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Autor Thema: Feldversuch  (Gelesen 1651 mal)
Tanja Feelgood
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Nicht verstehen, genießen!

498630837
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« am: 29. März 2008, 10:58:26 »

Hallo ihr Lieben experimentierfreudigen T-Girls!

Ich habe im Nachbarforum ein Thema erstellt, welches sich auf eine anderes Thema bezieht. Dieses Thema heißt: "Wirkung auf andere".

Dazu kam mir der Gedanke, wie man das wohl kontrollieren könnte. So auf ganz direkte Art und Weise. Und die Idee, die dahinter steckt ist, einen Feldversuch zu starten!

Dieser könnte so aussehen:
eine T-Persönlichkeit geht durch eine Fussgängerzone und schaut sich einfach um, oder
fragt einfach mal nach dem Weg, oder
geh shoppen, oder...

Dahinter, im gebührenden Abstand, unauffällig, um nicht abzulenken, stille Beobachter, die a) die Reaktionen der Passanten aufzeichnen, oder
b) die Passanten befragen, oder
c) die Passanten bitten, einen klitze kleinen Fragebogen auszufüllen.

Wäre das eine Idee? Könnt ihr sie erweiterun oder habt gar Lust, an diesem Feldversuch mitzuwirken? Vielleicht sogar an verschiedenen Orten?

Ich bin gespannt

Lieben Gruß

Tanja
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Transe sollte kein Schimpfwort mehr sein, sondern eine Bezeichnung für eine Lebensart.
Beate
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Geo Girl


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« Antwort #1 am: 29. März 2008, 12:16:57 »

Hallo Tanja,

ausführlich geantwortet habe ich im TT. Hier nur kurz: Skepsis.
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Viele liebe Grüße

Beate
seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #2 am: 29. März 2008, 17:21:54 »

Hallo Tanja,

mir erschließt sich nicht, welchen Sinn denn das Ganze haben soll. Wozu soll das gut sein?

Ciao
Sabine
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Everyone was terrified of Doug. I've seen grown men pull their own heads off rather than see Doug. He used sarcasm. He knew all the tricks - dramatic irony, metaphor, bathos, puns, parody, litotes and... satire. He was vicious.
Tanja Feelgood
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Nicht verstehen, genießen!

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« Antwort #3 am: 29. März 2008, 23:29:12 »

Hallo seamstress!

Nun, wenn jemand nicht weiß, wie sie auf die Umwelt wirkt, wie kann sie es in Erfahrung bringen? Und dann auch noch, ohne sich in der Familie zu outen? Genau, raus auf die Straße und andere beobachten lassen.

Aber es war zu allererst auch mal ein Gedanke. Muss ja nicht immer was bei raus kommen, kann doch auch mal einfach nur Spaß machen, die Reaktionen anderer zu studieren.

Gruß

Tanja
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seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #4 am: 30. März 2008, 01:04:13 »

Hallo Tanja,

wie die Umwelt auf mich reagiert, kriege ich doch selbst mit, da wird jedes Mal in der Öffentlichkeit zum Feldversuch. Und ist es so wichtig, wer mich hübsch oder häßlich, lächerlich oder mutig findet? Stinos unternehmen doch auch keine Feldversuche, um ihre Wirkung auf andere zu testen.

Selbst wenn die Aktion dazu diente, ein mehr oder weniger repräsentatives Bild von der Reaktion der Öffentlichkeit auf T-whatever zu bekommen, wüßte ich nicht was das jeder Einzelnen bringen würde.

Was aber nicht heißen soll, dass ich dir die Sache ausreden möchte. Wem es Spaß macht, nur zu. Dann sollte aber der Spaß im Vordergrund stehen, nicht ein eher zweifelhafter Erkenntnisgewinn.

Ciao
Sabine
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Ronja
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Pixelhexe

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« Antwort #5 am: 30. März 2008, 01:17:29 »

Tanja, mit deiner Idee kann ich mich nicht so recht anfreunden.

