sacha
Forennutzer/in
Offline
Beiträge: 22
Fordere viel von dir selbst,
|
 |
« am: 07. Januar 2008, 03:18:27 » |
|
Transsexualität Vorab, ich bitte im voraus um Entschuldigung, falls ich jemanden hier kränke, dass ist nicht mein Absicht. Es sind einige Gedanken, die mich wirklich beschäftigen da ich selbst starke Neigung für beide geschl.  Sind Transvestiten homosexuell, ich glaube diesen Zitat kennen schon sehr viele. ich bin etwas durcheinander. Ich habe einen guten Freund, denn ich seit ein paar Monaten nun eine gute Freundin nennen muss. Sie fühlt sich wie eine Frau, na ja sie ist nun auch eine Frau. Es war kein Geheimnis das ER auf Männer stand, das tut sie immer noch. Für mich ist Transsexualität ein schmaler Grad zu Bisexualität oder Homosexualität. das Gefühl sich Weiblich oder gar Männlich auszugeben und dennoch in eine Normale Beziehung /Partnerschaft Leben zu wollen. Das geht mir nicht einfach in den Kopf. Ich frage mich ob es eine Frage des Mutes ist sich entscheiden zu wollen, ob man nun Weiblich oder Männlich ist.  die Frage ob man wirklich sich in den andern Geschlechts umwandeln möchte, voraus gesetzt man fühlt sich im falschen Körper gefangen. Angenommen man(n) ist als Frau kleidet und man fühlt sich auch wohl (erfühlt) was ist man dann. Ist der drang nur sich weiblich auszugeben, steht man nun (nicht) auf Männern. Was ist man dann. Bei so viel Namen für eine einfache Sache: nämlich Geschlechtsidentität wo es nicht Klar ist ob man nun männlichen oder weiblichen ist kommt man leicht durcheinander. Von Ihr weiß ich nun, dass sie auf Männer steht, wiederum sehe ich bei einigen, eine Art Befreiung wenn sie sich umkleiden („je nach geschl.“) ob wohl viele von (Trans) eine Familie („ ich beobachte dabei ihren Augen, es ist eine unbeschreibliche ruhe und Zufriedenheit in ihren Gesichtern“) haben und das verstehe ich nun nicht. Wieso wollen sie diesen Zustand nicht beibehalten? Ist man ehrlich zu sich und denen die man liebt? Also eins noch, ich lerne die Deutschesprache noch, habt also Nachsicht und sorry voraus.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Unsere Zweifel sind Verräter und lassen uns oft das Gute, das wir gewinnen könnten, dadurch verlieren, dass sie uns abhalten, es ernstlich zu wollen
|
|
|
Beate
Moderator/in
Offline
Beiträge: 1,084
Geo Girl
|
 |
« Antwort #1 am: 07. Januar 2008, 03:28:08 » |
|
Für mich ist Transsexualität ein schmaler Grad zu Bisexualität oder Homosexualität.
Zum einen: Transvestiten sind zum größten Teil nicht transsexuell. Zum anderen: Transsexualität und sexuelle Präferenz sind unabhängig voneinander. Einfach zwei Paar Schuhe. Altbekannt und mittels Suchmaschinen im Internet gut dokumentiert und leicht herauszufinden. Und noch ein Klischee: bei Transsexualität denken viele zuerst an Mann-zu-Frau-TS. Es wird übersehen, dass die umgekehrte Richtung ungefähr genauso häufig auftritt, und auch hier ist unbestritten, dass das nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun hat.
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 07. Januar 2008, 03:33:52 von beate_r »
|
Gespeichert
|
Viele liebe Grüße
Beate
|
|
|
|
Danyelle
Gast
|
 |
« Antwort #2 am: 07. Januar 2008, 03:35:49 » |
|
Ganz Ehrlich Sacha, diese Problematik so wie du sie siehst ist keine solange Du und Ich und andere da keinen Gedanken dran verschwenden . Also mach mir und anderen um Gottes Willen kein weiteres Kopfkino, diesbezüglich.  danke  Dany
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
diana76
Gast
|
 |
« Antwort #3 am: 07. Januar 2008, 08:26:12 » |
|
jaja, die klischesuppenküche...
ps: komische sache, in deinem ersten beitrag war dein deutsch noch recht passabel. nachtigall ich hör dir tappsen....
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Lindaschatz
|
 |
« Antwort #4 am: 07. Januar 2008, 08:38:05 » |
|
für mich sind das zwei total unterschiedliche Dinge.
