeder depp traut mir blöde zu kommen.

Soziale Klischee-erfüllung als Auflage? Ich kenne vielleicht einfach zu viele Bio Frauen die den "Alltagstest" nicht bestehen würden aber trotzdem keine Männer sind.

Wohl nur um belastbarkeit und willen zu testen? Weil mehr tut es im endeffekt nicht.

lg
Mia
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Tilly on 28. April 2015, 01:18:02 am
Hallo

Vielleicht sollten wir das ganze auch mal von einer anderen Seite betrachten.
Für einen Psychologen ist sicher auch wichtig wie stabil ein Patient ist.
Damit meine ich, wie hoch ist die Selbstmord Gefährdung, wie gut ist er in sich gefestigt, wie ist er sozial verwurzelt, wie kann er sich durchsetzen, ist er sich bewusst, dass da einiges schief gehen kann?
Tja, und ich denke erfahrene Psychologen haben da schon einiges miterlebt.

Ja, und Mia hat ein Thema angesprochen das im allgemeinen leicht unter den Tisch fällt.
So wie es einigen reicht zeitweise oder komplett die Rolle zu wechseln oder mit den Rollen zu spielen, so mag es auch Menschen geben, die mehr Probleme mit der Geschlechtsdysphorie haben, die im Extremfall keinen Rollenwechsel bräuchten aber eben das richtige Geschlechtsteil.

Mal so zum Nachdenken  Tilly
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 28. April 2015, 03:05:36 am

Wie sonst sollte der verantwortliche Arzt eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Schutzbefohlenen treffen können? Dies ist doch der eigentlich essentielle Teil.


Dieser paternalistische Ansatz ist aber bei Transsexualität fehl am Platz. Was soll es helfen, über mehr oder weniger den gesamten Transitionszeitraum immer und immer wieder nach einer Bestätigung der Diagnose zu suchen (mehr soll ach den Vorstellung in den diversen SOCs ja nicht passieren)? WIR selbst müssen doch erkennen, was wann auf unserem Weg gut für uns ist.

Wieso bestimmt daher ein Arzt, wann welcher Teilschritt einer eventuellen Angleichung für den oder die Betroffene richtig ist?  Jetzt stell Dir doch nur mal vor, ein Arzt wollte Dich zu einer HRT drängen, weil er meint, dass das nach 4 Jahren doch wirklich dazugehören würde...


Nochmal: Transsexualität ist keine Krankheit, sondern eine Normabweichung. Daher sind wir als Betroffene auch in der Verantwortung, zu erkennen, was für uns jeweils richtig ist, und wir müssen das formulieren. Externe können uns nur dabei helfen. Aber genau das ist nicht vorgesehen.

ICD hin oder her wurde dass schon immer so gesehen, wenn es den ärztlichen Standpunkt stützte.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 28. April 2015, 10:23:26 am
@kaylee: wir verstehen uns richtig, ich teile deinen standpunkt. Deshalb plädiere ich immer für eine ganz individuelle Diagnostizierung mit ausreichend ausbildung der ärzte.

@beate: Sorry,.... aber solange eine Krankenkasse, die von der Allgemeinheit letztlich getragen wird involviert ist, handelt es sich aber um eine "Krankheit",... denn sonst würde eine KK ja auch Bodymodifications bezahlen. Wer von der Begrifflichkeit der "Krankheit" weg will,.. sollte zumindest dann auch mal darüber nachdenken, das damit dann auch eine Kostenübernahme nicht mehr erklärbar wird. Der Arzt ist also einerseits dem Wohle des Patienten verpflichtet und andererseits auch Rechenschaft einer Gemeinschaft gegenüber schuldig bezüglich finanzieller Mittel... und zwar ggf. auch vor Gericht.

alles liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Avi on 28. April 2015, 10:33:52 am
Auch wenn das meistens in die Hose geht, wenn man dich korrigiert, aber das Urteil aus '76 (?) spricht nicht von einer Krankheit, sondern von einem krankheitsgleichen Zustand, welcher Leidensdruck analog einer Krankheit verursacht.

Letztendlich ist das aber (mir) Wurst wie das Kind heißt.
Es interessiert nämlich außerhalb des medizinischen Bereiches keine S.. .

LG
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 28. April 2015, 14:45:28 pm

Auch wenn das meistens in die Hose geht, wenn man dich korrigiert, aber das Urteil aus '76 (?) spricht nicht von einer Krankheit, sondern von einem krankheitsgleichen Zustand, welcher Leidensdruck analog einer Krankheit verursacht.

Letztendlich ist das aber (mir) Wurst wie das Kind heißt.
Es interessiert nämlich außerhalb des medizinischen Bereiches keine S.. .

LG

nee,.. Korrektur is immer hilfreich. Danke dir.

Ich spreche letztlich nur meine subjektie Meinung aus.
Trotzdem muss ich dir ehrlich gestehen, dass ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus die Txyz-Geschichte teils im Bereich der psychologischen Medizin angesiedelt sehe (die Genetik/Hormonhaushalt/Sozialisierung etc. jetzt einmal aussen vor gelassen).
Ähnliche Sichtweise spiegelt sich ja dann auch im Diagnosefall bei der internationalen medizinischen Einordnung dieser Erscheinung wieder.

Diese von dir oben genannte gerichtliche Definition ordne ich unter den Aspekt Humanität als Beweggrund ein, was ich ok finde, da wir Menschen uns letztlich nicht auch noch mit Worten unnötig in Gesellschaften verletzen müssen und wollen. Sie ist Produkt der Menschlichkeit.
Auch ist für mich ein "krankheitsgleichen Zustand, welcher Leidensdruck analog einer Krankheit verursacht" letztlich aus medizinisch/psychologischer Sichtweise nicht anders zu werten als eine Krankheit. Ich sehe da wirklich keinen Unterschied.... sonst erklär mir den bitte.

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Avi on 28. April 2015, 15:33:35 pm
Knalls mir um die Ohren, wenn ich daneben liege, aber:

Nicht T* ist behandlungswürdig (dann wäre es eine Krankheit), sondern der daraus resultierende Leidensdruck (eben der wird/soll durch die gegengeschlechtliche Hormongabe und, wenn nötig, durch die gaOP gelindert bzw. bestenfalls beseitigt werden).

An irgendwelche Anwandlungen bezüglich "nicht verletzen wollen" glaube ich nicht, schon gar nicht wenn ich mir den damals herrschenden Zeitgeist anschaue.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 28. April 2015, 16:08:31 pm

Nicht T* ist behandlungswürdig (dann wäre es eine Krankheit), sondern der daraus resultierende Leidensdruck (eben der wird/soll durch die gegengeschlechtliche Hormongabe und, wenn nötig, durch die gaOP gelindert bzw. bestenfalls beseitigt werden).


Ja genau. Letztlich ist das zweischneidig, weil es *auch* als Rechtfertigung aufwendiger Psychotherapien dient - ganz explizit ja die somatischen Maßnahmen als ultima Ratio, wenn eine Psychotherapie fehlgeschlagen ist. Wir benötigen wohl tatsächlich eine Neudefinition, ggf explizit im SGB.

Quote
An irgendwelche Anwandlungen bezüglich "nicht verletzen wollen" glaube ich nicht, schon gar nicht wenn ich mir den damals herrschenden Zeitgeist anschaue.


Tatsächlich gab und gibt es in der Medizin sowas wie einen Ethos, keine Eingriffe an einem gesunden Körper vorzunehmen. Aber eine interessante Bereitschaft zum Durchführen finanziell attraktiver rein kosmetischer Eingriffe.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 28. April 2015, 16:13:31 pm
Aus dem gerade von Jula verlinkten (http://www.transgender-forum.com/index.php?topic=7608.msg170040#msg170040[/url) Papier:

Quote
In addition, administrative burdens and additional requirements, such as
a period of “life experience” in the gender of choice, make recognition procedures generally cumbersome.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: c-j on 28. April 2015, 16:25:31 pm


Diese von dir oben genannte gerichtliche Definition ordne ich unter den Aspekt Humanität als Beweggrund ein, was ich ok finde, da wir Menschen uns letztlich nicht auch noch mit Worten unnötig in Gesellschaften verletzen müssen und wollen. Sie ist Produkt der Menschlichkeit.
Auch ist für mich ein "krankheitsgleichen Zustand, welcher Leidensdruck analog einer Krankheit verursacht" letztlich aus medizinisch/psychologischer Sichtweise nicht anders zu werten als eine Krankheit. Ich sehe da wirklich keinen Unterschied.... sonst erklär mir den bitte.

Alles Liebe _@_y <3


Depathologisierung von T* ist das der einzige Weg und Neudefinition im SGB. Viele konservative T* Gruppen behaupten, sonst würde nix mehr bezahlt.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Mia86 on 28. April 2015, 17:49:15 pm
Ich halte ent-pathologisierung für wenig sinnvoll.

Es gibt ein Leiden.
Es besteht ein Problem das oftmals medizinischer Hilfe bedarf.
Idr., ich denke das kann man so schon sagen,
gibt es fast immer auch Psychische Leiden/Probleme die damit einhergehen.

Was genau soll man daran entpathologisieren?

Ich seh es als angeborene Behinderung die oft mit
behandlungsbedürftigen Begleiterscheinungen einher geht.

Und welche schublade passt besser als die der psychischen Krankheiten?

Soll ich damit zum HNO gehen? Zum Kieferchirurg?

Behindert zu sein ist scheisse ja, aber es bringt nichts so zu tun als ob es keine wäre um dem Stigma aus zu weichen, und gleichzeitig um Hilfe zu bitten. Das macht einfach keinen Sinn.

Das Problem ist nicht die Diagnose, sondern wie die allgemeinheit damit umgeht.

Depressive Menschen hatte früher auch noch viel mehr als heute ein gesellschaftliches Stigma und weitverbreitetes Unverständnis,
weshalb es da auch keiner zugeben wollte.

Trotzdem gehört es pathologisiert wenn es krankheitswertiges Leid verursacht ist es nicht gesund. Punkt.
Nach der Behandlung? Wenn man das Leid hinter sich gelassen hat?
DANN sollte es wohl nicht mehr zutreffen oder? Aber davor doch wohl ganz sicher.

lg
Mia
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 28. April 2015, 23:02:25 pm

Knalls mir um die Ohren, wenn ich daneben liege, aber:

Nicht T* ist behandlungswürdig (dann wäre es eine Krankheit), sondern der daraus resultierende Leidensdruck (eben der wird/soll durch die gegengeschlechtliche Hormongabe und, wenn nötig, durch die gaOP gelindert bzw. bestenfalls beseitigt werden).

An irgendwelche Anwandlungen bezüglich "nicht verletzen wollen" glaube ich nicht, schon gar nicht wenn ich mir den damals herrschenden Zeitgeist anschaue.

hmm,...  Leidensdruck, welcher nicht aus einer "Krankheit" resultiert, würde ich dann aber trotzdem mit psychologischen Mitteln versuchen zu mindern/beseitigen,... nur wenn dies erfolglos bleibt würde ich eine weiterführende, medizinische Behandlung mit "gutem Gewissen" in Erwägung ziehen können,... so rein vom logischen Verstand.
Ausserdem wäre dies ja dann aber spätestens in meinen Augen die Grenze zur Krankheit im medizinisch-psychologischen Sinne.

Zusätzlich gilt es aber doch vorallem im strategischen Sinne das gesellschaftliche Umfeld so zu ändern, dass Txyz auch erstmal grundsätzlich als "normale Variation" der "Geschlechter" wahrgenommen und gelebt werden kann,... mal das eigene Ego weggelassen,...

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Mia86 on 29. April 2015, 00:59:22 am
Wenn du nicht leidest, sollte dich niemand für krank erklären.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 29. April 2015, 01:09:54 am

hmm,...  Leidensdruck, welcher nicht aus einer "Krankheit" resultiert, würde ich dann aber trotzdem mit psychologischen Mitteln versuchen zu mindern/beseitigen,...


Mhmm, der Leidensdruck entsteht aus einem Konflikt zwischen Identität und Körperlichkeit. Der ist nicht an sich krank, aber erwiesenermaßen krankmachend.

Welche Mittel der Psychologie sollten denn da lindern? Welche haben sich in der Vergangenheit - immerhin runden 60 Jahren - als wirkungsvoll erwiesen? Im Gegenteil: 100% Fehlschlag werden sogar von der Fachwelt attestiert - also wieso dann Mittel einsetzen, die erwiesenermaßen nicht helfen werden und letztlich nur Leid erzeugen?

