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Autor Thema: Als Trannie erkannt werden  (Gelesen 5521 mal)
juliahh123
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Juliahh123@yahoo.de
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« Antwort #60 am: 15. Januar 2008, 23:15:29 »


Die "Kindergrausamkeit" ist mir bekannt.
Aber was soll das in diesem Zusammenhang bedeuten?
Etwa, daß andere Kinder ein Kind verspotten, quälen, bedrohen, ausschließen, oder was auch immer, weil sein Vater eine Transe ist?

Hat eine von euch sowas schon mal erlebt? oder konkret davon gehört? (Ich meine nicht nur gerüchteweise.)
Was ist denn da schon vorgekommen?
Oder sind das vlt am Ende auch wieder nur mehr oder weniger begründete Vorurteile oder dumpfe Ahnungen, was vlt sein könnte, wenn .... ?

Ich selber hab jedenfalls mit (fremden) Kindern noch nie irgendwelche nennenswerten Schwierigkeiten gehabt.


Wenn hier tatsächlich ein Grund für Probleme vorliegen sollte, würde ich dem natürlich auch zustimmen.

Liebe Grüße
Triona
[/quote]

Hallo Triona ,

ich persönlich will und werde mein Kind nicht dem Spott oder den Angriffen anderer Kinder oder Personen aussetzen.
Hier gibt es meiner Ansicht nach absolut keinerlei Spielräume. Es gibt nicht den " lass es uns mal ausprobieren" Raum, denn in der Kinderwelt ist es m.e für tolleranz zu früh. Mein Zwerg ist damit gross geworden er persönlich kann damit wunderbar umgehen und bestätigt mir dies auch.
Das Risiko Ihn jedoch der Ausgrenzung innerhalb seines sozialen Umfeldes auszusetzen, ist gelinde gesagt :
ein " NO GO ".

Es mag und da stimm ich Dir insoweit auch zu, anders sein, jedoch ist der Einsatz m.e zu hoch

Lg Julia

       
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Jula
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« Antwort #61 am: 15. Januar 2008, 23:18:42 »

Wahrscheinlich muss jede  von uns ihren eigenen Weg zwischen Offenheit und Geheimnis finden.
So unterschiedlich wie unsere Lebenskonzepte und Rahmenbedingungen sind auch die vernünftigen Alternativen.
Und für jede Entscheidung zahlt man. So oder so.

Wer sich komplett outet und seine Transidentität offenlebt zahlt ebenso einen Preis dafür wie diejenigen, die mehr oder weniger im Geheimen bleiben. Und herauszufinden wie man die optimale Relation aus Kosten und Nutzen hinkriegt ist eine schwierige Aufgabe.

Wer nur für sich alleine steht, hat es eventuell leichter, als diejenigen, die auf Frau, Familie, Kinder, Eltern, Kollegen, Mitarbeiter usw. Rücksicht nehmen müssen.

Manchmal ist es zB so, dass man für sich selber ganz gut damit Leben könnte, als geoutete Transe in der Nachbarschaft und im Freundeskreis bekannt zu sein ... aber ein Mensch, den man liebt, kommt damit nicht zurecht. Dann sind Kompromisse und Fantasie gefragt, aber einen Weg gibt es immer.
Nicht immer das "optimale Transenglück", aber das für die Gesamtsituation beste.

Was ist daran falsch, wenn es die eine so handhabt und die andere halt anders?
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Meine Site: http://www.julaonline.de/

"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Roxanne
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« Antwort #62 am: 15. Januar 2008, 23:27:49 »

Was ist daran falsch, wenn es die eine so handhabt und die andere halt anders?

Nichts.  Wink
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Natürlichkeit ist langweilig. 
Lina
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« Antwort #63 am: 16. Januar 2008, 00:44:41 »

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Kinder ausgegrenzt werden, weil der Vater eine Transe ist.

