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Autor Thema: Einfach nur Tranny sein...  (Gelesen 1345 mal)
Jula
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Miss Verständnis


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« Antwort #15 am: 07. März 2008, 21:00:56 »

Bin ich die Einzige, die öfters (immer) eine Transe (Frau) ausleben möchte (ausser TS)?
Nöö, es gibt einige. Mich zB.

Zitat
Haben die meisten von Euch kein Interesse, es zu "gesellschaftlichen Normalität" zu machen bzw. etwas dafür selbst beizutragen auch wenn es etwas Schwierig / Umständig wird (ist)?
Komplizierte Frage!
Was mich betrifft so lebe ich, wenn ich im weiblichen Modus bin, "normal" (was immer das heißen mag). Dh, ich gehe aus, treffe mich mit Freundinnen, besuche Veranstaltungen ....

Allerdings die Frage, ob es die meisten sind, die nicht rausgehen, ist schwer zu beantworten. Ich würde jederzeit behaupten, dass auf jede, die so agiert wie ich, ca. 99 kommen, die zwar gerne würden, sich aber nicht trauen. Doch  so ist das mit Dunkelziffern! Ob es wirklich so ist, liegt im Dunkel.
Und der zweite Teil, also der Beitrag zur "gesellschaftlichen Normalität" , tja wenn ich ganz ehrlich bin, ist das nicht der Grund, weshalb ich als Frau rausgehe. Ich bin nicht die Jeanne d`'Arc der Transen und habe keinen Impuls, mir in der Öffentlichkeit Stress zu machen. Ich stehe in der Öffentlichkeit dazu, wer und was ich bin. Das muss reichen.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Zoe
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« Antwort #16 am: 07. März 2008, 22:49:07 »

Bin ich die Einzige, die öfters (immer) eine Transe (Frau) ausleben möchte (ausser TS)?

Haben die meisten von Euch kein Interesse, es zu "gesellschaftlichen Normalität" zu machen bzw. etwas dafür selbst beizutragen auch wenn es etwas Schwierig / Umständig wird (ist)?

Natürlich gibt es einige, die es öffentlich ausleben, abe ich glaube, es sind doch die wenigen von uns, oder? Solange es nur wenige sind, gelten die doch eher als Exoten oder Ausnahmen.

ich sage mal so: ich für meinen Teil habe schon allerhand meines Schärfleins beigetragen, dass es etwas normaler wird. ich bin geoutet, bin enfemme einkaufen gewesen, geflogen, Zug Gefahren, war in Discos und Theatern und und und.

Nun habe ich auch Lust, öfters die Frau auszuleben, nur eben lange nicht immer
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sophia
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« Antwort #17 am: 08. März 2008, 14:42:23 »

ich sage mal so: ich für meinen Teil habe schon allerhand meines Schärfleins beigetragen, dass es etwas normaler wird. ich bin geoutet, bin enfemme einkaufen gewesen, geflogen, Zug Gefahren, war in Discos und Theatern und und und.

Nun habe ich auch Lust, öfters die Frau auszuleben, nur eben lange nicht immer

Hm, geflogen bin ich noch nicht, geoutet, naja, zum Teil schon. Ansonsten tu ich mir auch relativ wenig Zwang an, dass zu machen, was ich machen will. Vorausgesetzt, meine Familie hat nix dagegen...
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seamstress
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Pepperpot

seamstress88
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« Antwort #18 am: 08. März 2008, 18:36:05 »

Natürlich gibt es einige, die es öffentlich ausleben, abe ich glaube, es sind doch die wenigen von uns, oder? Solange es nur wenige sind, gelten die doch eher als Exoten oder Ausnahmen.

Selbst wenn alle Trannys, die das Bedürfnis haben sich öffentlich auszuleben, dies auch tun, so werden wir dennoch weiterhin Exoten und Ausnahmen im alltäglichen Straßenbild sein, einfach aufgrund unserer kleinen Zahl. Aber natürlich ist es richtig, je mehr die Öffentlichkeit von uns zu sehen bekommt, desto weniger wird sie auf uns reagieren.

Wie Jula verstehe ich mich aber nicht als Trailblazer für die gesamte Transgenderschaft, sondern gestalte mein Leben nach meinen persönlichen Bedürfnissen.

Sabine
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Ronja
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Pixelhexe

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« Antwort #19 am: 20. März 2008, 01:34:51 »

@Mandy,

jeder muß mit sich klarkommen, und ich komme mit mir klar. So leidlich. Aber wie das persönliche Umfeld damit klarkommt, ist eine andere Frage.  Das soziale Umfeld, in dem wir leben, bestimmt unseren Umgang und unseren (Berufs-)Alltag Ich selbst werde mich in meinem kleinstädtischen Umfeld niemals outen, da die Toleranzschwelle generell sehr hoch angesetzt ist, obwohl ich gern meine Neigung auch hier offen ausleben würde.
Das Problem ist, daß die Intoleranz ggüb. "Anderen" nicht wie z.B. in den Großstädten gewichen ist.

Daß, woran das es krankt, ist die Inakzeptanz derer, die sich auf Grund ihrer Einstellung zu uns in eine absolute Abwehrstellung begeben und sich ob ihrer streng bürgerlichen Gesinnung bzw. Erziehung "was nicht sein kann, darf nicht sein" jeglicher Toleranz verweigern. Das können Nachbarn, Freunde, Bekannte, Kollegen sein. So kenne ich das aus dem Sprachgebrauch vieler Leute und eigener Erfahrung.
Wenn ich mein Umfeld betrachte, wäre es mir unmöglich, mich als Transe gesellschaftlich zu etablieren.

Deine Idee funktioniert, aber nur in größeren Städten. In der Provinz keine Chance.

Liebe Grüße, Ronja
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Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht. Fritz Nietzsche
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