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Autor Thema: Was ist eigentlich ... eine Frau?  (Gelesen 4631 mal)
Jula
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« am: 16. Juni 2007, 11:18:19 »


Frausein, möchten viele von uns in der einen oder anderen Form, oder wir wissen/fühlen sogar, dass wir ungeachtet unseres Körpers manchmal oder immer eine Frau sind.
Da sollte es doch möglich sein, die Frage "Was ist eine Frau?" oder wegen mir auch "Was macht eine Frau zur Frau?" zu beantworten.
Mich beschäftigt diese Frage schon eine ganze Weile und ich finde sie nicht so leicht zu beantworten, wie ich gedacht hätte.

Redaktioneller Hinweis:
Dass ich "Was" und nicht nicht "Wer" geschrieben habe, mag der geneigten Leserin verdeutlichen, dass ich keine Antworten in der Preisklasse "Hier! Ich!" oder auch "Er nicht!" erwarte, sondern eine Diskussion um den Begriff "Frau" möchte.

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bleu_de_coup
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« Antwort #1 am: 16. Juni 2007, 11:29:13 »

ganz schön schwierige Frage...

ich werd wahrscheinlich gesteinigt werden, wenn ich behaupte

zum einen die Genetik:
meine Jungs wollten zB nie mit Puppen spielen, trotz Angebot. Sie griffen schon im Baby/Kleinkindalter nach harten kantigen Gegenständen lieber als nach flauschigen, weichen

zum anderen die Sozialisation:
und zwar nicht nur der Eltern (siehe Spielangebote oben) sondern auch des Umfeldes


und was ich feststelle - Frauen denken einfach komplett anders als Männer, selbst als die Empatischsten...
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Roxanne
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« Antwort #2 am: 16. Juni 2007, 11:40:13 »

zum einen die Genetik:
meine Jungs wollten zB nie mit Puppen spielen, trotz Angebot. Sie griffen schon im Baby/Kleinkindalter nach harten kantigen Gegenständen lieber als nach flauschigen, weichen


Hmm, das Spielverhalten genetisch zu erklären ist ziemlich gewagt...aber grundsätzlich hast du mit Genetik Recht.

Es gibt verschiedene Ansätze, Jula. Das ist ja das Schwierige...

Biologisch macht eine Frau der genetischen Chromosomensatz aus.
(Okay, wenige Ausnahmen mit Intersexualität etc sind da)

Rechtlich kann der Status bekanntlich wieder anders sein
(TS nach OP...)


und letztlich, der schwammigste, ganz ungreifbare Ansatz: Was definiert eine "weibliche" Seele - wenn Seelen überhaupt Geschlechter haben? Das spielt sehr weit in Religiöse, Esoterische...
Aber wie ich dich verstehe, willst du genau da reinforschen... Wink Undecided


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Jennifer Anson
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« Antwort #3 am: 16. Juni 2007, 12:01:36 »

Eine wirklich schwere Frage, die mich persönlich im Moment überigens extrem beschäftigt.

Ich bin der Meinung, dass Frau sein natürlich nicht nur etwas mit der äußeren Erscheinung zu tun hat. Frau sein sind so viele kleine Dinge. Wie zum Beispiel sich über die Zusammenstellung der Kleidung intensivere Gedanken zu machen, intensivere Gefühle nach Nähe und Geborgenheit, intensiverer Wunsch nach Familie, intensiverer Wunsch nach optisch gepflegtem Aussehen und und und .... Diese Liste ist mit Sicherheit noch endlos weiter zu führen. Aber was diese Punkte betrifft, glaube ich dass das Wort "intensiver" eine Große Rolle spielt, denn auch Männer haben diese Vorstellungen, nur eben nicht so intensiv.

Zum Beispiel:
Meine Ex-Freundin und ich sind immer etwas weiter zum Friseur gefahren, aus diversen Gründen. Jedenfalls brauchte sie dort natürlich immer entscheidend länger als ich. Und obwohl ich mich in der Stadt hätte umsehen können oder was auch immer tun, saß ich nach meinem Termin bei Ihr und habe mich mit Ihr und der Friseurin unterhalten, Kaffee getrunken und Spaß gehabt. Die Chefin des Ladens meinte dann, dass sie noch nie einen Mann gesehen hätte, der sich so verhalten hat.

