Jennifer Anson
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« am: 20. Juli 2008, 08:28:06 » |
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Vorab sei mal gesagt, dass es mir soweit gut geht und sich niemand Sorgen machen braucht. Mich quält nur mehr und mehr die Frage, was ich falsch mache. Woran es liegt, dass ich von einer Enttäuschung in die nächste schlittere. Es vergeht inzwischen kein Tag, keine Stunde, keine Minute in der ich mir nicht mein Hirn zermartere, warum trotz meiner besten Bemühungen und Absichten niemand wirklich etwas mit mir zu tun haben will. Mir wurde gesagt, dass ich zu weit aushole, wenn ich etwas erzähle, also halte ich mir das ständig vor Augen und sobald ich merke, dass meine Erklärungen oder Erzählungen zu ausführlich werden, setzte ich die Bremse. Mir wurde gesagt, dass ich zu viel jammere und nichts dagegen unternehme, also verkneife ich mir so gut es geht jedes Jammern und bin guter Laune. Dass ich nichts für eine Verbesserung meiner Situation tue stimmt aber eh nicht, ich habe nur an so vielen Fronten zu kämpfen, dass nicht alles immer so schnell geht wie man es sich wünschen würde. Ich bin immer hilfsbereit und biete meine Hilfe an, ohne dass jemand darum bitten muß. Dabei versuche ich aber nicht aufdringlich zu werden. Ich versuche ständig den Kontakt zu halten und sobald ich das Gefühl habe ich übertreibe es, schalte ich einen Gang zurück und lasse dem Anderen Zeit sich selbst zu melden. Aber dann kommt nichts mehr. Ist vielleicht das was ich zu erzählen habe schlichtweg langweilig und ich gehe den Leuten damit auf die Nerven? Jedenfalls bin ich mit meinem Latein am Ende. Anscheinend haben die Menschen die sich zu meinen Freunden zählen auch nicht den Mut, mir wirklich zu sagen, was sie an mir stört. Jedenfalls bin ich es leid immer wieder und wieder enttäuscht zu werden und es fällt mir auch immer schwerer Vertrauen zu fassen um eine Freundschaft aufzubauen. Also werde ich es bleiben lassen und einfach keine neu Freundschaft suchen, denn dann kann ich wenigstens nicht mehr enttäuscht werden. Ich werde weiterhin meine oberflächlichen Witze reißen und gute Miene machen und werde lernen damit zu leben. Denn noch mehr kann ich mich nicht mehr verbiegen, das bin dann nicht mehr ich und das wäre so anstrengend diese Maske ständig aufrecht zu erhalten. Eventuell sollte ich auf meinem Pfad zum Glück auf Freunde verzichten und einfach mit mir selbst glücklich werden? Ich für meinen Teil habe es jedenfalls versucht und mich nach bestem Gewissen bemüht.  Love 'n' Peace Jenni
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Wer mich nicht so akzeptiert wie ich bin, soll es einfach bleiben lassen 
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Angelika1150
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« Antwort #1 am: 20. Juli 2008, 10:27:13 » |
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Liebe Jennifer! Es gibt immer wieder Zeiten, da zweifeln wir an uns selbst. Ich bin aber überzeugt, dass Du ein wertvoller Mensch bist. Also Kopf hoch, es werden auch für Dich wieder sonnige Tage in deinem Leben kommen. Wenn Du magst schreib mir einfach ein Mail. ( angelika@transgender.at) Liebe Grüße Angie
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« Letzte Änderung: 20. Juli 2008, 10:28:53 von Angelika1150 »
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Jennifer Anson
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« Antwort #2 am: 20. Juli 2008, 11:47:09 » |
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Hallo Angie,
ich bezweifle für mich ja nicht, dass ich ein wertvoller Mensch bin. :-) Nur für andere scheine ich das jedenfalls nciht zu sein, sonst würden mich nicht immer wieder gerade die Menschen enttäuschen und hängen lassen, von denen man es am wenigsten erwartet.
