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Autor Thema: Haben wir einen Gen-Defekt?  (Gelesen 1890 mal)
nina_vem
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Irrealo


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« Antwort #30 am: 07. August 2007, 23:50:22 »

Nun, ich weiß nicht wie das vererbt hier gemeint ist. Da traumatische Erlebnisse keinen Einfluß auf das Genom haben, findet natürlich keine genetische Vererbung statt.

Die Weitergabe an die Nachkommen kann also nur über das Lernen erfolgen. Wenn z.B. jemand ein traumatisches Erlebnis mit Inlineskates hatte (Grin) und in Gegenwart seiner Kinder jedesmal Panikanfälle bekommt, wenn ein Inlineskater auftaucht, dann werden die Kinder dieses Verhalten evtl. erlernen und übernehmen.

Ganz so einfach ist es wohl nicht. Wie diese Erlebnisse weitergegeben (in dem Falle die Bedeutung von vererbt) werden ist noch unklar, über Lernen geht es aber wohl nicht. Zumal diese Erlebnisse nicht nur an die Kinder, sondern auch an die Enkel weitergegeben werden, selbst wenn diese nichts mit den Grosseltern zu tun hatten (aber da müsste ich noch mal nach Studien suchen um meine Erinnerung zu belegen).
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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #31 am: 08. August 2007, 00:27:19 »

Die Weitergabe an die Nachkommen kann also nur über das Lernen erfolgen.
Ganz bewusst habe ich vorhin mal Insekten angesprochen: wenn mich jetzt nicht wirklich alles täuscht, ist sowohl bei einigen Bienenarten als auch bei einigen Ameisenarten ist die Informationsmenge, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, nach derzeitigem Wissensstand größer als im jeweiligen Genom codiert werden kann. Sie ist aber außerdem auch zu groß, als dass  die Tiere im Verlauf ihrer Lebensspanne dieses Wissen erwerben könnten. Was würde daraus für die Vererbung von "Wissen" folgen? Dass es noch Mechanismen neben der DNA-Replikation geben könnte/müßte? Oder red ich jetzt vollkommenen Blödsinn (ich hab das nicht nochmal verifiziert)?

Und was haben wir mit Insekten zu tun - ausser, dass sie uns oft mehr als lästig sind? Auf der Ebene, um die es hier geht, wohl immer noch ne ganze Menge - sie werden (in Form einer gewissen Fruchtfliege) gerne als Modell auch für kompliziertere Organismen verwendet.

Zitat
Wenn z.B. jemand ein traumatisches Erlebnis mit Inlineskates hatte (Grin) und in Gegenwart seiner Kinder jedesmal Panikanfälle bekommt, wenn ein Inlineskater auftaucht, dann werden die Kinder dieses Verhalten evtl. erlernen und übernehmen.
Na, vermutlich werden da schon heftigere Traumatisierungen notwendig sein als die, die unsereins auf schnellen Röllchen typischerweise so auslöst ;-)
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Viele liebe Grüße

Beate
nina_vem
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« Antwort #32 am: 08. August 2007, 00:47:21 »

... Was würde daraus für die Vererbung von "Wissen" folgen? Dass es noch Mechanismen neben der DNA-Replikation geben könnte/müßte? Oder red ich jetzt vollkommenen Blödsinn (ich hab das nicht nochmal verifiziert)?

Nein Du redest keinen Blödsinn, es gibt tatsächlich eine Reihe von "Weitergaben" an Nachkommen, die nicht so einfach mit den Mechanismen der genetischen Vererbung erklärt werden können. Daher gibt es eine Reihe von Spekulationen die dies versuchen zu erklären, allerdings konnte keine davon bisher verifiziert werden.
Denkbar wäre auch, dass die genetische Vererbung noch eine Reihe von Überraschungen birgt, z. B. gibt es Hinweise dass die mitochondriale Vererbung nicht allein mütterlicherseits stattfindet, was bisher einhellige Lehrmeinung war.
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seamstress
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« Antwort #33 am: 08. August 2007, 00:52:25 »

Nun, ich bin hier auch keine Expertin, aber im Bio-LK haben wir uns ein Semester mit Vererbung beschäftigt. Und die einzige Form der Vererbung (abgesehen von überholten Theorien) die dort gelehrt wurde, war eben die Genetik.


