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Autor Thema: GOTTSCHALK wird transen!  (Gelesen 6000 mal)
Tamara
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Lebe Lauter!

tg_tamara82
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« Antwort #15 am: 04. März 2007, 17:02:45 »

Es geht nicht darum dass Gottschalk "fundiert aufklärt". Es geht auch nicht darum dass ein Normalbürger mit einem Schlag die TG Szene versteht.

Wie in der Werbung bringen erst zahlreiche Wiederholungen von solchen Kontakten mit der TG Szene Erfolge. Mit jeder Wiederholung wird es "normaler", und sorgt für weniger Aufregung.

Wie in der Werbung ist es auch positiv wenn sich prominente Personen zu etwas bekennen oder etwas machen. Wenn etwa Gottschalk transt dann kriegt transen ein positiveres Image, und kann einen Teil der negativen Assoziationen ("pervers", "schwul" (als schimpfwort gebraucht...)...) nach und nach abschütteln (langfristig gesehen).

Dadurch bekommt man als Transgender auch "Argumente" in die Hand die man irgendwann mal brauchen könnte. Einer völlig ignoranten Person könnte man etwa entgegenen "das hat sogar der Gottschalk schon gemacht, ist also sicher nicht pervers...".
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"we all came into this world naked, the rest of it is all drag" - RuPaul
nina_vem
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Irrealo


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« Antwort #16 am: 04. März 2007, 17:08:49 »

@Tamara: Grunsätzlich richtig, nur wird es einen riesigen Unterschied geben in der Beurteilung was Gottschalk so macht und der was ich so mache. Gottschalk als "Fernsehclown" hat da sicher viel mehr Narrenfreiheit.
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Die einzige wirkliche Grenze ist das Ende der Phantasie.
madeleine la belle
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madeleine_la_belle
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« Antwort #17 am: 04. März 2007, 17:09:36 »

Einer völlig ignoranten Person könnte man etwa entgegenen "das hat sogar der Gottschalk schon gemacht, ist also sicher nicht pervers...".

SKEPSIS.. ob das zieht  Tongue
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Polly
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Kleene_Polly
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« Antwort #18 am: 04. März 2007, 17:14:16 »

Einer völlig ignoranten Person könnte man etwa entgegenen "das hat sogar der Gottschalk schon gemacht, ist also sicher nicht pervers...".

SKEPSIS.. ob das zieht  Tongue
Eben... Gottschlak ist keine zu 100% ernstzunehmende Person. Würde Ulrich Wickert das machen, wäre das etwas Anderes. Aber Gottschalk, mit seinen Outfitkreationen in der letzten Zeit.....
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seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #19 am: 04. März 2007, 17:59:28 »

Nun, es gab ja schon genügend Prominente, die in Frauenkleidern zu bewundern (?) waren. Meist waren es aber so unsägliche Machwerke wie Charlys Tante (u.a. mit Peter Alexander). Sich darauf zu berufen, wird nicht unbedingt das Verständnis für das was wir sind fördern.

Sollte Gottschalk seinen Auftritt in dieser Tradition anlegen, kann man's getrost vergessen. Wenn er sich aber darum bemüht, nicht eine Witzfigur abzugeben sondern ein akzeptables Abbild einer Frau, und sich auch etwas danach benimmt, dann mag's vielleicht etwas bringen.
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Everyone was terrified of Doug. I've seen grown men pull their own heads off rather than see Doug. He used sarcasm. He knew all the tricks - dramatic irony, metaphor, bathos, puns, parody, litotes and... satire. He was vicious.
seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #20 am: 04. März 2007, 19:33:02 »

das nun nicht. würde schon reichen, wenn er nicht breitbeinig mit kurzem rock auf der couch sitzt, nicht zwischendurch seine titten raus holt und nicht ständig über schmerzen im schritt klagt...
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Tamara
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tg_tamara82
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« Antwort #21 am: 04. März 2007, 19:35:32 »

das nun nicht. würde schon reichen, wenn er nicht breitbeinig mit kurzem rock auf der couch sitzt, nicht zwischendurch seine titten raus holt und nicht ständig über schmerzen im schritt klagt...


