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Autor Thema: Transgender: Hobby oder Bedürfnis  (Gelesen 4982 mal)
cristin
Gast

« Antwort #45 am: 04. September 2007, 16:23:31 »

Zitat von: Roxanne
Bei mir ist es so, daß sich seit ich täglich Kontakt mit anderen Transen in den Foren habe, keine "Hintergrundphase" mehr eingestellt hat. Man kann es quasi gar nicht vergessen

Hmmm, stimmt. Das ist es aber auch, was mich nachdenklich macht... was, wenn es kein Netz gäbe, keinen Otto-Katalog, also sozusagen robinsoneskes Inselleben... wäre ich dann auch im Bananenblattröckchen unterwegs oder würde ich einfach auf - ja, was; mein Geschlecht, meinen T*-Drang, meine Kleidung - vergessen?

For the records: Cristin, seit 40 Jahren verflixt und zugetranst.
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Roxanne
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« Antwort #46 am: 04. September 2007, 16:27:19 »

was, wenn es kein Netz gäbe, keinen Otto-Katalog, also sozusagen robinsoneskes Inselleben... wäre ich dann auch im Bananenblattröckchen unterwegs oder würde ich einfach auf - ja, was; mein Geschlecht, meinen T*-Drang, meine Kleidung - vergessen?

Wenn man davon ausgeht, daß Reiz Interesse erzeugt: Ja.
Ein Indio im brasilianischen Urwald vermisst keinen Fernseher...
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madeleine la belle
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« Antwort #47 am: 04. September 2007, 16:47:49 »

Wenn man davon ausgeht, daß Reiz Interesse erzeugt: Ja.
Ein Indio im brasilianischen Urwald vermisst keinen Fernseher...

ja, aber geschlechtlichkeit und sexualität, mann, frau, und eventuell etwas dazwischen wird auch einem indio und einem herrn crusoe auf der insel nicht unbekannt sein. es wird sich da nur anders manifestieren...
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Roxanne
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« Antwort #48 am: 04. September 2007, 16:56:33 »

ja, aber geschlechtlichkeit und sexualität, mann, frau, und eventuell etwas dazwischen wird auch einem indio und einem herrn crusoe auf der insel nicht unbekannt sein. es wird sich da nur anders manifestieren...

Jo, wenn Cristin nicht völlig allein lebt, in einer Gruppe wo auch Frauen dabei sind, dann könnte ein Effekt auftreten. Ist alles recht theoretisch, aber ich denke, da müßten irgendwelche geschlechtsspezifischen Unterschiede in dem Gemeinwesen sein. Also unterschiedliche Kleidung, Körperschmuck, Aufgaben etc.

Abgesehen davon....
Wenn ich mir einen Urzeitstamm vorstelle, die Mädels sammeln Beeren und Holz und lungern gemütlich in der Höhle rum, während die Kerle Dinos jagen oder sich von anderen behaarten Typen die Keulen an den Schädel hämmern lassen: da wäre ich auch lieber Frau gewesen.  Cheesy



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cristin
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« Antwort #49 am: 04. September 2007, 19:43:50 »

Korrekt hätte ich schreiben müssen, "wenn es kein ... mehr gäbe", da das robinsonsche Inselleben einen vorinseligen Erfahrungsschatz einschließt, den anlässlich der mangelnden "Reiz-Erinnerungen" zu vergessen oder nicht zu vergessen die Frage ist. Frau Freitag lassen wir mal weg.

Der Punkt, auf den ich hinauswollte, ist (genau, Madeleine) das Alleinleben, nicht jedoch das in Isolation geboren worden sein. Also leben mit der Erinnerung ohne den aktualisierten Aussenreiz.

