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Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. 06. Juli 2008, 17:12:39


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Autor Thema: Bundesregierung feuert Transsexuelle  (Gelesen 815 mal)
The Becks
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« am: 30. April 2008, 09:57:47 »

Als ein Fremdenführer erklärt, dass er transsexuell ist, feuert ihn sein Arbeitgeber, das Bundespresseamt. Ein Fall fürs AGG ...
http://www.queer.de/szene_politik_deutschland_detail.php?article_id=8664
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Carmen
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« Antwort #1 am: 30. April 2008, 14:09:56 »

Und kaum macht man den Fall öffentlich, schon zieht die Bundesrgierung den Schwanz ein:  Tongue
http://www.queer.de/news_detail.php?article_id=8671&PHPSESSID=566165cf02603b60ce6d45bfae6b3f5a

 Grin
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Die Sara
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« Antwort #2 am: 30. April 2008, 20:33:38 »

Das ist gut so!!
Aber ich befürchte die machen das leider nicht aus Überzeugung. Die wollen natürlich jetzt nicht als "Diskriminierungsbehörde" dastehen. Ich denke, das wird darauf hinauslaufen ihr an anderer Position eine Stelle anzubieten. Ein weiterer Grund wird sein, dass sie so viel ich weiß keine großen Chancen vor den Gerichten gehabt hätten. Das was ich dazu gefunden habe ist, dass schon der EuGH die Kündigung eines Menschen wegen eines beabsichtigten Geschlechtsrollenwechsels mittlerweile zur verbotenen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts erklärt hat. Und da kommen auch deutsche Arbeitsgerichte nicht dran vorbei..
Trotzdem denke ich, wenn ein Arbeitgeber eine Transsexuelle unbedingt entlassen will, hat man als Betroffene wahrscheinlich langfristig keine Chance. Der Arbeitgeber darf nur nicht so blöd sein und als Begründung anführen, dass die Kündigung aufgrund der Transsexualität erfolgt, sondern muss andere fadenscheinige Gründe angeben.

LG Sara  Smiley
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Sonora
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« Antwort #3 am: 02. Mai 2008, 10:03:19 »

Was will man dazu noch sagen, immer das selbe Theater  Cry


LG   'Nora
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Jennifer Anson
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« Antwort #4 am: 02. Mai 2008, 10:13:36 »

Wir sind alle gleich ..... Nur manche sind eben gleicher .....
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Wie man an meinem Avatar sieht rede ich wie mir der Schnabel gewachsen ist, außerdem bin ich hinter meiner blauen Maske nicht zu sehen. Aber trotz der Gurken, bin ich gegenüber der wichtigen Dinge nicht blind.
Ronja
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« Antwort #5 am: 03. Mai 2008, 01:10:37 »

Na ich glaub mal, das kommt nicht auf die transsexuelle Person an, einer der Psycho- sry! Grin  Bürokraten hatte da ein persönliches Problem. Und so glaub ich eher, es ist für den entsprechenden Leiter die Gelegenheit gewesen, jemanden ungeliebtes feuern können!
Und derjenige wurde von oberster Stelle zurückgepfiffen. Aus ethischen Gründen.
Von Diskrimination m.E. keine Spur. Mein Chef wartet doch nur auf einen Fehler von mir, und weiß nichts über Ronja... Wobei, im Proxi-Log der Firma steht ja alles drin... Wen scherts!?
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Jennifer Anson
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« Antwort #6 am: 03. Mai 2008, 07:38:28 »

Bei Dir mag das im Moment sicherlich so sein. Abre in dem hier aufgeführten Fall ist das ja schon sehr eindeutig, dass es mit dem Outing als Transsexuelle zu tun hat. Es gibt mit Sicherheit genügend Chefs die irgendwo jemanden sitzen haben den sie gerne los wären.

Auch wenn ich niemandem dazu rate, aber in einem besonderen Härtefall könnte man das Outing, dass man transsexuell ist, auch benutzen um seinen Arbeitsplatz zu sichern ..... Andererseits, egel ob TS oder nicht ich würde niemals wo arbeiten wollen wo ich nicht willkommen bin und mich eher nach etwas adäquatem neuen umsehen. *imho*

Love 'n' Peace
Jenni

EDIT:
Das Thema ist ja ebenfalls, dass ich in einem gewissen Umfang Verständnis dafür habe, wenn ein Chef sagt, dass er ein Problem damit hat. Es gibt ja schließlich Berufe in denen Präsentation und Image eine sehr große Rolle spielen. Und reden wir uns nichts schön, auch wenn es in den letzten 10 Jahren große Fortschritte gab was die Akzeptanz betrifft, so sind doch noch immer der größte Teil der Menschen davon irritiert und das kann für eine Firma in speziellen Bereichen einfach schädlich sein. Aber dann muß man eben so offen miteinander rden können um eine adäquate Lösung zu finden. Die Probleme fangen ja meißt schon damit an, dass sie nie jemand traut das auszusprechen was er denkt, womit viele Probleme oftmla einfach aus der Welt geschafft werden könnten.
« Letzte Änderung: 03. Mai 2008, 07:46:34 von Jennifer Anson » Gespeichert