Und Beispiele dieser Art gibt es mehr ....

Das ist was aus meiner Sicht eine Frau ist ....

Liebe Grüße
Jenni
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bleu_de_coup
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« Antwort #4 am: 16. Juni 2007, 12:03:29 »

Hmm, das Spielverhalten genetisch zu erklären ist ziemlich gewagt...aber grundsätzlich hast du mit Genetik Recht.

wer nicht wagt, der nicht gewinnt...  Wink


Biologisch macht eine Frau der genetischen Chromosomensatz aus.
(Okay, wenige Ausnahmen mit Intersexualität etc sind da)

Rechtlich kann der Status bekanntlich wieder anders sein
(TS nach OP...)
aber der rechtliche Status macht noch lang keine Frau im landläufigen Sinne

und letztlich, der schwammigste, ganz ungreifbare Ansatz: Was definiert eine "weibliche" Seele - wenn Seelen überhaupt Geschlechter haben? Das spielt sehr weit in Religiöse, Esoterische...
Aber wie ich dich verstehe, willst du genau da reinforschen... Wink Undecided
das ist meiner Meinung nach das einfachste. Seelen haben kein Geschlecht. Wozu auch?
Abgesehen von der Tatsache, daß die Existenz einer Seele noch nie bewiesen wurde, ist es doch auch unnötig eine geschlechtliche Zuordnung zu besitzen. Es reicht doch aus, wenn der Körper eine hat - und schon das führt ja zu genügend Verwirrungen.

Aber wahrscheinlich sollten wir dazu nen Esoterikhäuptling befragen
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Konstanze
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« Antwort #5 am: 16. Juni 2007, 12:08:39 »

Meine Ex-Freundin und ich sind immer etwas weiter zum Friseur gefahren, aus diversen Gründen. Jedenfalls brauchte sie dort natürlich immer entscheidend länger als ich. Und obwohl ich mich in der Stadt hätte umsehen können oder was auch immer tun, saß ich nach meinem Termin bei Ihr und habe mich mit Ihr und der Friseurin unterhalten, Kaffee getrunken und Spaß gehabt. Die Chefin des Ladens meinte dann, dass sie noch nie einen Mann gesehen hätte, der sich so verhalten hat.

Und Beispiele dieser Art gibt es mehr ....

Das ist was aus meiner Sicht eine Frau ist ....

Das seh ich als eher oberflächliche, männliche Sicht eines Frauenbilds. Auch wenn man z.B. Wert aufs hinterherpfeiffen legt.

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realo
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« Antwort #6 am: 16. Juni 2007, 12:10:55 »

ganz einfach...schnidel wech und mumu da...dann frau.

schnidel drann und leiden deswegen...solange is man mann mit weiblicher identität aber noch keine eindeutige frau.

schnidel drann und kein OP wunsch.....typisch mann!

 Grin Grin Grin
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realo
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« Antwort #7 am: 16. Juni 2007, 12:15:01 »

doch, find ich grob schon!


achja und wer sich am chromosomensatz orientiert darf gern mit mikroskop und hobbylabor mendelsches gesetz spielen. Cheesy Cheesy Cheesy Cheesy
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Extrema
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« Antwort #8 am: 16. Juni 2007, 12:22:33 »

Schaut euch die schwangeren Frauen an oder wenn Frauen Ihre Tage haben an oder redet mal darüber mit Ihnen, dann kommt man der Antwort "Was ist eigentlich ...eine Frau?" ziemlich nahe. Gerade der Punkt Schwangerschaft kann als Mann oder TS nicht nach vollziehen, was eine Frau durchmacht.
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realo
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« Antwort #9 am: 16. Juni 2007, 12:25:31 »

doch, find ich grob schon!