Aber es ist OK. Ich muß wohl einfach meine Einstellung ändern. ;-)
Love 'n' Peace Jenni
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Wer mich nicht so akzeptiert wie ich bin, soll es einfach bleiben lassen 
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Michela
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« Antwort #3 am: 20. Juli 2008, 12:27:58 » |
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Hallo Jenni,
ich kenne dich bisher nur aus deinen Forumsbeiträgen, weshalb ich mir kaum ein Urteil erlauben kann, was du möglicherweise falsch machst. Vielleicht hilft die eine oder andere Regel, die ich für meine Transition aufgestellt habe, auch dir irgendwie ein wenig.
1) Keine Geschlechtswechsel. Außer einer engen Freundin, die mir beim Einkaufen half (und notgedrungen ein paar Nachbarn und fremden Leuten im Bus) hat mich niemand abwechselnd als Mann und Frau gesehen. Es gab einen klaren Schnitt. Bisher haben sich auch alle ganz lieb Mühe gegeben, mich mit dem neuen Namen anzureden und gegenüber Dritten von "der Michela" zu reden.
2) Nach ein paar anfänglichen Erklärungen halte ich mich nun sehr zurück, irgendwelche TS-Themen auf den Tisch zu bringen. Höchstens mal "Hurra, ich habe eine neue EC-Karte" oder sowas. Wenn Unbeteiligte/Nichtwissende dabei sind, ist die TS gar kein angesagtes Thema. Schließlich laden mich die Gastgeber als netten Menschen ein, nicht als Referentin oder Talkstar.
3) Auch wenn es manchmal sehr stressig ist, alles unter einen Hut zu bringen, streiche ich möglichst keine Termine in der Alpenvereinsgruppe. Meine dortigen Aufgaben erledige ich als Frau genauso zuverlässig wie früher. Die Vereinsaktivitäten sorgen auch dafür, dass ich konsequent unter Leuten bin ... und zwar solchen, die sich wenig bis gar nicht für TS interessieren.
4) Für TS-Gejammere gibt es eine Selbsthilfegruppe mit einer ganz lieben Leiterin. Außerdem einen Psychologen und Internetforen. Das muss reichen für mich.
Als ich von NRW nach Erlangen gezogen bin, kannte ich keinen in der neuen Stadt. Deshalb habe ich mir schnell einen Verein gesucht, um viele Leute kennenzulernen. Darunter sind nun nach 9 Jahren nicht nur Bekannte, sondern auch einige neue Freunde. Aber es hat natürlich gedauert, denn ich unterscheide deutlich zwischen Freunden und Zweckbekanntschaften. Mit den Bekannten kann ich wunderschöne Sachen unternehmen, mit den Freuden hingegen auch mal ernste Dinge bereden. Alle meine Freunde waren aber zuerst mal "nur" Bekannte.
Liebe Grüße, Michela
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Else Kittel
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Else Kittel
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« Antwort #4 am: 20. Juli 2008, 13:41:28 » |
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Hallo Jenny,
ich weiß nicht ob das was Du geschrieben hast nun unbedingt etwas mit deiner Entwicklung zur Frau oder wie Michaela meinte "TS Gejammere" zu tun hat.
Ich kenne dich auch nicht genug um zu urteilen ob es ein stückweit an dir liegt oder gänzlich an anderen Menschen.
Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es nur sehr wenige echte Freunde gibt, dafür aber viele Bekannte. Der Unterschied ist einfach der, dass Freunde immer zu einen halten. Alle die sich, wenn es drauf ankommt, abwenden sind keine Freunde, sondern bestenfalls Bekannte. So habe ich unheimlich viele Bekannte, aber wirkliche Freunde ? Die kann ich an einer Hand abzählen.
Die meisten sind nur an "Freundschaften" interessiert wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Wenn du sie aber mal brauchst.............Pustekuchen. Die Leute sind oft einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt und wahre Meister im ignorieren. Diese Erkenntins schmerzt, aber immer hin habe ich erkannt das es nicht so sehr an mir liegt. Sei es als Mann oder als Frau.
Kopf hoch.............deine Else
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Ich bin so, ich kann nicht anders !
