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Autor Thema: Transgender: Hobby oder Bedürfnis  (Gelesen 4427 mal)
diana76
Gast

« Antwort #60 am: 06. September 2007, 12:58:45 »

zu zuerst: richtig

zum rest: falsch. ich weiss warum ich ne transe bin und was ich als transe ausdrücken will ect. pp. nur mache ich mir deswegen keinerlei kopp.

frage: welche schuld?
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Roxanne
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« Antwort #61 am: 06. September 2007, 13:02:55 »

ich weiss warum ich ne transe bin

Dann weißt du mehr über dich, als viele andere hier über sich.  Tongue
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madeleine la belle
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« Antwort #62 am: 06. September 2007, 13:05:13 »

Ich halte dich bestimmt nicht für einen dummen Menschen und ich behaupte mal, du würdest es auch gern wissen, du verdrängst es aber dich damit zu sehr zu beschäftigen. Eben aus dem Grund, weil du dahinter sofort einen Rechtfertigungsversuch vermuten würdest.
gern wissen ist das eine. es gibt eine ganze menge sachen die ich gerne wissen möchte. nur den versuch herauszufinden warum ich eine transe bin hab ich irgendwann abgebrochen, zugunsten von: "ok ich bin ne transe-so what?!"
Und wäre die Vermutung dahinter einen "Rechtfertigungsversuch" zu sehen so verkehrt? Mir persönlich ging es jedenfalls so daß ich solange ich keinen frieden mit madeleine geschlossen hatte auch alle möglichen deutungen von madeleine und dem typen dahinter unternommen hab, und mich ausgiebig selbst zergrübelt hab. so als ob ich endlich gewissheit bräuchte, nach dem motto: "ich bin nicht schuld daß ich ne transe bin, sondern das ist weil..."
diese frage hat mich leider nicht weitergebracht, im gegenteil. ich hab sie irgendwann mir nicht mehr gestellt, sondern mich nur noch gefragt "findest du es gut daß es madeleine gibt oder schlecht?" und da ich das gut fand... brauchte ich seltsamerweise die ganze frage nach dem warum und woher nicht mehr...
wie gesagt, so ging es mir, das ist sicher nicht übertragbar. aber es soll beleuchten daß es vielleicht auch möglich ist ohne sein alter ego hinterfragen und infrage stellen zu müssen mit sich zu leben.
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Roxanne
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« Antwort #63 am: 06. September 2007, 13:11:07 »

aber es soll beleuchten daß es vielleicht auch möglich ist ohne sein alter ego hinterfragen und infrage stellen zu müssen mit sich zu leben.

Ja klar, darum geht es mir. Ich kann mich damit beschäftigen, wie meine Augen funktionieren, wie meine Linsen das Bild auf die Netzhaut bringen etc. - ohne mich für meine Sehkraft zu schämen und mir in Rage die Augäpfel rauszureißen.  Tongue

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« Antwort #64 am: 06. September 2007, 13:12:51 »

Ja klar, darum geht es mir. Ich kann mich damit beschäftigen, wie meine Augen funktionieren, wie meine Linsen das Bild auf die Netzhaut bringen etc. - ohne mich für meine Sehkraft zu schämen und mir in Rage die Augäpfel rauszureißen.  Tongue

ich kann mich aber auch einfach nur darüber freuen daß ich sehe. ohne naturwissenschaftler zu werden.  Wink
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Roxanne
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« Antwort #65 am: 06. September 2007, 13:14:01 »

Ich nicht, ich bin zu neugierig  Tongue
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diana76
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« Antwort #66 am: 06. September 2007, 13:14:22 »

ich weiss warum ich ne transe bin

Dann weißt du mehr über dich, als viele andere hier über sich.  Tongue

möglich roxy.ich kenne mein "warum", ist eigentlich auch nix weltbewegendes dieses "warum".egal. ich habe mit diana meinen frieden gefunden, mein häschen hat mit diana ihren frieden gefunden und um es so schön wie pussiDEluxe auszudrücken: so what!
ich verstehe mich, mein häschen versteht mich- ob andere mich verstehen ist mir egal!
denke nun habe ich genug zu diesem thema "gesenft".
« Letzte Änderung: 06. September 2007, 13:17:49 von Diana Becks » Gespeichert
Roxanne
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« Antwort #67 am: 06. September 2007, 13:17:56 »

Ist ja auch ein Unterschied, ob man es für sich erfahren will oder für andere - denn hinter letzterem Beweggrund steckt dann doch schnell die Suche nach nem Rechtfertigungsgrund...
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Bettina_Staal
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« Antwort #68 am: 06. September 2007, 14:25:43 »

Ich nicht, ich bin zu neugierig  Tongue

... und ich bin auch zu neugierig!
Schlicht zu sagen "alles egal, ich bin doch glücklich" ist mir eine zu einfache Strategie.
Die Transerei beeinflusst mein Leben schon lange, stark und nicht immer nur mit Spaß-Tendenz, was für mich halt der Unterschied ist zum gewöhnlichen Hobbybegriff. Daher ist für mich die Frage, woher der Zwang / das Bedürfnis herrührt schon wichtig. Unter Umständen ist die Suche nach der Antwort so aussichtsreich wie die nach dem Ende des Universums - aber das Fragen macht mir halt auch "Spaß" und nicht nur das Antwort finden.
Das keine Wertung der Strategien sein und hat auch nichts damit zu tun, ob mir die "Gesellschaft" egal ist oder nicht. Es ist mir einfach persönlich nicht möglich, Dinge nicht zu hinterfrage.

