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Autor Thema: Liebe Mitglieder_innen_aussen_oben_unten_davor_dahinter-Symbol  (Gelesen 1201 mal)
madeleine la belle
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come to daddy!

madeleine_la_belle
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« am: 10. Mai 2009, 09:50:02 »

Das Fontblog hat einen recht interessanten Artikel. Der Autor fragt seine Leser nach der Bedeutung dieses Symbols:

Obwohl relativ unbekannt (und die offizielle Auflösung kommt wohl auch erst morgen) wurde das Rätsel in den Kommentaren schon mehrfach gelöst. Ich zitiere User Fabian in den Kommentaren:
Zitat
Das Symbol hat glaub ich die Bundeszentrale für politische Bildung eingeführt und bedeutet “Angehörige männlichen (breite Schultern) und weiblichen (Kleid) Geschlechts”. Man kann es nach einem Wort benutzen, um beide Formen auszudrücken, also etwa “Liebe Mitbürger[Symbol]” wäre demnach gleichbedeutend mit “Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger”. Oder so…

die Essenz ist wohl: Männer haben breite Schultern, Frauen tragen Röckchen.
Eure Meinung?

http://www.fontblog.de/welche-bedeutung-hat-dieses-symbol

NACHTRAG:
in einem Kommentar löst der Autor seine Frage auf. Jürgen Siebert schreibt:
Zitat
Ihr habt recht, das Zeichen ist ein Beitrag zur political correctness. So wird es in Drucksachen der Bundezentrale für politische Bildung eingesetzt:

Das schreibt die BPB: »[•] steht für die weibliche Form des vorangehenden Begriffs, also z.B. „Bürger[•]“ statt „Bürgerinnen und Bürger“ oder „BürgerInnen“. Ein Vorschlag zur besseren Lesbarkeit – ohne Frauen einfach wegzulassen.«
« Letzte Änderung: 10. Mai 2009, 09:56:30 von madeleine la belle » Gespeichert

Tede
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« Antwort #1 am: 10. Mai 2009, 09:55:28 »

Servus,

das muss nicht so sein. Der Körperbau des Mannes ist eher V-förmig (breitere Schultern, schmalere Hüften) und die der Frauen eher umgekehrt (schmalere Schultern, breitere Hüften).
Das hat nicht so furchtbar viel mit Krafttraining oder sowas zu tun, eher mit Anatomie.

Man sieht es auch gut bei Kinderbildern, die auch heute noch häufig mit diesen Formen anfangen, obwohl das mit dem Kleid ja nicht mehr so unbedingt zutrifft.

Gruß,
das Tede
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Jula
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Miss Verständnis


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« Antwort #2 am: 10. Mai 2009, 10:17:04 »

Weil es so schön passt:
Zu dem Thema Röcke und Kleider als Symbole der Weiblichkeit habe ich mich mal ausführlicher geäußert:
http://www.julaonline.de/roecke.htm
Kap. 5 Symbolik

Die Reduktion der Piktogramme funktioniert nicht parallel zu den realen Menschen, sondern weil sie die Klischees in unseren Köpfen auf den Punkt bringen.
« Letzte Änderung: 10. Mai 2009, 10:18:52 von Jula » Gespeichert

Meine Site: http://www.julaonline.de/

"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
madeleine la belle
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madeleine_la_belle
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« Antwort #3 am: 10. Mai 2009, 10:31:48 »


Schön geschrieben.
 
