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Autor Thema: Einfach nur Tranny sein...  (Gelesen 1084 mal)
Mandy02
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« am: 06. März 2008, 14:30:39 »

Hallo liebe Damen,

nun, einige Themem /Fragen beschäftigen mich immer und immer wieder, nämlich die:

Wieso sind wir nicht einfach wir selbst? Einfach Trannies! Wieso müssen wir uns immer wieder verstecken? Wieso tuen wir nicht einfach das, wonach uns ist, wieso ziehen wir nicht das an, was wir gerne in Moment anziehen würden? Wovonn haben wir denn soviel Angst? Ist das so schlimm, wie wir fühlen, denken, wie wir handeln, müssen wir uns dafür schämen?

Können wir uns nicht eifach durchsetzen, wie z.B. unsere homosexuellen Freunde (oder noch viel besser)? Wenn man über "schwule" spricht, findet man doch nichts abstossendes "mehr", die meisten sind diesbezüglich aufgeklärt, es ist nichts mehr aussergewühnliches und gehört mittlerweile zum Alltag. Auf jeden Fall stehen Schwule meistens auch dazu.

Das Thema "Transen" sieht doch schon anders aus, oder? Als ich meiner Mutter bzw. Schwester erzählt habe, dass ich eine Trane bin, wollten die beiden mir klar machen , dass ich eine "Schwuchtel" bin bzw. früher oder später werde. Dass es pervers sei, dass ich auf die "Fresse" bekomme, wenn ich mich so öffentlich zeigen werde... Ich frage mich nur, wass dieser Blödsinn soll??

Ich habe mir vorgenommen, meine Bedürfnisse intensiver auszuleben, mich nicht mehr zu verstecken, die (scheiss egal -Masche) halt. Ich möchte, wie eine Transe aussehen und akzeptiert werden. Das MakUp trage ich so auf, wie es mir gefällt (nicht mehr so Dezent), trage viel lieber Stiefeletten (mit 7cm Absatz), als die langweilihen Männerschuhe, Frauenhosen und mir ist auch egal, ob man bemerkt, dass ich eine Strumpfhose drunter habe, ist doch meine Sache...

Natürlich kann man es ja nicht von heute auf morgen tun, aber ich gehe Schritt für Schritt weiter. (leider habe ich noch keine Röcke öffentlich getragen, liegt wohl daranm dass ich in Moment zu kurze Haare habe, müsste mir eine vernünftige Perücke besorgen und noch ezwas Mut bzw. eine Gelegenheit, aber ich arbeite daran) Aber ich möchte so leben, wie ich mich fühle und mich nicht nur ab und zu als Frau kleiden, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber zurück Thema, wieso kommen wir nicht aus unseren Verstecken raus? Die Gesetzeslage ist hier in Deutschland all zu ideal für uns, ich persönlich habe noch keine negativen Erfahrungen sammeln können, eher positive (bislang), ab und zu ein nettes Kompliment, es ist doch viel schöner so! Und auf die dummen Fragen, erfolgt  natürlich eine dumme Antwort. Gelästert wird doch immer, auch wenn man keine Transe ist. Ich denke, wenn es immer mehr offen dazu stehen, wird es doch für uns immer leichter! Und wenn es zum Alltag wird, kommen vielleich die Trannies noch dazu, die sich in Moment völlig verstecken (vor sich selbst)?

Ich bin echt stolz darauf, dass ich eine Transe bin. Wie ist es mit Euch? Wieso lebt jeder nur für sich allein und vor allem nur so weit, wie es im Einzelfall möglich ist? Ist es auch nicht Eurer Wunsch immer freier zu sein? Könnt Ihr es nachvollziehen, was ich sagen möchte? Gemeinsam kann man Berge versetzen.

Es ist nur meine Sichtweise und möchte keiner(m) von Euch zu nahe gekommen sein, aber ehrlichgesagt habe ich bislang noch keine auffalend weiblich gekleidete Transe (en homme) gesehen, ob in Hamburg, in Lüneburg und sonst wo ich so unterwegs war. Wieso nicht?

Liebe Grüsse
Mandy

P.S. Natürlich möchte ich auch unsere männlichen Trannies nicht vergessen!
;o)
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Orientalmaus
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« Antwort #1 am: 06. März 2008, 14:35:24 »

Hallo liebe Damen,

nun, einige Themem /Fragen beschäftigen mich immer und immer wieder, nämlich die:

Wieso sind wir nicht einfach wir selbst? Einfach Trannies! Wieso müssen wir uns immer wieder verstecken? Wieso tuen wir nicht einfach das, wonach uns ist, wieso ziehen wir nicht das an, was wir gerne in Moment anziehen würden? Wovonn haben wir denn soviel Angst? Ist das so schlimm, wie wir fühlen, denken, wie wir handeln, müssen wir uns dafür schämen?


