Für all diejenigen unter euch, die auch gerne sitzen und schauen: an der
Berliner Volksbühne werden
„Die Zofen“ von Jean Genet gegeben.
http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/die_zofen/Stück und Inszenierung sind in Bezug auf den Gender-Aspekt von ganz besonderem Interesse, denn gemäß Jean Genets Intention, sollten die drei Figuren von Männern gespielt werden, doch Luc Bondy besetzt sie mit weiblichen Darstellerinnen (
Edith Clever - Gnädige Frau,
Caroline Peters – Claire,
Sophie Rois - Solange), die demnach Frauen spielen, die Männer spielen, die Frauen spielen. (Also exakt mein Gender-Konzept

...und dann noch eines meiner Lieblingsstücke von einem meiner Lieblingsdramatiker in einer meiner Lieblingsstädte, in einem meiner Lieblingstheater mit einer meiner Lieblingsschauspielerinnen : SOPHIE ROIS! Das muss einfach gut geworden sein und ich kann es kaum erwarten, es mir anzuschauen

). Premiere ist heute, leider aber schon lange ausverkauft

, trotzdem: das Stück ist fest im Spielplan!!!
(Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557846,00.html)Aber nun zum
Inhalt des Stücks:
Für die beiden Domestiken-Schwestern Claire und Solange stellt sich die Welt von Madame als eine unerreichbare und in ihrem Prunk verklärte dar. Der Wunsch, die Gnädigste zu erdrosseln, wird zum Lebenselixier für sie, das sie durch Rollenspiele zu kompensieren suchen – ein Vexierspiel aus wechselseitiger Demütigung und Beherrschung zwischen den beiden Schwestern entpuppt sich, bei dem sie beide abwechselnd die Rolle der Dienerin und der Herrin übernehmen. Ihre realen Versuche, Monsieur durch anonyme Briefe an die Polizei auszuliefern und ihre Herrin durch vergifteten Lindenblütentee aus dem Weg zu räumen, scheitern. Das Rollenspiel wird wieder aufgenommen, bis der Vorhang fällt...
Vielleicht konnte ich bei einigen von euch die Begeisterung fürs Theater wecken

.
Viele Grüße
Aglaia