Desweiteren vermissen zwar Indios im "Urzustand" den Fernseher nicht, wohl aber fordern sie von ihrem Leben transzendente Bilder (theaterartig bzw. "Moritaten", also narrative Vorstufen des Massenmediums). Und alle Gesellschaftsformen tragen geschlechtsspezifische Unterschiede in sich (bloss die Wertungen unterscheiden sich).
« Letzte Änderung: 04. September 2007, 19:48:24 von cristin » Gespeichert
Yvonne
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« Antwort #50 am: 06. September 2007, 08:48:29 »

Immer wieder interessant, was sich für eine Diskussion aus einer "scheinbar" einfachen Frage entwickelt  Smiley

Bedürfniss, Zwang, ...  wie auch immer:
Wenn ich meine weibliche Seite nicht ausleben kann (so seit meinem 7. Lebensjahr, also seit Uhrzeiten) fühle ich mich nicht wohl und werde krank.
Andererseits wirkt sich dies natürlich auch auf meine "Hobbys" aus.
Shoppen, Kataloge walzen Grin , die Frau perfektionieren (was leider nicht ganz einfach ist Sad ), stundenlang im Netz surfen, usw.
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madeleine la belle
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« Antwort #51 am: 06. September 2007, 11:37:06 »

Wieso Frauenkleidung und nicht Modelleisenbahn oder Kitesurfen?

was ich mich nur frage (ohne den thread  in frage stellen zu wollen!)
ob es wohl in einem modelleisenbahnerforum einen vergleichbaren thread gibt, nach dem motto "hobby oder bedürfnis... warum seid ihr modelleisenbahner?"

was ich traurig finde, threads dieser art zeigen meiner meinung daß "wir" denken unser handeln scheinbar immer noch sogar vor uns selber rechtfertigen zu müssen.
klar jede "passion" (klingt für mich besser als hobby, bedürfnis und zwang) de jemand hat ist ein zeit- und womöglich geldfresser, wird intensiv betrieben und geht vermutlich hin bis zu einer lebens-grundhaltung. egal ob jemand für sich entdeckt hat mit freunden 8000er besteigen zu müssen, sein auto bis zum gehtnichmehr zu tunen oder ambitionierter aufstrebender musiker ist. nur glaube ich stellt sich da nie die frage ob hobby oder zwang. vielleicht die frage wie es dazu kam, und warum in dieser intensität.
aber ich glaube niemand von denen hadert innerlich damit gerade die größte modelleisenbahn der welt aufzubauen, an der nordwand des K2 zu hängen, oder seinen motorblock frisch verchromt zu haben. mir kommt es manchmal so vor als würde von "transen" eine wie auch immer geartete leichte verkopfung bezüglich ihrer passion erwartet...
kann mich aber auch täuschen.
« Letzte Änderung: 06. September 2007, 11:46:01 von madeleine la belle » Gespeichert

diana76
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« Antwort #52 am: 06. September 2007, 11:45:42 »

@ pussiDEluxe: na, dann meld dich doch mal in solch einem forum an und finde es für uns raus Wink


--> ich gestehe: ich transe unverkopft. ich bin ne transe, ich werd immer transe sein. warum ich ne
     transe bin ist mir egal, was andere über diana die transe denken ist mir auch egal. soviel zu den
     unverkopften ansichten der transe diana
« Letzte Änderung: 06. September 2007, 11:53:07 von Diana Becks » Gespeichert
madeleine la belle
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« Antwort #53 am: 06. September 2007, 11:47:08 »

@ pussiDEluxe: na, dann meld dich doch mal in solch einem forum an und finde es für uns raus Wink
nö, bin doch kein modelleisenbahner. die kohle leg ich besser in schuhe und so an, da hab ich mehr davon  Wink
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diana76
Gast

« Antwort #54 am: 06. September 2007, 11:51:16 »

na pussiDEluxe, so ne modelleisenbahn hat doch was beruhigendes wennse tufftufftuff macht und schön durchs zimmer fährt. Grin
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Roxanne
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« Antwort #55 am: 06. September 2007, 12:32:04 »

mir kommt es manchmal so vor als würde von "transen" eine wie auch immer geartete leichte verkopfung bezüglich ihrer passion erwartet...
kann mich aber auch täuschen.

