@Konstanze: Muss man sich denn unbedingt outen? Oder anders gefragt: Ist es in deinen Augen so furchtbar, wenn man sich nicht überall outet?
Persönlich finde ich es auch blöd, wenn Leute meinen man müsse sich überall und bei jedem outen. Warum? Einige Menschen sind einfach zu blöd um es zu verstehen und man wird sich in die Verteidigungsposition bringen, wo man allerlei Sachen rechtfertigt und erklärt, wo das Gegenüber keine Lust hast, zu verstehen. Das ist doch absolute Quälerei und Zeitverschwendung.
Andererseits muss man wohl damit rechnen, dass die Leute im Wohnumfeld nicht unbedingt die 50 km Zone einhalten, und komischerweise haben Leute, die sich in einer fremden Stadt aufhalten die Tendenz, die gleichen Plätze aufzusuchen. Eine gewisse Chantal, die ich mal in Frankfurt traf (hallo, falls du mit liest) traf z.B. vor einm 40 km entfernten Karstadt die Nachbarin ... man muss also sowieso damit rechnen, dass es jemand mit bekommt. Ich finde aber lange nicht, dass dies bedeutet, dass derjenige, der es mit bekommt, Anspruch auf eine Erklärung hat. Beispiel: "Warst du das ..." Antwort: "Ja ... und?")
Nun was der (ex?)Neo-Nazi, der über mir wohnt, davon halten würde, falls er mich im Treppenhaus treffen und auch wiedererkennen sollte, ist mir ziemlich egal. Und die alte Frau unten? Vielleicht würde sie es sogar sympathisch finden, wer weiß?
Ich sehe das überhautp als ein ernsthaftes Problem, dass so viele erwarten, dass es immer als was Negatives empfunden wird, wenn jemand es mit bekommt. Ist ja meistens überhaupt nicht der Fall. Meistens geht es von "egal" bis "positiv".