martina55
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« am: 04. Februar 2008, 21:49:47 » |
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ich bin froh, wenn ich als büroaffe mit anzug und krawatte endlich feierabend habe, nach hause komme und mich umziehen kann. string, bh, nylonstrumpfhose, rock, bluse, pumps dazu. ein bisschen das gesicht mit makeup zurecht gemacht, lidschatten, wangenrouge, lippenstift und lipgloss. zum schluss dann noch die perücke. und: ICH FÜHL MICH GUT  - ich fühl mich als frau. aber warum? liegt das allein an der kleidung? warum ist dieses gefühl weniger da, wenn ich statt rock eine hose trage? und die meisten bio-frauen tragen doch hose. als was für eine frau von einer grossen auswahl an frauen fühle ich mich? da gibt es frauen mit kurzhaarfrisuren, noch kürzer als meine männlichen haare. da gibt es frauen, die in trainingshosen draussen herumlaufen. da gibt es frauen, bei denen man sich auf den ersten blick fragt, ob denn das eine frau ist. doch es sind alles biofrauen. wie ist es mit männlichen klamotten? ich kann mich mühen, mehr weiblich zu denken, mehr weiblich zu fühlen, mich weiblicher zu bewegen. aber dann: was ist das - weibliches denken? weibliches fühlen? weibliche bewegungen? als mann ist man in eine gewisse rolle gedrängt. gewisse dinge muss man spielen, weil sie von männern erwartet werden. aber was macht das eigentlich weibliche aus? was möchte ich gern für mich? kleidung, schmuck, makeup ausprobieren, ist sicher eine bereichernde erfahrung. aber es gibt viele frauen, die das alles für sich gar nicht annehmen. was ist das - ein sich weiblich fühlen? wie eine zicke? wie ein hausmütterchen? wenn ich zeit mit meiner freundin verbringe, bin ich oft der eher weibliche teil, jedenfalls von der kleidung und aufmachung. und trotzdem: sie ist die frau, ich der mann. beim sex: ich bin der mann, sie die frau. vielleicht bin ich einfühlsamer als der durchschnittsmann, vielleicht mit mehr verständnis für die frau. ich weiss es nicht. wenn ich einen schalter hätte, den ich nach belieben umlegen und damit das geschlecht wechseln könnte, wäre ich gern mal frau, aber in der hauptrolle mann bleiben. liebe grüsse martina
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es macht spass, die eigenen grenzen zu überwinden :-)
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Zoe
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« Antwort #1 am: 05. Februar 2008, 00:51:28 » |
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hmm bei mir ist es eigentlich nicht so, dass ich mich durch weibliche Kleidung auch als Frau fühlen würde. Aber bei mir ist es auch nicht so, dass ich mich ausser an Partyabenden als Frau dresse.
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vicky_wiefel
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« Antwort #2 am: 05. Februar 2008, 15:37:27 » |
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In Ansätzen geht/ging es vielen Mit- und Ohnegliedern so.
Hmm vielleicht versuchst du die Frau zu verkörpern, die du gerne haben würdest? Liest sich jedenfalls so. Eine weitere Vermutung ist, dass durch die Zuspitzung an Termindruck, berufliche Anforderungen und auch zu schwache beruflich-soziale Kontakte ein Defizit entsteht, was in der Freizeit ausgeglichen werden soll. Ausserdem nehmen wir alle genug Östrogene durch Essen auf. Wenn du also einen schwachen Hormonhaushalt hast, welches eine anscheinend grundsätzliche menschliche Tendenz darstellt, tut das noch das Übrige. Empfindest du dann noch die Wechsel als Belohnung, gibt es fast keine gegenläufige Argumentation mehr.