Es ist meine Erfahrung, dass Kinder ausgegrenzt und gemobt werden, weil eines oder mehrere Individien im Umfeld ein Kind, das scheinbar schwächer ist, aussuchen - und dann findet sich schon ein Grund zur Ausgrenzung oder zum Mobbing. Wenn das Kind keine schiefen Zähne hat und der Vater keine Transe ist, dann finden sie schon was anderes. Und sollte sich die Phantasie nicht weit genug strecken, um etwas zu finden, wird einfach physisch schikaniert und geprügelt.Und wenn eines dieser Individien durch Popularität oder jeweils Wiederstand vermeidet und andere Kinder mit sich zieht, dann haben wir einen Fall von Mobbing.

Der einzige Unterschied, den die Eltern da machen, ist, ob die sich durchsetzen und dafür sorgen, dass diese Kleinterroristen vom Umfeld ihres Kindes entfernt werden oder nicht.
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feministe
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« Antwort #64 am: 16. Januar 2008, 00:50:16 »

Hat eine von euch sowas schon mal erlebt? oder konkret davon gehört? (Ich meine nicht nur gerüchteweise.)

Ja, ich habe es erlebt, dass mein Sohn 'deswegen' verprügelt worden ist, und nicht einfach in der Pause auf dem Schulhof, sondern außerhalb der Schule auf dem Heimweg. Er war damals keine 10 Jahre alt, und er hat den 'Fehler' begangen, einem anderem Mitschüler die 'Wahrheit ' über mich zu erzählen. Mein Sohn war kein zufälliges Opfer, selbst wenn mein 'Lifestyle' nicht der einzige Grund war.

Fremde Kinder sind da viel 'verständnisvoller'..... wirklich?
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Konstanze
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« Antwort #65 am: 16. Januar 2008, 01:02:52 »

ich habe einen anderen Standpunkt im Umgang mit meinen Mitmenschen als ihr.
Akzeptiert es oder akzeptiert es nicht.
Ich akzeptiere jedenfalls eure Meinung zu diesem Thema und zum Umgang mit anderen Menschen.

Es geht nicht um Akzeptanz, es geht um verstehen.

Du hast gesagt, das Sophias Verhalten ein schlechtes Licht auf uns wirft. Die Frage war, warum du dies meinst, weil andere und auch ich diese Ansicht nicht nachvollziehen können.



Zum Thema Kinder:

Ich habe ein Kind, das bescheid weis und lebe mit einer Partnerin zusammen die Kinder im pubertären Alter hat.

Das negativste, das von den Kinder kam war Desinteresse. Einige Freunde, ebenfalls im pubertierenden Alter wissen Bescheid. Es kam nie ne negative Reaktion. Im Gegenteil, die Freunde finden die beiden Alten cool.

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Mitbewohner der KleiderschrankTrannyWG
Lina
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« Antwort #66 am: 16. Januar 2008, 01:39:49 »

Hat eine von euch sowas schon mal erlebt? oder konkret davon gehört? (Ich meine nicht nur gerüchteweise.)

Ja, ich habe es erlebt, dass mein Sohn 'deswegen' verprügelt worden ist, und nicht einfach in der Pause auf dem Schulhof, sondern außerhalb der Schule auf dem Heimweg. Er war damals keine 10 Jahre alt, und er hat den 'Fehler' begangen, einem anderem Mitschüler die 'Wahrheit ' über mich zu erzählen. Mein Sohn war kein zufälliges Opfer, selbst wenn mein 'Lifestyle' nicht der einzige Grund war.

Fremde Kinder sind da viel 'verständnisvoller'..... wirklich?


Warum suchst du da noch nach Gründe? Irgendwelche Arschlöcher wollen andere Verletzen warum auch immer und suchen sich ein Opfer. Natürlich war es kein Zufall, dass dein Sohn das Opfer wurde. Er wurde das Opfer weil es möglich war ihn als Opfer zu nehmen, die Begleitumstände entscheiden doch nur die Zeit und das Mittel womit der Mob mitgerissen wird. Denn du wirst wohl kaum erzählen, dass es ein Einzeltäter war, der dein Sohn unbeobachtet von allen verprügelte. So was wird immer mit Publikum gemacht. Das ist doch die Funktionsweise des ganzen Systems.