Grübelnd
Bettina
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jana
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« Antwort #69 am: 06. September 2007, 15:04:36 »

hallo...auch ich habe mich schon oft gefragt warum ich so bin ich glaube das meine erziehung dran schuld ist.ich bin ein nachzügler und meine mutter hatte sich ein mädchen gewünscht .bis ich zur schule ging war ich für sie eins.sie zog mir kleidchen an ,ein schöner als das andere ,sie war schneiderin und ich ihre puppe .noch mit 6 habe ich nach der schule kleider und andere mädchensachen getragen . aber irgendwie hat mir das auch gefallen so rumzulaufen.habe mich nie gewährt dagegen.ich weinte bitterlich als mir die schönen langen haare zur einschuling abgeschnitten wurden.nix mehr zöpfchen machen.mit den mädchenklamotten war nie so ganz schluss..noch mit 10 aber dann meist zu hause hab ich sie getragen,und mich auch nicht gewährt. und heute würds ich gerne in der öffentlichkeit tun aber da wird man nur belächelt wenn mans macht..ich glaube viele würdens gerne tun nur alle haben angst vor der scheiss normalen gesellschaft
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madeleine la belle
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madeleine_la_belle
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« Antwort #70 am: 06. September 2007, 15:20:07 »

Also dann kommt hier mal meine ultimativ-subjektive sicht darauf "warum gibt es madeleine?"

ich glaub irgendwie zwischen den stühlen zu sitzen zieht sich wie ein roter faden durch mein leben. mittelgeborener, zwichen vater und mutter, im freundeskreis oft eine vermittlerposition (im endeffekt ist selbst das was ich jetzt als "seriösen" job hab nix anderes als außenstehenden dinge zu vermitteln). wenn irgend jemand aus meiner familie oder von meinen bekannten jemand nicht erreichen kann werd ich angerufen, etc, etc, etc. oft fnde ich die dinge die ich mache mittelmaß, nicht das eine und nicht das andere, nicht bodenständig genung um bodenständig zu sein, nicht abgedreht genug um abgedreht zu sein. ich find jungs schick, aber auch mädchen. mein leben der kompromiss. warum dann nicht auch sich irgendwo zwischen männlich und weiblich bewegen?

ob das alles wirklich so ist? oder ich das nur so sehe weil ich zu lang darüber nachgedacht hab? ich weiß es nicht. aber ich seh das mittlerweile nicht mehr als schwäche "irgendwo dazwischen" zu sein, sondern als sehr angenehme eigenart. fazit für mich: alles doch noch gut geworden, nachdenken abgeschlossen.
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diana76
Gast

« Antwort #71 am: 06. September 2007, 15:45:07 »

schöne worte miss pussiDEluxe. du bist jedoch kein "mittelmaß", aber das habe ich dir ja schonmal gesagt

@ jana: trau dich mal. du wirst sehen, es geht.sogar sehr sehr gut
« Letzte Änderung: 06. September 2007, 15:47:26 von Diana Becks » Gespeichert
cristin
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« Antwort #72 am: 06. September 2007, 16:56:00 »

hmhm...

interessante Einschätzung (die ich recht gut nachempfnden kann)...

obwohl ich einfach mal rumphilosophieren muss...

A "zwischen den Stühlen", B "Mittelmaß" und C "Vermittler" verhalten sich nicht nur zueinander wie "Apfelsine", "Bratapfelsaft" und "Augapfel" (eben nicht "alles Apfel" und daher eben gerade nicht "Leben als Kompromiss") und zudem sind A,B und C verschiedene Ebenen .

Interessant wäre, wo Du die T*Rolle (bzw. wo Du Dich als Madeleine) verortet siehst:

A Zwischen den Geschlechtern (weder das eine noch das andere; als "Agender", als Begriff interessanterweise so nicht existent, obwohl er logisch wäre), B als "Kombination aus M+F" (weder das eine noch das andere herausragend) oder C "über den Geschlechtern" (mehr als das eine und das andere - mehr als die Summe der Teile; als sei es als Artefakt, als Androgyn usw.)...

Die hirnwixende (statt hinreissende) C
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diana76
Gast

« Antwort #73 am: 06. September 2007, 17:15:58 »

wieso muss alles was mit dem "T" zu tun hat so explizit hinterfragt werden? kann man pussiDEluxe's (madeleine) antwort nicht einfach so stehen lassen ohne sie explizit zu hinterfragen?
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cristin
Gast

« Antwort #74 am: 06. September 2007, 17:26:31 »

die frage ist legitim, kann aber ebenso legitim lauten "wieso sollte ... es nicht hinterfragt werden?".

antwort:
1., weil wir eben alle verschieden sind und damit auch verschiedene stadien der neugier und des hinterfragens bevölkern. dich interessiert es nicht, mich interessiert es.
2. weil madeleines hohe artikulationsfähigkeit interessante antworten verspricht - und genau deswegen frequentiere ich foren. lustig sein kann ich alleine auch.

lgc
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