Wieso also restriktiver vorgehen als der fortschrittlichere oder zumindest liberalere Teil auch der Fachwelt es schon seit langem vorschlägt?


Und nochmal: die Konsequenzen, die sich aus dem Trans-Sein ergeben, sind individuell. Manchen reicht ein rein sozialer Wechsel.
Toll, ich wäre manchmal froh gewesen, wenn mir das gereicht hätte, besser noch, wenn ich einfach nur ein Teilzeitmodell hätte leben können.

Und klasse für Dich, wenn Du so wie Du jetzt lebst, für Dich richtig lebst. Ehrlich. Aber bitte verallgemeinere das nicht.

(und lies Dir bitte mal die "wissenschaflichen" Veröffentlichungen besonders der "konservativeren" Sexualwissenschaftler durch, bevor Du forderst, Dich in deren Hände zu begeben...)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 29. April 2015, 10:44:16 am


hmm,...  Leidensdruck, welcher nicht aus einer "Krankheit" resultiert, würde ich dann aber trotzdem mit psychologischen Mitteln versuchen zu mindern/beseitigen,...


Mhmm, der Leidensdruck entsteht aus einem Konflikt zwischen Identität und Körperlichkeit. Der ist nicht an sich krank, aber erwiesenermaßen krankmachend.

..aber der Konflikt entsteht doch grossteils auch, weil es keinen "vorgesehenen" Platz in unserer Gesellschaft für ein "drittes" Geschlecht gibt...
sieh dir doch z.B. mal Thailand an,... dort nimmt die Zahl derer, die nicht den "kompletten" Weg gehen zu, statt ab,... wie erklärst du dir das?


Welche Mittel der Psychologie sollten denn da lindern? Welche haben sich in der Vergangenheit - immerhin runden 60 Jahren - als wirkungsvoll erwiesen? Im Gegenteil: 100% Fehlschlag werden sogar von der Fachwelt attestiert - also wieso dann Mittel einsetzen, die erwiesenermaßen nicht helfen werden und letztlich nur Leid erzeugen?

Wie oben schon beschrieben, es geht meiner Meinung nach darum, Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.
Auch haben wir da in den letzten 30 Jahren viel erreicht,... mein heutiges Leben wäre damals so gesellschaftlich kaum möglich gewesen,...

Die "100%" Fehlschlag die du attestierst sehe ich vorallem darin begründet, dass auf somatische Massnahmen gesetzt wurde und Txyz generell als "Krankheit" angegangen wurde. Du vergisst die Macht des Geldes, die Wissenschaftsgläubigkeit und die menschenverachtende, medizinische Vergangenheit des letzten jahrhunderts vorallem auch in Deutschland.


Wieso also restriktiver vorgehen als der fortschrittlichere oder zumindest liberalere Teil auch der Fachwelt es schon seit langem vorschlägt?

Du sieht es furchtbar negativ weil du es direkt als Angriff empfindest.... es geht nicht um restriktiv, es geht darum, TS generell zu integrieren,... Wege zu normalisieren die nicht darauf aufbauen, somatische Massnahmen zu nutzen.
Es geht darum, endlich den bescheuerten Alltagstest in das umzuwandeln was er eigentlich psychologisch leisten kann,... ein potentes Übergangsinstrument welches eben nicht nur Sinn macht, um somatische Massnahmen durch Ärzte zu prüfen, sondern auch generell ein Gate darstellt für Betroffene in die Freiheit eines alternativ Geschlechtes,...
Auch gilt es das medizinische/psychologische Personal zu schulen, oder willst du mir erzählen, dass es tragbar ist, wie sehr heute die Kontrollfunktion der Ärzte unterwandert wird?


Und nochmal: die Konsequenzen, die sich aus dem Trans-Sein ergeben, sind individuell. Manchen reicht ein rein sozialer Wechsel.
Toll, ich wäre manchmal froh gewesen, wenn mir das gereicht hätte, besser noch, wenn ich einfach nur ein Teilzeitmodell hätte leben können.

Und klasse für Dich, wenn Du so wie Du jetzt lebst, für Dich richtig lebst. Ehrlich. Aber bitte verallgemeinere das nicht.

(und lies Dir bitte mal die "wissenschaflichen" Veröffentlichungen besonders der "konservativeren" Sexualwissenschaftler durch, bevor Du forderst, Dich in deren Hände zu begeben...)


Also bitte Beate,... ich bin die letzte die dazu auffordert, die eigene Selbständigkeit aufzugeben an irgendwelche idiotischen, unverantwortlichen "Ärzte"!
Ich empfinde die momentan gängige Praxis der "Angleichung" in der Medizin als faschistoid.

Und ich verallgemeinere auch nicht. Selbst ich würde in Einzelfällen sicherlich zum Ergebnis kommen, dass somatische Massnahmen die einzige Rettung für den Patienten darstellen,... aber doch nicht in diesem Ausmaß wie es heute der Fall ist!
Du machst es dir zu leicht, wenn du mich da in eine Ecke drücken willst aus der ich nicht komme. Ich möchte in erster Linie eine gesellschaftliche Integration von TS,... aber eben vollkommen unabhängig von somatischen Maßnahmen.
Sonst ist in meinen Augen auch keine Basis gegeben, ernsthaft verantwortungsvolle Entscheidungen im medizinischen Sektor zu treffen.

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 29. April 2015, 11:26:04 am

..aber der Konflikt entsteht doch grossteils auch, weil es keinen "vorgesehenen" Platz in unserer Gesellschaft für ein "drittes" Geschlecht gibt...
sieh dir doch z.B. mal Thailand an,... dort nimmt die Zahl derer, die nicht den "kompletten" Weg gehen zu, statt ab,... wie erklärst du dir das?


Meinst du das wirklich ernst? Ich glaube du sprichst hier von deinen Konflikt. Ich gehöre keinen "dritten" Geschlecht an und wüsste auch nicht wieso ich das jetzt sollte, nur damit es in deiner Welt passt. Dass in Thailand viele keinen für dich "kompletten" Weg gehen kann auch finanzielle Gründe haben, oder eben die Tatsache dass diese nicht mit denen die es eben tun nicht derart vergleichbar sind. Wieso muss man ständig alles pauschalisieren? Wieso kannst du es nicht akzeptieren dass es auch Menschen gibt die nunmal ins duale System passen? Wirklich ich verstehe das langsam nicht mehr. Einerseits rufe nach Akzeptanz, die dann aber bei dir selber zu wünschen übrig lassen.  >:(
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Andrea_K on 29. April 2015, 11:45:00 am
Der Konflikt entsteht aus den unterschiedlichsten Gründen. Weil es keinen Platz für "dazwischen" gibt. Weil die Geschlechterrollen eng und stringent verteilt sind und man sich dort nie 100%ig findet. Weil Leute eine klare Diskrepanz zwischen ihrem Geschlecht und ihrem Körper spüren. Und, und, und...

Es kann doch nicht so schwierig sein zu verstehen, dass das ganze hoch komplex und vielschichtig ist und es für die einen nur ein gesellschaftliches Problem ist und für andere tatsächlich ein massives körperliches.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Mia86 on 29. April 2015, 11:45:17 am
Liebe Bastienne,
Quote
Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.


Bitte mach auch Platz für Menschen denen erst durch eine "substraktive angleichung" geholfen ist, und nicht nur für dich. Und nein, ich bin nicht pervers.
Eine Regelung die nur auf "softe" Lösungen setzt wird sicher bei Vielen reichen, aber längst nicht bei allen. Die 100% Fehlschlag von denen Beate redet gibt es durchaus bei manchen, und ist auch nicht weiter Neu sondern in der Psychotherapie sehr wohl bekannt. Ich musste trotzdem Körper und Bewegungstherapien, 1001 Übungen für Körperliche und seelische Selbstannahme über mich ergehen lassen, nur damit die Ärzte sehen können das mich das tatsächlich so sehr mitnimmt das sich damit nicht arbeiten lässt und es da kein weiterkommen gibt.

Lass mich nicht außen vor wenn du nach einer Regelung Fragst die dir angenehmer ist, denk immer daran es gibt auch Menschen die nicht so prima klarkommen wo es einfach nicht geht wie bei dir.

Und noch mal: Ich bin nicht pervers.

Ich bin es aber irgendwo extrem leid mich quälen zu lassen nur damit arzt nummer 196 auch endlich sicher ist das es wohl nötig wird was zu tun. Dieser mist sollte eingeschränkt werden, ich brauch für nichts anderes so viele Fachärzte die zum selben ergebniss kommen müssen und dermaßen lange beobachtung. Wirklich nichts. Als ich meine Nebenhöhlen operieren lassen musste hatte ich vom HNO Befund zum CT, zum weiteren HNO befund, überweisung und schliesslich dem OP Termin eine Zeitspanne von 2 Stunden und war eigentlich nur wegen was ganz anderem hin gegangen. 4 Tage Krankenhausaufenthalt und 3 1/2 stunden Eingriff. Da wurde keine TK gefragt, kein MDK eingeschaltet und auch sonst keine Gutachter beteiligt.

Das ist das andere Extrem, aber irgendwo in der mitte wird man sich ja wohl treffen können.

Die Leute nehmen mir meine Entscheidungsfreiheit und meine Zurechnungsfähigkeit weg. Klar gibt es Idioten und Psychisch kranke die vllt. den Größten Fehler ihres Lebens machen. Aber daran hindert mich sonst auch niemand, nicht wenn ich besoffen ins auto einsteige, verträge abschliesse die ich mir nicht leisten kann, aus versehen meine Bude abfackel oder ähnliches.

Begutachtung und Bewertung und Bestätigung die NULL rücksicht darauf nimmt was der Patient sagt sind einfach MEGA entmündigend. Es ist das Geld der Krankenkasse, natürlich. Aber das bedeutet doch nicht das ich mich plötzlich behandeln lassen muss als hätte ich jedes Recht auf Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit abgetreten. Ich zahl da schliesslich auch ein.

K.A.
Diese ganzen Therapien sind die größte Geldverschwendung aller Zeiten gewesen, und das hätte ich der Kasse locker ersparen können. Aber mir glaubt keiner, meinem Therapeuten glaubt die KK nicht genug, das gericht möchte auch gerne noch zwei gutachter und schlussendlich macht sich der MDK dann auch noch mal sein eigenes Bild, aber erst wenn alles andere nicht geklappt hat. Obwohl ich vom ersten Tag schon wusste wo es hin geht und nur darauf warte das diese ganzen Bürokraten sich endlich mal selbst überzeugen und mit ihren Papier-anleitungen Schritt für Schritt nach 0815 vorgehen damit am ende niemand in der Verantwortung steht. Weil mehr ist es nicht.

Offensichtlich hält mich niemand für qualifiziert mit meinen zwei Fachärzten eine Entscheidung zu treffen deren Verantwortung und Konsequenzen ich dann auch tragen kann.

Wahrscheinlich halten die mich auch für Pervers?
Tut mir leid aber mich regt es auf so viel verbissenes unverständnis zu bekommen.
"Ich kann mir das nicht vorstellen also glaub ich dir kein Wort!"

lg
Mia

p.s.: Wenn du den Traum träumst das es in einer perfekten Gesellschaft mit totaler Integration und Annahme für jeden und alles, dann auf magische art und weise keinen Grund für Gaop mehr geben wird, dann liegst du einfach mega daneben. Und das kann ich dir mit solcher bestimmtheit sagen, weil ich WEIS das ich persönlich nicht in diesen Traum passe. Weniger Fälle weil es viele auch aus sozialen Gründen machen wollen? Bestimmt gibt es das, und das werden dann wohl auch WENIGER. Aber WENIGER ist nicht weg. Für mich würde die Akzeptanz anderer Menschen in der Beziehung keinerlei Unterschied machen. Auch die Akzeptanz meiner Familie und Freunde und meinem Beruflichen Umfeld macht da keinen unterschied.

Alle Menschen die mir wichtig sind würde damit leben können wenn ich mich nicht operieren lasse, das wäre gar kein Problem. Aber es ändert nichts, absolut überhaut gar nichts, daran das ich es für mich brauche um Frieden zu haben. Weil mein Körper mir erst dann  frieden und das gefühl gibt das er zu mir gehört wenn das korrigiert wurde. Vorher gehören ich und mein Körper nur auf dem Papier zusammen.