Was mich nicht so recht Freude an diesem Symbol aufkommen lassen will: Im Jahr 2009 schafft es eine halbwegs offizielle Stelle nicht ein Geschlechtlichkeit betreffendes Symbol zu entwickeln ohne die Klischees der letzten 200 Jahre zu benutzen. Warum kann es nicht auch ein neutrales Zeichen sein?  Ein Ausrufezeichen wird doch auch nicht durch einen schreienden Mund dargestellt. Und da es sich offenbar um eine Art "Ligatur" handelt ( die Buchstabengruppe  "...er_innen" wird zu einem Zeichen zusammengefasst, ähnlich wie "sz" zu "ß") könnte man den ganzen Sachverhalt doch auch mit einem halbwegs neutralen Zeichen welches sich aus der Typographischen Besonderheit dieses Konstrukts ergibt verdeutlichen und nicht mit eine Klo-Symbol-Verschmelzung?
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Tede
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« Antwort #4 am: 10. Mai 2009, 10:58:17 »

Die Reduktion der Piktogramme funktioniert nicht parallel zu den realen Menschen, sondern weil sie die Klischees in unseren Köpfen auf den Punkt bringen.

Ich sehe das anders. Nur weil es so schön auf das Klischee passt, dass man Frauen auf Kleider reduziert, muss es nicht stimmen. Sonst frage ich mich, warum auch Zeichenkurse auf dieser Vereinfachung aufbauen - und funktionieren (leider ist das Bild auf der Seite gesperrt, also mal per Bildersuche):
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://nightmage.ni.funpic.de/nightmage/webseite/Neue_Dateien/menschen/figur/figur02.jpg&imgrefurl=http://online-zeichenkurs.de/pages/menschen-zeichnen/die-figur.php&usg=__QbFJ9gfnzO_2F9em66ki3p1wTp0=&h=320&w=270&sz=50&hl=de&start=3&um=1&tbnid=-l6i_4XeO0DnPM:&tbnh=118&tbnw=100&prev=/images%3Fq%3Dzeichnen%2Bm%25C3%25A4nner%2Bfrauen%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dcom.ubuntu:de:unofficial%26hs%3DZjP%26sa%3DN%26um%3D1

Zitat von: Nightmages
Die menschliche Figur
[...]
Beim Mann ist die Figur leicht zu verdeutlichen:
Breite Schultern, schmale Hüften (vereinfacht dargestellt: ein Trapez, das nach unten gerichtet ist),
bei der Frau ist es umgekehrt: Schmale Schultern, schmale Taillie, breite Hüften (ein Trapez, das
nach oben gerichtet ist).

Und ich würde mich fragen, weshalb man damit anständige Figuren hinbekommt.

Übrigens sehe ich in dem Piktogramm tatsächlich nur Figuren bis zur Hüfte. Hat jemand den Eindruck, dass dort der gesamte Körper abgebildet ist (sonst macht ja Kleid keinen Sinn - so kreativ ist unsere Wahrnehmung nicht)?

Gruß,
das Tede
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Kimberley
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« Antwort #5 am: 10. Mai 2009, 12:08:31 »

Also bei einem Assoziationstest hätte ich vollkommen versagt.

Zwei Augen, die mich anschauen? Aber dazu ein Gebirge? Ein Haken, wie bei einem Schwenkgrill? Eine verlängerte S-Rune, die auf der Seite liegt? Oder zwei Punkte über zwei Dreiecken, aber warum? Neue Form für ein Biohazard Symbol? Ein Konzernlogo? Nee, zu kompliziert, so blöd ist kein Konzern...

Und als ich mir dann die Erklärung samt Intention des Symbols anschaute, kam ich nur zu einem Entschluss:
Ach was... (frei nach Loriot)

Persönlich finde ich es weder besonders selbsterklärend, noch besonders ansprechend, und damit mMn am Thema vorbei.