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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[♫♪©®]Pointenpolizei & Sonderfrau![/♫♪©®]
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« Antwort #5 am: 20. Juli 2008, 14:29:31 » |
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Eventuell sollte ich auf meinem Pfad zum Glück auf Freunde verzichten und einfach mit mir selbst glücklich werden? Ich für meinen Teil habe es jedenfalls versucht und mich nach bestem Gewissen bemüht.  Hallo Jennifer... Zunächst meine ich auch, daß man relativ wenige Freunde im Leben findet (ich glaube, man kann sie nicht wirklich suchen) und dazu mit Glück viele Bekannte und mehrere gute Bekannte hat... Und was ich dabei -auch im Freundes- und Bekanntenkreis- erlebe ist, daß es mit zunehmendem Lebensalter nicht unbedingt einfacher wird... Mit sich selbst im Reinen und glücklich zu sein ist das Eine, mit Anderen (in welcher Konstellation auch immer) verbunden zu sein, ist nach Einschätzung eines selbsterklärten Eigenbrödlers und bisweilen auch Einzelgängers aber ebenso unverzichtbar... Du kannst und wirst Freundschaften finden, aber dies braucht nicht nur Zeit. Nun hast Du recht wenig über die Gestaltung Deines "sozialen Lebens" geschrieben; es würde mich aber schon ein wenig wundern, wenn es nicht Bereiche geben würde, in denen Du Leute mit wenigstens einem ähnlichen Interesse als Ausgangsbasis kennen lernen kannst und -je nachdem- auch die eine oder andere Bekanntschaft vertiefen könntest... Viel Erfolg und auch Freude dabei wünscht Dir: Michelle+++
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen. (Nietzsche)
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deannablack99
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« Antwort #6 am: 20. Juli 2008, 15:08:49 » |
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Hallo Jennifer, ich denke so wie Du es geschilder hast, dass Du eher zu gutmütig bist, versuchst so zu sein, wie Du Dir vielleicht denkst, dass andere Dich haben wollen oder gerne hätten. Ich glaube es ist wichtig, einfach so gut es geht sich selbst zu sein, sich nicht unbedingt an andere anzupassen, das heisst nicht, keine Rücksicht zu nehmen oder nicht auf andere einzugehen. Ausserdem glaube ich, dass es ein total falscher Schluss von Dir ist, aus der Tatsache dass Du glaubst nicht leicht echte Freunde zu finden, etwas Negatives in Deiner Person abzuleiten. "Ich bin schlecht oder böse oder blöd, weil ich keine Freunde finde!". Unsere oberflächliche, globalisierte Leistungsgesellschaft mit dem ganzen Ellenbogendenken, jeder ist sich selbst der nächste Predigen der Politik, trägt doch auch nicht grade dazu bei, das ganze zu erleichtern. Gute Bekannte hat man oft viele, echte Freunde findet man im Leben sehr wenige und selten. Wegen Dir hab ich mal nen ernsthaften Beitrag verfasst, nur so als Bemerkung am Rand 
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Roxanne
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Quasselstrippe mit Überlänge
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« Antwort #7 am: 20. Juli 2008, 16:01:33 » |
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Zunächst meine ich auch, daß man relativ wenige Freunde im Leben findet (ich glaube, man kann sie nicht wirklich suchen) und dazu mit Glück viele Bekannte und mehrere gute Bekannte hat...
So sehe ich das auch. Ich habe wenige gute Freunde, aber die über Jahrzehnte. Selbst wenn man sich mal aus den Augen verliert und erst nach Monaten oder Jahren wiedersieht, ist es, als wäre es gestern gewesen. Ich glaube ein wesentlicher Punkt zu einer Freundschaft ist, daß man nicht viel vom anderen erwartet oder gar fordert. Hilfsbereit und offen für Sorgen der anderen sein, aber keine Gegenleistungen fordern wie ein Krämer. Ehrliche und liebe Menschen geben von sich aus. Bei dem Rest bleibt es halt eine Bekanntschaft.
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Natürlichkeit ist langweilig. 
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Christa-Rheya
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« Antwort #8 am: 20. Juli 2008, 17:38:50 » |
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Liebe Jenny,
kurz gesagt, es liegt an Dir. Denn die Menschen um meine Vorrednerinnen herum sind vermutlich auch keine anderen als die um dich.
Du willst - wie wir alle - von Freunden und Bekannten geliebt, angenommen, respektiert sein. So jedenfalls verstehe ich den Grundtenor deiner Ausführungen. Darum beobachtest Du die Reaktionen deiner Mitmenschen auf dich peinlich genau und versuchst entsprechend zu reagieren. Das kann gar nicht funktionieren, denn wie es so schön heißt: Allen Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann.