Und ich glaube der Punkt ist immer noch nicht so ganz klar bei Vielen. Diese ganzen Eingriffe sind hin und wieder halt schon genau das richtige für den Patienten der sich auch nichts anderes wünscht.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 29. April 2015, 12:16:08 pm

..aber der Konflikt entsteht doch grossteils auch, weil es keinen "vorgesehenen" Platz in unserer Gesellschaft für ein "drittes" Geschlecht gibt...

Nein. Glaub mir, den Raum hätte ich mir schon genommen, wenn ich ihn gebraucht hätte. Innerhalb meiner Familie wäre das sogar um einiges einfacher geworden. Aber ich benötige die Angleichung für *mich*.

Quote
sieh dir doch z.B. mal Thailand an,... dort nimmt die Zahl derer, die nicht den "kompletten" Weg gehen zu, statt ab,... wie erklärst du dir das?

Das kann man nicht ohne Blick auf die wirtschaftlichen Randbedingungen verstehen: eine Angleichung kostet Geld, besonders die OP. Wenn das nicht vom Gesundheitssystem übernommen wird, bleiben halt einige außen vor. Und wenn die soziale Schere aufreißt (das passiert nicht nur hierzulande), kannst Du Dir das Ergebnis an allen 10 Fingern abzählen.

Quote

Wie oben schon beschrieben, es geht meiner Meinung nach darum, Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.

Das darfst Du gerne tun. Aber bedenke bitte, dass der Wunsch nach der körperlichen Angleichung zuallererst mal aus einem selbst kommt. Da ich ihn 47 Jahre lang weggedrückt habe, weiß ich durchaus, wovon ich diesbezüglich rede.

Der Platz in der Gesellschaft entsteht dadurch, dass man ihn sich nimmt und in seinem Umfeld positiv wirkt. Nicht dadurch, dass man andere dazu zwingt, sich diesen Platz zu nehmen. Auch nicht temporär ("Alltagserprobung").


Quote
Die "100%" Fehlschlag die du attestierst sehe ich vorallem darin begründet, dass auf somatische Massnahmen gesetzt wurde


Nein, sondern ganz ausdrücklich darauf, dass man somatische Maßnahmen als allerletztes Mittel ansieht und die Normabweichung erst mal mit "psychologischen Mitteln" vulgo Gehirnwäsche heilen will. DAS ist menschenverachtend, und DAS ist eine Fortsetzung der menschenverachtenden Tradition der Psychiatrie, die sich keineswegs nur auf Deutschland beschränkt (denk nur mal an John Money) und es ist ein Glück, dass das inzwischen in den Menschenrechtsorganisationen anerkannt ist.

Quote
. Wege zu normalisieren die nicht darauf aufbauen, somatische Massnahmen zu nutzen.


Die sind doch nicht mehr oder nicht weniger normal. Es gab immer wieder und zu nahezu jeder Zeit Menschen, die in dieser Nische lebten. Auch das TSG in seiner ursprünglichen Form schuf dazu bereits einen brauchbaren juristischen Rahmen: wenn man wollte, konnte man seinen Namen ändern und so im Alltag weitegehend normal im empfundenen Geschlecht leben.

Quote
Es geht darum, endlich den bescheuerten Alltagstest in das umzuwandeln was er eigentlich psychologisch leisten kann,... ein potentes Übergangsinstrument welches eben nicht nur Sinn macht, um somatische Massnahmen durch Ärzte zu prüfen, sondern auch generell ein Gate darstellt für Betroffene in die Freiheit eines alternativ Geschlechtes,...

Es geht darum, diese Dauerdiagnostik durch ein therapeutisches Angebot zu ersetzen, das an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen ansetzt und das sie nicht auf das T* reduziert.

Quote
Auch gilt es das medizinische/psychologische Personal zu schulen, oder willst du mir erzählen, dass es tragbar ist, wie sehr heute die Kontrollfunktion der Ärzte unterwandert wird?


Wieso haben Ärzte eine Kontrollfunktion? Wieso müssen sie die haben? Wieviel Obrigkeitsstaat möchtest Du?


Quote

Also bitte Beate,... ich bin die letzte die dazu auffordert, die eigene Selbständigkeit aufzugeben an irgendwelche idiotischen, unverantwortlichen "Ärzte"!


Aber weiter oben forderst Du die ärztliche Kontrollfunktion, gell?

Ich empfinde die momentan gängige Praxis der "Angleichung" in der Medizin als faschistoid.

Quote
Und ich verallgemeinere auch nicht. Selbst ich würde in Einzelfällen sicherlich zum Ergebnis kommen, dass somatische Massnahmen die einzige Rettung für den Patienten darstellen,... aber doch nicht in diesem Ausmaß wie es heute der Fall ist!
Du machst es dir zu leicht, wenn du mich da in eine Ecke drücken willst aus der ich nicht komme. Ich möchte in erster Linie eine gesellschaftliche Integration von TS,... aber eben vollkommen unabhängig von somatischen Maßnahmen.


Du verkennst allerdings, dass der Wunsch nach der Angleichung zuallererst einmal von den Betroffenen selbst ausgeht, und dass die tradierte Rolle der Medizin die des Türstehers ist, der nur begrenzt Zugang zu den benötigten Ressourcen bieten will. Übrigens einschließlich Wegsperren in der Psychiatrie. DAS ist der tiefere Sinn dessen, was Du in den SOC, vor allem aber den Behandlungsrichtlinien des MDS und dem Vorgängerpapier p29b lesen kannst.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Daphne on 29. April 2015, 16:11:40 pm
Ich verstehe gar nicht, von was ihr überhaupt redet. Meine Therapeutin hat Trans nie in Frage gestellt und wollte auch nichts wegtherapieren, kein Arzt hat je versucht, mich in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 29. April 2015, 16:23:58 pm

Ich verstehe gar nicht, von was ihr überhaupt redet. Meine Therapeutin hat Trans nie in Frage gestellt und wollte auch nichts wegtherapieren, kein Arzt hat je versucht, mich in eine bestimmte Richtung zu lenken.


Es gibt aber immer wieder solche Geschichten und nur weil du sie nicht erlebt hast, heißt das nicht dass es diese Situationen nicht gäbe. Du kannst dir ja mal anschauen wie die Leute z.B. mit der Bart Epi kämpfen oder überhaupt damit einen Psychologen zu finden, wo man schon mal 3 Monate im Regen gelassen wurde. Dann das Verfahren mit der Pä, ist ja auch klasse und auf jedenfall mehrere tausend Euro wert. Nur mal um so ein paar Dinge zu nennen. Auch Psychologen wo die Patienten im dunkeln sitzen gelassen werden sind mir zumindest in meiner Umgebung mittlerweile ein Begriff. Wenn du die Probleme nicht hast und alles gut läuft, glück gehabt, aber erzähle einen nichts von heiler Welt.
Nebenbei sprechen wir hier sonst über absolut Fragwürdige Ansichten, oder besser gesagt Fremdbestimmung, da manche es wieder mal nicht wahrhaben wollen dass es einen Leidensdruck gibt, der sich nur Körperlich behandeln lässt.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: c-j on 29. April 2015, 17:23:49 pm


Nebenbei sprechen wir hier sonst über absolut Fragwürdige Ansichten, oder besser gesagt Fremdbestimmung, da manche es wieder mal nicht wahrhaben wollen dass es einen Leidensdruck gibt, der sich nur Körperlich behandeln lässt.


Und diese angst vor Fremdbestimmung habe ich seit der Kinderheit, wo klein Cveta als Schutzmechanismus entstanden ist. Ohne klein Cveta gäbe es mich nicht mehr. Wenn dann ein unwissender Psychiater mir daraus Strick bastelte, fühle ich mich sehr verunsichert. Das alles nur, weil er Fetischmann mit traumatisierter Frau verwechselte. Aber in 15 min Sitzungen bekommt man das als Therapeut auch nicht mit.

Wenn man das mit Testoentzug hätte austreiben können, warum bin ich dann immer noch Babymädchen?
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Michi on 29. April 2015, 19:12:04 pm
Dass "die Gesellschaft", also Freunde oder Verwandte, irgendwelchen Druck in Richtung Operation ausgeübt hätten, muss ich für mich klar verneinen. Das genaue Gegenteil war der Fall, immer wieder kam das Statement: "Ist es das Risiko denn wert? Das sieht doch eh keiner." Ich brauchte die OP für mich, nicht für die Gesellschaft.

Anders ist es mit dem Leben in einer zwischengeschlechtlichen Rolle. Da sehe ich schon einen großen Sozialdruck, sich für eine Seite zu entscheiden. Notfalls abwechselnd, aber "irgendwie dazwischen" bereitet eben alltagspraktische Probleme, und Umständlichkeiten mögen die meisten Menschen nicht. Das verlinkte Bild aus der Simulator-Entwickler-Community zeigt es meiner Meinung nach deutlich: Ein "neutrales Geschlecht" wurde eingeführt, das Bild dazu spricht Bände.

http://opensimulator.org/wiki/File:Openvue-avatars-male-female-neutral-2010-08-27.jpg (http://opensimulator.org/wiki/File:Openvue-avatars-male-female-neutral-2010-08-27.jpg)
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: nicola f on 30. April 2015, 01:49:52 am

Mhmm, der Leidensdruck entsteht aus einem Konflikt zwischen Identität und Körperlichkeit. Der ist nicht an sich krank, aber erwiesenermaßen krankmachend.

Welche Mittel der Psychologie sollten denn da lindern? Welche haben sich in der Vergangenheit - immerhin runden 60 Jahren - als wirkungsvoll erwiesen? Im Gegenteil: 100% Fehlschlag werden sogar von der Fachwelt attestiert - also wieso dann Mittel einsetzen, die erwiesenermaßen nicht helfen werden und letztlich nur Leid erzeugen?


Das möchte ich entschieden bezweifeln:
Wie die Beispiele mehrerer Mitglieder dieses Forums belegen (zumindest Bastienne und ich – aber ich vermute, da gehören noch wesentlich mehr dazu), ist es möglich mit einer weiblichen Identität in einem männlichen Körper zu leben. Wirklich konflikthaft wird das jedoch, wenn die betroffene Person davon überzeugt ist, dass eine weibliche Identität mit einem männlichen Körper unvereinbar ist. Diese Überzeugung ist meines Erachtens nicht einfach selbstgemacht, sondern entspringt einem in vielen Gesellschaften tief verankerten Tabu gegen eine Vermischung der Geschlechter innerhalb einer Person.

Diese Einstellung ist z.B. mit psychotherapeutischen Mitteln veränderbar. Zumindest bei mir hat das deutliche Erfolge gezeigt. „100 % Fehlschlag“ ist somit nicht zutreffend. Genauso wenig trifft aber auch ein 100 %-iger Erfolg zu. Und für diejenigen, bei deren es nicht möglich ist ihre männlichen und weiblichen Anteile miteinander zu versöhnen können angleichende Maßnahmen die  Rettung sein.

Ich möchte lediglich zu bedenken geben, dass der Versuch einer Versöhnung lohnend sein könnte, bevor eine der beiden Seiten zum Vernichtungsfeldzug gegen die andere ansetzt.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 30. April 2015, 02:25:35 am
Es geht doch nicht um Vernichtungsfeldzug. Zumindest mir nicht. Und auch "Versöhnen" geht mir viel zu weit. Notfalls wäre ich ohne Ga-OP ausgekommen, deutlich schwieriger wäre es für mich ohne HRT geworden. Und es hat seinen Grund, wieso ich vorher eine Orchiektomie habe durchführen lassen - zumindest die blöden ständig schmerzenden Dinger mussten weg.
Ansonsten habe ich nichts "vernichtet", sondern nur ein bisserl angepasst, damit es in sich stimmiger ist. Und wenn es schonender hätte angeglichen werden können - unbedingt.

Nochaml zu den gesellschaftlichen Normen: ich war 10 oder 11, als der Wunsch nach einer operativen Angleichung erstmals explizit wurde. Das kam einfach von innen heraus, und war ganz sicher nicht irgendwelchen doch ziemlich abstrakten gesellschaftlichen Tabus gelenkt.

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 09:13:57 am

Liebe Bastienne,
Quote
Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.


Bitte mach auch Platz für Menschen denen erst durch eine "substraktive angleichung" geholfen ist, und nicht nur für dich. Und nein, ich bin nicht pervers.

Liebe Mia, natürlich wollte ich nicht sagen, dass du oder andere, denen damit geholfen ist, pervers sind! Meine Aussage bezog sich auf die Grundvorstellung vieler Mediziner, mit welcher sie die Problematik angehen.