Persönlich habe ich so was selber die ersten 5-6 Jahre meiner Schulzeit ertragen müssen - ohne anderen offensichtlichen Grund, dass ich netter, sanfter und ruhiger als die Jungen - daher also eins leichtes Opfer. Man mobt doch nicht ein "schwieriges" Opfer - oder habt ihr das mal erlebt? Ich nicht. Das ging so weiter über die Jahre verschärfte sich ohne eingreifen meiner Eltern oder der Lehrer. Als ich irgendwann so abgebrüht war, dass der Psychoterror nichts brachte, wurde es physische Schikane und Gewalt. Erst als die einmal deutlich erkannt hatten, dass es auch noch gefährlich sein konnte, mich in die Ecke zu treiben, hörte es auf. Das letzte Jahr der Grundschule verlief tatsächlich friedlich, ich wurde zu den Parties eingeladen etc. etc. Nichts war an mir oder mein Umfeld anders - nur, dass es inzwischen mit erheblicher physischer Gefahr verbunden war, Gewalt gegen mich anzuwenden und dass ich auf dumme Sprüche etc. einfach nicht - oder rotzfrech antwortete.

Man mobt keine "schwierigen" Opfer - nur leichte Opfer. Der primäre Mobbinggrund ist, dass du ein leichtes Opfer bist. Die Art des Mobbings wird dem Opfer angepasst.
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vicky_wiefel
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vicky_wiefel
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« Antwort #67 am: 16. Januar 2008, 01:50:58 »

Hmmm

Da ging es mir fast wie Lina, ausser dem Begleitumstand, durch meine etwas unmännliche Figur zusätzlich gehänselt worden zu sein. Was kommt heraus? Ganz simpel mein Leben ist so gut verpfuscht, weil es halt charakterlich nicht mehr stimmte und stimmt.

Soweit es mich betrifft, fahre ich nach dem Motto "meine Umwelt nicht unbedingt in meine privaten Amusements mit hinein zu ziehen". Ausserdem bewirkt diese Heimlichkeit immer den grandiosen Effekt, sich doch so gut wie möglich fraulich zurecht zu machen, und nicht so gut wie nötig. Grin

winke
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feministe
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« Antwort #68 am: 16. Januar 2008, 01:55:44 »

Lina, vielen Dank für deine 'Blumen'. Der Junge, der meinen Sohn verprügelt hatte, war Einzeltäter (über sein familiäres Umfeld und sonstige Entschuldigungen werde ich mich hier nicht auslassen). Der Schläger war ein Einzeltäter, kein Mob. Und die Schmerzen meines Sohnes sind ganz natürlich durch die Art der Kommentare, die Du und andere Gestalten in so einer Situation von sich geben, besonders schnell vergessen.

F*k U
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Zoe
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« Antwort #69 am: 16. Januar 2008, 02:03:41 »

Im Gegenteil, die Freunde finden die beiden Alten cool.

Die beiden alten sind auch cool
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Natascha_TV
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« Antwort #70 am: 16. Januar 2008, 04:29:14 »

Manchmal ist es zB so, dass man für sich selber ganz gut damit Leben könnte, als geoutete Transe in der Nachbarschaft und im Freundeskreis bekannt zu sein ... aber ein Mensch, den man liebt, kommt damit nicht zurecht. Dann sind Kompromisse und Fantasie gefragt, aber einen Weg gibt es immer.