Im Prinzip ist mir die Wirkung auf andere egal, sofern von Seiten derer keine negative Reaktion oder Aggression, sondern Akzeptanz ausgeht. Gut, so egal ist mir die Wirkung nicht, im Sinne einer positiven Reaktion. Die will ja jede mitnehmen, tut ja schließlich dem Ego gut! Wink

Ich habe einige Reaktionen kennengelernt, die mir gezeigt haben, dass Otto Normalo auf Grund weit verbreiteter Unwissenheit und dem üblichen Desinteresse ein völlig falsches Bild bestimmter Gruppen, egal welcher Coleur, hat.

Kleines Beispiel: Ich bin Goth und erzählte das im Gespräch einer Kollegin, die darauf bestand, dass das genau die Leute sind, die sich tagtäglich in der Fußgängerzone ein Bier nach dem anderen einlaufen lassen und mit einem bunten Iro herumlaufen. Was ja vom Aussehen eigentlich in die Richtung Punk paßt - und auch so ist.
Da hab ich sie quasi an die Hand genommen und ihr ein paar Bilder vom WGT gezeigt. Sie war völlig erstaunt, dass das ganz andere sind, als sie dachte. Und dass ihre liebste Nachbarin auch jedes Jahr zum WGT nach Leipzig fährt. Fazit: große, erstaunte Augen! Aussage: "Das hab ich garnicht gewußt!"

Ergo glaube ich: die Menschen, die da befragt werden sollen, werden gar keine Ahnung haben, wozu sie befragt werden.
Ich glaube, ein solcher Feldversuch ist nicht sinnvoll, sry!

lg Ronja



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Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht. Fritz Nietzsche
Michela
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« Antwort #6 am: 30. März 2008, 12:26:09 »

Hallo,

ich habe im ursprünglichen Parallelthread im anderen Forum schon ausführlich geantwortet, daher fasse ich mich hier was kurz.

Ein statistischer Feldversuch würde natürlich erfordern, eine große Menge von Leuten (>100) in verschiedenen Städten nach einer standardisierten Methode zu befragen. Die "Lockvögel" müssten TV oder TS mit schlechtem Passing sein, im Zweifel absichtlich herbeigeführt. Sie müssen auf der Straße als "Transen" auffallen, sonst ist eine Straßenumfrage sinnlos. ("Wer, die Frau da hinten? Ach so, die ist ein Mann?")

Wie die Umwelt auf mich reagiert, kriege ich doch selbst mit, da wird jedes Mal in der Öffentlichkeit zum Feldversuch. Und ist es so wichtig, wer mich hübsch oder häßlich, lächerlich oder mutig findet? Stinos unternehmen doch auch keine Feldversuche, um ihre Wirkung auf andere zu testen.
Wenn wir unsere persönliche Wirkung auf der Straße testen, haben wir einen anderen Fokus. Unser Ziel ist dabei ja gerade, nicht aufzufallen! Das ist etwas ganz anderes, als mit Hilfe von Lockvögeln die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Transgendern zu erfragen.

Liebe Grüße, Michela
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seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #7 am: 30. März 2008, 13:26:53 »

Die "Lockvögel" müssten TV oder TS mit schlechtem Passing sein, im Zweifel absichtlich herbeigeführt.
[...]
Wenn wir unsere persönliche Wirkung auf der Straße testen, haben wir einen anderen Fokus. Unser Ziel ist dabei ja gerade, nicht aufzufallen!

Ähm, verstehe ich das jetzt richtig, für diese Aktion sollen die Lockvögel nicht versuchen, wie Frauen auszusehen, sondern extra auffällig sein? Also Männer in Frauenkleidern, die nicht wie Frauen aussehen wollen? Darin kann ich jetzt aber noch weniger Sinn erkennen. Wenn wir uns im Allgemeinen bemühen, ein möglichst stimmiges Bild abzugeben, den Versuch aber unter völlig anderen Bedingungen durchführen, was sind die Ergebnisse dann wert?

Grüße
Sabine
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Tanja Feelgood
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« Antwort #8 am: 30. März 2008, 13:46:03 »

Nene Leute, so war das von mir nicht gedacht!

