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Autor Thema: Karins Tagebuch  (Gelesen 2436 mal)
Karinmaus
Gast

« am: 10. Januar 2012, 17:58:27 »

In (un)regelmäßigen Abständen hoffe ich hier die Eindrücke vom Verlauf meiner Transgenderzeit wieder geben zu können.
Ich wüsste auch nicht wosonst man all dies schreiben könnte.

Aber zuerst einmal an alle die mich moralisch so unterstützen. Ganz lieben Dank. Es tut der Seele so gut.  Smiley   Smiley


Der zweite Tag:
Bereits am gestrigen Abend richtete ich mir noch meine Fingernägel, feilte und lackierte sie dann mit einem Klarlack. Irgendwie freue ich mich darauf, sie jetzt ohne Angst in der Arbeit so tragen zu können. Das wohlige Kribbeln im Bauch bestätigte meinen Entschluss.
Dann morgens wiederum die Frage. Was anziehen? Dezent sollte es wieder sein; dennoch unverkennbar weiblich. Ich entschied mich für eine schwarze Flanellhose mit breitem Bund, unten weiter ausfallend, einen ins rosa fallenden Rolli und meinen Stiefeletten. Das Deospray wurde heute etwas stärker benutzt.
Auf dem Weg zur Arbeit fiel mir auf, dass ich im Vergleich zu gestern wesentlich ruhiger war. Sicher, eine gewisse innere Anspannung war da, bei weitem aber nicht so schlimm wie gestern. Im Gegenteil. Ich freute mich so sehr auf diesen Tag und fühlte mich so wohl, wie schon lange nicht.
Waltraud saß schon an ihrem Arbeitsplatz, wollte mich gerade begrüßen hielt aber plötzlich inne. Sie sah mich an, lächelte und meinte, dass es angebracht wäre mich mit meinem weiblichen Namen anzusprechen. Ob ich schon einen hätte? So nannte ich ihr meinen Vornamen. Als wäre nichts gewesen, begrüßte sie mich dann mit dem Satz: „Einen schönen guten Morgen Karin, alles Gute heute und wenn du über dich sprechen möchtest, einfach raus damit. Ist doch einfacher zu reden als zu weinen. Die Zeit bis zur Mittagspause verging wie im flug. Gemeinsam wühlten wir uns durch die Unterlagen und die Arbeit machte richtig Spaß.
In der Pause fragte mich dann Waltraud wie es mir denn gestern noch ergangen sei. Sie hätte großes Mitleid mit mir gehabt und auch daheim lange über mich nachgedacht. Wir beide quatschten die ganze Stunde über dies und das, wie ich mich kleide, ob ich schon komplett als Frau draußen war, wie es meine Frau aufnimmt, wer alles von Karin weiß und und und.
Bis dann Waltraud mich fragte, ob es mir was ausmachen würde, mich komplett als Frau zu zeigen? Sie sei so neugierig, wie ich denn dann aussehen würde.
Ich kam ins Grübeln und antwortete, dass dies hier unmöglich sein wird. Worauf sie erwiderte, dass es ja bei uns privat auch ginge, zumal sie Edith recht gut kenne. Bei ihr daheim wäre es nicht so doll, da ihr Mann vorerst noch nichts über mich erfahren sollte. Oder ob ich was dagegen hätte? Was blieb mir anderes übrig als zu antworten, das ich den Vorschlag erst mit meiner Frau klären müsste.

