|
Veronica
|
 |
« Antwort #5 am: 27. Dezember 2007, 15:35:55 » |
|
@Hormone und was aus mir wurde...
Dem Körper ist es prinzipiell egal, welche Hormone er bekommt, ob Testo oder Östrogen. Er reagiert je nach Hormon durch eine Anpassung der zugeordenten Funktionen, sprich hormonellen Einflüssen. Ohne Testoblocker gibt es in den ersten Tagen eine Überdosierung an "Gesamthormon" so dass alle Nebenwirkungen dieses Zustandes eintreten, Herzrasen, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit etc.
Kurz nach der Einnahme des Östrogens läßt die Libido nach, "er" hängt wie eine tote Wurst am Körperende.
Werden keine Blocker verwendet, muss die Dosierung des Östrogens höher sein, damit die körpereigene Produktion des Testo aufhört. Das Ganze dauert ca. 4 -6 Monate, dann sind Deine Hoden nur noch kleine Oliven, nach 1 Jahr sind es Erbsen. In den ersten 5 Monaten kannst Du die Behandlung noch ohne nenneswerten Schaden abbrechen, danach entstehen irreparable Rückbildungen der Hoden und nix ist mit Sperma und Testo, dann darfst Du anstelle Östrogene Testosterone zu Dir nehmen, Du bist für alle Zeit Kastriert und kannst keine Zeugung mehr vornehmen, Dein Hänschen ist dann nur noch eine Harnröhrenverlängerung ohne weitere Funktion.
Es gibt zu Beginn erhebliche Schmerzen im Hodenbereich, in der Brust, teilweise sehr starkes Wundgefühl, dann wieder - periodisch- ein Jucken, etc...Es bildenn sich periodische Verhärtungen in der Brust aufgrund des Wachstums, nach 1 Jahr ist diese dann auf etwa Körbchengröße B angewachsen. Damit ist auch meist Schluss mit Lustig.... Die gesamte körperliche Erscheinung ändert sich, die Fettverteilung wird weiblich, alles wirkt weicher, rundlicher. Der Grundumsatz des Körpers geht stark zurück, Frieren ist an der Tagesordnung, die Essgewohnheit muss radikal umgestellt werden, Bedarf nur noch 50 % gegenüber vorher. Haare verändern sich, sie werden feiner, teilweise wachsen gewisse Partien überhaupt nicht mehr, das Haupthaar verdichtet sich,d .er Bartwuchs geht soweit zurück, dass evtl nur noch einmal in der Woche eine Rasur fällig ist, nach der Epilation evtl. alle 2 Wochen. Im Genital wird Sekret von der Prostata ausgeschieden, teilweise sehr unangenehm, es muss mehrmals täglich gereinigt werden, da ansonsten böse Entzündungen entstehen können .
Das Wohlbefinden ist bis auf den völligen Kraftverlust nach etwa 6 -7 Monaten, ok, bei der richtigen Hormondosierung entstehen keine Traumata, Depries etc. Nach der OP, die nicht zu spät wegen der Penisschrumpfung gemacht werden sollte, reduziert sich der Hormonbedarf und der ist vergleichbar mit einer Frau in der Menopause. Ich nehme Estradiol Gel, 3 Hübe, 2 morgens, einen am Abend auf der Haut verteilt ( von wegen Knochen und so) dann reicht eine Packung ( 50g) einen Monat. Das bekommt mir ausgezeichnet, vor allem vermeide ich durch die Äußere Anwendung die Leberpassage mit ihren Nachteilen.
Nun lebe ich damit schon seit vielen Jahren, die OP war umstritten wegen meines Alters, aber alles ist suppi verlaufen. Meine TS kam bereits in frühester Kindheit zum Ausdruck - abgesehen von den üblichen Neugierigkeiten im frühen Jungenalter, aber bereits mit 5 Jahren war mir klar, das ich im falschen Körper stecke. Zur damaligen Zeit gab es nur etwas auf den nackten Arsch und die Eltern versuchten den komischen Kleinen in die Spur zu bringen. Ab dem 12. Lebensjahr kam dann die Erkenntnis - und es hat danach noch weitere 30 Jahre gedauert, bis dass der Schritt gemacht wurde. Ich habe es manchmal bereut, es gab nur Komplikationen ( nicht körperlich) in meinem Labensablauf und Steine, Felsen und Berge als Hindernisse, so daß vor 5 Jahren der Wunsch nach "Rolle Rückwärts" kam. Dank einer lieben Freundin im Forum blieb es dabei, heute bin ich froh, es nicht getan zu haben, denn durch die Hilfe dieser Freundin habe ich mich neu erkannt und entsprechend gehandelt.
Alle Liebe Veronica
|