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Topics - michelangela

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Politik & Weltgeschehen / Na toll - Eiliger Entwurf zu neuem TSG
Ich bin grade eben drübergeflogen:

Entwurf zu neuem TSG

kleine Zusammenfassung:

Es gibt ab 30.4. 2020 kein TSG mehr. dessen drei verbliebenen Paragraphen  werden in vielen Gesetzesänderungen abgebildet, Das meiste  in §409 des Gesetzes über Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. und §18, §19, und §20 des Bürgelichen Gesetz Buchs.

Die Personenstands- und Namensäderung wird unverändert auf Antrag beim Amtsgericht verhandelt.

Das Gericht soll den Ehegatten der antragstellenden Person anhören.

Die beiden Gutachten werden abgeschafft, und ersetzt durch eine verpflichtende, kostenlose Beratung. geregelt in einem Geschlechtsidentitätsberatungsgesetz Klingt erst mal gut, aber:
Die Menschen die die Beratung durchführen dürfen, benötigen die gleiche Qualifikation wie bisher auch die Gutachter. Und werden deshalb auch die gleichen Personen sein wie sie bisher begutachtet haben. Inhalt der Bescheinigung ist Auskunft darüber,  dass sich die beratene Person einem anderen Geschlecht, oder keinem Geschlecht zugehörig fühlt. und zweitens, dass sich das nicht ändern wird. Dies ist zu begründen. Im Prinzip also ein Gutachten, das nur anders genannt wird.

Die Kosten übernimmt das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Die Gesetzentwerfer gehen davon aus, dass die Beratung durchschnittlich 4 Stunden dauert. Das steht allerdings nur im Kommentar, in dem die Kosten erläutert werden, und in den Aufwandsabschätzungen, nicht im Gesetzestext. Ich kann leider keinen Anspruch lesen, dass die Person mit Trans, die zu dieser Zwangsberatung kommt, die Bescheinigung mit dem notwendigen Inhalt auch nach einer endlichen Stundenzahl bekommt.

Am Personenstandsgesetz wird auch wieder rumgebohrt, §45b wird so geändert dass er nur für Personen mit körperlichen Variation der Gechlechtsentwicklung gilt, Es wird festgeschrieben dass die Änderungen bei Inter nach §18, und Änderungen bei Trans nach §19 des BGB erfolgen. Ich hab nur wenig nachgebohrt, das scheinen alte §§ gewesen zu sein deren Nummern man neu genutzt hat, §18neu gilt für Intersex und definert diesen Zustand, und regelt dass hier, und nur hier das Verfahren nach §45b PStG anzuwenden ist; §19neu gilt für Trans und definiert diesen Zustand, und regelt das Verfahren nach §409 des o.g. Gesetzes anzuwenden ist, §20nu regelt die Folgen der Änderungen. Das Offenbarungsverbot ist auch im ³45b PStG geregelt.

Wie sagt Julia Monro: "Mit Selbstbestimmung hat das nichts zu tun."

Pesonen mit Inter dürfen sich auch beraten lassen, es ist aber nicht verpflichtend, es ist kürzer (nur zwei Stunden)


Und ja, angestrebt wird eine Gültigkeit ab 30.4.2020

3
Neu & Unbekannt / Respekt....
Bin ich tatsächlich die erste die das entdeckt hat?

Markus Ganserer

Ganz egal ob das die unsägliche TT Debatte wieder befeuern wird, oder nicht.  Es wird besser!
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Neu & Unbekannt / Fortschritte
Wenn ich einen meiner Vorstellungsthreads wiederfinden würde, könnte ich das abschließend dranhängen. Find ich nicht, kann ich nicht. Es ist es aber wert zu posten.

Für die die mich nicht kennen, ich bin 60 Jahre alt, und hatte mit 55 beschlossen, den 10 Jahren Alltagstest als Crossdresser endlich echtes Glück anzufügen. Namens- und Personsstandsänderung sind lange durch. Ich hab es zum einen den gesellschaftlichen Fortschritten, zum anderen meiner zielorientierten Persönlichkeit zu verdanken, dass die Transition ohne großen Schaden durchgelaufen ist. Bis auf ein paar "Freunde", Kollegen und Vorgesetzte, denen ich sagen musste dass ich ihr sexistisches und kotzkonservatives Gehabe nicht mehr aushalten möchte, gab es keine Verluste.