Eine Regelung die nur auf "softe" Lösungen setzt wird sicher bei Vielen reichen, aber längst nicht bei allen. Die 100% Fehlschlag von denen Beate redet gibt es durchaus bei manchen, und ist auch nicht weiter Neu sondern in der Psychotherapie sehr wohl bekannt. Ich musste trotzdem Körper und Bewegungstherapien, 1001 Übungen für Körperliche und seelische Selbstannahme über mich ergehen lassen, nur damit die Ärzte sehen können das mich das tatsächlich so sehr mitnimmt das sich damit nicht arbeiten lässt und es da kein weiterkommen gibt.

Lass mich nicht außen vor wenn du nach einer Regelung Fragst die dir angenehmer ist, denk immer daran es gibt auch Menschen die nicht so prima klarkommen wo es einfach nicht geht wie bei dir.

Und noch mal: Ich bin nicht pervers.

:( ...ich beziehe mich hier nicht auf deinen individuellen Fall, Mia. Ich stehe sozusagen hinter jeder Lösung, die dir gut tut.
Lass mich an dieser Stelle bitte trotzdem sagen, dass ich von den meisten Psychologen auf diesem Sektor nichts halte, da sie der Problematik nicht gewachsen sind.



Ich bin es aber irgendwo extrem leid mich quälen zu lassen nur damit arzt nummer 196 auch endlich sicher ist das es wohl nötig wird was zu tun. Dieser mist sollte eingeschränkt werden, ich brauch für nichts anderes so viele Fachärzte die zum selben ergebniss kommen müssen und dermaßen lange beobachtung. Wirklich nichts. Als ich meine Nebenhöhlen operieren lassen musste hatte ich vom HNO Befund zum CT, zum weiteren HNO befund, überweisung und schliesslich dem OP Termin eine Zeitspanne von 2 Stunden und war eigentlich nur wegen was ganz anderem hin gegangen. 4 Tage Krankenhausaufenthalt und 3 1/2 stunden Eingriff. Da wurde keine TK gefragt, kein MDK eingeschaltet und auch sonst keine Gutachter beteiligt.

Das ist das andere Extrem, aber irgendwo in der mitte wird man sich ja wohl treffen können.

Hier handelt es sich aber doch auch um einen wesentlich leichter zu definierenden Sachverhalt,.. zumindest aus medizinischer Sicht,...


Die Leute nehmen mir meine Entscheidungsfreiheit und meine Zurechnungsfähigkeit weg. Klar gibt es Idioten und Psychisch kranke die vllt. den Größten Fehler ihres Lebens machen. Aber daran hindert mich sonst auch niemand, nicht wenn ich besoffen ins auto einsteige, verträge abschliesse die ich mir nicht leisten kann, aus versehen meine Bude abfackel oder ähnliches.

Bitte differenziere diese Sachverhalte. Für die anderen von dir genannten "Taten" forderst du aber keine Unterstützung der Allgemeinheit an.
Auch gibst du in dem Moment Entscheidungsgewalt bewusst auf, an dem du dich für fremde Hilfe entscheidest,... dies ist ein generelles Phänomen.


Begutachtung und Bewertung und Bestätigung die NULL rücksicht darauf nimmt was der Patient sagt sind einfach MEGA entmündigend. Es ist das Geld der Krankenkasse, natürlich. Aber das bedeutet doch nicht das ich mich plötzlich behandeln lassen muss als hätte ich jedes Recht auf Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit abgetreten. Ich zahl da schliesslich auch ein.
...soviel zur Perversität dieses Systems.... ;)


K.A.
Diese ganzen Therapien sind die größte Geldverschwendung aller Zeiten gewesen, und das hätte ich der Kasse locker ersparen können. Aber mir glaubt keiner, meinem Therapeuten glaubt die KK nicht genug, das gericht möchte auch gerne noch zwei gutachter und schlussendlich macht sich der MDK dann auch noch mal sein eigenes Bild, aber erst wenn alles andere nicht geklappt hat. Obwohl ich vom ersten Tag schon wusste wo es hin geht und nur darauf warte das diese ganzen Bürokraten sich endlich mal selbst überzeugen und mit ihren Papier-anleitungen Schritt für Schritt nach 0815 vorgehen damit am ende niemand in der Verantwortung steht. Weil mehr ist es nicht.

Offensichtlich hält mich niemand für qualifiziert mit meinen zwei Fachärzten eine Entscheidung zu treffen deren Verantwortung und Konsequenzen ich dann auch tragen kann.

Wahrscheinlich halten die mich auch für Pervers?
Tut mir leid aber mich regt es auf so viel verbissenes unverständnis zu bekommen.
"Ich kann mir das nicht vorstellen also glaub ich dir kein Wort!"

lg
Mia


Liebe Mia, ich kann deinen individuellen Fall aus Unkenntnis nicht einschätzen, deswegen darf ich mir da auch kein Urteil erlauben,... trotzdem ist es doch leider fast immer ein ähnliches Gefühl der Fremdbestimmung, sobald man sich in andere Hände begibt,... wenn denen dann auch noch die fachliche Qualifikation aufgrund einer völlig verquerten Sichtweise fehlt kommt solch ein negatives Gefühl verständlicher Weise auf.


p.s.: Wenn du den Traum träumst das es in einer perfekten Gesellschaft mit totaler Integration und Annahme für jeden und alles, dann auf magische art und weise keinen Grund für Gaop mehr geben wird, dann liegst du einfach mega daneben. Und das kann ich dir mit solcher bestimmtheit sagen, weil ich WEIS das ich persönlich nicht in diesen Traum passe. Weniger Fälle weil es viele auch aus sozialen Gründen machen wollen? Bestimmt gibt es das, und das werden dann wohl auch WENIGER. Aber WENIGER ist nicht weg. Für mich würde die Akzeptanz anderer Menschen in der Beziehung keinerlei Unterschied machen. Auch die Akzeptanz meiner Familie und Freunde und meinem Beruflichen Umfeld macht da keinen unterschied.

Du unterstellst mir in deiner akuten Situation nur ein "Schwarz und Weiss",... ich rede aber über "Bunt". Wie oft noch soll ich hier schreiben, dass auch ich bei manchen Fällen zu dem Ergebnis kommen würde, somatische Massnahmen zu Beführworten????
Du wirst spätestens wenn du angekommen bist erkennen, dass egal ob mit oder ohne OP etc. es ganz wichtig ist, Menschen wie uns auch gesellschaftlich ins Modell zu integrieren,... deshalb meine Prioritätensetzung (auch weil ich weiss, dass gerade Menschen wie ich, die auch mit weniger klarkommen noch Kapazitäten frei haben um auch solche Gesichtspunkte konzeptionell mit einzubeziehen).


Alle Menschen die mir wichtig sind würde damit leben können wenn ich mich nicht operieren lasse, das wäre gar kein Problem. Aber es ändert nichts, absolut überhaut gar nichts, daran das ich es für mich brauche um Frieden zu haben. Weil mein Körper mir erst dann  frieden und das gefühl gibt das er zu mir gehört wenn das korrigiert wurde. Vorher gehören ich und mein Körper nur auf dem Papier zusammen.

Und ich glaube der Punkt ist immer noch nicht so ganz klar bei Vielen. Diese ganzen Eingriffe sind hin und wieder halt schon genau das richtige für den Patienten der sich auch nichts anderes wünscht.
Mir ist das total klar,... aber bei mir fängt es da eben gedanklich erst an,....

Versuch mal das Gefühl ich würde mit deinem Weg nicht übereinstimmen, abzulegen,... mir gegenüber bist du frei und ich bin auf deiner Seite, auch wenn du manchmal meinst gegenteiliges herauszulesen.

Kuss, Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 09:17:25 am

Das möchte ich entschieden bezweifeln:
Wie die Beispiele mehrerer Mitglieder dieses Forums belegen (zumindest Bastienne und ich – aber ich vermute, da gehören noch wesentlich mehr dazu), ist es möglich mit einer weiblichen Identität in einem männlichen Körper zu leben. Wirklich konflikthaft wird das jedoch, wenn die betroffene Person davon überzeugt ist, dass eine weibliche Identität mit einem männlichen Körper unvereinbar ist. Diese Überzeugung ist meines Erachtens nicht einfach selbstgemacht, sondern entspringt einem in vielen Gesellschaften tief verankerten Tabu gegen eine Vermischung der Geschlechter innerhalb einer Person.

Alleine dass Menschen wie du nichts anderes können als ständig andere zu bevormunden, zeigt doch deutlich, dass du mit deiner Art und Weise eine Minderheit darstellst und zwar eine die mit sich alles andere als im reinen ist, auch wenn du es noch so oft versuchst darzustellen. Übrigens unterscheidest du dich deutlich von Bastienne was deine gesamte Art und Lebensweise angeht.
Ich glaube deine Geschichten langsam nicht mehr. Du kommst mit dir selbst nicht klar und bringst es immer wieder auf die Gesellschaft, dabei hast du nicht ansatzweise einen Punkt, wie denn nun deine "heile" Gesellschaft aussehen soll. Tausende Kastrate? Zwanghaftes verbieten jeglicher Geschlechter die selbst bei anderen Lebewesen eindeutig existieren? Du solltest dich selbst mal lesen und überlegen was du uns damit überhaupt sagen willst.

Quote
Diese Einstellung ist z.B. mit psychotherapeutischen Mitteln veränderbar. Zumindest bei mir hat das deutliche Erfolge gezeigt. „100 % Fehlschlag“ ist somit nicht zutreffend. Genauso wenig trifft aber auch ein 100 %-iger Erfolg zu. Und für diejenigen, bei deren es nicht möglich ist ihre männlichen und weiblichen Anteile miteinander zu versöhnen können angleichende Maßnahmen die  Rettung sein.


Indem du dich abgefunden hast Mann zu sein verstehe, sei ehrlich was anderes gibt es bei deinen Beiträgen und Thesen nicht. Schön für dich wenn du so lebst und dich daran erfreust zuhause mal ein RP zu haben, aber bitte lass uns damit in Ruhe.

Quote
Ich möchte lediglich zu bedenken geben, dass der Versuch einer Versöhnung lohnend sein könnte, bevor eine der beiden Seiten zum Vernichtungsfeldzug gegen die andere ansetzt.


Was das wieder wieder heißen soll...  ???
Ja wir sollen es gevölligst Akzeptieren wie wir geboren wurden, ich kenne so eine braune Partei und eine gewisse Kirche die dir bestimmt zuspruch geben wird. So viel Verlogenheit liest man selten.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 09:51:42 am


..aber der Konflikt entsteht doch grossteils auch, weil es keinen "vorgesehenen" Platz in unserer Gesellschaft für ein "drittes" Geschlecht gibt...

Nein. Glaub mir, den Raum hätte ich mir schon genommen, wenn ich ihn gebraucht hätte. Innerhalb meiner Familie wäre das sogar um einiges einfacher geworden. Aber ich benötige die Angleichung für *mich*.
...ich glaube dir was dich persönlich betrifft, Beate,... ich dachte ehrlich gesagt wir hätten schon lange meine Beweggründe zwischen uns geklärt. Ich stelle keine deiner Entscheidungen bezüglich deiner Person in Frage...
...aber es geht hier nicht um eine speziefische Einzelperson.


Quote
sieh dir doch z.B. mal Thailand an,... dort nimmt die Zahl derer, die nicht den "kompletten" Weg gehen zu, statt ab,... wie erklärst du dir das?

Das kann man nicht ohne Blick auf die wirtschaftlichen Randbedingungen verstehen: eine Angleichung kostet Geld, besonders die OP. Wenn das nicht vom Gesundheitssystem übernommen wird, bleiben halt einige außen vor. Und wenn die soziale Schere aufreißt (das passiert nicht nur hierzulande), kannst Du Dir das Ergebnis an allen 10 Fingern abzählen.

...die Berichte wo Ladyboys sich diesbezüglich klar äussern werden aber auch mehr. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Menschen, welche aus bestimmten Gründen keine somatischen Maßnahmen von Beführwortern dieser, gedanklich ausgeklammert werden auf grund "mangelnden Leidensdruck" (Ganz ehrlich: Mir persönlich mangelnden Leidensdruck zu unterstellen kommt einer Beleidigung gleich,... nur um das hier jetzt auch mal ganz klar zu formulieren!)
Dabei übersehen diese, dass eben die Txyz, die die Sache anders "geregelt" bekommen nun mal eben die zweite Gruppe der Betroffenen darstellt,.... (oder reden wir hier vlt. doch über eine "Grenze" zum Krankheitswert?)


