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Autor Thema: Wenn die Mutter ihren Sohn nicht mehr erkennt  (Gelesen 911 mal)
Danyelle
Gast

« am: 22. November 2007, 18:41:50 »

hihi, ja so ging es meiner Mama vorgestern als ich ich meine softcore Bilder zeigte, eins war blöderweise sogar in Straps.  Embarrassed

Zwar habe ich sie schon vor Monaten darüber aufgeklärt, was ein "Transgender" ist bzw. was ich bin und was ich mache/und machen werde, aber sie war Sprachlos und fragte mich wer ist denn das.  Huh
Dann war folglich ihr anzusehen, dass sie tief in sich ging, denn ich habe es ihr hauptsächlich gesagt- weil ich immer Ehrlich zu meiner Mutter bin.
Ratlosigkeit und viele fragen kamen auf, wieso bist du denn früher nicht schon einmal zum Arzt gegangen - und wie wird man zum transgender....

Ich antwortete so gut ich konnte und bezog einen Transgender auf einen Harmlosen Menschen im Gegensatz zu Pädophilen, Kriminellen oder Mördern. So hatte ich natürlich gleich + Punkte. *Wink löl

Aber im ernst sie war völlig durch einander, so das ich etwas scherzen musste mit ihr..Letztlich Redeten wir nun noch einmal darüber, wo der Ursprung liegen könnte in meinem 3.Geschlecht.
Vieles habe ich auch vorher schon einmal mit ihr besprochen, aber als sie meine Bilder sah, kam dass nun doch ganz anders als wenn ich mit ihr darüber gesprochen hatte.

Was ich aber gut hin bekommen habe ist:
Ich habe ihr verklickert das es nicht schlimm ist ein "transgender" zu sein , und dass ich so Glücklicher bin als wenn ich als Junge in verkehrten Gesellschaften viel Unsinn mache.

Mir ist nun letztlich der Stein vom Herzen gefallen, dass ich wegen meiner Neigungen -meines Lebens nicht mehr von meinen Einzigen geschätzt und geliebt werde.
Diese Angst habe ich doch viele Jahre gehabt, zum Schluß sogar sehr intensiv - da es mir nicht egal war.

Jetzt geht es weiter: anfang nächstes Jahr sagte ich ihr, verlasse ich meine region und werde als Frau in einer größeren Stadt leben. Wieder Sprachlosigkeit.  Grin





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cilii
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« Antwort #1 am: 22. November 2007, 20:22:27 »

Kompliment! und toi toi toi

bei meiner Mutter ging es ganz ähnlich letztes Jahr, jedoch hat sie es viel schwerer verdaut. Dazu kam daß sie ein Problem hatte sowas vor meinem Vater zu verheimlichen. Als es ihr immer schlechter ging und mein Vater irgendwann der Kragen geplatzt ist ("raus mit der Sprache, egal was es ist, aber irgendwas ist doch los") war seine reaktion wortwörtlich "wie, das ist alles? deswegen so ein zirkus?"

bei dieser reaktion ist es geblieben.

ich hätte mit ALLEM gerechnet, von Hass über Steinigung und Familienexil, aber nicht mit Normalität...

selten so geheult.

Zurück zum Thema: Ich wünsche dir alles Gute, ich weis wie wichtig familie hierbei ist und wie gut es tut zu wissen das sie wissen
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Danyelle
Gast

« Antwort #2 am: 22. November 2007, 20:47:27 »



Zurück zum Thema: Ich wünsche dir alles Gute, ich weis wie wichtig familie hierbei ist und wie gut es tut zu wissen das sie wissen
Vielen Dank , aber du bist die ganze Zeit beim Thema geblieben - denn schließlich geht es nicht nur um mich !
Es war halt eine Persönliche Erfahrung, die wir beide wiedergegeben haben.
Bis hierhin kann man sogar sagen alles halb so Wild.  Wink
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Bianca Bijou
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« Antwort #3 am: 22. November 2007, 22:48:49 »

Mir gings ähnlich, allerdings mit einem kleinen Jojo-Effekt:

