Hi,
ich habe diesen Thread mal zum Anlass genommen, einmal ins Parteiprogramm zu schauen. Dabei bin ich insbesondere im Wirtschaftsteil hängen geblieben. Ihr werdet es nicht leicht haben, dies durchzusetzen bzw. dies in die politische Diskussion einzubringen. Dem stehen zuviele Lobbyisten entgegen.
Die Ausführungen zur Globalisierung sprechen zwar dringende Probleme an. Auch hier besteht jedoch die in der Spieltheorie beschriebene Problematik der ökonomischen Sinnhaftigkeit des Brechens von Regeln durch den einzelnen. Dafür gibt es in der Politik aktuell genügend Beispiele, vgl. die Haltung der derzeitigen US-Regierung bezüglich des Kriegs im Irak oder bezüglich des Kyoto-Protokolls. Ähnlich verhält es sich mit weiteren angesprochenen Sachverhalten. Ich habe zwar auch nicht die passende Lösung parat, jedoch glaube ich nicht, dass es von staatlicher Seite gelingen könnte, den internationalen Kapitalfluss stärker zu reglementieren. Schlimmstenfalls hätte dies negative Folgen, z.B. durch Abzug eben dieses Kapitals.
Auch eine Begrenzung von Management-Gehältern sehe ich als problematisch an. Um dies wirksam durchzusetzen, müsste man die Reisefreiheit stark einschränken. Denn ganz ehrlich: Jeder würde dem Ruf ins Ausland folgen, wenn man ihm dort mehr Geld bieten würde - vgl. wiederum die Spieltheorie. Also nicht, dass Ihr mich jetzt falsch versteht: Ich finde es auch affig, zweistellige Millionenbeträge als Gehalt für oftmals unglaublich schlechte Leistung zu veranschlagen.
Letztlich können solche Modelle lediglich in isolierten Volkswirtschaften bestehen. Andererseits gibt es ja durchaus Stimmen, die die Meinung vertreten, dass durch steigende globale Ungerechtigkeit es tatsächlich noch zu einer Revolution hin zu sozialistischen (Welt-)Wirtschaftordnung kommen könnte.

Was wiederum mein Ding nicht wäre...
In diesem Sinne
Ava