Die von den israelischen Biologen Amotz und Avishag Zahavi stammende Theorie des "Handicap-Prinzips" sagt aus, daß derjenige, der sich ein Handicap (einen risikio-erhöhenden Nachteil) leisten kann und dennoch den Wettbewerb mit seinen Artgenossen (und Konkurrenten) erfolgreich übersteht, von seiner Umwelt als besonders lebenstüchtig, potent und insofern (vor allem auch sexuell) attraktiv wahrgenommen wird. Dafür gibt es unzählige Beispiele vom überlangen Pfauenschwanz bis zum überdimensionierten Hirschgeweih, aber auch in "riskantem" Verhalten.
Ein sehr interessanter Beitrag von unserer hochwissenschaftlichen Hekate, der mich dazu gebracht hat, ein wenig über das Thema nachzudenken.
In Bezug auf uns Transen bin ich sogar auf zwei Implikationen des Handycap-Prinzips gekommen. Zum einen stellt unsere Neigung an sich ein Handycap im täglichen Leben dar, vor allem im Berufsleben. Das heißt also, sind wir trotz unseres von der Gesellschaft weitgehend abgelehnten ‚Transentums’ beruflich und auch anderweitig erfolgreich, so weist uns dies als besonders tüchtig oder fähig aus. Ob uns das allerdings attraktiver für Artgenossinnen macht, will ich jetzt nicht beurteilen.
Die zweite Implikation ist das Handycap unseres mehr oder weniger männlichen Körpers, wenn es darum geht, ein möglichst überzeugendes weibliches Erscheinungsbild abzugeben. Wenn es also trotz 1,80m und breiter Schultern gelingt, sich als attraktive oder sexy Frau zu präsentieren, so ist dies höher zu bewerten, als wenn man einen annähernd weiblichen Körperbau hat. Und wer es sich auch noch leisten kann, dieses Handycap zu betonen (etwa durch High Heels) und trotzdem (oder gerade deswegen?) gut auszusehen, beweist sich als wahre Meisterin des Auftransens.
Von der Betonung anderer Handycaps (Bartschatten, Körperbehaarung, etc.) würde ich aber dringend abraten

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Liebe Grüße von einer eher kleinwüchsigen Transe.
Sabine