das obige Zitat spricht mir aus der Seele, wie ich auch viele andere "Statements" hier nachvollziehen kann und beim Lesen dachte: stimmt..., so ists!; einschließlich der Gedanken bzgl. Kinder.
Obwohl ich selber keine habe, schließe ich mich da Julias "NO GO" an!
Die Bezeichnung "Kleinterrorist" ist allerdings sehr passend. Kleine Geschichte gefällig?
"Laura, Du darfst dem Kevin nicht immer den Sonnenschirm auf den Kopf hauen" buum, und noch eine übergezogen; Laura gehörte dem 1. Paar am Nebentisch, Kevin dem 2., so gesehen im Urlaub auf einer griechischen Insel.
Was passierte sonst noch? Nichts, Kevin wurde halt ordentlich von Laura ´rangenommen´ - hier stellt sich mir allerdings die Frage: was nimmt Kevin mit aus dieser frühen Erfahrung mit dem Weiblichen... (und der ausbleibenden Schutzreaktion seiner Eltern...), wer sind die eigentlichen Terroristen... und wie wird diese Gesellschaft in 10-20 Jahren aussehen...? unabhängig jeglicher Darstellungen "unsereiner"...
Fragen über Fragen - zum eigentlichen Thema kann ich mangels Erfahrung leider nichts beitragen, nur soviel: Jula (siehe Zitat, und nicht verwechseln mit Julia (die mit dem  `Kids-Beitrag`)) hats getroffen, und manchmal ist auch die größte Stadt ein Dorf (gedressed hätten die mich aber sicher nicht erkannt, da bin ich mir sicher!)
« Letzte Änderung: 16. Januar 2008, 04:36:00 von Natascha_TV » Gespeichert
Triona
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« Antwort #71 am: 16. Januar 2008, 04:47:37 »

Was ist daran falsch, wenn es die eine so handhabt und die andere halt anders?

Nichts.  Wink

Eben (falls ich mich hier nich wiederholen sollte)

Guats Nächtle
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Yvonne
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« Antwort #72 am: 16. Januar 2008, 08:57:30 »

Ist ja inzwischen eine rechte allgemeine Diskussion geworden.
Ich versuche mal meine Gedanke zu den Themen zu ordnen.

Wahrscheinlich muss jede  von uns ihren eigenen Weg zwischen Offenheit und Geheimnis finden.
So unterschiedlich wie unsere Lebenskonzepte und Rahmenbedingungen sind auch die vernünftigen Alternativen.
Und für jede Entscheidung zahlt man. So oder so.
...

Ja, ohne wenn und aber.

Mein Kind kennt inzwischen Yvonne besser als meine Frau.
Allerdings ist sie auch schon erwachsen und hat eine eigene Wohnung und übrigens gar kein Problem damit.

Im persönlichen Umfeld (Wohnort, Familie, Arbeit) bin ich nicht geoutet, was ich persönlich aus vielen Gründen, die hier auch schon alle genannt wurden, richtig finde.
Das heist nicht, dass der/die eine oder andere etwas ahnt.
Würde mich jemand ansprechen, so würde ich wohl klar Tisch machen. Hängt natürlich auch von der Person ab.

Meine Frau weiss ja um Yvonne.
Und da tut sich nun ein ganz anderes Problem für sie auf.
Ich habe viele Freunde und Freundinnen, die Yvonne kennen und sie so wie sie ist akzeptieren. Ich kann jeden Tag mit jemanden über/als  Yvonne reden und mich austauschen.
Meine Frau hat nur mich zum Austausch über Yvonne. Und ich bin zugegebener Maßen voreingenommen.
Wen soll sie einbeziehen, wen fragen.
Der Versuch sie mitzuschleppen hat bisher nicht funktioniert. Man könnte ja erkannt werden usw.
Psychologe: auch Fehlanzeuge. Haben wir bereits versucht.
Wer dazu Ideen, besser Erfahrungen hat kann sich gerne melden.

Und nun zum eigentlichen Thema.
Ich wohne in der Nähe von HH in einer Stadt (50T Einwohner, ratet mal), die für mich aber ein Dorf.
Ich gehe grundsätzlich nur in HH oder sonst wo als Yvonne raus, aber nicht im unmittelbaren Wohnumfeld.
Aber da schminken zu Hause tatsächlich einfacher ist, mache ich mich i.d.R. dort zurecht und ziehe dann eher männliche Sachen über (meist Jeans und Jacke). Unten drunter trage ich schon alles was Frau halt anzieht, inkl. Silikon. Dann ab ins Auto, unterwegs kurz angehalten, ggf. Hose gegen Rock getauscht, Jacke aus, Mütze aufgesetzt und fertig.
Alternativ gibts die eine oder andere Bekannte, wo ich mich dann umziehen kann und in seltenen Fällen auch das Hotel.
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Jacqui Jouet
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« Antwort #73 am: 16. Januar 2008, 09:17:09 »

Guten Morgen allerseits,

ehrlich gesagt bin ich ein wenig verwundert über das grade gelesene. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich grade neu hier bin.

