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Autor Thema: "Trashtunte": Prinzessin Hans  (Gelesen 4206 mal)
Prinzessin Hans
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« Antwort #60 am: 20. Oktober 2007, 22:04:42 »

Nice to have stumbled across your chat, 'ladies'...

I really hope your lives spare you the kind of unkindness and intolerance some of you are so happy to throw at others.

Thanks for your support and understanding, and for getting to know me before you decide wether I am 'useful' to you or not.

Warm regards
HRH Die Prinzessin Hans
nach wie vor eine Frau

« Letzte Änderung: 20. Oktober 2007, 22:08:36 von Prinzessin Hans » Gespeichert

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MichelleSarah
Frollein Valentin
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« Antwort #61 am: 20. Oktober 2007, 22:49:37 »

Nice to have stumbled across your chat, 'ladies'...

I really hope your lives spare you the kind of unkindness and intolerance some of you are so happy to throw at others.

Thanks for your support and understanding, and for getting to know me before you decide wether I am 'useful' to you or not.


Öhm, Prinzess...

Der Babbelfisch übersetzte Ihren gnädigen Text wie folgt:

"Nizza über Ihr Schwätzchen gestolpert haben, ' Damen... Ich hoffe wirklich Ihre Lebenreserven Sie die Art von unkindness und Intoleranz etwas von Ihnen sind so glücklich, an anderen zu werfen. Dank für Ihre Unterstützung und Verständnis und für das Beginnen, mich zu kennen, bevor Sie Hammel ich entscheiden, ist Sie oder nicht ' nützlich '. Warmer Respekt"

Das ist wirklich königlich-lustig... Und nun wieder Musike..!

S'M.+++



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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen.
(Nietzsche)
Beate
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« Antwort #62 am: 20. Oktober 2007, 22:51:22 »

...and for getting to know me before you decide wether I am 'useful' to you or not.
Dann bist Du hier zuallererst mal herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Auf jeden Fall bin ich durchaus neugierig, "wer" Prinzession Hans ist.

Und jetzt direkt zum Thema:  Du schreibst "useful" (nützlich)  - ich habe als Formulierung  "günstig" verwendet - das ist etwas durchaus anderes, und es geht um die zentrale Frage, ob und unter welchen Umständen wir durch provokatives Auftreten Vorurteile abbauen und die Akzeptanz für uns erhöhen oder ob das eher kontraproduktiv ist.
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Viele liebe Grüße

Beate
Prinzessin Hans
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« Antwort #63 am: 21. Oktober 2007, 03:31:28 »

...and for getting to know me before you decide wether I am 'useful' to you or not.
Dann bist Du hier zuallererst mal herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Auf jeden Fall bin ich durchaus neugierig, "wer" Prinzession Hans ist.


Then come and talk to me sometime. If you want to, then my public appearances are generally documented here;

http://theprincess.kunstangriff.de

Where I have never once described myself as a 'Trashtunte', nor do I claim to present Glamour Trash, I was in a show last weekend with that as a theme.

I sing songs. That is true.
But that is a tiny, tiny part of what I do.

Und jetzt direkt zum Thema:  Du schreibst "useful" (nützlich)  - ich habe als Formulierung  "günstig" verwendet - das ist etwas durchaus anderes, und es geht um die zentrale Frage, ob und unter welchen Umständen wir durch provokatives Auftreten Vorurteile abbauen und die Akzeptanz für uns erhöhen oder ob das eher kontraproduktiv ist.


So who is this 'uns'? I have never called myself a trans*anything.

And I guess I take offence to the idea that just because somebody uses a photo of me (without asking my permission beforehand, by the way) as the image for last year's Trans*tagung, or that I regularly perform at soli parties for queer and/or trans-organisations, that my body, appearance and politics are up for public evaluation, or even worse that my politics are automatically the same as those of the people who invite me to play at their events, or the people who choose to use my image as representative for something....

If people have a problem with my re/presenting something, they should take it up with the people who organised the gig.