winke
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martina55
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« Antwort #3 am: 06. Februar 2008, 07:54:43 » |
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hallo vicky, ich weiss nicht, ob ich die frau zu verkörpern suche, die ich gern hätte. ich frage mich allerdings, ob lebensumstände, gedanken und gefühle so grundsätzlich anders wären, wenn ich nicht mann, sondern frau wäre. die spielräume und möglichkeiten, die frau hat, sich mit kleidung, haarfrisur, schmuck, makeup zurecht zu machen, sind allerdings erheblich grösser als bei einem mann. das experiment reizt mich. es reizt mich zu erfahren, wie man sich im rock mit nylonstrümpfen und pumps, mit schmuck, mit makeup fühlt, wie man sich bewegt und vielleicht: wie selbstverliebt man sein kann, wie sexy man sich fühlen kann.
ob ich den wechsel als belohnung empfinde? nein, kann ich eigentlich nicht bestätigen. es ist eher die freude an der veränderung.
liebe grüsse martina
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vicky_wiefel
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« Antwort #4 am: 06. Februar 2008, 17:21:51 » |
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Dann bist du wie es viele in meinem Umfeld sind, genervt vom Einheitsoutfit und das Bestreben suchen aus sich das beste auch nach aussen zu repräsentatieren. Geht in die Richtung die eigene Persönlichkeit zu repräsentatieren. Das akpieeren die meisten nicht. Bei den meisten geht es um die sexuelle und auch fetischbetonte Seite. Im angelsaechsischen wohl als Crossdresser bezeichnet.  DAvon kenne ich ne Menge mittlerweile.
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martina55
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« Antwort #5 am: 06. Februar 2008, 23:55:37 » |
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hier bin ich mensch, hier darf ich's sein ...
ja, es stimmt, es hat mich am anfang aufgegeilt, mich als frau zurecht zu machen. inzwischen ist das nicht mehr so.
ich will die ganzheit meines menschlichen seins und nicht die aufgedrückte einschränkung auf die männliche rolle mit kurzen haaren, mit langweiliger kleidung, mit kaum einen blick auf den eigenen körper. ich bereichere mich durch das ausprobieren und tragen von damenwäsche und -kleidung, durch schmuck, durch makeup. und: ICH FÜHL MICH GUT.
nein, ich wollte keine aufgemotzte frau sein, sondern eine ganz normale durchschnittsfrau. aber müsste ich dazu andere klediung tragen? wäre es nicht mehr ein pendeln meiner seele in die weibliche richtung? ich mag die möglichkeiten des frauseins. all die möglichkeiten, die angeboten werden und die ich auch für mich beanspruchen möchte.
liebe grüsse martina
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vicky_wiefel
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« Antwort #6 am: 07. Februar 2008, 21:31:03 » |
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Martina, wir haben beide F64.1  Mehr brauche ich nicht zu sagen, das ist eindeutig. 
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martina55
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« Antwort #7 am: 07. Februar 2008, 21:37:32 » |
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f64.1 ?
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« Letzte Änderung: 07. Februar 2008, 21:39:35 von martina55 »
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martina55
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« Antwort #9 am: 07. Februar 2008, 22:15:56 » |
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danke :-)
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es macht spass, die eigenen grenzen zu überwinden :-)
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Marina
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« Antwort #10 am: 07. Februar 2008, 22:57:41 » |
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ja, es stimmt, es hat mich am anfang aufgegeilt, mich als frau zurecht zu machen. inzwischen ist das nicht mehr so. ging das nicht jedem so am anfang??
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sophia
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« Antwort #11 am: 08. Februar 2008, 10:08:01 » |
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Martina, wir haben beide F64.1  Mehr brauche ich nicht zu sagen, das ist eindeutig.  Das beruhigt mich ja, dass mein gegenwärtiger Frust, Niedergeschlagenheit einer medizinische Kategorie entspricht... Oder ist es vielleicht doch die Arbeit, die mich so frustriert???
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vicky_wiefel
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« Antwort #12 am: 08. Februar 2008, 16:13:05 » |
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Aehm neee...
Arbeitsfrust ist eher D08.15...