An sich bleibt mir nicht viel übrig, als mich folgender Aussage anzuschliessen:

Im Jahr 2009 schafft es eine halbwegs offizielle Stelle nicht ein Geschlechtlichkeit betreffendes Symbol zu entwickeln ohne die Klischees der letzten 200 Jahre zu benutzen. Warum kann es nicht auch ein neutrales Zeichen sein? 
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madeleine la belle
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madeleine_la_belle
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« Antwort #6 am: 10. Mai 2009, 12:42:03 »

Also bei einem Assoziationstest hätte ich vollkommen versagt.

ich auch. beim ersten sehen dachte ich an eine wiedergeburt von VIVA 2
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Ili
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schwules Mädchen


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« Antwort #7 am: 10. Mai 2009, 12:47:56 »

Da würd ich doch gern mal mein "Lieblings"-Beispiel einfügen:



Das Exit-Weibchen aus Wien! Dort war man der Ansicht, es sei diskriminierend, dass auf den Exit-Schildern immer nur Männer dargestellt werden, weshalb man auch mal eine Frau darstellte: Mit langen wehenden Haaren, wehendem Röckchen und - Stiefeln mit ABsatz!
Gelebter Feminismus oder wie?
Ich dachte immer auf den Notausgang-Schildern sei ein Mensch dargestellt, völlig geschlechtsneutral, halt mit einem Kopf, zwei Armen und zwei Beinen, die angeblichen Feministinnen in Wien wussten das aber besser - und zementierten meiner Meinung nach mit diesem Schild sämtliche Klischees: Echte Frauen tragen Röcke und ABsätze! BASTA!
Sehr nett - auch ein Wiener Beispiel - ist natürlich auch das Baustellenschild:



Natürlich: Die Bauarbeiterin an sich trägt gerne Rock bei harter Körperlicher Arbeit - weils ja gar nicht unpraktisch ist. Man beachte bitte v.a. das Blümchen auf dem Schutthaufen!


Dass z.B. auf Toiletten Frauen mit Rock dargestellt werden, finde ich jetzt nicht sooo schlimm. Es geht um die schnelle Unterscheidung der Geschlechter (während beim Notausgang vollkommen egal ist! Wenns brennt ists mir das dann ja eh)... dass das natürlich die GEschlechterstereotype widerspiegelt ist nun mal eine Tatsache. Und dass es erst recht für die Stereotype spricht, wenn man mit Rock das ganze schneller und auf den ersten Blick unterscheidet...
Beim ersten Symbol, das Madeleine eingefügt hat, dachte ich übrigens als erstes an Viva Wink
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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #8 am: 10. Mai 2009, 13:09:39 »

Zitat
Das schreibt die BPB: »[•] steht für die weibliche Form des vorangehenden Begriffs
Hilfe, ich werde auf ein Pünktchen reduziert! Die spinnen, die Bundeszentralisten und -listinnen.
« Letzte Änderung: 10. Mai 2009, 13:13:02 von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
Scheherazade
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« Antwort #9 am: 10. Mai 2009, 21:09:23 »

Mein allererster Gedanke beim Ansehen des Symbols:

Miteinander.
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Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupery)
Tede
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« Antwort #10 am: 10. Mai 2009, 21:31:32 »

Dass z.B. auf Toiletten Frauen mit Rock dargestellt werden, finde ich jetzt nicht sooo schlimm. Es geht um die schnelle Unterscheidung der Geschlechter (während beim Notausgang vollkommen egal ist! Wenns brennt ists mir das dann ja eh)... dass das natürlich die GEschlechterstereotype widerspiegelt ist nun mal eine Tatsache. Und dass es erst recht für die Stereotype spricht, wenn man mit Rock das ganze schneller und auf den ersten Blick unterscheidet...
Beim ersten Symbol, das Madeleine eingefügt hat, dachte ich übrigens als erstes an Viva Wink

Ich muss auch sagen, wir haben schlimme Stereotype. Eine Unterscheidung der Geschlechter anhand eines Rockes geht echt garnicht. Das würde ja bedeuten, dass dieses Kleidungsstück einen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht, also, dass z.B. Männer in der Regel keinen Rock tragen. Dabei laufen die andauernd damit rum...
Und Frauen würden niemals einen Rock tragen. Nicht ein einziges mal im Leben...

Dabei fällt mir gerade auf, dass sich niemand darüber muckiert, dass Männer immer nackt sind und eine Glatze haben (viel mir gerade beim Exit-Schild auf).

Gruß,
das Tede
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