Das eine betrifft nur denjenigen/diejenige selbst und das andere sind nur die Gefühle die vorher schon da waren und die durch den "Wechsel" nicht verändert werden können.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Der gesunde Menschenverstand ist nur die Summe aller Vorurteile, die einem in der Kindheit eingebleut worden sind.
|
|
|
|
Tanja Feelgood
|
 |
« Antwort #5 am: 07. Januar 2008, 09:23:46 » |
|
Hallo Sacha! Das ist ja wie mit allem anderen auch. Generell sind TVs nicht schwul, können es aber sein. Genausso wie es viel Drag Queens gibt, die nicht schwul sind. Aber es eben doch sein können. Definition TV: tragen der Kleidung des anderen Geschlechts. Hat also erst mal nichts mit sexueller Neigung zu tun. Und dann wieder dieses aber@Diana ab und an bin ich in englischen Foren (aber zu gaaanz anderen Themen) zu finden. Meist habe ich keinProblem mit der Sprache, doch kommt es vor, dass ich an schlechten Tagen kaum einen richtigen Satz auf die Reihe bekomme. Aber an solchen Tagen bin ich schlecht drauf. ps: komische sache, in deinem ersten beitrag war dein deutsch noch recht passabel. nachtigall ich hör dir tappsen.... Warum immer gleich etwas schlechte vermuten? Lieben Gruß Tanja
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Transe sollte kein Schimpfwort mehr sein, sondern eine Bezeichnung für eine Lebensart.
|
|
|
|
Sonya-Rose
|
 |
« Antwort #6 am: 07. Januar 2008, 10:01:39 » |
|
Das schwierige an dem Thema ist die Auswahl der Begriffe.
Als erstes sollten wir überlegen welche Geschlechter gibt es? Mann Frau Transident / Transgender (sich nicht dem körperlichen Geschlecht zugehörig fühlen)
Das Geschlecht hat nicht mit der sexuellen Ausrichtung zu tun, die beiden Sachen müssen seperat betrachtet werden. Es hat auch nichts mit der Kleidung zu tun, die jemand trägt. Kleidung ist eher der Bereich der sexuellen Phantasien (in den meisten Fällen) oder dient der Darstellung des Wunschgeschlechtes.
Männer können sein: heterosexuell (gegengeschlechtlich veranlagt) Homosexuell (gleichgeschlechtlich veranlagt) Bisexuell (zu beiden Geschlechtern hingezogen)
Frauen können sein: heterosexuell (gegengeschlechtlich veranlagt) Homosexuell (gleichgeschlechtlich veranlagt) Bisexuell (zu beiden Geschlechtern hingezogen)
Transidente / Transgender können sein heterosexuell (gegengeschlechtlich veranlagt) Homosexuell (gleichgeschlechtlich veranlagt) Bisexuell (zu beiden Geschlechtern hingezogen)
Die nächste größe Frage ist welche Arten von Transgender / Transidenten gibt es: Transsexualität Tranvestismus Intersexualität / Zwitter
Welche Gruppen gibt es innerhalb der Arten Transsexualität (MzF, FzM, Crossdresser) Transvestismus (DWT, Fetisch, Travestie, Transvestit, Crossdresser) Intersexualität (Hermaphroditen)
Der Crossdresser taucht in 2 Kategorien auf. Der Begriff hat sich gebildet, weil es Menschen gibt die zum Bereich Transvestismus gehören, aber den Leidensdruck der Transsexuellen haben. Somit also auch in die Kategorie passen würden. Sie entscheiden sich zu einem Leben ohne die Anpassung und versuchen dem Wunschgeschlecht im Aussehen usw. möglichst nah zu kommen. In der Regel sind sie Heterosexuell. Im Gegensatz zu den Transvestiten die häufig latente oder ausgeprägte Homosexuelle Neigungen haben. Sie leben als Mann und Frau, je nachdem wie sie sich gerade fühlen und wie es für das soziale Umfeld am passensten ist z.B. Beruflich als Mann, Privat als Frau.