Quote

Wie oben schon beschrieben, es geht meiner Meinung nach darum, Platz für Menschen wie uns zu schaffen, nicht darum, substraktiv das Individium "anzugleichen". Sowas finde ich von der Grundherangehensweise her pervers.

Das darfst Du gerne tun. Aber bedenke bitte, dass der Wunsch nach der körperlichen Angleichung zuallererst mal aus einem selbst kommt. Da ich ihn 47 Jahre lang weggedrückt habe, weiß ich durchaus, wovon ich diesbezüglich rede.


Ach nee! LOL

Sorry,.. wie unerwartet. Und du glaubst ehrlich, in mir sei nicht dieser "Wunsch"?!?!

Du redest nur immer von dir, Beate. Sorry, dass es für mich auch ein "uns" gibt  ::)


Der Platz in der Gesellschaft entsteht dadurch, dass man ihn sich nimmt und in seinem Umfeld positiv wirkt. Nicht dadurch, dass man andere dazu zwingt, sich diesen Platz zu nehmen. Auch nicht temporär ("Alltagserprobung").

Du weisst selber, dass es da zu differenzieren gilt je nach Patient. Und eine Prüfung des Sachverhaltes ist nunmal unablässlich, solange andere dafür haften. Nenn den Test wie du willst,... es ist und bleibt eine Prüfung für alle Seiten. Natürlich ist diese anders und kompetenter zu gestalten,...


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Die "100%" Fehlschlag die du attestierst sehe ich vorallem darin begründet, dass auf somatische Massnahmen gesetzt wurde


Nein, sondern ganz ausdrücklich darauf, dass man somatische Maßnahmen als allerletztes Mittel ansieht und die Normabweichung erst mal mit "psychologischen Mitteln" vulgo Gehirnwäsche heilen will. DAS ist menschenverachtend, und DAS ist eine Fortsetzung der menschenverachtenden Tradition der Psychiatrie, die sich keineswegs nur auf Deutschland beschränkt (denk nur mal an John Money) und es ist ein Glück, dass das inzwischen in den Menschenrechtsorganisationen anerkannt ist.

Ich schrieb schon mehrmals, dass ich die medizinische Herangehensweise als pervers erachte (auch für dich hier nocheinmal ausdrücklich: Psychologen etc. gehören zu dieser medizinischen Gruppe der Ärzte)


Quote
. Wege zu normalisieren die nicht darauf aufbauen, somatische Massnahmen zu nutzen.


Die sind doch nicht mehr oder nicht weniger normal. Es gab immer wieder und zu nahezu jeder Zeit Menschen, die in dieser Nische lebten. Auch das TSG in seiner ursprünglichen Form schuf dazu bereits einen brauchbaren juristischen Rahmen: wenn man wollte, konnte man seinen Namen ändern und so im Alltag weitegehend normal im empfundenen Geschlecht leben.

...aber eben nicht ausreichend, wie aktuelle Trends ja zeigen.


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Es geht darum, endlich den bescheuerten Alltagstest in das umzuwandeln was er eigentlich psychologisch leisten kann,... ein potentes Übergangsinstrument welches eben nicht nur Sinn macht, um somatische Massnahmen durch Ärzte zu prüfen, sondern auch generell ein Gate darstellt für Betroffene in die Freiheit eines alternativ Geschlechtes,...

Es geht darum, diese Dauerdiagnostik durch ein therapeutisches Angebot zu ersetzen, das an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen ansetzt und das sie nicht auf das T* reduziert.

volle Zustimmung


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Auch gilt es das medizinische/psychologische Personal zu schulen, oder willst du mir erzählen, dass es tragbar ist, wie sehr heute die Kontrollfunktion der Ärzte unterwandert wird?


Wieso haben Ärzte eine Kontrollfunktion? Wieso müssen sie die haben? Wieviel Obrigkeitsstaat möchtest Du?

Es fliessen A) Gelder von Krankenkassen und B) Ärzte haben wie du weisst eine Fürsorgepflicht



Quote

Also bitte Beate,... ich bin die letzte die dazu auffordert, die eigene Selbständigkeit aufzugeben an irgendwelche idiotischen, unverantwortlichen "Ärzte"!


Aber weiter oben forderst Du die ärztliche Kontrollfunktion, gell?


...natürlich,... aber ich fordere ja auch nicht dazu auf sich als Txyz an Ärzte auszuliefern,... this makes a huge difference, right?!  ;)



Quote

Ich empfinde die momentan gängige Praxis der "Angleichung" in der Medizin als faschistoid.


Quote
Und ich verallgemeinere auch nicht. Selbst ich würde in Einzelfällen sicherlich zum Ergebnis kommen, dass somatische Massnahmen die einzige Rettung für den Patienten darstellen,... aber doch nicht in diesem Ausmaß wie es heute der Fall ist!
Du machst es dir zu leicht, wenn du mich da in eine Ecke drücken willst aus der ich nicht komme. Ich möchte in erster Linie eine gesellschaftliche Integration von TS,... aber eben vollkommen unabhängig von somatischen Maßnahmen.


Du verkennst allerdings, dass der Wunsch nach der Angleichung zuallererst einmal von den Betroffenen selbst ausgeht, und dass die tradierte Rolle der Medizin die des Türstehers ist, der nur begrenzt Zugang zu den benötigten Ressourcen bieten will. Übrigens einschließlich Wegsperren in der Psychiatrie. DAS ist der tiefere Sinn dessen, was Du in den SOC, vor allem aber den Behandlungsrichtlinien des MDS und dem Vorgängerpapier p29b lesen kannst.


Naja,... also dies stellt jetzt aber deine ganz persönlichen Anschauung dar. Ich weiss nicht was bei dir als traditionell gilt bei Ärzten,... ich blicke da durchaus auf globale Verhältnisse und da ist die Rolle eines Arztes/Medizinmannes Patienten zu helfen,....

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 10:01:07 am

...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 10:04:16 am


...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3


Langsam nervt mich deine Sichtweise. Wieso muss deine Lage, dein Verständnis, deine Gefühle unbedingt und Zwanghaft so wie alle hier sein? Du willst keine GaOP und keine Hormone, das ist doch toll wenn du so leben kannst, aber die meisten können es nicht und da muss man doch zu stehen dass es nicht das gleiche ist!
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 10:11:34 am



...

Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.



Siehste Beate,... und hier ist der Punkt den du bei mir nicht schnallst!!
Auch ich habe natürlich solche Gedanken seit ich klein bin,... aber das heisst noch lange nicht, dass ich sie unbedingt umsetzen muss!!!
Langsam nervt mich diese introvertierte Sichtweise wirklich!

_@_y <3


Langsam nervt mich deine Sichtweise. Wieso muss deine Lage, dein Verständnis, deine Gefühle unbedingt und Zwanghaft so wie alle hier sein? Du willst keine GaOP und keine Hormone, das ist doch toll wenn du so leben kannst, aber die meisten können es nicht und da muss man doch zu stehen dass es nicht das gleiche ist!

hä? wie oft soll ich noch schreiben, dass ich nix generell gegen somatische Massnahmen habe??!!?? gehts noch?

schaltet mal endlich euren EGO_MODE_OFF ,... ihr unterstellt mir andauernd nur mich selbst zu sehen, dabei seid ihr anscheinend nicht in der Lage zu differenzieren.

Ist ja wie im Irrenhaus *provozierend guggz*  ;)  :-*

_@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 10:20:45 am
Dann fang an mal deine Aussage genau klarzustellen und vor allen inwieweit das noch eine Unterstellung sein soll. Du schreibst doch hier die ganze Zeit wie die Psychologen die Leute verführen würden, wie die GaOP doch garnicht nötig wäre bei den meisten, wie der ganze Weg doch absolut fehlgeleitet wäre und das alles gevölligst strenger zu sein hat. Dass du jeden einzelnen dann die Sache offen lässt oder schöne Worte gibt ändert nichts daran wenn du vermehrt immer mehr von einer Masse schreibst.
Dann kannst du es immer noch nicht akzeptieren, dich und deine Situation als etwas anderes zu sehen, bzw. nicht die Selbe. Du schreibst das dein Leidensdruck genauso wäre wie z.B. bei mir. Merkst du nicht dass du mir damit versuchst jeden Grund für die HRT, GaOP und alles andere abzusprechen?
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 10:43:37 am

Dann fang an mal deine Aussage genau klarzustellen und vor allen inwieweit das noch eine Unterstellung sein soll. Du schreibst doch hier die ganze Zeit wie die Psychologen die Leute verführen würden, wie die GaOP doch garnicht nötig wäre bei den meisten, wie der ganze Weg doch absolut fehlgeleitet wäre und das alles gevölligst strenger zu sein hat.

Nein,... ich schreibe: Es gilt Txyz jeglicher Coleur gesellschaftlich zu integrieren. Dies in Verbindung mit qualifiziertem medizinisch/psychologisch Fachpersonal würde die Anzahl derer, die somatische Massnahmen als unausweichlich betrachten, um einiges reduzieren. Diese Herangehensweise empfände ich als "artgerecht".

Auch schreibe ich: Für von der Gesellschaft getragene somatische Massnahmen hat eine Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu erfolgen. Der Alltagstest in heutiger Form ist leider mangelhaft auf Grund inkompetenten Fachpersonals.


Dass du jeden einzelnen dann die Sache offen lässt oder schöne Worte gibt ändert nichts daran wenn du vermehrt immer mehr von einer Masse schreibst.

Nein. Dies zeugt von meiner Fähigkeit differenzieren zu können. Ich trenne individuelle situationsspeziefische Gegebenheiten von übergeordneten Richtungsüberzeugungen.


Dann kannst du es immer noch nicht akzeptieren, dich und deine Situation als etwas anderes zu sehen, bzw. nicht die Selbe. Du schreibst das dein Leidensdruck genauso wäre wie z.B. bei mir. Merkst du nicht dass du mir damit versuchst jeden Grund für die HRT, GaOP und alles andere abzusprechen?

Nein,.. merke ich nicht und will ich auch nicht. Ich nehme wahr, dass du dich angegriffen fühlst,.... dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Einer davon könnte z.B. sein, dass es dich unsicher macht, weil du hinterfragst... weil es eben unangenehm ist zu erkennen, dass andere mit ähnlich gelagerter Problematik andere Lösungswege bevorzugen,...
Ich streite dir garnichts ab,... ich bin gut gebildet und mein Herz ist groß,... es ist in keinster Weise meine Absicht dir böses zu tun.
Ich lege meine Betonung eben aus strategischen Gründen auf "global",... dies heisst nicht, dass ich im Einzelfall zu gleichem Entschluss komme wie ich ihn auf einer globalen Ebene vertrete.

Alles Liebe, _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 11:16:17 am

Nein,... ich schreibe: Es gilt Txyz jeglicher Coleur gesellschaftlich zu integrieren. Dies in Verbindung mit qualifiziertem medizinisch/psychologisch Fachpersonal würde die Anzahl derer, die somatische Massnahmen als unausweichlich betrachten, um einiges reduzieren. Diese Herangehensweise empfände ich als "artgerecht".

Auch schreibe ich: Für von der Gesellschaft getragene somatische Massnahmen hat eine Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu erfolgen. Der Alltagstest in heutiger Form ist leider mangelhaft auf Grund inkompetenten Fachpersonals.

Dann merkst du aber wie immer nicht dass du wieder mal Menschen bevormunden willst mit guten "kompetenten" Fachpersonal, super!

Quote
Nein. Dies zeugt von meiner Fähigkeit differenzieren zu können. Ich trenne individuelle situationsspeziefische Gegebenheiten von übergeordneten Richtungsüberzeugungen.

Sehe keine differenzierung nur heiße Luft.

Quote
Nein,.. merke ich nicht und will ich auch nicht. Ich nehme wahr, dass du dich angegriffen fühlst,.... dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Einer davon könnte z.B. sein, dass es dich unsicher macht, weil du hinterfragst... weil es eben unangenehm ist zu erkennen, dass andere mit ähnlich gelagerter Problematik andere Lösungswege bevorzugen,...