Jetzt bin ich daheim und habe eben über alles mit Edith gesprochen. Auch sie befürwortet den Vorschlag meiner Kollegin sich bei uns gemeinsam zu treffen. So könnten wir drei in aller Ruhe darüber sprechen was jede Einzelne bewegt. Sie bekräftigt das mit der Begründung, dass ich zuhause ja ohnehin als komplette Frau lebe. Was hindere mich, dann Waltraud einzuladen? Ehrlich gesagt, ist mir heute noch mulmig, wie´s dann letztendlich ausgehen wird weiß ich auch nicht. Aber mein Bauchgefühl sagt mir jetzt schon, dass ich es eigentlich auch gerne möchte.
So genug gequatscht. Gehe mit Edith noch auf eine kleine Auffrischrunde raus, dann Abendessen und anschließend gemütliches Kuscheln.
Euch allen noch einen schönen ganz lieben Tagesausklang.
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LG
Karin
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Jula
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Miss Verständnis


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« Antwort #1 am: 11. Januar 2012, 06:59:27 »

Liebe Karin,
Ich bin gespannt wie es mit deinem Rollenwechsel an der Arbeit und überhaupt weitergeht. Deine'Erlebnisse machen Mut.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
MichaelaS
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Allein machen sie Dich ein




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« Antwort #2 am: 11. Januar 2012, 08:27:43 »

Hallo Karin,

klingt ja richtig gut, wie einfühlsam Waltraud mit Deinem Outing umgeht. Und ich bin wie Jula auch sehr gespannt, wie Deine Geschichte weitergeht. Drücke Dir jedenfalls ganz fest die Daumen!

LG
Michaela
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Karinmaus
Gast

« Antwort #3 am: 12. Januar 2012, 08:43:22 »

Habe diesen Beitrag auf Karins Wunsch eingefügt. Gestern war plötzlich das Forum "kaputt"und man konnte nichts mehr machen. Sorry, ich kenn´mich mit PC so toll nicht aus.
Edith



Mittwoch, 11. Januar 2012

Ach, du liebes Tagebuch, nimmst langsam aber ständig zu. Pass auf, dass du nicht zu dick wirst. Ginge es nach mir, würden xxx Seiten nicht ausreichen dich zu füllen. Ich bin glücklich, dich zu haben Du bist eine Bereicherung für mich.

Gestern Abend führte Edith mit mir noch ein längeres Gespräch. Es wurde fast zwölf bis wir ins Bett kamen. Die TV Serie „In aller Freundschaft“ und die nachfolgenden Sendungen erleichterten aber dieses Vorhaben ungemein.
Natürlich gings auch um den Besuch meiner Arbeitskollegin, der wohl kommenden Samstag, sofern sie Zeit hat, stattfinden soll. Mein Schatz freut sich wirklich darauf, da sie, so ihr Tenor, endlich mit einem anderen Menschen über Themen sprechen könne, die bei anderen nicht angesprochen werden können.
Weiter drehte sich das Gespräch, wie ich mich in der Arbeit denn fühle und ob ich irgend etwas bereuen würde. Ich gestand mir selber ein, dass es im Vergleich zu früher, wo nur Wäsche unter der Herrenkleidung getragen wurde, nun ein sehr schönes, wohliges Gefühl ist, so als ob man zuhause angekommen wäre. Auch, dass es meine Kollegin, für mich überraschend, so wunderbar aufgenommen hat. Mir scheint, es liegen Welten zwischen dem Zustand vor drei Wochen. Für mich ist es auch ein sicheres Gefühl zu wissen, dass in unser Büro kaum andere Leute kommen. Meine Kollegin und ich bearbeiten jediglich die Steuerfälle. Die Annahme, wo Betrieb über Betrieb herrscht, oder Vollstreckung, betrifft uns nicht. Aber Edith hat bestimmt recht, wenn sie meint, ich müsse immer mit unvorhergesehenen Besuch rechnen. Vor ein paar Tagen wären Panikattacken sicher die Folge gewesen; gestern abend nahm ich´s einfach zur Kenntnis.
Gefühlsmäßig mehr belastete mich Ediths Vorschlag über ein weiteres Outing nachzudenken, da es, ihrer Meinung nach, sowohl rational als auch irrational erklärbar sei. Hier brachen wir dann ab und ließen die Antwort(en) offen.
Vor dem Einschlafen grübelte ich noch eine ganze Weile herum. Für´s outen sprach neben anderen Dingen vor allem mein jetziger so positiver Allgemein- und Gemütszustand. Dagegen natürlich, dass solch ein Vorgehen irreversibel ist. Was werden wohl meine Bekannten, Freunde, Eltern, Nachbarn usw. von mir denken? Mit diesen Gedanken, die in meinem Hirn rumrannten, schlief ich endlich ein.
Am Morgen wiederum das gleiche Procedere. Ich stelle fest, dass ich wesentlich mehr Zeit zum Herrichten vertrödle als früher. Also noch eher aus den Federn. Wiedermals unspektakulär angezogen – der Fundus aus dem Schrank meiner Frau ist groß, welche Gnade, dass wir die gleichen Größen haben. Heute erstmals ein Hosenanzug. Blazer mit Reverskragen und zarten Schulterpolster, Hose mit Dehnbund und Bügelfalte. Alles in Nadelstreifen-Dessin. Drunter weißfarbiger Shirtrolli. Schnell noch rein in Kurzstiefel und Jacke, gefrühstückt und ab in die Arbeit. Hier fiel mir zum erstenmal auf, dass die Leute mich zwar anschauten sich jedoch in keinster Weise für meine Kleidung interessierten. Auch bemerkte ich, dass viele von ihnen mit mürrischen Blick in die Büros gingen.
Bei uns im Büro Normalität pur. Waltraud hat Zeit für den Besuch und freut sich auf Samstag. Und ich mich jetzt auch. Soll sie mich als Frau sehen. Ich bin transisdent. Punkt. Ich schaue nicht furchtbar aus. Punkt. Und ich stehe jetzt dazu. Und das ist gut so. Oder?
Alles Liebe
Karin