Mich würde interessieren, wie ihr diese Betrachtung einschätzt. Es ist der Ansatz eines Erklärungsversuches. Ich bin gerade dabei einen längeren Text dazu zu verfassen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Petra-Susanne
|
 |
« Antwort #7 am: 07. Januar 2008, 11:28:40 » |
|
Ich krieg allmählich die Krätze, wenn ich diese Fragen und Zuordnungen hier lese!Warum ist es eigentlich so schwer, die selbst empfunde Geschlechterrolle und die sexuelle Orientierung hinsichtlich seines Gegenübers als zwei *unabhängige* Dimensionen nebeneinander stehen zu lassen?!? Warum wird ständig versucht, diese Sachen in eine Begrifflichkeit reinzuquetschen?!?  Autos können sowohl schnell als auch groß sein. Das heißt dann aber doch nicht, dass man auf Deibel komm raus eine neue Skala erfinden muss, so dass jedes Auto hinsichtlich seiner Schnellgroßheit linear eingeordnet werden muss. Eindimensionalität war gestern! - Um beim Thema zu bleiben: Ich glaube, im Transgender-Net (oder wo auch immer) habe ich vor einigen Tagen noch einen Aufsatz zur historischen Entwicklung der Transgender-Begrifflichkeiten gelesen. Im "wissenschaftlichen Kontext" scheint sich diese Eindimensionalität irgendwann am Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelöst zu haben und zumindest der oben angesprochenen Zweidimensionalität Platz gemacht zu haben. Okay, wenn es in Richtung Politikersprüche geht, sind wahrscheinlich meistens noch diese alten Sichtweisen angesagt. Das ist nicht die Klientel, die (zumindest nach draußen) differenziert denkt. Aber doch bitte nicht unter uns hier! Liebe Grüße, Petra
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Modebewusstsein ist ein Zeichen von Geschmacklosigkeit: Wer Geschmack hat, braucht keiner Mode hinterher zu laufen! 
|
|
|
Beate
Moderator/in
Offline
Beiträge: 1,084
Geo Girl
|
 |
« Antwort #8 am: 07. Januar 2008, 11:39:51 » |
|
Hallo Sonya-Rose,
ohne im Detail antworten zu wollen, vor allem eines: Intersexuelle sind nicht T-wasauchimmer. Intersexuelle haben körperliche Normabweichungen, die sich auf das Genital auswirken. Das sollte auf keinen Fall mit T-wasauchimmer vermengt werden.
Unanbhängig davon verstehe ich ganz offen gestanden nicht, warum *wir* einen weiteren Text benötigen, der sich mit der Taxonomie der körperlichen und mentalen Geschlechtlichkeit beschäftigt. Mir ist allerdings bewußt, wie wichtig das Thema für die Selbstfindung sein kann, und *das* möchte ich auch nicht in Frage stellen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Viele liebe Grüße
Beate
|
|
|
|
Sonya-Rose
|
 |
« Antwort #9 am: 07. Januar 2008, 11:48:10 » |
|
Wie sieht es denn mit Aussenstehenden aus? Z.B. den Ehepartnerinnen. Die würden wahrscheinlich schon gerne verstehen wo ihre Männer stehen und wo die Reise hin geht?
Oft verstehen diese nicht diese komplexe Szene oder Welt die sich ihnen da auftut. Der Öffentlichkeit ist nicht klar, mit was sie es zu tun haben.
Ehepartner, Familien, Freunde verstehen es oft nicht und haben auch ein falsches Bild, von der gesamten Thematik. Die Frage des Threadstarters zeigt dies eindeutig.
Daher mal der "Ansatz eines Erklärungsversuches".
Das "WIR" keinen Text benötigen ist eine Sache. Das der Threadstarter vielleicht mit dem Text eine Hilfe findet ist etwas anderes.
Viele TG´s stehen immer noch ganz am Anfang. Gerade die TG´s die den Schritt in die Öffentlichkeit noch nicht gemacht haben. Sie suchen einen Weg sich zu finden und ihrem sozialen Umfeld zu erklären, was mit ihnen los ist.
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 07. Januar 2008, 11:54:55 von Sonya-Rose »
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Sonya-Rose
|
 |
« Antwort #10 am: 07. Januar 2008, 12:01:24 » |
|
Warum wird ständig versucht, diese Sachen in eine Begrifflichkeit reinzuquetschen?!?  Ohne Begriffe wird es schwer Außenstehenden zu erklären was gerade passiert. Die Öffentlichkeit schiebt dich zu schnell in eine Ecke. Viele TG´s können sich nicht definieren und somit stehen viele vor einem sozialen Problem. Nimm das Beispiel hier im Thread. Transvestit ... Schwul Ein TG outet sich bei der Ehefrau. Er ist Hetero. Die Frau versteht er trägt Frauenkleidung, dann muss er schwul sein. Sie wird denken: transvestit ... schwul. Weil die Öffentlichkeit dieses Bild hat. Gerade die Nicht-Definition von Begrifflichkeit bringt hier die Problemstellung mit dem sozialen Umfeld und die fehlende Aufklärung.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Petra-Susanne
|
 |
« Antwort #11 am: 07. Januar 2008, 12:01:57 » |
|
Hallo Sonya, Wie sieht es denn mit Aussenstehenden aus? Z.B. den Ehepartnerinnen. ...
