Und da sehe ich die Rolle der Eltern ganz klar ambivalent: so begrüßenswert es ist, dass sie ihre Tochter in ihrer frühen Transition unterstützen, so wenig mag ich den Medienrummel, in den sie Kim schicken. Gerade in der sensiblen Lebensphase, die Kim zur Zeit durchlebt, sollte man ihr besser ermöglichen, ohne diese Medienpublicity heranzuwachsen - genau wie den anderen früh wechselnden Mädels auch. Sicher, es ist kurzfristig spannend, im Rampenlicht zu stehe, aber ob Kim das auch rückblickend als Bereicherung emfinden wird, muss sich erst noch herausstellen.
Ich meine auch, die Medien sollten sie jetzt in Ruhe lassen. Die erwähnten Anfeindungen in der Schule sind vielleicht auch ein Ergebnis des ganzen Rummels um sie. Am besten wäre es, sie würde jetzt ganz woanders aufwachsen könnte, wo sie keiner kennt. So, wie sie am Schluß der Doku auftrat, erkennt kein Mensch sie als TS, wer nicht die Vorgeschichte im Kopf hat. Leider ist sie zum Umzug und Neuanfang noch nicht alt genug.