Deciding outside of that where and when I am allowed to do what I like in my free time is frankly just a boring game of deciding which expressions of masculinity or femininity you find acceptable, and which you do not. Which is ironic, really.

Saying 'this doesn't fit in my world view and I don't want to see it here' is about as *phobic as the British lager louts who were shouting at me on the train platform at Alexanderplatz last night.

There is no point (and frankly it is just mean) deciding wether the way I look is 'good' or 'bad' in terms of your politics.

It's perfect for my politics, and my person, and that's what matters.

Whose business is it anyway, what I do with my body and my time?

When I am dressed up, I feel happy.
When I am happy, I open myself up to the world.
When I open myself up to the world, I move people and touch their hearts.
I make people dance, laugh, cry.
I evidently make some people horribly bored
(thank you Shiela).

Who am I?
I don't even care to explain. I am the Princess Hans. That's enough.

« Letzte Änderung: 21. Oktober 2007, 04:17:31 von Prinzessin Hans » Gespeichert

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Konstanze
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« Antwort #64 am: 21. Oktober 2007, 10:30:26 »

I am the Princess Hans. That's enough.

schön.

Aber was wolltest du wirklich sagen?
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Jula
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« Antwort #65 am: 21. Oktober 2007, 11:31:19 »

Hmm, ich finde die Argumentation schon nachvollziehbar.

Ich glaube, niemand hier wird Prinzessin Hans das Recht absprechen, sich so zu präsentieren, wie es ihr entspricht.
Insofern ist es tatsächlich eher eine Frage, die an die Veranstalter von Transirgendwas-Events zu richten wäre, warum sie sich/uns von Prinzessin Hans repräsentieren lassen.
Hans, wenn ich sie richtig verstanden habe, hat keine Ambitionen, eine "Transkühlerfigur" zu sein, sondern nutzt lediglich gebotene Möglichkeiten zur Selbstdarstellung und Beförderung eigener Interessen. Das ist okay.

Momentan finde ich tatsächlich die Frage interessanter, warum wir (und da nehme ich mich selbst nicht aus) nicht froh sind, wenn Persönlichkeiten es schaffen mit interessantem oder provokantem Auftritt die Geschlechtsstereotypen anzukratzen, sondern statt dessen Angst haben, unsere Interessen (welche eigentlich genau?) würden dadurch verletzt.

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« Antwort #66 am: 21. Oktober 2007, 12:30:40 »

Solange ich nicht weiß, wofür Prinzessin Hans steht, kann ich auch keine Gründe von Veranstaltern erkennen. Ich kann nur spekulieren, ob ein Auftritt einen Kontrapunkt oder Gleichklang darstellen soll, denn ich kenne Prinzessin Hans' Standpunkte leider nicht. Ihre Website gibt leider auch keine Auskunft.
Deshalb würde ich mich darüber freuen, wenn die Prinzessin mal ein paar Infos rüber wachsen lassen würde.

Bei der Debatte um etwaige Gründe für diese "Trans Angst" muss ich mich raushalten, denn ich fühle mich von Menschen, wie sie Prinzessin Hans zu verkörpern scheint, nicht angegriffen. Da bin ich wohl zu sehr Multikulti-Fan.
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diana76
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« Antwort #67 am: 21. Oktober 2007, 13:33:08 »

sodele: ein gedanke dazu, dass einige tg's etwas gegen schrille leute haben und meinen, sie würden der "sache" schaden.
meine aussage dazu ist folgende: wer beachtet noch das "normale", wenn er das "schrille" sehen kann? D.h., wenn es leute wie prinzessin hans (die auffallen wollen) gibt, dann sind doch die unauffälligen, bzw. die, die nicht auffallen wollen, gleich viel uninteressanter für die mehrheit der bevölkerung. Oder?
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Nena
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nena_switch
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« Antwort #68 am: 21. Oktober 2007, 14:00:32 »

Ich seh das genauso wie unsere sehr verehrte Frau Becks, muss aber dazu sagen das sich der gemeine Bürger normalerweise nich die Mühe macht, dieses und jenes zu unterscheiden... Man im Fummel, gleich Transe, ob nun mit oder ohne Bart is halt Schubladendenken und leider wird sich daran nichts ändern....
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« Antwort #69 am: 21. Oktober 2007, 14:24:09 »

Solange ich nicht weiß, wofür Prinzessin Hans steht, kann ich auch keine Gründe von Veranstaltern erkennen. [...]
Deshalb würde ich mich darüber freuen, wenn die Prinzessin mal ein paar Infos rüber wachsen lassen würde.