Viele TG´s stehen immer noch ganz am Anfang. Gerade die TG´s die den Schritt in die Öffentlichkeit noch nicht gemacht haben. Sie suchen einen Weg sich zu finden und ihrem sozialen Umfeld zu erklären, was mit ihnen los ist. Eben deshalb auch meine Anmerkung von oben! Wenn irgend jemand einem (zunächst) Außenstehenden seine Befindlichkeit erklären will, sollte er/sie über diese (mindestens) Zweidimensionalität im Klaren sein und eben gerade nicht versuchen, dies in eine Skala rein zu quetschen! Dass man eine solche saubere Sichtweise nicht von Nicht-Betroffenen direkt erwarten kann, ist klar. Aber wir sollten zumindest nach außen hin Wert auf diese differenzierte Sichtweise legen, wenn wir uns erklären wollen. Liebe Grüße, Petra
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Modebewusstsein ist ein Zeichen von Geschmacklosigkeit: Wer Geschmack hat, braucht keiner Mode hinterher zu laufen! 
|
|
|
|
Sonya-Rose
|
 |
« Antwort #12 am: 07. Januar 2008, 12:05:27 » |
|
By the Way Dieses Forum unterscheidet seine Member in 9 Kategorien. Siehe Möglichkeiten in der Profileinstellung . Wenn man das nicht braucht, warum sind dann nicht einfach alle "TRANS" oder "NICHT-TRANS". 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Petra-Susanne
|
 |
« Antwort #13 am: 07. Januar 2008, 12:28:55 » |
|
Dieses Forum unterscheidet seine Member in 9 Kategorien. Siehe Möglichkeiten in der Profileinstellung .
Das ist ja auch genau richtig so, denn dabei wird ja genau die eine Dimension thematisiert, die das Innenverhältnis abbildet. Oder vielleicht doch nicht? Ich könnte mir da durchaus eine weitere unabhängige Aufspaltung in "selbstbezogene sexuelle Zuordnung" und "nach außen dargestelltes Wunschgeschlecht" vorstellen: Es soll ja durchaus T*-Personen geben, die zwar nach außen gerne als Frau auftreten, sich aber eigentlich innerlich weiterhin eher als Mann fühlen. Damit hätten wir dann drei Dimensionen, in die man sich sinnigerweise selber einordnen könnte: # Eigene Geschlechtsempfindung (Als was fühle ich mich beim Kuscheln mit einem Partner?) # Nach außen präsentierte, soziale Geschlechtszuordnung (Wie möchte ich auf der Straße gesehen werden?) # Vorliebe hinsichtlich des Partnergeschlechts. (Worauf stehe ich bei der Partnerwahl?) Die persönlichen Einordnungen in allen drei Dimensionen sind praktisch von einander unabhängig! Und daraus abgeleitet der Vorschlag, die typischen Schlagworte (CD, TV, Transgender, ...) mal in dieses mehrdimensionale Schema einzusortieren - wenn man das denn nach landläufigen Zuordnungen überhaupt kann. Liebe Grüße, Petra
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Modebewusstsein ist ein Zeichen von Geschmacklosigkeit: Wer Geschmack hat, braucht keiner Mode hinterher zu laufen! 
|
|
|
Beate
Moderator/in
Offline
Beiträge: 1,084
Geo Girl
|
 |
« Antwort #14 am: 07. Januar 2008, 13:35:19 » |
|
Hallo Sonja, aber Erläuterungen, die auch für die Allgemeinheit und Betroffene am Anfang stehen, gibt es doch wirklich in ausreichendem Umfang im Netz. Als ich vor gut drei Jahren noch ganz am Anfang meiner Entwicklung stand, hatte ich jedenfalls nicht das Problem des Mangels an Informationen - eher vielleicht das, übersichtliche und gut gepflegte Zusammaenstellungen der Quellen zu finden. In großer Breite wird die Thematik beispielsweise von Lynn Conway betrachtet. Auch in der Wikipedia gibt es mehrere Artikel, deren gegenwärtige Qualität ich jedoch nicht kenne (ich hab mich vor einiger Zeit frustriert zurückgezogen). Wer daneben etwas stellen möchte, sollte diese Quellen als Maßstab nehmen. Dennoch - wenn DU das Bedürfnis hast, dies zusammenzuschreiben, für DICH und vielleicht so, dass die Allgemeinheit das ebenfalls lesen kann, dann solltest Du das auch tun.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Viele liebe Grüße
Beate
|
|
|
|