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_Suse_
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« Antwort #4 am: 12. Januar 2012, 09:06:12 »

Also, man verstehe mich jetzt bitte nicht falsch!

Ich habe in meinem Leben schon viele Geschichten um diverse Themen gelesen... schöne Geschichten teilweise, die gut geschrieben waren und sich auf Seiten befanden, die extra für solche Geschichten gemacht wurden. Kein Problem war, dass diese Geschichten erfunden waren, denn das war der Sinn und Zweck dieser besagten Seiten.

So rein gefühlsmäßig hört sich dieses Tagebuch ähnlich an.

Auch gewisse andere Dinge finde ich merkwürdig z.B., dass zwei Kollegen auf einem Amt den ganzen Tag alleine im Büro sitzen. Ich arbeite Teilzeit in der Verwaltung eines städtischen Ressorts. In den paar Stunden in denen ich da bin, kommt ständig der ein oder andere Kollege in unser Büro, mein direkter Chef steckt zumindest mal den Kopf rein und sagt Guten Morgen oder was auch immer. Und wenn ich aufs Klo gehe (auf welches gehst du überhaupt) oder zur Kantine oder mir eine Tasse hole oder was auch immer, begenen mir alle möglichen Leute, hauptsächlich Kollegen, die ich teilweise nur vom sehen kenne, da auch bei uns nur begrenzt Publikumsverkehr herrscht.

Tja, irgendwie nur so ein Gefühl....

LG

Suse
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Damendoppel
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« Antwort #5 am: 12. Januar 2012, 09:20:43 »

Karin kann ja heute nach Arbeit selbst dazu Stellung nehmen.
Ich kann dir jedoch jetzt schon versichern, dass es so stimmt, was in den Aufführungen steht.
Dass bei dir in der Arbeit viel Betrieb liegt, hängt wahrscheinlich mit der Größe dieses zusammen. Bei Karin, die in einem Nebengebäude eines Finanzamtes einer eher kleineren Stadt (16000 Einwohner), arbeitet sind insgesamt zehn Bedienstete. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass "Bürobesuche" stattfinden, zwar gegeben aber eher unwahrscheinlich. Kantine gibts. Da müsste man rund 200m weiter ins Hauptamt gehen. Da die Zeit ohnehin knapp ist, und Karin mittags eher wenig isst, bleibt sie im Büro.
Und das Klogehen ist doch einfach. Natürlich ins Männerklo ist von ihrem Zimmer keine zehn Meter entfernt.
Ich bin dir nicht im entferntesten böse, dass du zu diesem Gefühl neigst. In diesem Fall liegste aber falsch.
Sorry, musste gleich antworten.
Edith
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Triona
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« Antwort #6 am: 12. Januar 2012, 10:56:35 »