In dem Unternehmen, in dem ich arbeitete, war ich faktisch unkündbar , mochte aber den Job und die transphoben Kollegen einfach nicht mehr, und suchte was neues. Das ist in meinem Alter nicht ganz einfach, Objektiv nachvollziehbare Ablehnungen kamen nur von Menschen die mich überhaupt nicht kannten. Langsam aber sicher machte ich das an dem einen Thema fest, wer meine Vergangenheit kannte - 3/4 der Branche - würde mich niemals einstellen. Ziemlich öde Perspektive.

Nun gibt es ein Unternehmen, das aufgrund einiger strategisch guten Entscheidungen tatsächlich wächst und einstellt. Mit dem hatte ich auch bisher gar nichts zu tun. Menschen mit meiner Qualifikation sind dann doch selten genug, ich bekam ein interessantes Angebot. YAY! Ich hatte aber immer im Hinterkopf, was wäre wenn sich in der neuen Firma rumspräche, dass die Michaela einen großen Teil ihrer Berufserfahrung als Michael gemacht hatte? In der Probezeit gibt es keine Gründe für eine Kündigung. Sollte ich tatsächlich die Sicherheit meines alten Jobs aufgeben, nur weil der neue potentiell mehr Freude versprach? Aber ich nahm das Angebot trotzdem an.

Kurz danach kam ein Anruf von Herrn S. der mit mir das Einstellungsgespräch geführt hatte, meinem zukünftigen Chef. Wir besprachen die neuen Einsatzgebiete, die neuen Kunden, mein Chef erwähnte dass ein ehemaliger Kollege von mir sogar eine alte email von mir gefunden hätte. HMMM. Um auf den Busch zu klopfen, begann ich dann ein wenig Namedropping, erwähnte alte Kollegen, die jetzt auch in dem Unternehmen sind, bis er schließlich sagte, da gäbe es noch jemanden der mich kennt, und der für ihn arbeitet  Ich hätte den vor 15 Jahren mal eingestellt. Ich wusste gleich wer es war, und ich sagte zu meinem Chef, er hätte wohl dann ein paar Fragen. Und er sagte nein, der Kollege hätte zwar gesagt, ich hätte ihn damals eingestellt, und ich sei da noch Michael gewesen. Es mache aber sowohl für ihn als auch die Personalabteilung keinen Unterschied. 

Natürlich weiß ich nicht ob es einen gemacht hätte. Aber so kanns auch laufen. Wenn es will.

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Events & Parties / Spontandemo in Unterhaching (das ist bei München)
Falls jemand sofort ins Auto springen will, ist der Radius dieser Einladung ca. 400km!

Der Pfarrverband Unterhaching hat heute einen besonders homophoben Referenten zu Gast, der über "Ehe für Alle, ein westeuropäischer Irrweg" referieren wird. Der Pfarrer sagt selbst er konnte das leider nicht verhindern

Anstatt mit geballter Faust in der Tasche sich zu ärgern, lade ich ganz spontan zu einer Mahnwache am Veranstaltungsort ein.

https://www.facebook.com/events/1133568540118481/

Liebe Grüße!


@Daphne: Götheplatz
6
Trannies & Medien / Walking while Trans


Das Video ist schon länger unterwegs, ich hab bisher nur die Untertitel gelesen, ich mag den Amerikanischen Tonfall nicht so. Jetzt hab ich mir das voll reingezogen, auch den Text, der erklärt wie das Video gemacht wurde. Es ist es wert. Übersetzen ins Deutsche würde nicht so viel nützen, es ist schon sehr Amerikanisch das Ganze.



8
Trannies & Medien / Chevalier d'Eon: We are part of culture
We are part of culture ist eine Aktion, mit der auf den Beitrag homosexueller, transsexueller und queerer Menschen für die Kultur hingewiesen wird.
Portraitiert sind menchen wie Friedrich II, Selma Lagerlöft, Marlene Dietrich, Alan Turing, Freddy Mercury, und auch der Chevalier d'Eon.

Die Portraits werden in durchgehend auch in 2018 in großen Bahnhöfen ausgestellt. Näheres dazu auf http://wearepartofculture.de/de/

Vielleicht hier interessant, jetzt, und nur für kurze Zeit, gibt es das Portrait des Chevalier d'Eon auf T-shirts zu kaufen.


Die Mutter der Aktion, [url0www.100mensch.de]100% Mensch[/url]  macht schon einige Jahre Fundraisung für LGBT+ Themen, unter anderem auch die Produktion von Kampfliedern und LGBT-Jugendarbeit. Es ist wirklich berührend, sich in die Lieder mal reinzuklicken.