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Jennifer Anson
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« Antwort #7 am: 03. Mai 2008, 10:30:00 »

Ich reiche hier nochmal ein paar fehlende Satzzeichen und Buchstaben nach, die schlechte Formulierung und ein paar Tippfehler lassen sich ja leider nicht mehr rückgängig machen ;-)

,,.c,nN

Vor dem ersten Kaffee sollte ich einfach nicht so viel schreiben *g*
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Cyrano
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« Antwort #8 am: 03. Mai 2008, 10:56:11 »

Die Tipps sind doch viel wichtiger als die Tippfehler - nur weiter so!

Cyrano,
grüßt freundlich in die Runde
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Beate
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« Antwort #9 am: 03. Mai 2008, 11:14:38 »

Auch wenn ich niemandem dazu rate, aber in einem besonderen Härtefall könnte man das Outing, dass man transsexuell ist, auch benutzen um seinen Arbeitsplatz zu sichern .....
Es ist ein Spiel mit dem Feuer - Arbeitgeber sind ja manchmal  entschlossen genug, auch widerrechtlich Kündigungen auszusprechen. Dann gehst Du vor Gericht (zahlst die erste Instanz selbst), und der Richter will auf einen Vergleich hinaus. Oder der AG macht einen auf Zerrüttung.  Das kann äußerst hart werden.
Nichts, wenn noch eine Familie mit dran hängt - und das ist auch dann der Fall, wenn eine Ehe in die Brüche geht.

Zitat
Andererseits, egel ob TS oder nicht ich würde niemals wo arbeiten wollen wo ich nicht willkommen bin und mich eher nach etwas adäquatem neuen umsehen. *imho*
*ACK* Aber man muss sich Zeit lassen; so ein Wechsel kann u.U. Jahre dauern, vielleicht sogar erst nach der Transition möglich sein. Hier zeigt sich dann, was eine gute psychotherapeutische Begleitung ist.
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Viele liebe Grüße

Beate
Jennifer Anson
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« Antwort #10 am: 03. Mai 2008, 11:48:41 »

Es ist ein Spiel mit dem Feuer - Arbeitgeber sind ja manchmal  entschlossen genug, auch widerrechtlich Kündigungen auszusprechen. Dann gehst Du vor Gericht (zahlst die erste Instanz selbst), und der Richter will auf einen Vergleich hinaus. Oder der AG macht einen auf Zerrüttung.  Das kann äußerst hart werden.
Nichts, wenn noch eine Familie mit dran hängt - und das ist auch dann der Fall, wenn eine Ehe in die Brüche geht.

Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich das niemandem rate, da das auch keine Basis für ein gutes Arbeitsverhältnis ist.

*ACK* Aber man muss sich Zeit lassen; so ein Wechsel kann u.U. Jahre dauern, vielleicht sogar erst nach der Transition möglich sein. Hier zeigt sich dann, was eine gute psychotherapeutische Begleitung ist.

Meine Aussage sollte man natürlich schon etwas differenzierter sehen ;-) Es kommt ganz klar immer auf die gesamte Situation und die Zusammenhänge an, verallgemeinern darf man soetwas niemals. Aber gerade während der Transition sollte man sehen, dass man ein Umfeld mit einer positiven Ausstrahlung hat. Man darf nicht vergessen, dass man neben dem Schlafen die meißte Zeit in der Arbeit verbringt und ein negatives Umfeld dort kann gerade in der wohl belastensten Zeit sehr schlecht für die Psyche sein.
Nur weil man sich aber wo unwohl fühlt sollte man deswegen nciht gleich kündigen, das wäre natürlich faltal. Aber was hält einen davon ab sich nach etwas optimalerem umzusehen? Wenn man es richtig macht kann das ohne jegliches Risiko von statten gehen.

*ACK* Huh Kenn ich noch garnicht ;-)
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Cyrano
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« Antwort #11 am: 03. Mai 2008, 12:03:00 »

Es ist ein Spiel mit dem Feuer - Arbeitgeber sind ja manchmal  entschlossen genug, auch widerrechtlich Kündigungen auszusprechen. Dann gehst Du vor Gericht (zahlst die erste Instanz selbst),
..zahlst selbst, sofern du weder rechtschutzversichert noch in der Gewerkschaft bist

und der Richter will auf einen Vergleich hinaus. Oder der AG macht einen auf Zerrüttung.  Das kann äußerst hart werden.
Nichts, wenn noch eine Familie mit dran hängt - und das ist auch dann der Fall, wenn eine Ehe in die Brüche geht.
Selbst dann kriegst du immer noch eine Abfindung. Klar, deinen Job bist du los. Aber mal ehrlich: der war doch ohnehin nicht mehr zu halten!