Wenn ich recht verstanden habe, steht Prinzessin Hans lediglich für sich selbst und versteht sich nicht als Repräsentant irgendeiner Gruppe. Ich finde sein Statement erfrischend offen und absolut nachvollziehbar. Jeder Mensch hat das Recht so zu sein und sich so zu präsentieren, wie man sich nun einmal fühlt, das wird sicherlich keiner bestreiten wollen.

Wer sich also mit Hans als Galionsfigur der Transszene nicht identifizieren kann, sollte sich bei denen beschweren, die ihn dazu gemacht haben.

Sabine
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2007, 14:33:53 von seamstress » Gespeichert

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« Antwort #70 am: 21. Oktober 2007, 14:52:05 »

Ich glaube, niemand hier wird Prinzessin Hans das Recht absprechen, sich so zu präsentieren, wie es ihr entspricht.
Insofern ist es tatsächlich eher eine Frage, die an die Veranstalter von Transirgendwas-Events zu richten wäre, warum sie sich/uns von Prinzessin Hans repräsentieren lassen.
Hans, wenn ich sie richtig verstanden habe, hat keine Ambitionen, eine "Transkühlerfigur" zu sein, sondern nutzt lediglich gebotene Möglichkeiten zur Selbstdarstellung und Beförderung eigener Interessen. Das ist okay.
Prinzessin Hans stand zur Wahl als CSD Hoheit bzw. hätte die Wahl auch gewonnen, wenn es nicht zum Streit kam. Auch diesem Thread gab es eine Debatte ob man Prinzessin Hans als Transgender bezeichen konnte bzw. wurde Sie zum "Männerballett" abgeschoben.
Hier der Thread:
http://www.transgender-forum.com/empty-t1382.0.html
----
Vielleicht sollte man endlich anfangen die Komode "Transgender" und Ihr ganzen Schubladen zu verbrennen und einfach die Personen wahrnehmen wie Sie sind und nicht in einer Schubladen stecken.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2007, 14:55:18 von Extrema » Gespeichert

Be a sister to every tranny. Please note. I said "every tranny", not "every tranny like you." There is no room for intolerance. Though you may differ from one another in sexual orientation, you are united by your transgender and  even further by a prefernce for an alternative lifestyle. (Miss Vera)
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« Antwort #71 am: 21. Oktober 2007, 15:18:12 »

Wenn ich recht verstanden habe, steht Prinzessin Hans lediglich für sich selbst und versteht sich nicht als Repräsentant irgendeiner Gruppe. Ich finde sein Statement erfrischend offen und absolut nachvollziehbar. Jeder Mensch hat das Recht so zu sein und sich so zu präsentieren, wie man sich nun einmal fühlt, das wird sicherlich keiner bestreiten wollen.

Nur leider kenne ich den persönlichen Standpunkt von Prinzessin Hans noch immer nicht. Darum geht es mir. Selbst wenn es ihr nur um die reine Selbstdarstellung als Sängerin ohne eigene Agenda geht, ist dies eine von ihr vertretene Haltung. Aber wie gesagt, diese Info fehlt mir bis jetzt.


Wer sich also mit Hans als Galionsfigur der Transszene nicht identifizieren kann, sollte sich bei denen beschweren, die ihn dazu gemacht haben.