Weil unsere scheiß Welt (sorry!!) einfach viel zu intolerant ist! Bist Du "anders", bist Du "falsch". Das ist das Problem.
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Mandy02
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« Antwort #2 am: 06. März 2008, 15:07:55 »

Liebe Orientalmaus,

hast Du bereits schlechte Erfahrungen mit Deinem Outing gemacht?

Ich persönlich habe es auch immr gedacht (siehe meine Vorstellung), nachdem ich mich trotzdem vor meinen Bekannten geoutet (Bekannte, Arbeit, Familie) habe und ehrlich gesagt verstecke ich es auch nicht mehr, musste ich zum Glück feststellen, dass ich zum grossem Teil im Unrecht war. Ich habe ganz viele falsch eingeschätzt diesbezüglich.
;o)

Liebe Grüsse
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« Antwort #3 am: 06. März 2008, 15:08:54 »

die maus geoutet? wie, hab ich was verpasst?
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Orientalmaus
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« Antwort #4 am: 06. März 2008, 15:15:54 »

Liebe Orientalmaus,

hast Du bereits schlechte Erfahrungen mit Deinem Outing gemacht?

Ich persönlich habe es auch immr gedacht (siehe meine Vorstellung), nachdem ich mich trotzdem vor meinen Bekannten geoutet (Bekannte, Arbeit, Familie) habe und ehrlich gesagt verstecke ich es auch nicht mehr, musste ich zum Glück feststellen, dass ich zum grossem Teil im Unrecht war. Ich habe ganz viele falsch eingeschätzt diesbezüglich.
;o)

Liebe Grüsse

Ich brauche mich nicht zu outen, ich bin echt!  Grin Ich habe meinen Freund mal versehentlich geoutet, da kam von seiner Familie gleich "schwul" und "nicht mehr unser Sohn" ... Und mein Freund hat auch einen Sohn, den er nicht mehr sehen dürfte, wenn er irgendwas mitbekommen würde ... All solche Dinge ...uvm.
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Mandy02
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« Antwort #5 am: 06. März 2008, 15:20:47 »

Na, die Frau Becks ist natürlich unser Vorreiter!
;o)

Aber hat sie denn einen "normalen / konservativen" Job? Ist sie denn immer eine Transe (Zahnartztbesuche, allgemeine Pflichten...?
Shocked)

Liebe Grüsse
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« Antwort #6 am: 06. März 2008, 15:23:54 »

du, immer frau zu sein ist nicht meine ambition. meinen alltag leb ich als mann, weil ich das nämlich gerne so mache...aber ich glaube, du sprichst hier die thematik ts an und nicht "transen". zwei verschiedene paar schuhe...

edit: mein langes postigen etwas weiter oben hab ich gelöscht, nachdem ich etwas in älteren postings gestöbert habe !!! inhalt meines postings: kein schämen, dazu stehen ,keine probleme oder ängste und blabliblablub. damit byebye diskusion...
« Letzte Änderung: 06. März 2008, 15:27:44 von The Becks » Gespeichert

   
Mandy02
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« Antwort #7 am: 06. März 2008, 16:07:36 »

@Orientalmaus:
ich kann es ein wenig nachvollziehen, denn meine Mama und meine Schwester kommen ja mit dem gleichem "Scheiss" und dies geschiecht ja, wie schon gesagt (soweit meine Erfahrungen) aus Unwissenheit und weil das Thema so fremd für viele ist. Komischerweise identifizieren uns die meisten unwissenden in der Regel als "Schwule". Ein Mann im Rock = Schwul. Und das würde ich gerne ändern wollen. Als nächstes kommen meistens die Kinder, aus Angst vor der Ignoranz, Gehätze usw... (meine Frau macht sich da auch ganz schön Sorgen) Ich denke aber trotzdem, dass die Wahrheit etwas wunderschönes ist und vor einem Problem wegzulaufen ist keine Lösung. Wichtig ist, denke ich, man soll sich nicht selbst im Weg stehen, denn das tuen wir meistens.