Ich schaue nicht furchtbar aus. Punkt.

Wenn man von deinem Bildchen und deinen Selbstbeschreibungen ausgeht, ist das wohl noch stark untertrieben.  Wink

Und ich stehe jetzt dazu. Und das ist gut so. Oder?
Alles Liebe
Karin


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« Antwort #7 am: 12. Januar 2012, 12:09:27 »

Na Na Na Karin, nicht untertreiben, Du siehst wirklich ganz toll aus,viele haben sich ja gefragt ob das jetzt DU oder Edith ist auf dem Profilbild.Und, lass Dich nicht beirren,geh Deinen Weg so wie DU es für richtig hältst, DU alleine weißt und fühlst wenn Du für einen weitern Schritt bereit bist.Alles Liebe Clara
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Triona
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« Antwort #8 am: 12. Januar 2012, 13:15:51 »

Na, die Edith braucht sich aber auch nicht zu verstecken.  Wink

Und wenn ihr beide die gleiche Kleider- und Schuhgröße habt, dann habt ihr ja Glück.
Nicht zuletzt kann das auch eine ganze Menge Geld sparen.


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_Suse_
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« Antwort #9 am: 12. Januar 2012, 13:23:45 »

Na, die Edith braucht sich aber auch nicht zu verstecken.  Wink

Und wenn ihr beide die gleiche Kleider- und Schuhgröße habt, dann habt ihr ja Glück.
Nicht zuletzt kann das auch eine ganze Menge Geld sparen.


liebe grüße
triona

Es ist überhaupt alles sehr glücklich, harmonisch, schön, und, und, und..... Lips Sealed
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Andrea_K
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« Antwort #10 am: 12. Januar 2012, 13:30:14 »

Sowas kann schon mal vorkommen, Suse. Wink
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Damendoppel
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« Antwort #11 am: 12. Januar 2012, 13:34:22 »

Über eure Komplimente freue ich mich natürlich auch. Aber es ist immer ein hartes Stück Arbeit bis denn Karin so aussieht. Zugute kommt ihr ganz sicher, dass sie von Herz und Verstand ein positiver Mensch ist.  "Schönheit", finde ich, muss erarbeitet werden. Und hier hat´s Karin genauso schwer wie jede andere auch. Das fängt beim Gewicht halten an und hört nicht bei der Auswahl ihrer Garderobe auf.
Doch einen Grundsatz hat sie, den gleichen den ich auch habe.
Niemals und nie "nuttig" aussehen, sondern sich so kleiden wie sich mal üblich Frauen der verschiedensten Modegattungen anziehen.

@ triona

Schuh- und Kleidergröße kein Problem. Passen wir beide rein (noch).
Aber eigentlich zieht Karin nur meine Klamotten an, bei den Schuhen streike ich.  Wink
Da schaut sie selbst, dass sie das kauft was ihr gefällt.
Edith
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Damendoppel
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« Antwort #12 am: 12. Januar 2012, 13:38:35 »

@ suse

So ist´s nunmal. Und neben den aufgezählten Eigenschaften kommt noch ein sehr sehr wichtiges Substantiv und Verb dazu. Liebe und lieben.
Edith
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Karinmaus
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« Antwort #13 am: 12. Januar 2012, 19:59:42 »

@ Suse

Edith hat ja bereits darauf geantwortet. Dem gibt’s nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich bemühe mich halt nur, das in etwa wiederzugeben, wie´s sich ereignet hat. Vielleicht bin ich im heutigen Stand meines Transgenderdaseins zu euphorisch, dass ich gleich alles wiedergeben muss, ausgeschmückt mit zu vielen Worten?
Aber etwas unsicher über das Schreiben weiterer Berichte bin ich jetzt schon.