Das kann ich gut nachvollziehen. Ich möchte auch nicht zu einer "Kühlerfigur" stilisiert werden, nur weil ich ein anderes Leben als 99% der Restbevölkerung führe.
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« Antwort #72 am: 21. Oktober 2007, 16:11:02 »

Vielleicht sollte man endlich anfangen die Komode "Transgender" und Ihr ganzen Schubladen zu verbrennen und einfach die Personen wahrnehmen wie Sie sind und nicht in einer Schubladen stecken.

was hat den der CSD und ne mögliche "Hoheitswahl" dortselbst mit Transgender zu tun?

würfelst du wieder mal die Begrifflichkeiten durcheinander?

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Prinzessin Hans
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« Antwort #73 am: 21. Oktober 2007, 16:40:19 »

Nur leider kenne ich den persönlichen Standpunkt von Prinzessin Hans noch immer nicht.

And nor do I, it is a constant process... I don't have a Standpunkt that I can express in words. If I did, I would write academic papers on it, or organise a movement. In the end I make art because it is the best way for me to communicate with people without getting bogged down in theoretics...

I am into dialogical and relational aesthetics, if you want to know my interests as an artist.

http://en.wikipedia.org/wiki/Relational_Aesthetics

"Man im Fummel, gleich Transe, ob nun mit oder ohne Bart is halt Schubladendenken und leider wird sich daran nichts ändern...."

... that isn't necessarily true. We won't stop deciding that red is red, a Volvo is not a VW etc... it's the nature of a human mind to try and put things into order by categorising. It is also a big part of our expression of taste... which is as varied and wonderful as we are - that in itself is not dangerous. What is dangerous is when those boxes start to get applied to people, and then get labelled as more or less valuable...

and there are a million ways that that system of de/valuing can be changed. It changes on its own, with time, but just one other way is new experiences causing you to question your value systems. I used to be terrified of the fa'afafine in Wellington, where I lived in New Zealand. I had never seen anything like them before - 8 feet tall in heels, with 3 feet of wig on top, and approximately the shape of a door, not to mention coming from a totally different ethnic background to me, one which I wasn't familiar with. After a while I got used to them being around me, then I got brave enough to talk to them, then I got to know them, then I got to like them, then I stopped noticing them.

Offering people new experiences deliberately is part of my job as an artist. They can practice a new idea in a 'fake' world, and carry it back to the 'real' world (and hopefully realise there aren't as many differences as they might think)
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2007, 17:26:44 von Prinzessin Hans » Gespeichert

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Sarah-Maria
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« Antwort #74 am: 21. Oktober 2007, 17:19:42 »

Ich finde den Ansatz von Hans sehr gut, muss ich sagen. Desensibilisierung, im weitesten Sinne Wink

Das mit den Schubladen unterstütze ich: Ich selber stelle an mir immer wieder fest, dass ich Menschen in Schubladen stopfe, auch wenn sie noch so granular angelegt sind. Jeder bekommt von mir eine Schublade, sie kann auch im Laufe der Zeit wechseln oder sich verändern. Das aber ist nicht der Punkt, also *das* derjenige in einer Schublade steckt, höchstens, was ich mit dieser Schublade verbinde.

In irgendeiner Reportage über einen kleinen Inselstaat habe ich gesehen, das dort Transgender wie Mann und Frau ganz normal dazu gehören. Sie werden akzeptiert. Auf die "Warum"-Frage sagte eine porträtierte, dass sich diese Gruppe sehr sozial engagiert und dadurch ihr Ansehen in der Bevölkerung erarbeitet.

Um Vielfalt gesellschaftsfähig zu machen braucht es eben Vielfalt.

Die Sarah

P.S.: Ich finde Hans oder sein Outfit nicht unbedingt schön. Aber solange er dadurch nicht die Freiheit anderer einschränkt soll er doch bitte weiter so nach draußen gehen, wie er das verantworten kann und für richtig hält.

P.P.S.: Diese bilinguale Diskussion finde ich interessant. Smiley
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"Unter dieser Perücke gibt es ein Hirn und unter diesen Titten ein Herz."
Dolly Parton
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