Du erzählst weitschweifend ? Behalt es bei ! Es ist deine Art die Dinge darzustellen. Du jammerst und jemand macht Dir klar, du sollst weniger jammern ? Er macht Dir vielleicht klar, daß Du die Perspektive auf die Dinge ändern könntest. Braucht aber nichts damit zu tun haben, daß er dich nicht mag. Eher das Gegenteil. Du hast das Gefühl, deine Welt ist uninteressant für andere? Für wen ? In der Regel doch für die, die selbst mit sich übermäßig beschäftigt sind. Oder glaubst Du im Ernst, was ich bis jetzt gelesen habe, Du wärst als ihr Kind schon allein für deine Eltern uninteressant? Prüfe kritisch, für wen noch in deiner Umgebung du wichtig bist und vor allem, wie du selbst mit ihnen umgehst!
Ich habe insgesamt das Gefühl, daß Du lernen mußt, dich selbst so anzunehmen und zu lieben, wie du nun einmal bist. Sei Du selbst ! Dann wirst Du auch aufhören, jede Reaktion deiner Mitmenschen auf die Goldwaage zu legen. Und zuletzt sprechen die sehr ernsten Beiträge meiner Vorrednerinnen eine deutliche Sprache, nämlich die, daß Du wichtig bist.
Viele Grüße,
C-R.
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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es !
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Karo
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Beiträge: 68
Nicole-Karoline
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« Antwort #9 am: 20. Juli 2008, 20:17:20 » |
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Ich kann mich meinen Vorgängerinnen nur anschliessen und bestätigen, dass man im Leben wirklich nur wenige echte Freunde findet, die einen mögen wie man ist, sich von selbst melden usw... Und leider findet man diese Menschen immer nur zufällig, gezieltes suchen bringt leider nichts. Ein großes Problem in der Gesellschaft der Menschen ist es leider, dass im Grunde jeder sich nur für sich selbst und seine eigenen Probleme interessiert, kaum jemand stellt sein eigenes Ich unter das der anderen und opfert etwas von sich selbst für andere. Vielleicht war es früher einmal anders, aber in der heutigen gesellschaft, in der man schnell die Bekanntenkreise wechseln kann, weniger kompromisse eingeht und als Kind kaum noch lernt, anderen zu helfen, ist es einfach kaum möglich echte Freunde zu finden... Selbst in einer Beziehung ist das oft so. Die einzige Lösung scheint mir zu sein, den Menschen, die man mag und von denen man meint, daß es die Freunde sind, offen zu sagen, was einen bedrückt. Du solltest deinen Bekannten also ruhig sagen was dich bedrückt und nicht gute Miene und Oberflächliches Spiel betreiben. Es ist dann ja eher eine Art Selbstverrat. Wer am Ende, nachdem du deine Meinung und deine Probleme im Umgang dieser Personen mit dir geschildert hast, wirst du ja sehen, wer dann noch über ist. Ist jemand über, hat er/sie sicher das Potential ein guter Freund zu werden.
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Man sollte von Allem das Beste nehmen und etwas Neues daraus machen.
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Dora
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« Antwort #10 am: 21. Juli 2008, 00:32:58 » |
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Mich quält nur mehr und mehr die Frage, was ich falsch mache. Woran es liegt, dass ich von einer Enttäuschung in die nächste schlittere. ........
Eventuell sollte ich auf meinem Pfad zum Glück auf Freunde verzichten und einfach mit mir selbst glücklich werden? Ich für meinen Teil habe es jedenfalls versucht und mich nach bestem Gewissen bemüht.