Im Gegenteil, es nervt mich langsam ständig so einen Schwachsinn lesen zu müssen, der obenrein darauf abzielt anderen neuen weiter zu verunsichern, die endlich nach Jahrzehnten sich mal überwinden können. Unsicherheit habe ich nicht und nein ich hinterfrage mich in der Richtung auch nicht, da gibt es andere Themen wo ich das tuhe. Anders als du akzeptiere ich ähnlich gelagerte Lösungswege nur wird es natürlich immer schwieriger wenn es die andere Seite nicht kann. Indemfall würde ich sagen, wir drehen uns im Kreis und ich kann mit Menschen wie dir nichts anfangen, auch wenn ich es gerne anders hätte. Versuche es ansatzweise zu verstehen sind so eben unmöglich. Schade.

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Ich streite dir garnichts ab,... ich bin gut gebildet und mein Herz ist groß,... es ist in keinster Weise meine Absicht dir böses zu tun. Ich lege meine Betonung eben aus strategischen Gründen auf "global",... dies heisst nicht, dass ich im Einzelfall zu gleichem Entschluss komme wie ich ihn auf einer globalen Ebene vertrete.

Du tust es, auf einer Weise die dir vielleicht garnicht bewusst ist. Unsicherheit macht mir sowas nicht, wie sollte es. Glaub mir aus der Zeit bin ich lange raus. Es macht er Wut wenn ich Menschen vor mir habe die bewusst etwas nicht eingestehen können und dabei immer wieder versuchen was anderes vorzugeben. Ist genauso bei Rechten und anderen Verschwörungsidioten, da habe ich ähnliche Reaktionen.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 12:29:10 pm
 :) ui



Nein,... ich schreibe: Es gilt Txyz jeglicher Coleur gesellschaftlich zu integrieren. Dies in Verbindung mit qualifiziertem medizinisch/psychologisch Fachpersonal würde die Anzahl derer, die somatische Massnahmen als unausweichlich betrachten, um einiges reduzieren. Diese Herangehensweise empfände ich als "artgerecht".

Auch schreibe ich: Für von der Gesellschaft getragene somatische Massnahmen hat eine Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu erfolgen. Der Alltagstest in heutiger Form ist leider mangelhaft auf Grund inkompetenten Fachpersonals.

Dann merkst du aber wie immer nicht dass du wieder mal Menschen bevormunden willst mit guten "kompetenten" Fachpersonal, super!

gesellschaftlich finanziell getragene somatische Maßnahmen = fachlich qualifizierte Kräfte notwendig um verifizieren zu können
Ärzte involviert = Fürsorgeverpflichtung für Ärzte

mehr sage ich nicht. ich bevormunde niemanden



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Nein. Dies zeugt von meiner Fähigkeit differenzieren zu können. Ich trenne individuelle situationsspeziefische Gegebenheiten von übergeordneten Richtungsüberzeugungen.

Sehe keine differenzierung nur heiße Luft.

ich dir zeigen: situationsspeziefische Differenzierung wird vorgenommen in dem ich jedes Mal entscheide, ob ich mich auf einen individuellen "Fall" beziehe (da gelten für mich andere Prioritäten gemäß der daraus erwachsenden, menschlichen Verantwortung einer Einzelperson gegenüber) oder mich auf generelle Gegebenheiten im Txyz-Bereich beziehe, wo ich es für sehr wichtig erachte, eine bestimmte Linie zu forcieren. Wo ist da heisse Luft, meine Liebe?



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Nein,.. merke ich nicht und will ich auch nicht. Ich nehme wahr, dass du dich angegriffen fühlst,.... dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Einer davon könnte z.B. sein, dass es dich unsicher macht, weil du hinterfragst... weil es eben unangenehm ist zu erkennen, dass andere mit ähnlich gelagerter Problematik andere Lösungswege bevorzugen,...

Im Gegenteil, es nervt mich langsam ständig so einen Schwachsinn lesen zu müssen, der obenrein darauf abzielt anderen neuen weiter zu verunsichern, die endlich nach Jahrzehnten sich mal überwinden können. Unsicherheit habe ich nicht und nein ich hinterfrage mich in der Richtung auch nicht, da gibt es andere Themen wo ich das tuhe. Anders als du akzeptiere ich ähnlich gelagerte Lösungswege nur wird es natürlich immer schwieriger wenn es die andere Seite nicht kann. Indemfall würde ich sagen, wir drehen uns im Kreis und ich kann mit Menschen wie dir nichts anfangen, auch wenn ich es gerne anders hätte. Versuche es ansatzweise zu verstehen sind so eben unmöglich. Schade.

Ich betone doch ausdrücklich, dass ich andere Lösungswege voll respektiere und im Einzelfall auch durchaus beführworten würde,.. wo siehst du da meine Übergrifflichkeit?
Schon mal was von Kathalysatorfunktionen gehört? Gibts durchaus auch im psychologischen Bereich  ;)
Wenn du sicher und save bist,.. dann mach dir doch keinen kopp über die kathalysierende Wirkung anderer Menschen die du nicht verstehn willst, wie mir,...



Quote
Ich streite dir garnichts ab,... ich bin gut gebildet und mein Herz ist groß,... es ist in keinster Weise meine Absicht dir böses zu tun. Ich lege meine Betonung eben aus strategischen Gründen auf "global",... dies heisst nicht, dass ich im Einzelfall zu gleichem Entschluss komme wie ich ihn auf einer globalen Ebene vertrete.

Du tust es, auf einer Weise die dir vielleicht garnicht bewusst ist. Unsicherheit macht mir sowas nicht, wie sollte es. Glaub mir aus der Zeit bin ich lange raus. Es macht er Wut wenn ich Menschen vor mir habe die bewusst etwas nicht eingestehen können und dabei immer wieder versuchen was anderes vorzugeben. Ist genauso bei Rechten und anderen Verschwörungsidioten, da habe ich ähnliche Reaktionen.
Dann sag mir was ich nicht eingestehen möchte. ich weise dich auch freundlichst darauf hin, dass ich zu keiner der beiden Gruppen gehöre die du nennst.

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: c-j on 30. April 2015, 13:19:45 pm

Dann merkst du aber wie immer nicht dass du wieder mal Menschen bevormunden willst mit guten "kompetenten" Fachpersonal, super!



So "Fachpersonal" hat mich re-traumatisiert. Veile spielen gerne männliche Machtspiele.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: nicola f on 30. April 2015, 13:58:18 pm

Es geht doch nicht um Vernichtungsfeldzug. Zumindest mir nicht.

Dass die Vernichtung nicht Dein Ziel ist, ist mir aus vielen anderen Äußerungen von Dir klar und wollte ich Dir auch keinesfalls unterstellen. Wenn das so angekommen ist, dann möchte ich mich dafür entschuldigen.
Bei anderen, die auch in diesem Thread geschrieben haben, habe ich da aber leider einen anderen Eindruck.
Aber auch wenn die Vernichtung nicht das eigentliche Ziel darstellt glaube ich, dass es wichtig ist sich darüber bewußt zu sein, dass durch jede Angleichungsmaßnahme auch etwas verlohren geht bzw. zerstört wird. Und hier empfinde ich manche Deiner Äußerungen als verharmlosend. Das Körperliche ist nach meinem Empfinden ein integraler Bestandteil jeder Persönlichkeit - auch wenn dies in unserer christlich-abendländischen Tradition mit ihrer ausgeprägten Körperfeindlichkeit oft verdrängt wird.


Nochaml zu den gesellschaftlichen Normen: ich war 10 oder 11, als der Wunsch nach einer operativen Angleichung erstmals explizit wurde. Das kam einfach von innen heraus, und war ganz sicher nicht irgendwelchen doch ziemlich abstrakten gesellschaftlichen Tabus gelenkt.

Soweit ich mich erinnere muss ich etwa 6 bis 8 gewesen sein, als ich begann mir einen anderen Körper zu wünschen. Mit 10 bis 12 war mein Wunsch nach körperlicher Angleichung schon sehr vehement.
Das kann aber keinesfalls als Hinweis darauf gewertet werden, dass dabei Normen und Tabus keine Rolle spielen. Meist ist das eher ein subtieles Einwirken, dass von frühester Kindheit an auf uns wirkt und uns zu "anständigen Menschen" macht: Sitz anständig, sei liese, ein Junge weint nicht, sei lieb zu deiner Schwester, lass dir das nicht gefallen .... Tabus stehen nicht plötzlich mächtig vor uns, sondern wachsen ganz allmählich und meist unbewust zu völlig verinnerlichten Normen, die so selbstverständlich erscheinen, das sie garnichtmehr wahrgenommen werden.


Geh doch mal davon aus, dass zumindest bei den meisten derer, die die operative Angleichung benötigen, dies tiefstem inneren Bedürfnis entspringt. Genau wie zumindest ich Bastienne und Dir glaube, dass das bei Euch nicht der Fall ist.

Mir ist sehr bewußt, dass bei den allermeisten tiefe innere Bedürfnisse eine zentale Triebfeder für Angleichungsmaßnahmen sind. Im Gegensatz zu Deiner Vermutung kenne ich dieses tiefe innere Bedürfniss nach einem weiblichen Körper und die daraus erwachsende Not von mir sleber mehr als genug. Der Unterschied ist meines Erachtens daher eher, dass ich gelehrnt habe, mit dieser Not, die bei Dir zum Benötigen führt, anders umzugehen. Das kann vielleicht nicht jede, das muss keinesfalls jede, aber es ist zumindest eine Option. Und ich halte es für fatal wenn immer so getan wird, als ob diese Option grundsätzlich nicht existieren würde. Denn auch tiefe innere Bedürfnisse haben vielschichtige Ursachen, eine Entstehungsgeschichte und sind veränderbar. Und damit meine ich nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie sich verändern. So wie der Hunger als Grundgefühl zeitlebens bleibt, aber der Heißhunger auf Schokolade kann zu Apetit auf Obst und Salat werden. Genauso wird mein Bedürfnis nach eigener gelebter Weiblichkeit wohl immer bleiben, doch ob ich dazu einen weiblich aussehenden Körper brauche, das ist wandelbar.

Das gilt für mich und muss für sonst niemanden gelten.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 14:20:14 pm

Bei anderen, die auch in diesem Thread geschrieben haben, habe ich da aber leider einen anderen Eindruck.
Aber auch wenn die Vernichtung nicht das eigentliche Ziel darstellt glaube ich, dass es wichtig ist sich darüber bewußt zu sein, dass durch jede Angleichungsmaßnahme auch etwas verlohren geht bzw. zerstört wird. Und hier empfinde ich manche Deiner Äußerungen als verharmlosend. Das Körperliche ist nach meinem Empfinden ein integraler Bestandteil jeder Persönlichkeit - auch wenn dies in unserer christlich-abendländischen Tradition mit ihrer ausgeprägten Körperfeindlichkeit oft verdrängt wird.

Ich frage mich was ein Mensch wie du darüber zu entscheiden hast. Verharmlosen tut niemand diese OP und jede normal denkende Person wird sich im klaren sein was dort passiert. Nicht umsonst gibt es Vorgespräche und eine lange Zeit. Ich habe mich auch noch nicht entschieden wo ich hingehe und vor allen nicht wann. Ich lasse mir das aber auch nicht derart von anderen sagen, sondern mache mir ein eigenes Bild. Was dein letzten Satz angeht, deine Ansichten scheinen doch durchaus konform zu gehen was Tradition angeht, meinst du nicht? Sonst kläre mich mal bitte auf in welcher Richtung da denn bitte ein Unterschied sein soll, außer dass die einen Menschen wie mir direkt ins Gesicht sagen dass Gottes Dinge nicht geändert werden dürften.

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Soweit ich mich erinnere muss ich etwa 6 bis 8 gewesen sein, als ich begann mir einen anderen Körper zu wünschen. Mit 10 bis 12 war mein Wunsch nach körperlicher Angleichung schon sehr vehement.
Das kann aber keinesfalls als Hinweis darauf gewertet werden, dass dabei Normen und Tabus keine Rolle spielen. Meist ist das eher ein subtieles Einwirken, dass von frühester Kindheit an auf uns wirkt und uns zu "anständigen Menschen" macht: Sitz anständig, sei liese, ein Junge weint nicht, sei lieb zu deiner Schwester, lass dir das nicht gefallen .... Tabus stehen nicht plötzlich mächtig vor uns, sondern wachsen ganz allmählich und meist unbewust zu völlig verinnerlichten Normen, die so selbstverständlich erscheinen, das sie garnichtmehr wahrgenommen werden.

Wieso kannst du nicht aufhören nur dich zu sehen? Wieso schreibst du nur über deinen Weg wenn du uns bewertest? Du magst es so erlebt haben und bei dir mögen die Situationen zutreffen, aber sowas sagt nichts über die Allgemeinheit aus.

