Jula
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Miss Verständnis
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« am: 20. April 2008, 20:50:01 » |
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Kennt ihr das? Menschen erzählen euch ihre intimsten Geheimnisse!
Ewig lange kannte ich das nicht. Aber mittlerweile kenne ich es. Und dass das so ist, liegt daran, dass ich eine Trannie bin. Früher habe ich geglaubt, die meisten Menschen seine "normal" und bloß ich wäre mit einer Besonderheit geschlagen, für die natürlich niemand Verständnis hat, weil alle anderen eben "normal" sind. Dachte ich. Inzwischen weiß ich es besser. Nicht gerade jeder, aber doch verblüffend viele Menschen, denen gegenüber ich mich zu meiner Transidentität bekannt habe, haben mir im Gegenzug etwas von sich erzählt. Seit dem lebe ich in einer viel bunteren Welt. Wo ich früher nur "Normalos" gesehen habe, sind nun Lesben, Schwule, Depressive, Sadomasochisten, Betrogene, Betrüger, Missbrauchsopfer ....
Das alles habe ich über die Leute erst erfahren, nachdem sie von mir wussten, dass ich transident bin. Unglaublich, was mir die scheinbar so unauffällig-normalen Leute anvertrauen, wenn sie von mir wissen, dass ich nicht ganz so normal bin, wie ich auf die meisten Menschen wirke.
Doch das hat nichts mit mir zu tun. Es funktioniert praktisch in jeder Situation. Erst gestern haben wir zu sechst (davon 3 Trannies, nein eigentlich 4, aber die eine hatte sich als Kerl getarnt) erleben dürfen, wie sich die nette ältere Dame, die den Nachtdienst in der Hotelbar machte, angeregt durch das Mithören unseres Gespräches mal so eben als spät bekehrte Lesbe outete und gleich noch fix ihre schüchterne Partnerin dazuholte.
Mittlerweile nehme ich das als ein echtes Plus meiner Transidentität. Ich lebe in einer Welt mit sehr viel interessanteren und unnormaleren Menschen, als ich früher immer gedacht habe.
Kennt ihr das Phänomen auch? Wie haben euch Leute, die ihr zu kennen glaubtet, überrascht?
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« Letzte Änderung: 20. April 2008, 20:56:28 von Jula »
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Meine Site: http://www.julaonline.de/"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
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Roxanne
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Quasselstrippe mit Überlänge
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« Antwort #1 am: 20. April 2008, 20:56:15 » |
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Ich habe das selbst noch nicht so intensiv erlebt. Aber das "Prinzip" erscheint mir logisch.
"Weiß ich von dir etwas Intimes, kann ich dir auch mein Geheimnis erzählen..."
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Natürlichkeit ist langweilig. 
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Konstanze
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« Antwort #2 am: 21. April 2008, 03:20:31 » |
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Jula, ich kenne das auch. eigentlich schon lange. man bekommt von fremden sehr intimes erzählt ud kann seine intimen sachen fremden anvertrauen. ist so, warum auch immer. (klar hab ich ne Theorie dazu  )
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Mitbewohner der KleiderschrankTrannyWG
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Beate
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Geo Girl
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« Antwort #3 am: 21. April 2008, 10:45:35 » |
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Hallo Jula,
derartige Erlebnisse habe ich durchaus hin und wieder, wenn auch vermutlich deutlich seltener als Du - schließlich rede ich ja über das offensichtliche, Du hingegen gibst etwas sehr intimes preis. Vielleicht ist es ja die Reaktion auf den Vertrauensvorschuss, den Du Deinen Mitmenschen gewährst?
Und zur Frage der "Normalität": ja, die Welt ist sehr sehr viel bunter. Manchmal frage ich mich, ob es so etwas wie Normalität überhaupt gibt.
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Viele liebe Grüße
Beate
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Roxanne
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Beiträge: 3,319
Quasselstrippe mit Überlänge
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« Antwort #4 am: 21. April 2008, 10:58:19 » |
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Vielleicht sollte man noch unterscheiden, WER einer da etwas erzählt.
Ich meine, wenn ich mich mit anderen Transen unterhalte, erzählen die mir alles mögliche. Aber Stinos, die ich als Transe treffe, haben das bisher kaum getan (ausser vielleicht BDSM-Neigungen, aber das war dann auf BDSM-lastigen Veranstaltungen).