@The Becks
Na, das habe ich mir bereits gedacht!
;o)

Ich denke nicht, dass es Problem sei nur mal auf Parties eine Frau zu spielen und dass es soviel Mut erfordert. (Lieb gemeint!)
Shocked)

Anmerkung:
Ich denke, das Problem betrifft eher TG's. Einfach alle die, die sich nicht wirklich mit dem Geburtsgeschlecht im ganzem identifizieren können, nicht (nur) TS.





LG
Mandy
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diana_becks
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« Antwort #8 am: 06. März 2008, 16:41:58 »

ja, das iss scho schwer...ich frage mich immer, wie mein häschen dass so geschaft hat... Roll Eyes
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Roxanne
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« Antwort #9 am: 06. März 2008, 17:11:28 »

thematik ts an und nicht "transen". zwei verschiedene paar schuhe...

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« Antwort #10 am: 06. März 2008, 23:56:54 »

Wieso sind wir nicht einfach wir selbst? Einfach Trannies! Wieso müssen wir uns immer wieder verstecken? Wieso tuen wir nicht einfach das, wonach uns ist, wieso ziehen wir nicht das an, was wir gerne in Moment anziehen würden? Wovonn haben wir denn soviel Angst? Ist das so schlimm, wie wir fühlen, denken, wie wir handeln, müssen wir uns dafür schämen?

Naja, findest du nicht dass du hier ziemlich verallgemeinerst, Mandy? Auch wenn das Gros wohl tatsächlich noch weitgehend ungeoutet leben wird, so gibt es doch genügend, die die Öffentlichkeit nicht scheuen und auch im privaten Umfeld keinen Hehl aus ihrer Vorliebe machen. Dass man in der Öffentlichkeit so wenige antrifft, liegt neben dem geringen Bevölkerungsanteil auch ganz einfach daran, dass die meisten Transen eben nicht täglich unterwegs sind.


Ich bin echt stolz darauf, dass ich eine Transe bin. Wie ist es mit Euch? Wieso lebt jeder nur für sich allein und vor allem nur so weit, wie es im Einzelfall möglich ist? Ist es auch nicht Eurer Wunsch immer freier zu sein? Könnt Ihr es nachvollziehen, was ich sagen möchte? Gemeinsam kann man Berge versetzen.

Gay Pride ist zwar ein bekanntes Schlagwort, aber schwul oder Transe zu sein ist imho genausowenig ein Grund für Stolz, wie die Tatsache blond oder Deutscher zu sein. Schließlich ist dies alleine ja keine große Leistung. Aber genausowenig ist es natürlich Grund für Scham.

Warum sich Jede nur soweit auslebt, wie es ihr möglich ist? Tja, mehr als das Mögliche ist halt nicht möglich...
Ich denke, eine Jede hat es für sich selbst in der Hand, dazu braucht es keine geeinte Front. Aber natürlich machen einem die Beispiele der anderen Mut.


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Was ist eigentlich aus der transischen Volksfront geworden...?  Grin

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But despite the attempts of Protestants to promote the idea of sex for pleasure, children continued to multiply everywhere.
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« Antwort #11 am: 07. März 2008, 00:05:03 »

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Liegt im Clinch mit der transexuell front of Transylvania  Grin
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« Antwort #12 am: 07. März 2008, 00:57:15 »

Gay Pride ist zwar ein bekanntes Schlagwort, aber schwul oder Transe zu sein ist imho genausowenig ein Grund für Stolz, wie die Tatsache blond oder Deutscher zu sein. Schließlich ist dies alleine ja keine große Leistung. Aber genausowenig ist es natürlich Grund für Scham.

sagen wir mal so, ich bin nicht stolz eine Transe zu sein, aber ich bin stolz, dass ich es auslebe, während andere ihre Neigungen verstecken und nicht ausleben.

Für etwas einzustehen ist schon ein Grund, stolz zu sein
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The Becks
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« Antwort #13 am: 07. März 2008, 09:08:22 »

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...alle gefressen von der allmächtigen bunten gendernauten-netz-polizei die hier wacht.... Cry
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Mandy02
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« Antwort #14 am: 07. März 2008, 14:59:56 »

Bin ich die Einzige, die öfters (immer) eine Transe (Frau) ausleben möchte (ausser TS)?

Haben die meisten von Euch kein Interesse, es zu "gesellschaftlichen Normalität" zu machen bzw. etwas dafür selbst beizutragen auch wenn es etwas Schwierig / Umständig wird (ist)?

Natürlich gibt es einige, die es öffentlich ausleben, abe ich glaube, es sind doch die wenigen von uns, oder? Solange es nur wenige sind, gelten die doch eher als Exoten oder Ausnahmen.
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