Quote
Mir ist sehr bewußt, dass bei den allermeisten tiefe innere Bedürfnisse eine zentale Triebfeder für Angleichungsmaßnahmen sind. Im Gegensatz zu Deiner Vermutung kenne ich dieses tiefe innere Bedürfniss nach einem weiblichen Körper und die daraus erwachsende Not von mir sleber mehr als genug. Der Unterschied ist meines Erachtens daher eher, dass ich gelehrnt habe, mit dieser Not, die bei Dir zum Benötigen führt, anders umzugehen.

Der Unterschied ist dass du weiterhin Mann bist und damit nicht fertig wirst, oder es dir nicht passt. Da kann ich dir aber nicht bei helfen. Sei ehrlich niemand von uns hier im Forum bevormundet dich, aber du kannst nicht damit aufhören, ständig deinen Weg als die Alternative darzustellen, genauso es nicht einfach akzeptieren dass diese für dich viel zu hohe Anzahl eben diese Angleichung will. 

Quote
Das kann vielleicht nicht jede, das muss keinesfalls jede, aber es ist zumindest eine Option.

Ja vielleicht so 1% oder lieber noch weniger? Am besten es gäbe keine Transsexuellen Psychopaten, damit du endlich mit dir selbst und deiner Situation zufrieden sein kannst. Tolles Ego.


Quote
Und damit meine ich nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie sich verändern. So wie der Hunger als Grundgefühl zeitlebens bleibt, aber der Heißhunger auf Schokolade kann zu Apetit auf Obst und Salat werden. Genauso wird mein Bedürfnis nach eigener gelebter Weiblichkeit wohl immer bleiben, doch ob ich dazu einen weiblich aussehenden Körper brauche, das ist wandelbar.

Und Schwule können geheilt werden gell? Ehrlich dein Vergleich ist mehr als unpassend. Wir diskutieren hier über die Identität, nicht der Gestaltung einer Freizeit oder einen Persönlichen Geschmack. Transsexualität ist kein Hobby und gerade das Menschen so spät erst zur Einsicht kommen zeigt doch dass es bei so gut wie jeden wirklich das letzte war was sie sein wollen aber nun mal sind. Ich wäre auch gerne richtig geboren, bin es aber nun mal nicht. Ich wünsche es niemanden Transsexuell sein.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 22:26:41 pm


...
Mir ist sehr bewußt, dass bei den allermeisten tiefe innere Bedürfnisse eine zentale Triebfeder für Angleichungsmaßnahmen sind. Im Gegensatz zu Deiner Vermutung kenne ich dieses tiefe innere Bedürfniss nach einem weiblichen Körper und die daraus erwachsende Not von mir sleber mehr als genug. Der Unterschied ist meines Erachtens daher eher, dass ich gelehrnt habe, mit dieser Not, die bei Dir zum Benötigen führt, anders umzugehen.

Der Unterschied ist dass du weiterhin Mann bist und damit nicht fertig wirst, oder es dir nicht passt. Da kann ich dir aber nicht bei helfen. Sei ehrlich niemand von uns hier im Forum bevormundet dich, aber du kannst nicht damit aufhören, ständig deinen Weg als die Alternative darzustellen, genauso es nicht einfach akzeptieren dass diese für dich viel zu hohe Anzahl eben diese Angleichung will.  

..dann bin ich in deinen Augen also auch Mann, Kaylee? Ich handhabe es genauso,... willst du uns jetzt ehrlich sagen, durch HRT oder OP wird man Frau?


Quote
Das kann vielleicht nicht jede, das muss keinesfalls jede, aber es ist zumindest eine Option.

Ja vielleicht so 1% oder lieber noch weniger? Am besten es gäbe keine Transsexuellen Psychopaten, damit du endlich mit dir selbst und deiner Situation zufrieden sein kannst. Tolles Ego.

Naja,... also mit 1% liegste wirklich weit drunter und daneben LOL
...ausserdem: WTF hat Optionen darstellen mit Ego zutun  ??? *nix rafft*



Quote
Und damit meine ich nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie sich verändern. So wie der Hunger als Grundgefühl zeitlebens bleibt, aber der Heißhunger auf Schokolade kann zu Apetit auf Obst und Salat werden. Genauso wird mein Bedürfnis nach eigener gelebter Weiblichkeit wohl immer bleiben, doch ob ich dazu einen weiblich aussehenden Körper brauche, das ist wandelbar.

Und Schwule können geheilt werden gell? Ehrlich dein Vergleich ist mehr als unpassend. Wir diskutieren hier über die Identität, nicht der Gestaltung einer Freizeit oder einen Persönlichen Geschmack. Transsexualität ist kein Hobby und gerade das Menschen so spät erst zur Einsicht kommen zeigt doch dass es bei so gut wie jeden wirklich das letzte war was sie sein wollen aber nun mal sind. Ich wäre auch gerne richtig geboren, bin es aber nun mal nicht. Ich wünsche es niemanden Transsexuell sein.
Öhm,.. hast du überhaupt verstanden, was nicola mit diesem bildlichen Gleichnis sagen wollte?!?

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 30. April 2015, 23:03:20 pm

..dann bin ich in deinen Augen also auch Mann, Kaylee? Ich handhabe es genauso,... willst du uns jetzt ehrlich sagen, durch HRT oder OP wird man Frau?

Bist du nicht, ich habe Nicola angesprochen und um dieses Urteil geben zu können muss man sich mit einer Person und auch das was sie schreibt genügend befasst haben.
Nicola hat selber in ihrer Vorstellung ihren Lebensstile geschrieben und glaube mir es hat wirklich nichts mit dir vergleichbares. Eigentlich halte ich auch die Klappe so gut wie ich kann, nur irgendwann ab einen gewissen Maß an Arroganz und Sätzen aus der Hintertür, reicht es. Übrigens seit über 2 Jahren das gleiche mit dieser Person. Hammer oder?
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Naja,... also mit 1% liegste wirklich weit drunter und daneben LOL
...ausserdem: WTF hat Optionen darstellen mit Ego zutun  ??? *nix rafft*

Ganz einfach alles zu tun damit es einen gut geht oder man gut darsteht auf Kosten anderer. Es ist für mich das gleiche wie die Leute die meinen dass es eine Pä erst nach der GaOP geben dürfte. Zwei Extreme die nerven.


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Und damit meine ich nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie sich verändern. So wie der Hunger als Grundgefühl zeitlebens bleibt, aber der Heißhunger auf Schokolade kann zu Apetit auf Obst und Salat werden. Genauso wird mein Bedürfnis nach eigener gelebter Weiblichkeit wohl immer bleiben, doch ob ich dazu einen weiblich aussehenden Körper brauche, das ist wandelbar.

Und Schwule können geheilt werden gell? Ehrlich dein Vergleich ist mehr als unpassend. Wir diskutieren hier über die Identität, nicht der Gestaltung einer Freizeit oder einen Persönlichen Geschmack. Transsexualität ist kein Hobby und gerade das Menschen so spät erst zur Einsicht kommen zeigt doch dass es bei so gut wie jeden wirklich das letzte war was sie sein wollen aber nun mal sind. Ich wäre auch gerne richtig geboren, bin es aber nun mal nicht. Ich wünsche es niemanden Transsexuell sein.
Öhm,.. hast du überhaupt verstanden, was nicola mit diesem bildlichen Gleichnis sagen wollte?!?

Um ehrlich zu sein wünsche ich mir es nicht verstanden zu haben, meine Hoffnung schwindet aber vom Beitrag zu Beitrag.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 30. April 2015, 23:17:51 pm
ah,.. oki.,...

ich meine,... gibt schlimmeres als als Mann betitelt zu werden,.. aber hat mich mal interessiert,.... ich weiss ja wieviel Weib ich lebe.

Ich hör jetzt auch auf zu nerven,...

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Jula on 01. May 2015, 10:40:15 am

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Und damit meine ich nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie sich verändern. So wie der Hunger als Grundgefühl zeitlebens bleibt, aber der Heißhunger auf Schokolade kann zu Apetit auf Obst und Salat werden. Genauso wird mein Bedürfnis nach eigener gelebter Weiblichkeit wohl immer bleiben, doch ob ich dazu einen weiblich aussehenden Körper brauche, das ist wandelbar.

Und Schwule können geheilt werden gell? Ehrlich dein Vergleich ist mehr als unpassend. Wir diskutieren hier über die Identität, nicht der Gestaltung einer Freizeit oder einen Persönlichen Geschmack. Transsexualität ist kein Hobby und gerade das Menschen so spät erst zur Einsicht kommen zeigt doch dass es bei so gut wie jeden wirklich das letzte war was sie sein wollen aber nun mal sind. Ich wäre auch gerne richtig geboren, bin es aber nun mal nicht. Ich wünsche es niemanden Transsexuell sein.

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Öhm,.. hast du überhaupt verstanden, was nicola mit diesem bildlichen Gleichnis sagen wollte?!?

Um ehrlich zu sein wünsche ich mir es nicht verstanden zu haben, meine Hoffnung schwindet aber vom Beitrag zu Beitrag.

Den Zweifeln von Bastienne schließe ich mich an. Spätestens ab deiner schwindenden Hoffnung "vom Beitrag zu Beitrag". Denn seit dem fraglichen Zitat hat Nicole nichts mehr geschrieben. Also sind es wohl mehr deine Beiträge, die die Hoffnung schwinden lassen, dass du willens und bereit bist, zu verstehen was Nicola meint.

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Der Unterschied ist dass du weiterhin Mann bist und damit nicht fertig wirst, oder es dir nicht passt.

Ansonsten möchte ich dich sehr bitten, den aggressiven Ton und die Unterstellungen zu mäßigen, sonst dauert deine Wiederkehr hier im Forum nicht lange. Du bist sicher nicht dazu berufen, Personen hier im Forum ein Geschlecht zuzuweisen. Hier hat jede Person das Geschlecht, das sie für sich beansprucht. Und wenn du das anders siehst, dann bist du hier falsch. Eine Entschuldigung gegenüber Nicola ist mE angebracht.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 01. May 2015, 15:05:11 pm

Den Zweifeln von Bastienne schließe ich mich an. Spätestens ab deiner schwindenden Hoffnung "vom Beitrag zu Beitrag". Denn seit dem fraglichen Zitat hat Nicole nichts mehr geschrieben. Also sind es wohl mehr deine Beiträge, die die Hoffnung schwinden lassen, dass du willens und bereit bist, zu verstehen was Nicola meint.

Sehe da jetzt keinen Zusammenhang, aber denk was du meinst. Ich muss auch nicht mich noch mal wiederholen.
Wie gesagt ich hoffe dass ich es nicht verstehe, aber ich glaube da wird es wohl keine derartige Äußerung geben, so wie immer.

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Der Unterschied ist dass du weiterhin Mann bist und damit nicht fertig wirst, oder es dir nicht passt.

Ansonsten möchte ich dich sehr bitten, den aggressiven Ton und die Unterstellungen zu mäßigen, sonst dauert deine Wiederkehr hier im Forum nicht lange. Du bist sicher nicht dazu berufen, Personen hier im Forum ein Geschlecht zuzuweisen. Hier hat jede Person das Geschlecht, das sie für sich beansprucht. Und wenn du das anders siehst, dann bist du hier falsch. Eine Entschuldigung gegenüber Nicola ist mE angebracht.
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Das bezog sich allgemein auf einen Lebensstile und gerne gebe ich dir das Zitat was Nicola vor ein Paar Monaten also noch während des Neustarts geschrieben hat. Ich kann gerne behaupten dies und jenes Geschlecht zu haben und ich akzeptiere es auch wenn jemand von sich das schreibt. Ich akzeptiere aber nicht einen Lebenstile als Lösung für Menschen wie mir aufgezwungen zu bekommen. Genauso lasse ich es mir nicht gefallen meinen Weg den ich gehe bewertet zu bekommen, was zur einer Hauptaufgabe dieser Person geworden zu sein scheint. Das daraus irgendwann bei mir die Kuschelpolitik ein Ende hat sollte klar sein denk ich.
Ob ich hier falsch oder richtig bin, im ernst, ist mir egal. Tut was ihr für richtig hält.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Jula on 01. May 2015, 15:20:44 pm
@Kaylee: Es genügt vollkommen, wenn du es schaffst, nicht jede Meinung, die dir nicht gefällt, als persönlichen Angriff zu werten.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Kaylee on 01. May 2015, 15:33:04 pm

@Kaylee: Es genügt vollkommen, wenn du es schaffst, nicht jede Meinung, die dir nicht gefällt, als persönlichen Angriff zu werten.