Natürlich finde ich es gut und richtig, wie viele hier offensiv mit ihrem Outing umgehen. Für sich selbst einzutreten und damit auch für Andere Freiräume zu erobern und Toleranz zu erwirken ist mutig und verdient Achtung, aber -was mir schon anderenorts auffiel- es gibt auch Schattenseiten, die weniger in den Vordergrund gestellt werden.

Hier sollte ich anmerken, dass ich überall geoutet bin, privat wie beruflich. Einige hier mögen wirklich in allen Bereichen nur positive Reaktionen erhalten haben, nur glaube ich nicht, dass dies den meisten vergönnt war.
Man darf einfach nicht den Unterschied außer Acht lassen, ob man sich in einem selbst gewählten Umfeld zu erkennen gibt oder gleich die ganze Welt damit konfrontiert! Auch wenn es den eigenen moralischen Ansprüchen entspricht, tolerant zu sein ist es eher selten, diese Einstellung tagtäglich und ausschließlich von Anderen entgegen gebracht zu bekommen...
Diese Entscheidung für sich selbst zu treffen ist eine rein persönliche Sache und Bewertungskriterien zu suggerieren, was denn nun "korrektes Verhalten" sei halte ich für ziemlich dekadent. (Jede/r hat halt seine Art sich mit seinen Gegebenheiten zu arrangieren.)

Nun zu dem, was mir wirklich quer liegt: das, was hier über die eigenen Kinder geschrieben wurde.
Es gibt Familien, bei denen die Kinder voll im Bilde sind über das, was Papa so treibt und es recht problemlos abläuft. Ich kenne einige, bei denen es keinerlei größeren Reibereien gegeben hat. Was ich aber dazu sagen muss ist, dass das nicht zuletzt am Umfeld der Kinder liegt!
Das sind halt Beispiele, positive. Denen stehen leider einige andere gegenüber, die man schwerlich mit den guten vergleichen kann...

Es wundert mich daher sehr, wie vehement manch eine/r hier die Vorteile eines Outings beschwört und wie leicht die Probleme, die sich auch für die Kinder ergeben können abgetan werden. Ehrlich gesagt: es macht mich fast ein bißchen traurig, dass Bedenken von einigen anscheinend verpöhnt werden. Sogar ein bißchen wüntend macht es mich, wenn zudem die "Forderung" suggeriert wird, man solle die eigene Familie einfach mit vor die Folgen eines Outings zu stellen! Solcherlei Verallgemeinerungen sind mehr als unangebracht und die Vertreter solcher Haltungen würde ich einfach intolerant nennen. Zum Glück trifft das hier (anscheinend, bin ja noch neu *g*) ja nur auf wenige zu.

Liebe Grüße, belle... & auch ein bissi triste.
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bluh bluh blah   trallala
Roxanne
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« Antwort #74 am: 16. Januar 2008, 09:33:57 »

Meine Frau weiss ja um Yvonne.
Und da tut sich nun ein ganz anderes Problem für sie auf.
Ich habe viele Freunde und Freundinnen, die Yvonne kennen und sie so wie sie ist akzeptieren. Ich kann jeden Tag mit jemanden über/als  Yvonne reden und mich austauschen.
Meine Frau hat nur mich zum Austausch über Yvonne. Und ich bin zugegebener Maßen voreingenommen.
Wen soll sie einbeziehen, wen fragen.
Der Versuch sie mitzuschleppen hat bisher nicht funktioniert. Man könnte ja erkannt werden usw.(...)Wer dazu Ideen, besser Erfahrungen hat kann sich gerne melden.

Oh ja, da wäre ich auch interessiert  Roll Eyes  Die einzige Möglichkeit, die sich anbietet, ist der Austausch mit anderen Partnerinnen, aber selbst da besteht oftmals kein Wunsch zu. Ist vielleicht eine andere Überwindung oder die Frauen sagen sich, daß das auch nichts bringt, weil es für sie völlig Fremde sind?

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