...wie manche echten trannies meinst du? *lol*
ja sind wir gespannt...
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HEKATE
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Goddess of the cross(dressing)roads


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« Antwort #22 am: 06. März 2007, 00:16:54 »

 Wink Wie diese zwei Belege aus HEKATEs
uralten unterirdischen Archiven zeigen





hatte er es schon immer mit irgendwelchen
Transgendereien - allerdings meistens nur
als Aprilscherze ... Angry



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Man sollte öfter mal Bücher lesen, die man schon zu kennen glaubt (HEKATE)
Jacqui Jouet
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« Antwort #23 am: 06. März 2007, 13:57:01 »

wenn man ein ernstes anliegen hat, etwas zu bewegen muss man 3 phasen durchmachen: 1. man wird ignoriert. dann wird man 2. ausgelacht um dann 3. angegriffen zu werden. bleibt man bei den drei stadien auf seinem weg, dann wird man letztendlich auch ernst genommen!

in etwas anderen worten ausgedrückt kam dieser inhalt einst aus ghandis mund...

(hab ich mich grade selbst -faulerweise- von travesta zitiert...)

selbst wenn er´s lächerlich rüber bringt, dieser lacher geht an & auf ihn... also ists schon mal ein schritt auf stufe 2 :-)
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Tamara
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tg_tamara82
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« Antwort #24 am: 06. März 2007, 15:05:00 »

"First they ignore you, then they ridicule you, then they fight you, then you win." -  Mahatma Gandhi

Aber ich zweifle ob sich das auf die Transgender Szene anwenden lässt. In welchem Stadium wären etwa die Homosexuellen, die uns in der Öffentlichkeitsarbeit ein paar Jahrzehnte voraus sind? Werden sie ignoriert? Eher nicht, vielleicht von manchen Menschen. Lächerlich gemacht? Von manchen Gruppen vielleicht. Bekämpft? Eher nicht, wenn man die Untätigkeit des Gesetzgebers nicht als Kampf ansieht. Haben sie schon gewonnen? Nein, aber - was eigentlich?

Alles in allem hinkt der Vergleich mit der Kollonialzeit also ein klein wenig... ;-)
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"we all came into this world naked, the rest of it is all drag" - RuPaul
Jacqui Jouet
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« Antwort #25 am: 07. März 2007, 06:09:45 »

dann mal die frage an DICH, tamara: was tust denn du? kontraproduktive sprüche klopfen ist ne tolle sache... so als heckenschütze  Grin

es gibt noch heute nazi´s, faschisten, klu-klu-clan-anhänger, heteronormative und dergleichen mehr... wenn du mir mit einer 100% akzeptanz von allen allem gegenüber als ziel dein argument begründen willst... so tarnen sich feiglinge!
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Tamara
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tg_tamara82
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« Antwort #26 am: 07. März 2007, 09:47:36 »

@Jacqui Jouet> Ich tarne mich nicht und bin auch nicht kontraproduktiv (gegen was eigentlich?). Ich meinte nur dass man ein Zitat aus Zeiten des indischen Freiheitskampfes nicht unbedingt auf den Kampf (für oder gegen was eigentlich?) einer gesellschaftlichen Gruppe anwenden kann.

Der Kampf gegen eine Besatzungsmacht lässt sich nunmal nicht mit dem "Kampf" gegen Behörden/Gesetze (in einer wohlgemerkt demokratischen Gesellschaft) oder mit dem "Kampf" für mehr Akzeptanz in breiten Schichten der Bevölkerung vergleichen.
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Jacqui Jouet
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« Antwort #27 am: 07. März 2007, 15:35:03 »

jeder vergleich hinkt! damit muss man sich abfinden.. aber es sind doch parallelen da, oder? es geht um akzeptanz! um freie selbstbestimmung! darum, nicht ewig mit plumpen spekulationen kategorisiert zu werden und klischees aufgedrückt zu bekommen... sondern einfach als jemand hingenommen zu werden, der etwas für die meisten "ungewöhnliches" tut. als mensch!