Dann wäre es aber mal auch schön zu sehen zu bekommen inwieweit es keiner wäre und nein ein Wort wie "ein paar wenige sind ja ausnahmen" reicht mir da nicht.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Daphne on 01. May 2015, 17:21:56 pm
Es ist für mich das gleiche wie die Leute die meinen dass es eine Pä erst nach der GaOP geben dürfte. Zwei Extreme die nerven.


Vielleicht hast du das ja schon vergessen, aber das war vierzig Jahre lang gesetzlicherr Standard.

Tut was ihr für richtig hält.


Darauf kannst du wetten.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: c-j on 02. May 2015, 11:30:50 am

Es ist für mich das gleiche wie die Leute die meinen dass es eine Pä erst nach der GaOP geben dürfte. Zwei Extreme die nerven.


Vielleicht hast du das ja schon vergessen, aber das war vierzig Jahre lang gesetzlicherr Standard.

Tut was ihr für richtig hält.


Darauf kannst du wetten.


Die große Lebensfrage ist, wie mit "Halbangleichung" tzrechkommen, wen aufgrund von Alter und krankeit häufiger mit Medizinbetriebs zu tun hat. Neben Klers halte ich ärzte für die transphobeste Bevölkerungsgruppe.

Als chronisch Kranke komme ich ja mehr als der Durchschnittsbürger mit Ärzten in Berührung. In Hinblick auf das Altern sehe ich meine Entscheifung richtig, nur was soziale Vernetzung angeht, da macht gaOP nichts einfacher, auch nicht bei Partnerschaften. Aber ich bemerke lagsame Verbesserung. Seit ich in regelmäßig Schliesien, Nordböhmen und Mitteldeutschland unterwegs bin, geht es langsam bergauf.

Auch setze ich mich damit Auseinander, warum ich zum Babymädchen wurde. Das hat Gründe in der Kindheit und ist mehr als ein plumper Fetisch, ging ja mit HRT auch nicht weg, eher im Gegental, post OP fühle ich mich als Klein Cveta mehr angekommen.

LG CJ
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 02. May 2015, 17:03:57 pm

...
Die große Lebensfrage ist, wie mit "Halbangleichung" tzrechkommen, wen aufgrund von Alter und krankeit häufiger mit Medizinbetriebs zu tun hat. Neben Klers halte ich ärzte für die transphobeste Bevölkerungsgruppe.

...ich denke dass liegt unteranderem an der momentan vorherrschenden "Nichtdifferenzierung" der Txyz-Bandbreite im medizinischen Bereich.
Allerdings zeigen sich da meiner Erfahrung nach auch noch andere Personengruppen auffällig,... wenn auch nicht mit dem ärztlichen "Hintergrundwissen".


Als chronisch Kranke komme ich ja mehr als der Durchschnittsbürger mit Ärzten in Berührung. In Hinblick auf das Altern sehe ich meine Entscheidung richtig, nur was soziale Vernetzung angeht, da macht gaOP nichts einfacher, auch nicht bei Partnerschaften. Aber ich bemerke lagsame Verbesserung. Seit ich in regelmäßig Schliesien, Nordböhmen und Mitteldeutschland unterwegs bin, geht es langsam bergauf.
  :) das freut mich zu lesen!


Auch setze ich mich damit Auseinander, warum ich zum Babymädchen wurde. Das hat Gründe in der Kindheit und ist mehr als ein plumper Fetisch, ging ja mit HRT auch nicht weg, eher im Gegental, post OP fühle ich mich als Klein Cveta mehr angekommen.

LG CJ
...auch dass liest sich gut. Auf jeden Fall hat "Babymädchen" nochmal zusätzlich andere Hintergründe und vorallem auch Bausteine als Txyz,.. wenn auch es sicherlich Überschneidungen gibt bzw. manche Ereignisse sich gegenseitig begünstigt haben mögen.

Alles Liebe, _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 10. May 2015, 23:06:07 pm
ok... es hat sich nichts geändert. ich hab jetzt keine 30 minuten gelesen, und denk, das wars dann für mich.

@bastienne, @nicola_f    ... bleibt dran. nicht hier, sondern überhaupt. Alles Gute Euch beiden.

@alle anderen: Euch natürlich auch.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 11. May 2015, 11:25:06 am

ok... es hat sich nichts geändert. ich hab jetzt keine 30 minuten gelesen, und denk, das wars dann für mich.

huhu *winkz*
was meinst du damit?


@bastienne, @nicola_f    ... bleibt dran. nicht hier, sondern überhaupt. Alles Gute Euch beiden.

@alle anderen: Euch natürlich auch.

Danke, dir auch alles Gute dieser Welt <3

alles liebe, _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 11. May 2015, 12:32:33 pm


was meinst du damit?



@bastienne: du hast ne PM... aber weil sich andere vielleicht die gleiche Frage stellen:

Ich  hab ein halbes Jahr Pause gemacht. Ich hatte mich sehr allein gefühlt, und hab festgestellt, dass ich selber eigene Probleme habe, bei denen mir keiner hier helfen kann. Dass ich mich besser auf mich selber konzentriere, und meine Energie für mein Leben verwende.

Jetzt ist das Anstrengendste rum, ich schaff das. Jetzt gehts um die Qualität in den Details. Ich dachte ich bin jetzt soweit, bestimmte Facetten zu teilen, und ein wenig abzugleichen, ein wenig über Partnerschaft, Aussenbild, Mann-Frau-Spannungen zu diskutieren. Das ist ein Thema das ich neu lernen muss.

Ich melde mich also wieder an und falle genau in eine Diskussion nach altem Muster.

Kann ich in diesem Minenfeld eine Diskussion führen darüber, wie frau damit umgeht, zum Tango aufgefordert zu werden, ablehnt mit den Worten, nur den führenden Part zu können, und plötzlich um so interessanter ist, weil es beim Tango wenig Frauen gibt die führen können? Und sich trotzdem nicht drauf einlässt, weil sie die Reaktion eines Stino-Umfelds fürchtet, wenn sie dann doch gelesen wird?

Das sind die Problemchen die mich drücken, und ich hab in den 30 Minuten des Psychologenthreads festgestellt, ich bin nicht am Ort wo mir geholfen werden kann.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: bastienne on 11. May 2015, 12:55:14 pm
Ja du solltest diese Dinge hier ansprechen, denn das sind die wirklich wichtigen Dinge bei gelebter Txyz.

Auch lebe ich z.B. ja auch ohne OP mein tägliches Leben und begegne ähnlich gelagerten Problematiken...

Freue mich auf dieses Thema!!

Alles Liebe _@_y <3
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 12. May 2015, 02:52:58 am

Kann ich in diesem Minenfeld eine Diskussion führen darüber, wie frau damit umgeht, zum Tango aufgefordert zu werden, ablehnt mit den Worten, nur den führenden Part zu können, und plötzlich um so interessanter ist, weil es beim Tango wenig Frauen gibt die führen können? Und sich trotzdem nicht drauf einlässt, weil sie die Reaktion eines Stino-Umfelds fürchtet, wenn sie dann doch gelesen wird?


Dabei ist die Lösung doch so einfach: geh doch nochmal in die Tanzschule ;-)

Ich war zweimal bis Goldstar...

(Ach so: es gibt auch "gleichgeschlechtlichen Tanz". Sogar turniermäßig. Da müssen dann beide Partner beide Schittfolgen können und wechseln sich im Verlauf des Tanzes in der Führungsrolle ab. Hab ich nie gemacht, stell ich mir aber spannend vor.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Hanseatin on 12. May 2015, 09:20:03 am

(Ach so: es gibt auch "gleichgeschlechtlichen Tanz". Sogar turniermäßig. Da müssen dann beide Partner beide Schittfolgen können und wechseln sich im Verlauf des Tanzes in der Führungsrolle ab. Hab ich nie gemacht, stell ich mir aber spannend vor.

Ich hätte ja so megamäßig Lust auf Tango Argentino und Tango Nuevo, meinetwegen auch mit wechselnden Rollen.
:-) Sarah
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 13. May 2015, 10:34:23 am

Dabei ist die Lösung doch so einfach: geh doch nochmal in die Tanzschule ;-)


Um dort zu erleben wie es ist, auf der Tanzfläche stehen gelassen zu werden? Du hast die Frage die ich mir stelle nicht verstanden.


(Ach so: es gibt auch "gleichgeschlechtlichen Tanz". Sogar turniermäßig. Da müssen dann beide Partner beide Schittfolgen können und wechseln sich im Verlauf des Tanzes in der Führungsrolle ab. Hab ich nie gemacht, stell ich mir aber spannend vor.


ich weiß. Und warum gibt es eigene Tanzturniere für gleichgeschlechtliche Paare? Weil beim Paartanz das heteronormative Rollenbild so richtig konserviert wird und Tanzlehrer da ganz speziell nicht nach "Führendem" und "Folgendem" unterscheiden, sondern nach Mann und Frau.

Mir gehts nicht ums Leben in Reservaten. Mir gehts nicht darum, als jemand "der mal ein Mann war, ich hab nen Blick für sowas" toleriert/ignoriert zu werden, sondern zu leben.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 13. May 2015, 10:40:16 am



Ich hätte ja so megamäßig Lust auf Tango Argentino und Tango Nuevo, meinetwegen auch mit wechselnden Rollen.



Ich hab ja das Glück, in einem etwas größeren Ballungsraum zu leben. Da hat's schon Angebote für "queer Tango".
Meistens sind das dann eigene Workshops, bei denen die Rollen umgedreht werden, auch mit Hinblick darauf, dass der Führende sich besser in die Folgende reindenken kann. Ich hab eine Gruppe gefunden die das regelmäßig macht, wie mann/frau schon praxis erwirbt für einen Tantreff mit unbekannten Partnern.

Hast schon mal Tango getanzt? Grade Tango Argentino hat ja keine festen Folgen, das geht so richtig auf die Konzentration, weil ja beide nicht wissen was als nächstes kommt.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Hanseatin on 13. May 2015, 12:54:12 pm

Hast schon mal Tango getanzt? Grade Tango Argentino hat ja keine festen Folgen, das geht so richtig auf die Konzentration, weil ja beide nicht wissen was als nächstes kommt.

Leider noch nicht, ich mag die Musik total gerne und finde sie inspirerend. Was ich auf YT so gesehen habe, finde ich schon sehr toll. Auf einem Video gibt es kaum Musik, eigentlich nur Andeutungen und das Paar füllt die Lücken aus und es passt so wunderschön.
:-) Sarah
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Beate on 13. May 2015, 13:03:06 pm

Mir gehts nicht ums Leben in Reservaten. Mir gehts nicht darum, als jemand "der mal ein Mann war, ich hab nen Blick für sowas" toleriert/ignoriert zu werden, sondern zu leben.


Mir gehts auch nicht um Reservate. Mir gehts vielmehr darum, so viel wie möglich aus dem alten Leben ins (gar nicht mehr) neue Leben zu transferieren und im Fall der Tanzschule (in der das Passing übrigens weitgehend gehalten hatte) auch Grundfertigkeiten nachzuholen, die mir fehlen.
Und mir geht es mehr noch als alles andere darum, die Weichen dafür zu stellen, was ich im Alter machen werde, wie ich alt werden kann, zumindest solange ich noch fit genug sein werde. Das muss ich *jetzt*, so Mitte 50-Anfang 60 leisten; allzu viel Zeit habe ich ja nicht mehr.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 13. May 2015, 16:54:50 pm
zum tanzen gehts übrigens -> hier (http://www.transgender-forum.com/index.php?topic=7625.0) weiter
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: michelangela on 18. May 2015, 22:14:12 pm

Ja du solltest diese Dinge hier ansprechen, denn das sind die wirklich wichtigen Dinge bei gelebter Txyz.


Scheint nicht so zu sein. Im Moment weiß ich gar ned was den Leuten wichtig ist. Manchmal denk ich , ich bin in nem eigenen Orbit ganz weit draussen, wo die luft verdammt dünn geworden ist.
Title: Re: Psychologe und Transsexualität
Post by: Mia86 on 19. May 2015, 01:24:38 am
Das ist normal mit dem Orbit. Was mir wichtig ist ändert sich aber auch im Stundentakt. Das möchte ich hier niemandem antun.

lg
Mia