9
Events & Parties / Demo am 20.11. in München
So, hier wirds politisch...

Nachdem mir eingefallen ist dass es Leute gibt die nicht facebooken:

Ich veranstalte eine Demo gegen Transphobie und Sexismus

Ort: Start vor der bayerischen Staatskanzlei, ENde vor der Trans-Inter-Beratungsstelle Nähe Götheplatz
Datum: 20.11. 18:00h

Wer will darf das gerne bei den Fischen verlinken, ich mach das nicht.
Wer will darf auch seine Therapeuten/Operateure/Lieblingsverwandten einladen. Die kenne ich nicht!

anbei mein aktueller Mailingtext:

Liebe Unterstützer, liebe Freunde!

Heute ist der 7.11. und ich stelle fest: Nur noch 13 Tage bis zum 20.11. Erst mal Danke für Eure Zusagen, und für Euer Interesse! Mensch fühlt sich weniger alleine bei dem Zuspruch, und sieht, es gibt viele denen die Themen wichtig sind.

Schade finde ich, dass sich so wenig tut nach den Anfragen, die ich an die in allerlei Gremien vertretenen Parteien, oder auch die offizielle, gesponsorte "Homolobby" gerichtet habe. Vielleicht war ich auch zu blauäugig bei dem Gedanken, ein "Wir werden das in der Vorstandssitzung besprechen" hätte Gehalt. Aber das kann ja noch werden, jeder hat die Chance sich dem Wählerpotential von gefühlt Vielen anzunähern. War ich jetzt sarkastisch? Vielleicht. Sarkasmus hilft.

Vielen Dank an diejenigen die zugesagt haben, sich mit Redebeiträgen thematisch zu beteiligen! Ich brauche Euch! Ich weiß, wir sind viele, das soll die Welt auch sehen.



Anbei für die, die der Veranstaltung nicht auf Facebook folgen, eine vorläufige Übersicht in Schlagworten der Forderungen, die ich am 20.11. mit Eurer Unterstützung aussprechen möchte:

- Kooperation und Initiative des Freistaats beim Ersatz des TSG
   Unterstützung des Gesetzesentwurfs der Grünen in RLP zum Selbstbestimmungsgesetz
   Wesentliche Punkte: Entfall der Begutachtung, Ersatz des Gerichtsentscheids durch einen einfachen Verwaltungsakt
   Staatliche Finanzierung eines fachkundigen Beratungsangebot

- Registrierung von Straftaten aus Transphobie als Haßverbrechen, flächendeckend einheitliche Erfassung von Haßverbrechen

- Finanzierung von Selbsthilfe-Strukturen und Beratungsstellen für Frauen durch den Freistaat

- Finanzierung von Selbsthilfestrukturen und -beratungsstellen zum Thema Transsexualität durch den Freistaat

- Sicherstellung von flächendeckend fachgerechter medizinischer Versorgung von Personen, während und nach der Transition, insbesondere auch für Jugendliche sowie nicht-binär verortete Personen
   Wartezeiten bei Spezialisten
   Sensibilisierung des medizinischen Fachpersonals für transspezifische Besonderheiten
   Anerkennung des angegebenen Geschlechts bei Menschen mit Transsexualität
   
- Umsetzung und Einrichtung geschützter Unterkünfte für geflüchtete sowie obdachlose Personen mit Transsexualität

- Anerkennung von Transsexualität, Homosexualität und des weiblichen Geschlechts als Fluchtgrund bei bestimmten Herkunftsstaaten

- Flächendeckendes Angebot von Betreuungsplätzen für ältere homosexuelle und transsexuelle Menschen

- Thematisierung von Sexismus und geschlechtsspezifischer Prägung im Schulunterricht und als Weiterbildungsangebot in der Verwaltung und in der Wirtschaft

- Einstellung der staatlichen Unterstützung für offen sexistische Kirchen und Verbände

- Keine Zusammenarbeit und Unterstützung von Staaten mit staatlich geduldeter oder geförderter Transfeindlichkeit, Homofeindlichkeit und Frauenfeindlichkeit

- Unterstützung Alleinerziehender bis zum vollen Ausgleich der Mehraufwände (was vor allem Frauen betrifft)
   Kostenneutrale Kinderbetreung in einem Zeitfenster das Vollzeitwerwerbstätigkeit ermöglicht
   Ausgleich von durch Kinderbetreung verminderte Rentenansprüchen
   Erzwingung von Unterhaltszahlungen oder deren Ausgleich durch den Freistaat

Und Näheres zum Ablauf:

Die Veranstaltung beginnt am 20.11. um 18:00h, gegenüber der Staatskanzlei, Franz-Josef-Strauss-Ring 1, München

Die Dauer der Kundgebung vor Ort wird etwa 30 Minuten sein., wobei ich natürlich mit reger Aufmerksamket der, um diese Uhrzeit  gegenüber fleissig werkelnden Staatsmacht rechne, eine Aufmerksamkeit die ich mit entsprechnder Lautstärke und eine große Zahl von Teilnehmenden eher fördern möchte!