Um als Trans-x in der Gesellschaft anerkannt zu sein oder zu werden, darf man dann bei einem eventuellen Feldversuch auch nicht als Paradiesvogel auftreten.

Mein Gedanke im Bezug auf den einen Thread im TT war, herauszufinden, wie eine Person wohl "rüber" kommt, wie die Passanten reagieren, ob es ihnen wurscht ist oder what else.

Wenn da ein Paradiesvogel bewusst auftritt und "provoziert" kann es nur eine Reaktion geben: Ablehnung oder Kopfschütteln.

Mehr und mehr komm ich zum Schluss, dass so ein Feldversuch nur für eine bestimmte Person, sagen wir mal Auftraggeberin dazu, einen Sinn haben kann. Wer eins mit sich ist, braucht dann wohl eine Meinung der Allgemeinheit auch nicht mehr.

Bis dann erst mal und wer vielleicht mehr Interesse an sowas hat, möge sich doch mal melden.

Gruß

Tanja
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The Becks
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« Antwort #9 am: 30. März 2008, 14:07:22 »

Wenn da ein Paradiesvogel bewusst auftritt und "provoziert" kann es nur eine Reaktion geben: Ablehnung oder Kopfschütteln.

sicher? es könnte ja auch bewunderung, respekt, neugier ect. pp geben ... oder?  Shocked
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Polly
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Kleene_Polly
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« Antwort #10 am: 30. März 2008, 14:26:45 »

Wenn da ein Paradiesvogel bewusst auftritt und "provoziert" kann es nur eine Reaktion geben: Ablehnung oder Kopfschütteln.

sicher? es könnte ja auch bewunderung, respekt, neugier ect. pp geben ... oder?  Shocked
Also mit Ablehnung rechne ich nicht. Wenn man Menschen offen gegenübertritt, erntet man eher Neugier, Interesse oder wenn es nicht so gut läuft evtl. Kopfschütteln. Bewunderung... ja, vielleicht in Einzelfällen.
Allerdings wär ich bei diesem Experiment auch eher dafür, dass es sich um alltagstaugliches Auftreten handeln sollte. Die "Paradiesvögel" wissen meist selbst gut genug wie sie ankommen und die Wirkung auf Andere auszukundschaften ist einfach nicht notwendig. Oder irre ich mich da?
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Tanja Feelgood
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« Antwort #11 am: 30. März 2008, 14:46:18 »

@Diana
Ich meine mit Paradiesvogel nicht so eine Schillerlocke wie dich Smiley
Eher war an ein wirklich schlecht geschminktes -äh- Ding gedacht mit Paradiesvogel. Doch es sollte wenn, dann was alltagstaugliches sein.

Ja Diana, du bist auch alltagstauglich, aber eben nicht die Normalität. Du verstehst hoffentlich, wie ich es meine?

Gruß

Tanja
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The Becks
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PartyTranse


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« Antwort #12 am: 30. März 2008, 15:39:36 »

hmmm-gehört zum passing nicht mehr wie make-up?

(alltagstauglich? möglich, aber in bezug zu passing nicht meine ambition ... kurz um, ich persönlich steh drauf wenn die leute sehen was ich bin)
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Roxanne
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« Antwort #13 am: 30. März 2008, 17:43:53 »

@Diana
Ich meine mit Paradiesvogel nicht so eine Schillerlocke wie dich Smiley
Eher war an ein wirklich schlecht geschminktes -äh- Ding gedacht mit Paradiesvogel. Doch es sollte wenn, dann was alltagstaugliches sein.

"Schillerlocke" ?  Cheesy

Also wenn ich dich richtig verstehe, meinst du eher ´ne "Trümmertranse" als einen Paradiesvogel?
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Natürlichkeit ist langweilig. 
Jula
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Miss Verständnis


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« Antwort #14 am: 30. März 2008, 17:44:20 »

Ich widerstehe der Versuchung zu einer ausführlichen Antwort und mache es kurz:

Eine nette Idee ohne tieferen Zweck, aber wer es aus Fun mal machen möchte, kann sicher Spaß dabei haben
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Meine Site: http://www.julaonline.de/

"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
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