Geoutet hab ich mich gegenüber meinen Eltern (nacheinander, da sie getrennt sind) vor ca. 5 oder 6 Jahren (mit Zeit habbich das nicht so). Die Reaktionen waren locker, alles kein Problem, mein Daddy fands cool, wollte das aber nicht unnötig dicht an sich heranlassen. Von meiner Mutter war ich fast enttäuscht, sie reagiert auch äußerst gelassen. Ich hatte aber in dem Zuge eine Menge Fragen an sie. So von wegen ob sie sich gar nicht daran erinnert, dass sie mich komplett in ihren Sachen und geschminkt erwischt hatte (sie war damals ins Bad reingeschneit und gleich wieder raus). Und ob sie denn niemals was an mir gemerkt hatte, weil mir in dem Zug die frühe Kindheit irgendwie nebulös vorkam. Nöh, nix, nie gemerkt aber alles bestens.

Der Knaller kam dann vor ca. 3 Monaten!
Meine Mutter wollte mit mir reden. Sie eröffnete mir, dass sie einige Sitzungen beim Psychiater brauchte um mir das folgende zu "beichten". Sie sagte mir, dass ich als kleines Kind (ca. 5 Jahre alt) immer wieder felsenfest behauptet habe, dass da etwas nicht stimmt, dass ich kein Junge sondern ein Mädchen bin. Meine Mutter wollte damals mit mir zu Ärzten gehen, hatte aber im Endeffekt nicht den Mut dazu aus Angst vor der konservativen Familie meines Vaters. Sie hat dann begonnen mich zumindest öfters mal als Mädchen zurecht zu machen. Irgendwann soll ich damit aufgehört haben, zu sagen ich sei ein Mädchen. Und sie konnte sich sehr wohl daran erinnern mich desöfteren erwischt zu haben.

Sie hatte ein so verdammt schlechtes Gewissen dafür, dass sie nicht den Mut hatte mit mir zu Ärzten zu gehen. Ich hatte gerade noch die Kraft, sie zu beruhigen und ihr dieses schlechte Gewissen zu nehmen.

Aber 3-4 Wochen lang hatte ich nach dieser Beichte sehr mit meinen Gedanken zu kämpfen. "Was wäre gewesen wenn" ging einfach nicht aus meinem Kopf und einige nebulöse Erinnerungen konnte ich jetzt klarer deuten.

Durch diese Informationen, im Endeffekt gestärkt, bin ich jetzt viel netter zu mir selbst. Ich mache mir jetzt weniger Selbstvorwürfe für meine gewünschte Identität und prüfe und hinterfrage mich jetzt nicht mehr so streng wie zuvor.

LG
Bibi
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DarkAngel
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Holland wird nicht mehr Europameister

hab+ich
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« Antwort #4 am: 23. November 2007, 07:25:09 »

wie es bei mir lief hatte ich ja schonmal geschildert.
also kome ich gleich zum fazit :

natuerlichkeit und ehrlichkeit zahlen sich immer aus , das war bei mir der fall ...
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stoned and drunk
Lina
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« Antwort #5 am: 02. Januar 2008, 05:03:26 »

Meiner Mutter würde ich nicht davon erzählen. Mir reicht schon die Aussage, dass Homosexuelle den Tod an AIDS verdienen, und dass dies die Strafe Gottes sei. (Ich kann nur vermuten, dass T-Personen und Bisexuelle auch dazu zählen.) Sollte sie durch Zufall davon erfahren und damit ein Problem haben, Pech für sie.

Meine beiden Schwestern dagegen habe ich nicht mal damit wirklich überraschen können und scheinen mich noch mehr zu mögen als zuvor.
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Danyelle
Gast

« Antwort #6 am: 02. Januar 2008, 06:43:29 »

Meiner Mutter würde ich nicht davon erzählen. Mir reicht schon die Aussage, dass Homosexuelle den Tod an AIDS verdienen, und dass dies die Strafe Gottes sei. (Ich kann nur vermuten, dass T-Personen und Bisexuelle auch dazu zählen.) Sollte sie durch Zufall davon erfahren und damit ein Problem haben, Pech für sie.


Ich finde genau deswegen solltest du es ihr sagen, denn wenn ihr Kind an Aids sterben soll wird sie den Lieben Gott versuchen umzustimmen.  Smiley
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Tags: Outing bei den Eltern outen der geouteten 
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