Hallo Jenni, das kommt mir alles irgendwie bekannt vor..... Denn richtige Freunde zu finden, das ist wirklich so eine Sache. Gut, früher während der Schulzeit war es einfacher, im Berufsleben dies alles neu aufzubauen, fast unmöglich... Meine Freunde aus der Jugendzeit sind auch alle in der norddeutschen Heimat geblieben, und als Friese in Franken wurde ich hier immer als preußischer Gastarbeiter behandelt - obwohl ich hier schon über 25 Jahre lebe, aber die fränkische Sprache eben nie gelernt hatte.... Es gab dann auch im Laufe der Jahre einige gute Bekannte, von denen ich sogar meinte, es wären "Freunde": aber nach der Scheidung im Jahre 2000 wurde ich eines Besseren belehrt ! Kurz um: Ich lebe jetzt nach dem Motto: Genieße das Leben, denn Du hast nuuur eins! Insbesondere nach dem Zusammenbruch, den ich vor knapp 3 Wochen hatte und der mich auf die Intensivstation des Südklinikums Nbg. brachte. Diagnose: beginnender Herzinfarkt! Ich hatte nochmal Glück, auch durch das richtige Handeln aller Einsatzkräfte und durfte nach 3 Tagen und vielen Tests wieder nach Hause. Darum: mach dir keine Gedanken über Freundschaften, denn an dir liegt es bestimmt nicht....die kann frau nicht erzwingen, die müssen sich mit viel Glück von selbst entwickeln - genieße also selbstbewußt dein Leben! In diesen Sinne, herzlichst, die ermüdetete Dora
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Beate
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Geo Girl
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« Antwort #11 am: 21. Juli 2008, 03:17:02 » |
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Hi Jenny, .... dass ich von einer Enttäuschung in die nächste schlittere. .... ich habe nur an so vielen Fronten zu kämpfen
das sind Dinge, die ich nicht zum ersten mal lese, vor allem aber gehören sich auch zu meiner Lebenswirklichkeit. Vermutlich bringt es die Lebensphase des Übergangs mit sich. Offenheit hin oder her - sind wir doch nicht zu einem erheblichen Teil Gefangene unserer Angelegenheit und damit ein wenig eingeschränkt fit fürs normale Leben? Die Transtion ist häufig wohl eine einsame und dunkle Zeit, und wir müssen und können sie durchstehen. Am Ende des Tunnels kommt wieder Licht und Weite. Ich bin immer hilfsbereit und biete meine Hilfe an, ohne dass jemand darum bitten muß. Dabei versuche ich aber nicht aufdringlich zu werden. So wie ich Dich bisher kennengelernt habe, glaube ich, dass Dir das auch ganz gut gelingt. Was die Freundschaften anbelangt (jetzt meine ich echte): manchmal ergeben sie sich. Plötzlich. Kann es Dir gelingen, hierfür offen zu bleiben, Dich nicht zu stark zurückzuziehen?
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« Letzte Änderung: 21. Juli 2008, 04:03:54 von Beate »
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Viele liebe Grüße
Beate
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Else Kittel
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Else Kittel
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« Antwort #12 am: 21. Juli 2008, 09:56:46 » |
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Hi Jenny und alle anderen, ich habe mir gerade noch einmal alle Beiträge durchgelesen und bin wahnsinnig beeindruckt von dem was hier zu Jenny's Beitrag geschrieben wurde. Ich freue mich riesig über unsere Gemeinschaft und denke jede von uns trägt einen kleinen Teil zur Lebensqualität bei, in dem wir andere an unseren Lebenserfahrungen teil haben lassen. Das ist, wenn man es so will, angewandte Nächsten Liebe ! Bei den ganzen Beiträgen wird aber auch eines sehr deutlich, wir leben in einer Gesellschaft die extrem hart und rücksichtslos sein kann. M.E. fehlt dieser Gesellschaft ganz einfach Bescheidenheit. Wir haben ein enormes Anspruchsdenken und sind so wahnsinnig mit uns selber beschäftigt, dass wir die Bedürfnisse der anderen kaum mehr wahrnehmen. Liebe Jenny, ich würde dir ja empfehlen nach Nordskandinavien auszuwandern  , denn dort brauchen sich die Menschen noch, im Gegensatz zu Mitteleuropa wo jeder meint er braucht seinen Nächsten nicht. Dies ist allerdings ein Trugschluß, denn natürlich brauchen wir uns gegenseitig. Dieses Forum ist dafür doch ein klarer Beweis. Jenny, ich meine du bist ok so wie du bist, verbiege dich nicht für andere nur um deren Erwartungen an dich zu erfüllen. So, dass war nun das Wort zum Montag
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Ich bin so, ich kann nicht anders !