Na ja, ich denke, in der Regel(!) ist Transvestitismus doch "etwas" mehr, als ein beliebiges Hobby. Ich habe selbst schon viele Hobbys gehabt. Manche begeisterten mich nur Monate, andere Jahre. Aber alles faszinierte nicht so lange und so intensiv, wie mein Transvestitismus. Für einige User mag das vielleicht anders sein.

Aber wenn mich etwas mein ganzes Leben so stark beeinflußt und beschäftigt, dann mache ich mir Gedanken darum. Das ist doch menschlich und ab einem Mindestmaß an Intellekt auch völlig normal. Nur ein Huhn macht sich keine Gedanken, warum es gaggert und auf dem Hühnerhof lebt.

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« Antwort #56 am: 06. September 2007, 12:33:41 »

Nur ein Huhn macht sich keine Gedanken, warum es gaggert und auf dem Hühnerhof lebt.

deshalb muß es jedoch nicht unglücklicher sein...
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Roxanne
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« Antwort #57 am: 06. September 2007, 12:36:04 »

deshalb muß es jedoch nicht unglücklicher sein...

Es wird mit Sicherheit glücklicher sein  Wink

Man sollte sich ja nicht selbst zitieren, aber hier passt es so gut:

Glücklich bist, wenn du nicht weißt,
daß dir das Schicksal in den Hintern beißt.
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diana76
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« Antwort #58 am: 06. September 2007, 12:45:16 »

mir kommt es manchmal so vor als würde von "transen" eine wie auch immer geartete leichte verkopfung bezüglich ihrer passion erwartet...
kann mich aber auch täuschen.
Aber wenn mich etwas mein ganzes Leben so stark beeinflußt und beschäftigt, dann mache ich mir Gedanken darum. Das ist doch menschlich und ab einem Mindestmaß an Intellekt auch völlig normal.

öhhm:wie stark es personenbezogen "beeinflußt und beschäftigt" ist ja wohl relativ. klar, es beeinflußt auch mein "normales" leben ne transe zu sein. alleine schon die gesteigerte körperpflege, die gezupften augenbrauen, das gesteigerte modeinteresse ect.
aber beschäftigt es mich eine transe zu sein? in dem sinne von: warum bin ich ne transe? was denken andere darüber? einfach die wieso's, die warum's, die weshalb's? meine antwort zu "beschäftigt: definitiv nein!!! fakt ist: 1. ich bin gerne ne transe  2. ich habe meinen spaß transe zu sein  3. ich bin glücklich transe zu sein  4.was die gesellschaft über die transe diana denkt, geht mir auf gut deutsch, am arsch vorbei  --> warum sollte ich mir also darüber einen kopp machen?
bin ich jetzt nicht menschlich und habe ich keinen intellekt nur weil ich so denke?Huh??
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Roxanne
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« Antwort #59 am: 06. September 2007, 12:54:50 »

bin ich jetzt nicht menschlich und habe ich keinen intellekt nur weil ich so denke?Huh??

Habe schon drauf gewartet, daß jetzt jemand protestiert.  Roll Eyes

Zuerst: Wenn ich mir um mich und mein Handeln Gedanken mache, hat das nichts damit zu tun, daß dies Handeln irgendwie negativ sein muß. Menschen manchen sich um alles mögliche Gedanken und versuchen zu erfahren, warum was geschieht. Wie es halt zu erklären ist. Warum sich Planeten drehen oder wie ein Fisch sieht. Ich als wissenschaftlich "angehaucht", kann gar nicht anders!

Ich halte dich bestimmt nicht für einen dummen Menschen und ich behaupte mal, du würdest es auch gern wissen, du verdrängst es aber dich damit zu sehr zu beschäftigen. Eben aus dem Grund, weil du dahinter sofort einen Rechtfertigungsversuch vermuten würdest. Da du dir aber keiner "Schuld" bewußt bist (und das ist gut so), lehnst du das im Unterbewußtsein ab.

gez. Hobbypsychologin Dr. ad hoc
Turnau
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