oder ging es ghandi nicht auch um diese dinge? freiheit von einer "macht", die regeln aufzuoktroyieren versucht? um die lösung von dem zwang, fremden konventionen folgen zu müssen? kurz: um selbstbestimmung!

was du auch a bißl verdrehst ist, dass ghandis zitat zwar auf eine ganze gesellschaft bezogen ist, diese gesellschaft aber aus MENSCHEN besteht! um zu einer emanzipierten selbstbetrachtung zu gelangen, die voraussetzung ist für eine emanzipierte weltbetrachtung müssen die meisten diese 3 stadien durchlaufen um dann zu "gewinnen". der gewinn ist einzusehen, dass man nicht projezieren muss. dass man nicht das eigene minimale fragmentarische "wissen" blind mit gefühlen der ablehnung mischen und dann einem anderen menschen als stigma aufdrücken muss! DAS ist emanzipiert, einen freien blick zu haben und sich selbst mit seinen projektionen aus der welt zurückzuhalten und zu akzeptieren, dass das eine meinung ist und das andere eben nicht unbedingt dieser entsprechen muss!

wenn du nach einem besch-eidenen erlebnis das transen mal für eine weile sein lassen kannst kann ich das verstehen, dass diese geschichte für dich nicht die selbe priorität hat wie für andere... wie z.B. für mich :-)
es ist nun mal leider so, dass nicht direkt betroffene recht bequem sind und weshalb sollte man sich auch an etwas aufreiben, was einen nur recht peripher tangiert?
was mich aber stört ist, wenn so jemand dann sagt: das ist hoffnungslos. oder das ist doch gar nicht nötig.
das ist ungefähr so, als wenn jemand mal ein, zwei tage vergessen hat einzukaufen, mit knurrendem magen vor dem leeren kühlschrank hockt und dann anschließend über die welthungerhilfe sagt: ich weiß was hunger ist! das kann man aushalten!
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Tamara
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tg_tamara82
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« Antwort #28 am: 07. März 2007, 16:22:10 »

Als wesentlichen Unterschied zwischen Ghandis Befreiungskampf und der Transgender Welt sehe ich das definierte Ziel.

Bei einem Freiheitskampf kann das Ziel relativ klar definiert werden. zB Selbstverwaltung auf Basis eines demokratischen Systems. Man kann auch klar sagen wann dieses Ziel erreicht ist: Wenn zB die erste demokratisch gewählte Regierung mit ihrer Arbeit beginnt.

Die Ziele "Akzeptanz von Transgendern" etc. mögen für dich genauso klar definiert sein - aber bleiben trotzdem subjektiv. So kann es sein dass du dich als Transgender höchst unterdrückt fühlst, und jemand anders bereits denkt "gewonnen" zu haben weil er ohne negative Reaktionen outdoor war.

---

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nur die allzu allgemeine Verwendung des Zitates kritisiert, und mich eigentlich nicht zum Thema geäussert Wink Vielleicht haben wir ja ganz ähnliche Ansichten und schreiben nur grad mit voller Energie aneinander vorbei *grins*
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HEKATE
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« Antwort #29 am: 07. März 2007, 19:40:24 »

Vielleicht hilfreiche Präzisierung des Unterschieds:

Bei Gandhi war's ein Kampf gegen eine Institution
- für uns geht's um einen Kampf gegen Vorurteile!

Da sind die Ziele und die Phasen durchaus andere:

eine erste Phase war es, das Thema überhaupt mal
aus dem "Tabu-Bereich" herauszuholen, wo man
noch nicht einmal laut darüber reden durfte.

So weit scheint es inzwischen zu sein - und dazu trug
und trägt es auch bei, wenn z.B. Gottschalk "transt". Wink

Was allerdings zum Vorschein gekommen ist, seitdem
"man darüber reden kann", ist zu 90% Unsinn - den
nun loszuwerden, wäre die nächste Phase. Ich fürchte,
dabei kann uns Tommy keine große Hilfe mehr sein. Sad

Wie üblich klugschnackend: Eure HEKATE     
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Man sollte öfter mal Bücher lesen, die man schon zu kennen glaubt (HEKATE)
Tags: Thomas Gottschalk 
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