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Natürlichkeit ist langweilig. 
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Beate
Moderator/in
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Beiträge: 1,084
Geo Girl
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« Antwort #5 am: 21. April 2008, 11:25:57 » |
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Hi Roxy, .... Stinos, die ich als Transe treffe, ...
Wenn ich Jula nicht falsch verstanden habe, geht es genau um diese Menschen. Um die Situation, dass jemand, der aus der Außenperspektive Stino ist, sich offenbart (vielleicht sogar in der "Normal"-Rolle) und im Gegenzug ein Geheimnis des ebenfalls nur scheinbar normalen Gegenübers erfährt.
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Viele liebe Grüße
Beate
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Polly
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« Antwort #6 am: 21. April 2008, 11:27:06 » |
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Da hat Jula etwas sehr interessantes angesprochen... Mir geht es genauso, nur eben umgekehrt. Vor allem, als ich noch nicht so in der "Szene" drinsteckte, wie jetzt mittlerweile. Ich konnte viel schneller Vertrauen zu TG's entwickeln, als zu anderen Menschen und fühlte mich in ihrer Gegenwart irgendwie wohl. Dieses Phänomen bewundere ich noch heute, wobei es bei mir Stück für Stück nachgelassen hat, nachdem ich viele Menschen kennen gelernt habe, in deren Gegenwart man sich nun doch nicht so wünschenswert wohl fühlt... Aber dieses "sich öffnen" und "outen" der TG's, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen, ist etwas ganz Besonderes, was sie für mich von Anfang an sympathisch gemacht hat und dazu ermutigt, mit ihnen in Dialog zu treten und selbst auch einen Schritt weiter zu gehen. 
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Zoe
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« Antwort #7 am: 21. April 2008, 22:27:39 » |
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Kennt ihr das Phänomen auch? Wie haben euch Leute, die ihr zu kennen glaubtet, überrascht?
Ja, ich kenne das auch, seit mehr und mehr Menschen von Zoe wissen hat sich beispielsweise meine Freundeskreis bei gleichen Personen um einen High Heel Fetischisten und einen Lack&Leder Fetischisten erweitert. 
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Manuela_Pupates
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« Antwort #8 am: 22. April 2008, 09:58:42 » |
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Jula, ich kenne das auch. eigentlich schon lange.
man bekommt von fremden sehr intimes erzählt und kann seine intimen sachen fremden anvertrauen.
ist so, warum auch immer.
Ich kenne das auch von anderen die ich kennengelernt habe und auch von mir selbst!!! Ich kann wild fremden Mensche die ich vielleicht gerade mal eine halbe Stunde oder so kenne meine Probleme, Ängste, und alles mögliche von mir sagen. Aber bei Menschen die ich dann schon etwas länger kenne ich sag mal so ein paar Monate und aufwärts da habe ich immer mehr Probleme ihnen etwas von meinen Gefühlen oder Problemen anzuvertrauen. Bei mir wird es wohl daran liegen das ich denn Leute die ich schon länger kenne einfach nicht noch mit meinen Problemen belasten möchte wobei es mir bei "fremden Leuten" egal ist ( bis ich sie dann wieder etwas näher kenne und auch von Ihren Problemen und so weiter erfahren habe) *Scherz So diesen Text dürfen jetzt nur die lesen die mich nicht kennen!!! Die wo ihn trotzdem schon gelesen haben dieser Text zerstört sich nach dem Lesen in euren Kopf automatisch nach 5sek.  PS: dadurch das hier 80 % der Leute fremd für mich sind konnte ich diesen Text schreiben ;-)  *Scherz
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Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume !!! Porn Up Your Life .... Mami Roxy´s Liebling ;-) Püppis BilderPüppis Welt Mein Blog "Wer mich ernst nimmt ist selber Schuld!!!"