Mittwoch auf Donnerstag, 12. Januar 2012

Kam gestern kaum dazu mich auch nur kurz im Forum zu informieren, da der blöde Serverausfall es verhinderte. Setzte dann meinen „Bericht vom Tage“ auf, den Edith heute reinstellte.
Anschließend drehten wir beide wieder ein Runde Spaziergang, was einem herumstreunenden, struppigen Hund offenbar gar nicht gefiel. Eine zeitlang schnupperte das Tier erst Edith, später dann mich an. Ehe er sich trollte schaute es uns beide noch misstrauisch an. Welche Gerüche ihn dazu verleiteten blieb im verborgenen.
Nach dem Abendessen fragte mich Edith ob denn am Samstag der Besuch von Waltraud klappt, was ich bestätigen konnte. Ihre Anmerkung, dass ich mir dann schon überlegen solle, was ich anziehe ist eher rhetorischer Art. Da ich zuhause sehr häufig leger rumlaufe, meist in Leggins und über den Po hinausgehenden Pullis, wird klar sein, dass ich mich in einem gepflegteren Outfit präsentieren werde.
Angesprochen aufs Thema „weiteres outen“ wich ich abermals aus. Ich hatte einfach keine Lust. Irgendwie werden wir beide schon einen Konsens finden. Und innerlich bin ich eh aufgewühlt, trotz  momentaner „Coolness“, wenn ich an Samstag denke.
Heute zwanzig Minuten eher aus den Federn und siehe, schon hat Frau mehr Zeit. Gardarobe wie am Montag. Auch in der Arbeit alles klar. Waltraud wollte noch dies und jenes in Erfahrung bringen. Ich bat sie um Geduld und sagte ihr, dass wir samstags genügend Zeit für alle Fragen haben.
Beim Auto angekommen, stellte ich fest, dass mir ´ne nette Politesse einen Strafzettel verpasst hatte. Und das auch nur, weil der Wagen ein oder zwei Meter im Bereich eines Hydranten stand.
Daheim erst mal auf der Couch die Beine langgestreckt und zwanzig Minuten fest gedöst. Dann Forumsbeiträge nachgelesen und diese Zeilen verfasst. Anschließend noch schnell die Tasche von „Christina“ bestellt. Vielleicht kommt sie ja bald – die Tasche-. Ich brauch so eine unbedingt, denn das ganze Dinges immer in den Taschen meiner Jacke rumzuschleppen, ist auch nicht das gelbe vom Ei. Interessant ist auch der Vorschlag von Monika mit dem Rucksack. Der wäre ideal für unsere Ausflüge in die Berge.
So das war´s schon wieder für heute.
Morgen noch bis Mittag arbeiten und dann ins verdiente Wochenende.
Euch allen eine ruhige Nacht
Liebe Grüße
Karin
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Triona
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« Antwort #14 am: 12. Januar 2012, 21:33:19 »

@ Suse

Edith hat ja bereits darauf geantwortet. Dem gibt’s nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich bemühe mich halt nur, das in etwa wiederzugeben, wie´s sich ereignet hat. Vielleicht bin ich im heutigen Stand meines Transgenderdaseins zu euphorisch, dass ich gleich alles wiedergeben muss, ausgeschmückt mit zu vielen Worten?
Aber etwas unsicher über das Schreiben weiterer Berichte bin ich jetzt schon.


Hallo Karin,

laß dich  nicht verunsichern.


liebe grüße
triona
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Ärztliche Kontrolle ist gut.
Kontrolle der Ärzte ist besser.
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