achja und wer sich am chromosomensatz orientiert darf gern mit mikroskop und hobbylabor mendelsches gesetz spielen. Cheesy Cheesy Cheesy Cheesy
ok, beispiel ich: schniedel bleibt drann, op wunsch never: aber bin ich ein typischer mann: antwort- nein. mittlerweile weiss ich, das in mir beides wohnt, mal das eine, mal das andere stärker- also bin ich wohl kein typischer mann.
ich denke, den begriff typisch frau und typisch mann kann man in der heutigen zeit nicht mehr genau definieren da die geschlechter und die geschlechterrollen und das geschlechterverhalten "verschmimmen" und sich vermischen

ich geh eigentlich nach dem genital ehrlich gesagt.
ist da ein schnidel is er ein mann, is da ne mumu is sie eine frau.
is jemand pre-op und hat die op vor is die person für mich das was sie anstrebt körperlich ganz zu werden.

alles andere ist für mich mit gefühlslagen und verhaltensweisen bedeckt aber das hat wenig mit dem eigentlichen geschlecht zu tuen.
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Roxanne
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« Antwort #10 am: 16. Juni 2007, 12:26:11 »

darf gern mit mikroskop und hobbylabor mendelsches gesetz spielen. Cheesy Cheesy Cheesy Cheesy

Dazu müßten wir aber ein paar Generationen überwachen und untersuchen...  Undecided
Aber grundsätzlich ist deine Meinung ja die des Gesetzgebers...zumindest bis jetzt, wenn ich das richtig überblicke.


@ Jenni:  Nee, wenn man gern quatscht, auf die Kleidung achtet oder ähnliches, ist man noch lange keine Frau. Da ist Tina näher dran  Wink
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realo
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« Antwort #11 am: 16. Juni 2007, 12:28:21 »

Schaut euch die schwangeren Frauen an oder wenn Frauen Ihre Tage haben an oder redet mal darüber mit Ihnen, dann kommt man der Antwort "Was ist eigentlich ...eine Frau?" ziemlich nahe. Gerade der Punkt Schwangerschaft kann als Mann oder TS nicht nach vollziehen, was eine Frau durchmacht.

eine erfahrung die sich so mache ts vieleicht auch gern erspart....ein segen oder ein fluch? Roll Eyes
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realo
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« Antwort #12 am: 16. Juni 2007, 12:31:58 »

nur um das mal klarzustellen, tv´s oder trannys oder dergleichen haben alle eine seite der weiblichkeit an sich .durch gestik und verhalten oder gefühlslagen.
sowas is ganz normal....inwieweit jeder einzelne das auslebt...ist wie die natur.....ganz unterschiedlich.
aber ein geschlecht macht es nicht aus, "nur" ein stück der eigenen individuellen persönlichkeit.!
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Jennifer Anson
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« Antwort #13 am: 16. Juni 2007, 12:32:27 »

Also ich muß realo ja schon auch recht geben. Grundsätzlich ist das eines der Hauptmerkmale und definiert zumindest im Bereich der handfesten Beweise ganz klar was Frau ist.

@Konstanze
Sicherlich mag das auf den ersten Blick oberflächlich erscheinen, denn es geht ja auch um die Eindrücke einer jeden Einzelnen. Trotzdem sind das meiner Ansicht nach kleine Schlüsselerlebnisse die sich im Gesammtbild zu einem Größeren zusammen fügen. Die Welt besteht nicht nur aus den großen Dingen die angeblich die "Welt bewegen". Viele übersehen die Kleinigkeiten die das Leben erst wirklich definieren.

Jenni

PS: Das mit dem hinterher pfeiffen sollte eigentlich als Scherz erkennbar gewesen sein. :-)
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« Antwort #14 am: 16. Juni 2007, 12:34:12 »

Schaut euch die schwangeren Frauen an oder wenn Frauen Ihre Tage haben an oder redet mal darüber mit Ihnen, dann kommt man der Antwort "Was ist eigentlich ...eine Frau?" ziemlich nahe. Gerade der Punkt Schwangerschaft kann als Mann oder TS nicht nach vollziehen, was eine Frau durchmacht.

wenn wir unsere Tage haben sind wir sehr gereizt und aggressiv  Cool
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