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Bianca Bijou
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« Antwort #9 am: 22. April 2008, 15:40:40 » |
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Jo,
dass kann ich auch bestätigen. Angefangen von Personen, die sich einem erstmals als Crossdresser o.ä. outen. Bis zu echt intimen Fragen die einem gestellt werden. Ich war am Wochenende auf einer Lesbenparty, da kamen Fragen auf mich zu die fast so unverblümt waren wie Fragen, die eigentlich nur Kinder stellen. Bin da fast rot bei geworden, nur der Blick des jeweiligen Gegenübers verriet ernsthaftes Interesse und bewegte mich auch zu ehrlichen Antworten auf Fragen wie: "Stehst du jetzt mehr auf Männer oder Frauen?", "Welches Geschlecht hast du denn in dem Moment wenn du Sex mit einer Frau hast?", "Sind die echt?".
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Ich will auch ne Signatur!
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Christa-Rheya
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« Antwort #10 am: 22. April 2008, 19:16:29 » |
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Ob sich uns Menschen ganz allgemein öffnen oder verschließen hängt von einer nahezu unüberschaubaren Anzahl von Faktoren ab, sowohl auf unserer als auf der Seite unseres Gegenübers. Julas Eingangsposting zielt auf die Frage ab, ob Transidentität etwas ändert in unserem Zugang zu unseren Mitmenschen, insbesondere hier zu Menschen, die nicht gängigen Normen und Konventionen entsprechen. Transidenz sehe ich zunächst als völlig neutralen Wesenszug eines Menschen neben vielen anderen Eigenschaften, die ihn prägen. Ob Menschen sich mir öffnen, ist in erster Linie von mir selbst abhängig. Ob meine Transidentität hierfür förderlich ist, hängt davon ab, was ich aus meinem besonderen Wesenszug mache. Verharre ich in der eigenen Nabelschau, werde ich allein bleiben. Nutze ich meine Eigenheit hingegen dazu, mich in die Lebens- und Gedankenwelt meines Gegenüber zu versetzen – wer immer das ist - , kurz ändere ich die Perspektive und integriere meine Erfahrungen als Mitglied einer Randgruppe in den Alltag, kann es gar nicht ausbleiben dass sich Anknüpfungspunkte zu Menschen ergeben, mit denen ich bis dahin nichts zu tun hatte. Dies verhält sich aber vom Prinzip her auch nicht anders als mit anderen Dingen mit denen ich mich beschäftige, seien dies Reisen, Sprachen, Literatur etc. Daher beantworte ich Julas Eingangsfrage mit Ja, wenngleich ich nur indirekt das Phänomen mit meiner Transidenz in Verbindung bringe, denn die nützt mir eigentlich nichts und befähigt mich auch zu nichts, sondern viel entscheidender ist der Umstand, dass ich selbst – um bei Jula zu bleiben - mit meiner Transidentität nicht der Norm entspreche. Ihre Durchleut, C.-R. vom Dorf
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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es !
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Ronja
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Pixelhexe
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« Antwort #11 am: 25. April 2008, 00:54:31 » |
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Ronjas Senf zum Thema:
Mit einer wildfremden oder kurzfristig kennengelernten Person über private Aspekte wie Neigungen, Ausrichtungen oder Probleme zu diskutieren, fällt mit Sicherheit leichter, als es das mit Menschen wäre, welche man langfristig kennt bzw. die dem sozialen Umfeld entstammen. Und dabei denke ich, daß es nicht einmal ein Phänomen ist, sondern überhaupt das allzumenschliche Bedürfnis, mit jemandem zu kommunizieren und/oder seine Sorgen mit dem Gesprächspartner zu teilen oder zu bereden und ggf. einen Rat oder eine Anteilnahme am eigenen Leben zu erhalten. Im Augenmerk, Menschen aus dem privaten Umfeld zu brüskieren, werden vermutlich nicht wenige diesen Weg eher beschreiten, als das persönliche Gespräch zu suchen; seien bestehende freundschaftliche Beziehungen auch hoch angesiedelt.
Und genau in diesem Moment tritt m.E. jener Aspekt in den Vordergrund, den ich vermute, nämlich das menschliche Mitteilungsbedürfnis möglichst "gefahrlos" ausleben zu können. Frei nach der Devise "was mein soziales Umfeld nicht weiß, kann mir und anderen persönlich nicht schaden". Dabei ist meiner Erfahrung nach immer der Gedanke des "sich selbst schützens" der Vordergründige, da jene, mit denen kommuniziert wird, Außenstehende sind; weit weg des Lebensumfeldes sind und daher auch keinen Einfluß darauf haben können. Und da spare ich mich nicht aus.