Danach ziehen wir über den Altstadtring zum Sub in die Müllerstraße, das wir ohne Stress und Hetze nach ca. 45 Minuten erreichen werden. Hier gibt es noch keine Zusage für einen Redebeitrag, zur Not singen wir halt einfach 15 Minuten.

Die Route führt dann weiter zur Lindwurmstraße, wo wir in unmittelbarer Nähe der Trans-Inter-Beratungstelle am Götheplatz die Schlußkundgebung haben werden.

Bringt bitte Geräte zum Krachmachen mit, Transparente nach Geschmack und passendem Thema, gute Laune und den Willen zur Veränderung!

Dankesehr!


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Trannies & Medien / Geschlechteruterschiede im Gehirn
Ich hab was ausgegraben, schon älter, aber wer sich das antun will, bitteschön:

Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn

Zusammengefasst schreibt die Autorin, dass die Unterschiede in Aufbau und Arbeitsweise zwischen den Geschlechtern im Gehirn nicht wirklich wissenschaftlich belastbar nachgewiesen sind. Für jede Studie die sie nachweist gibt es eine andere, die sie negiert. Populär sind, bzw. schaffen es in die Medien nur die, die Unterschiede messen. Weil man die wohl unbedingt haben will.

Andererseits gibt sie zu, dass die Konzentration der Genderforschung aufs Soziale, und das ignorieren des Körperlichen, problematisch ist, weil sich hier genug konservative Gegenargumente finden lassen, die die ganze Herangehensweise der Genderforschung in Frage stellen kann. Sie betont: "Damit sind Sex und Gender, Körper und Kultur, untrennbar miteinander verwoben."

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Neu & Unbekannt / Geschichten
Ich wollte den anderen Thread nicht klauen. Ich hab schon oft angesetzt, irgendwo in irgendwelchen Antworten, halbe Tage hingeschrieben und dann doch wieder gelöscht. Vielleicht sollte ich das sogar anonym schreiben.

Daniella schrieb sie sei 20, Robert hat drauf reagiert:


Sehr herzlich willkommen hier, hui so frühe weiss man schon bescheid???


Klar. Ich musste schon mit drei Jahren in die Jungsklamotten reingeprügelt werden. Ich war nie recht stur oder blöd, ich wollte überleben und hab irgendwann nachgegeben. Nackte magere Knaben mit vielen blauen Flecken sind jetzt noch mein Trigger.

Mit 9 Jahren hatte ich alle (zwei) Psychiater am Ort durch, "der Bub war so komisch". Ich sollte dann (ja mit 9) auf der Baustelle arbeiten, um ein Mann zu werden. Hilfsarbeiten, alte Steine abklopfen. Ich konnte das nicht. Irgendwann hatte mein Vater ein Einsehen. Die Steine kamen in eine alte Grube.

Als ich dann mit 14 gewachsen bin, Stimmbruch, erste Barthaare, als es enge Pullis, Schlaghosen und Plateaustiefeletten auch für Jungs gab hatte ich meine Ruhe. Vielleicht dachten die auch, das Schloss am Kleiderschrank meiner Mutter sei an Erziehungsmaßnahmen genug. Dabei bin ich da nie ran, ich hatte zu viel Widerwillen, irgendwie wie der Typ in Clockwork Orange.

Oder sie haben einfach aufgegeben. Oder sie wussten es ist jetzt eh alles zu spät. Oder ich. Mit 17 hatte ich (endlich) ein Wort dafür, aber zu einem Psychiater wollte ich auf keinen Fall mehr. War ja eh schon egal, körperliche Entwicklung siehe oben, was soll man da noch machen?

Mit 23 dann doch, aber ich konnte nicht drüber reden. Ich hatte nen Kloß im Hals, sobald es drum ging was mein Problem sei. So wie mit 45, und 47. Dass die Ärzte ratlos waren kann ich verstehen, ich war nicht krank. Ich war ja nur trans. Zugegeben hab ich das dann viel später als mit 3. (Ja ich weiß ein paar von Euch werden sagen, das hätten sie mir damals schon sagen können)

Erstaunlicherweise fühle ich mich unbeschädigt. Außer meinem Trigger, und dass ich bei Berichten über Transkinder immer heulen muss. Aber letzteres ist ja normal, oder?