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Autor Thema: Genderchange in Mangaserien  (Gelesen 1074 mal)
Polly
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Kleene_Polly
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« am: 16. Oktober 2006, 21:56:55 »

Beim Durchsehen alter Kisten und Kartons bin ich neulich auf Reliquien meiner Lieblingsserie vergangener Tage gestoßen: "Sailor Moon". Und erst im Nachhinein werden mir einige Zusammenhänge der Serie klar, die durchaus interessante Aspekte haben, die ganz gut in dieses Forum passen.

"Sailor Moon" war eine der ersten Manga-Serien, die hier in Deutschland richtig bekannt geworden sind und wurde primär von Kindern angesehen. Was ich als Kind nie wirklich verstanden habe, erschließt sich mir im Nachhinein...

In der letzten Staffel der Serie, erschienen drei neue Charaktere, die Sailor Star Lights. Diese sind biologisch zwar Frauen, treten in der Öffentlichkeit allerdings als Crossdresser auf - also als Männer. Zum Kampf verwandeln sie sich aber wieder in Frauen um so ihre Gegner zu besiegen.



Der direkte Vergleich...
Gefunden auf: www.wfu.edu/.../Sailor%20Moon/seiyafighter.jpeg

Aber nicht nur in "Sailor Moon" wird diese Thematik subtil angesprochen. Bei der Sendung "Ranma 1/2" verwandelt sich der Hauptdarsteller Ranma Saotome durch Kontakt mit heißem Wasser in ein Mädchen. Der Effekt ist auf einen Fluch zurückzuführen und führt ab und zu zu durchaus lustigen Erlebnissen. Grin



Auch hier der direkte Vergleich...
Gefunden auf: http://www.fortunecity.com/lavendar/meyer/46/ranma_d1.jpg

Wie gesagt, im Nachhinein wird so manches klar. Eigentlich bin ich schon sehr früh mit dem Thema in Berührung gekommen, wenngleich ich es da noch nicht einmal wusste. Ich frage mich nun, woraus dieses Interesse an Crossdressing etc. in Manga-Serien resultiert. Werden die Charaktere quasi als "Quotentransen" eingesetzt um eine Sendung aufregend zu gestalten? Oder geht es um die langsam fortschreitende Aufklärung über Transgender-Themen? Eher nicht, da es sich um Serien handelt, deren Zielgruppe die Zusammenhänge nicht genau verstehen kann. So ging es mir jedenfalls. Oder gibt es vielleicht ein anderes Interesse, welches die Produzenten der Serien verfolgen? Was denkt ihr darüber?

Allerliebste Grüße,

Polly
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Konstanze
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« Antwort #1 am: 16. Oktober 2006, 22:05:37 »

dazu fällt mir Wikki ein, das war zwar per se ein Junge. Von Verhalten und der Darstellung wurde er aber geschlechtslos gehalten. Wohl um auch Mädels für die Serie zu begeistern.
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Mitbewohner der KleiderschrankTrannyWG
Zoe
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« Antwort #2 am: 16. Oktober 2006, 22:18:32 »

gute Frage, aber irgendwie sind in diesen Mangas doch alle Männer leicht androgyn oder? Es ist lange her, aber ich glaube dass Fireball auch nicht gerade allzuviel Männlichkeit ausstrahlte. Vielleicht war es irgendwann nicht mehr ausrecihend, androgyn zu sein und es musste mehr her?

Btw. ich dachte sehr lange, daß Vicky ein Mädel war.
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Sandy
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« Antwort #3 am: 16. Oktober 2006, 22:30:38 »

... ich hab fast 20 Jahre lang in dem Irrglauben gelebt, dass Wickie/Vicky/ähm Wikki  ein Mädel war und dann kam die ernüchternde und schonungslose Wahrheit  Wink

Aber zu dem Thema hab ich nen Link zu 'ner Seite auf die vor einiger Zeit mal gestossen bin, auf der die Rede von "geschlechtslosen Halbnackten" ist  (wechlach)...