Wenn der Gesprächspartner in dem Falle nicht aus dem persönlichen, sprich sozialen Umfeld stammt, sind gewisse Hemmschwellen einfach nicht gegeben und entsprechend werden auch Gespräche geführt und Fragen gestellt; das ist m.E. eine logische Folge aus diesem Sachverhalt.
Lg Ronja
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« Letzte Änderung: 25. April 2008, 01:01:52 von Ronja »
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Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht. Fritz Nietzsche
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oc33
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« Antwort #12 am: 25. April 2008, 18:33:42 » |
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Ich arbeite als Monteur, wo ich wöchentlich wechselnden Kontakt zu Firmen oder Privatpersonen habe. Die Leute äussern oder schütten öfters ihr Herz vor mir aus, ohne das sie es wissen, dass ich Transgender bin. Die machen es freiwillig, vielleicht merken sie auch unbewusst, dass ich zuhören kann. Ich find es schön, dass ich all das miterleben kann. Hab einfach einen Traumjob.  Ausserdem habe ich auf der Stirn den Aufdruck "help" zu stehen.  Der hilft Jedem nur nicht mir. 
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Christa-Rheya
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Beiträge: 49
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« Antwort #13 am: 25. April 2008, 18:49:28 » |
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Fällt es leichter, mit nahezu unbekannten Personen über Persönliches zu sprechen ? Manchen schon, wie die Erfahrung lehrt. Mein Ding wäre das nicht, ganz im Gegenteil. Auch wenn die Gefahr des Gesichtsverlustes bei einem Fremden nicht gegeben ist nach dem Motto : Den sehe ich nie wieder, also alles egal. Teile ich mich über persönliche Dinge mit, kann der Grund ein eigenes Problem sein. Leider gibt es auch welche, die sich interessant machen wollen und sogar welche, die vor laufender Kamera und Millionenpublikum einen Seelenstrip bis unter die Schamgrenze vollführen. Eine echte Anteilnahme ist hier beim besten Willen nicht zu erwarten, geschweige denn eine Lösung in einer komplexen Angelegenheit, zumal ich ja nicht einmal weiß, an wen ich da im Moment gerate ( beim Privatfernsehen schon !) Wie auch immer, letztlich gibt es keine Alternative zum echten Freund, wer immer das ist. Hat halt auch einen Preis. Aber noch ein Aspekt ist zu berücksichtigen um nicht vom Thema abzurücken. Nämlich der der Empfangsbereitschaft. Ich erinnere mich, dass in Zeiten, wo ich selbst noch unsicher in vielen Dingen als junger Erwachsener war, ich viel mehr „problematische“ Gespräche mit Freunden oder eben auch mit mir Unbekannten in der Kneipe führte. Auch mehr Zeit hatte und noch nicht eingebunden war in Beruf und Familie. Allein die Bewältigung von Beruf nebst der praktischen Dinge des Alltags nimmt aber so viel Kraft in Anspruch, dass die Resourcen auch noch auf Probleme Fremder einzugehen gar nicht mehr vorhanden sind. Und ganz sicher signalisiert man dies unbewusst im Verhalten nach außen, so dass ich (gut oder nicht gut) feststelle, dass ich mit Fremden in den letzten Jahren deutlich weniger ins Gespräch kam. Ihre Durchleucht, C.-R.
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Tanja Feelgood
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« Antwort #14 am: 26. April 2008, 18:35:29 » |
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Tagchen  Also fremde Geheimnisse wurden mir seltsamer Weise schon immer anvertraut. Und das, obwohl früher niemand von "Tanja" wusste. Man muss ja nur mal genauer hinhören und hinsehen, dann erkennt man schnell, dass jeder eine Leiche im Keller hat. Jeder! Manche sprechen es aus, manche zeigen es auch. In letzter Zeit bemerke ich aber noch eine andere Veränderung. An mir und daraufhin wohl auch an anderen. Seitdem ich intensiver mich auslebe, wirke ich viel gelöster. Frauen gegenüber bin ich extrem lockerer und so erfahre ich auch eher mal das eine oder andere, ohne danach zu fragen. Und immer dann, wenn ich mal nicht Tanja bin. Habt ihr das auch? Gruß Tanja
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Transe sollte kein Schimpfwort mehr sein, sondern eine Bezeichnung für eine Lebensart.
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