Du kannst noch froh sein, wenn du so ein Szenario hinkriegst. Es könnte auch sein, dass dein AG dich mit einer Flut von Abmahnungen bearbeitet. Und gegen so eine Abmahnung vorzugehen ist ungleich schwieriger als gegen eine Kündigung. Hast du erst einmal 2 Abmahnungen kannst du deine Abfindung auch vergessen.

Cyrano,
empfiehlt frühzeitig den Kampf aufzunehmen und nicht erst, wenn man bereits in die schlechte Position gedrängt ist
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« Antwort #12 am: 03. Mai 2008, 12:20:58 »

*ACK* := acknowledge
vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen, aber bekanntlich bin ich ja altmodisch Wink

Zitat
Aber was hält einen davon ab sich nach etwas optimalerem umzusehen? Wenn man es richtig macht kann das ohne jegliches Risiko von statten gehen.
Klaro. Nichts sollte einen davon abhalten. Nur wollte ich darauf aufmerksam machen, dass eine derartige Veränderung  abhängig von den Randbedingungen (Qualifikation, aber auch Passing)  nicht immer einfach ist, und dass man sich da nicht unter Druck setzen sollte. Gehört für mich zum Richtigmachen dazu.

Versteh das bitte als Ergänzung zu Deinem Beitrag, nicht als Widerspruch. Ich spreche halt nur aus der persönlichen Erfahrung heraus - diese Fragen waren mit ein Grund für meinen späten Wechsel.

@Cyrano: wenn man unter Beschuss steht, muss man natürlich vorsichtig sein und darf sich vor allem nicht formal angreifbar machen. Wenn dann unberechtigte Abmahnungen kommen, würde ich ebenfalls dringend anraten, einen *guten* Antwalt zu konsultieren. Aber das sind Dinge, die  sich in meinen Augen nur schwer verallgemeinern lassen - hier muss aus der Situation heraus entschieden werden.

Trotzdem halte ich ich es durchaus mit dem alten Sponti-Spruch: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
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« Antwort #13 am: 03. Mai 2008, 12:33:59 »

Trotzdem halte ich ich es durchaus mit dem alten Sponti-Spruch: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

Der ist cool; ich kannte ihn nicht.

Ich glaube einfach, dass frühzeitiges Zeigen von Wehrhaftigkeit manch einen Angriff gar nicht erst sttattfinden lässt.  Auch ein AG schlägt sich nicht gerne mit gegnerischen Anwälten oder vor Gericht rum. Aber wenn du lange genug stillhältst, denken die, dass sie dich kleinkriegen, wenn sie nur ihre Muskeln spielen lassen. Du musst denen klar machen, dass sie sich richtig Ärger einhandeln, wenn sie dir Stress machen. Und wer braucht schon Ärger...

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Jennifer Anson
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« Antwort #14 am: 03. Mai 2008, 19:02:39 »

Cyrano,
empfiehlt frühzeitig den Kampf aufzunehmen und nicht erst, wenn man bereits in die schlechte Position gedrängt ist

Meine Rede ... Man sollte nicht unbedingt warten bis der Karrn im Dreck steckt. Das war was ich mit meiner Äußerung "Andererseits, egal ob TS oder nicht, ich würde niemals einer Arbeit nachgehen wollen, bei der ich nicht willkommen bin und mich eher nach etwas adäquatem neuen umsehen." aussagen wollte.

Klaro. Nichts sollte einen davon abhalten. Nur wollte ich darauf aufmerksam machen, dass eine derartige Veränderung  abhängig von den Randbedingungen (Qualifikation, aber auch Passing)  nicht immer einfach ist, und dass man sich da nicht unter Druck setzen sollte. Gehört für mich zum Richtigmachen dazu.

Was immer man auch tut, egal ob man sich in einer Transition befindet oder nicht, man sollte sich solche Dinge immer wohl überlegen und liueber zweimal auf Nummer sicher gehen. Bei meinem letzten Jobwechsel war aus passingtechnischen Gründen das Thema TS noch überhaupt nciht zur Diskussion gestanden. Trotzdem habe ich wert darauf gelegt auch nicht eine Minute in der Schwebe zu hängen und gefahr zu laufen keinen Job zu haben.

Wie gesagt, schlafen und arbeiten, das sind die Dinge mit denen wir unsere meißte Zeit verbringen und entsprechend sollten wir sie würdigen. ;-)

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