Na, vermutlich werden da schon heftigere Traumatisierungen notwendig sein als die, die unsereins auf schnellen Röllchen typischerweise so auslöst ;-)

Sag das nicht. Frag mal Frau la belle oder schau mal hier. Grin
« Letzte Änderung: 08. August 2007, 00:55:04 von seamstress » Gespeichert

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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #34 am: 08. August 2007, 01:56:40 »

...es gibt tatsächlich eine Reihe von "Weitergaben" an Nachkommen, die nicht so einfach mit den Mechanismen der genetischen Vererbung erklärt werden können.
...
Was, um zum Thema zurückzukommen, die Frage nach den körperlichen Ursachen von TS und verwandten Leiden stark relativieren dürfte.
Dafür reicht es bereits aus, zu wissen *dass* es derartige Mechanismen geben muss - wie sie aussehen, ist fürs erste wohl nicht allzu wichtig.

Wenn Informationen über Traumatisierungen / Ängste in irgendeiner Form weitergegeben werden können, müsste das aber wohl auch Auswirkungen auf deren Therapierbarkeit haben; es würde mich nicht überraschen, wann man in diesen Fällen nur noch lernen kann, mit sowas umzugehen.
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« Antwort #35 am: 08. August 2007, 21:41:39 »

Muss es denn immer gleich ein Gen sein?

Auf welche Weise werden eigentlich grundlegende Persönlichkeitsmerkmale weitergegeben? Sie werden - das sehe icch meinen vier Kindern überdeutlich.



Hallo Beate,

ADS (attention deficit syndrome) soll ja auch vererbbar sein. Der Genetikproffesor verglich das in gewisser Weise mit geistiger Behinderung.

Liebe Grüße

Cveta
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Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita.
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« Antwort #36 am: 09. August 2007, 01:02:37 »

Wer ist geistig behindert? ADS-Betroffene?

Du hast doch ADS...
und wozu die Vererbbarkeit? Auf wen sollen wir denn jetzt schließen?
« Letzte Änderung: 09. August 2007, 01:06:22 von beate_r » Gespeichert

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« Antwort #37 am: 09. August 2007, 14:58:17 »

Hallo Beate,

ADS ist vererbbar, auch wenn der Mechanismus noch nicht bekannt ist. Ein Professor verglich es mit Mechanismen bei geistigen Behinderungen.

Die Ausgangsfrage war ja die Vererbbarkeit von Charaktereigenschaften. Hatt die mutter ADS und ist unkonzentriert, so ist es auch die Tochter.

LG Cveta
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« Antwort #38 am: 12. August 2007, 07:51:12 »

Ja nun bei mir ist es ein Gendeffekt Ärzte haben bei mir ein X Chromosom zuviel entdeckt das ist auch die Erklärung das ich als Mann eine weibliche Brustentwicklung habe. Ich habe 85 A sieht komisch aus aber ich kann damit leben. Der Arzt meinte aber das man die weiterentwicklung nicht sooo stoppen kann da ich eine Krebskrankheit habe und es kann passieren das ich in eine zweite Pubertät komme und zwar in die weibliche. Was bedeutet würde das die weiblichen Hormone sich in meinen Körper noch mehr ausbreiten. Ich glaube ich bin das was sich manch TS TG TV wünscht ein Mann mit einem Körper der Östrogen selbst und viel produziert
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Jula
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« Antwort #39 am: 12. August 2007, 08:55:19 »

Ja nun bei mir ist es ein Gendeffekt Ärzte haben bei mir ein X Chromosom zuviel entdeckt

Aah!
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Da deine Geschlechtsorgane vermutlich männlich sind, würde ich mit über eine "weibliche Pubertät" bei unterbleibender Behandlung keine Gedanken machen. Du hast wahrscheinlich schon Glück gehabt (okay, vielleicht auch nicht), dass du trotz des vorhandenen Testosterondefizits in die männliche Pubertät gekommen bist.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
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« Antwort #40 am: 12. August 2007, 09:03:25 »

Das ist das Problem ich bin nie wirklich in diese Pubertät gekommen ich hatte nie Akne ich hatte nie wirklich Stimmbruch ich habe seit meine Brüste sich anders entwickelt haben auch echte weibliche Brustwarzen Vorhöfe etc. Ich habe außer im Gesichtsbereich nicht sonderlich viele Haare. Ich habe eine Sanduhrenfigur und trage daher in der Öffentlichkeit auch weite Klamotten. Ich habe einen weiblichen Fußbau und schmale Hände ich habe eine weibliche Handschrift so und jetzt frage ich mich kann es sein das ich als Frau geboren wurde mit einem männlichen schwanz denn der Östrogenspiegel in meinem Körper ist laut Ärzte normal ( für eine Frau )
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Jula
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« Antwort #41 am: 12. August 2007, 09:20:00 »

Hi Living,
du solltest dich eventuell um Hilfe bemühen.
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