Büddeschön:

http://www.comicradioshow.com/Article2092.html

Sandy
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Nena
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the original

nena_switch
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« Antwort #4 am: 16. Oktober 2006, 22:34:01 »

Da fällt mir Spontan die Anime Serie Lupin zu ein, eine Gegenspielerin Lupins war dabei ne Nazi Oberste, die sich hinterher als Drag herausstellte.... oder letztens auf  Vox bei *Samurai Shamploo* Samurais als Geishas, is recht häufich so in Animes und in Asien wohl eher schick, als schräg......
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"Wer seinen Geist befreien will muss sich erst seines Körpers entledigen"
Jula
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« Antwort #5 am: 16. Oktober 2006, 23:04:28 »

Hmm,
vielleicht sehe ich das zu naiv, doch die japanische Kultur geht afaik sehr viel unkomplizierter mit Geschlechtswechsel um als unsere christlich-abendländische.
Das japanische Kabuki-Theater, in dem traditionell alle Frauenrollen von Männern gespielt wurden, ist da nur ein Beispiel. Auch in der Literatur (ich habe einige Romane gelesen, die im traditionellen Japan spielen und die Sitten angeblich realistisch wiedergeben) ist es nicht ungewöhnlich, dass Männer sich als Frauen verkleiden.
Insofern denke ich, dass Geschlechts- oder Geschlechtsrollenwechsel in der japanischen Kultur, so machomäßig-frauenfeindlich sie ansonsten auch sein mag, nicht mit den gleichen Tabus belegt ist, wie bei uns. Es ist einfach ein interessantes Phänomen, das man zur Kenntnis nimmt und in Plots dramaturgisch wirksam verwendet.
Es gibt Menschen wie uns nun mal. Unsere Kultur hat sich entschlossen, dieses Phänomen zu negieren bzw. nicht wahrhaben zu wollen und die japanische akzeptiert es. Ebenso wie dort auch mit Homosexualität unkomplizierter umgegangen wird.
Ich schätze, die haben einfach das Glück einen religiösen Background zu haben, der die Themen Geschlecht und Sexualität nicht mit negativen Denkmustern wie "Sex ist Sünde" belegt, sondern einfach die Vielfalt akzeptiert.



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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
mascha
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« Antwort #6 am: 17. Oktober 2006, 10:49:18 »

Ausserdem ist Crossdressing und TG ein gängies Motiv in der (Comic-)Kultur Japans, wie z.B. bei Visual Kai... ich denke auch, dass das eine Anleihe an Kabuki ist...
Es gibt jedenfalls kaum eine Anime/Manga-Serie, die nicht einen Crossdresser o.ä. enthält.

Hier noch ein interessanter Link auf Englisch:

http://www.theory.org.uk/ctr-rol4.htm
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Hier wache ich, WUFF.
Roxanne
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« Antwort #7 am: 17. Oktober 2006, 11:10:39 »

... doch die japanische Kultur geht afaik sehr viel unkomplizierter mit Geschlechtswechsel um als unsere christlich-abendländische.
Das japanische Kabuki-Theater, in dem traditionell alle Frauenrollen von Männern gespielt wurden, ist da nur ein Beispiel. Auch in der Literatur (ich habe einige Romane gelesen, die im traditionellen Japan spielen und die Sitten angeblich realistisch wiedergeben) ist es nicht ungewöhnlich, dass Männer sich als Frauen verkleiden.

Das kommt übrigens auch in dem wirklich guten TV-Film "Just like a woman" vor, als die japanischen Geschäftspartner des transvestitischen Wirtschaftsberaters damit überhaupt keine Probleme haben.

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Natürlichkeit ist langweilig. 
Katreen
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« Antwort #8 am: 17. Oktober 2006, 19:59:23 »

wozu es für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben den passenden clip hier gibt:

http://www.youtube.com/watch?v=QyUsFGCzf6E
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