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Angie
Gast
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« Antwort #13 am: 08. Februar 2008, 18:22:14 » |
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Hallo Martina, ich fühl mich als frau. aber warum? Stell Dir die Frage andersrum, wenn Du'n Mann bist: "Warum bin ich ein Mann?" Findest Du *darauf* eine Antwort? was ist das - weibliches denken? weibliches fühlen? weibliche bewegungen? Vieles davon ist Kulturabhängig. Anderes wiederum anerzogen oder angelernt. Ich glaube nicht, dass man das an irgend was festmachenkann ohne dass man es widerlegen kann. ...als mann ist man in eine gewisse rolle gedrängt. Ist *das* jetzt "Männer-Denken"? (*schmunzel*augenzwinker*) Meinst Du denn, dass Frauen nicht in 'ner Rolle drinstecken? Nach meiner Erfahrung ist das Rollenerwarten an Frauen noch sehr viel größer als die an Männer. ich wollte keine aufgemotzte frau sein, sondern eine ganz normale durchschnittsfrau. aber müsste ich dazu andere klediung tragen? Die Frage wird sich mMn erübrigen, wenn Du "als Frau" leben würdest. Wahrscheinlich würdest Du freiwillig auf 'nen großen Teil Deiner weiblichen "Errungenschaften" verzichten, weil Du genau *damit* wieder als Frau in Schubladen gesteckt wirst, in die Du gar nicht rein willst (-> benutzt Make-Up, trägt Röcke? welche? lange Haare mit 50? usw.) Heute Abend hab ich z.B. 'n Treffen mit Leuten, die ich seit über 20 Jahren aus meiner Alten Pfarre kenne (Familienkreis). Einer meiner alten "Dinosaurier". Die Leute dort tragen 08/15-Kleidung. Wenn dort 'ne Frau 'n Rock an hat, bin *ich* das (*lach*). Also bin ich *dort* nicht wirklich eine von vielen, oder (*kicher*)? Ich denke, dass die praktische Umsetzung von z.B. Deinen Wünschen in's reale Leben immer 'ne Gradwanderung sein wird. Manchmal klappt's - manchmal nicht (*augenzwinker*). Hmm... das mit dem F64 würde ich vielleicht wirklich mal als Möglichkeit ansehen ;-) Liebe Grüße Angie
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Kirsten72
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« Antwort #14 am: 10. Februar 2008, 14:49:57 » |
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Also, ich als Anfängerin mit persönlichem Verdacht auf TS sehe das so... Für mich alleine zuhause brauche ich nicht ständig eindeutig weibliche Kleidung.... ob das schwarze T-Shirt nun in der Damen- oder Herrenabteilung gekauft wurde, macht für mich, solange ich nicht in den Spiegel schaue, keinen Unterschied aus. Ich bin erstmal ich, egal wie ich angezogen bin (als Mann eben Kopfkino  ). Will ich jedoch äußerlich als das erscheinen, wie ich mich fühle, muss ich mich eben ein wenig zurecht machen (habe keine Bartepi, nehme keine Hormone). Und da beneide ich Bio-Frauen: Sie können sich diverse unisex-Sachen aus meinem Kleiderschrank anziehen, und sehen immer noch wie eine Frau aus... ich dagegen nicht (jedenfalls im Moment).  Um glaubwürdig als Frau durchzugehen, muss ich also ein kleinwenig nachlegen und mich etwas eindeutiger kleiden, als so manche Bio-Frau. Genauso mit dem Make-Up: Eigentlich will ich gar nicht so viel Farbe im Gesicht haben, aber ich muss ein wenig den Mann übermalen, also mache etwas mehr, als ich machen würde, wäre ich 'ne Bio-Frau. Eigentlich wäre es mir umgekehrt lieber: Ich würde lieber morgens Kirsten im Spiegel sehen und mich zum Mann für die Arbeit zurechtmachen müssen (habe mich noch nicht geoutet). Im Moment ist es aber genau anders herum. In meiner Innerlichkeit ändert es kaum etwas. Ach ja, ein Aspekt dürfte sicherlich auch für TV gelten. Es gibt Sachen, mit denen fühle ich mich einfach schön und sexy, da spüre ich dann so richtig die Frau in mir. LG Kirsten
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"Ändere alles was du kannst, aber wehr dich nicht mehr." - Judith Holofernes
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