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Jennifer Anson
Forennutzer/in
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« Antwort #13 am: 21. Juli 2008, 10:52:00 » |
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Wo fange ich an?
Ich weiß es nicht wirklich, seit gestern hatte ich schon mehrmals angefangen auf Eure Beiträge zu antworten, aber nichts was meiner Tastatur entsprang wurde Euren Bemühungen auch nur ansatzweise gerecht.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, woher gerade in diesem Forum ein so großer Zusammenhalt kommt. Eine andere Plattform habe ich bis heute nirgendwo gefunden und es macht mich glücklich ein Teil dessen sein zu können.
Voraus schicke möchte ich, dass mein Problem nur in zweiter Instanz etwas mit meiner Transition zu tun hat. Sicherlich macht mich der Wandel an sich und die HRT um einiges sensibler und das Gefühlsleben schlägt manchesmal Purzelbäume, aber vieles ist auch nachdem ich mich beruhigt habe nicht verständlich.
Ich habe, wie ich bisher dachte, vor einem halben Jahr eine "gute" Freundin gefunden, die keinerlei Probleme mit meiner Transition hat, egal ob ich als Mann oder Frau unterwegs bin. Das schöne war, dass wir zusammen auch viele alltägliche Dinge getan haben, eben nicht nur immer abends auf ein Bierchen treffen.... Da sie allerdings noch keinen Führerschein hat und gerade erst damit anfängt, bin ich diejenige gewesen die immer gefahren ist. Was ich auch gern getan habe, wir hatten viel gemeinsam und immer Spaß. Wir haben uns aber auch gegenseitig unsere Probleme an den Kopf geschmissen, von denen sie selbst auch nicht wenige hat. Jedenfalls habe ich mir nie Gedanken gemacht, wenn sie Hilfe brauchte und erst vergangenen Mittwoch geholfen den Müll zu entsorgen. Nicht falsch verstehen, dass ich das jetzt aufzähle, ich habe dafür keine Gegenleistung erwartet und habe es gern getan.
Am Freitag kam dann mein Geburtstag, da ich nach wievor noch auf einer halben Baustelle wohne und ich in meinem neuen Job nicht so gut verdiene, war es mir nicht möglich eine Einladung zu geben. Aber sie sagte nicht nur einmal, dass wir am Freitag dann was anstellen werden. Es wurde 18:00 Uhr und ich habe nichts von ihr gehört, als ich sie anrief ging auch niemand ans Telefon. Da ich etwas Ko war habe ich mich kurz hingelegt und bin leider eingeschlafen. Ca. um 19:00 Uhr riß mich dann das Telefon aus dem Schlaf. Da ich so schnell nicht meine Sinne zusammen bekam habe ich am Telefon wohl gesagt, dass ich gerade geschlafen hätte. Worauf sie nur noch meinte, dass wir dann morgen telefonieren und ehe ich mich versah war das Telefonat beendet. Nicht mal Glückwünsche zum Geburtstag.
Ich habe ihr dann eine SMS geschrieben, dass ich enttäuscht wäre, da sie mich anscheinend vergessen hatte. Sie war der Meinung ich wäre schon im Bett und wollte schlafen und hätte mir am nächsten Tag gratuliert. Ich schrieb ihr, dass ich nur eingeschlafen war und den Abend meines 40ten Geburtstages nicht unbedingt alleine auf meiner Baustelle verbringen wollte. Dann kam eine SMS in der sie sich entschuldigte und dass sie sich dumm angestellt hätte und wir das nachfeiern würden, wen ich überhaupt noch mit ihr rede.
Geschrieben habe ich ihr dann, dass ich natürlich noch mit ihr rede mich aber eher über einen normalen netten Abend freue als eine Nachfeier. - Seit dem habe ich von ihr nichts mehr gehört, keine SMS, kein Anruf, nichts .... und nicht mal zum Geburtstag hat sie mir bis heute gratuliert.
Was soll ich von so etwas halten? - Bin ich zu überempfindlich? - Erwarte ich zu viel? - Ich verstehe es einfach nicht, was mache ich denn falsch?
Tja und so geht das schon irgendwie mein Leben lang. Es kann doch nicht sein, dass alle "schlecht" sind? - Ich meine, es muß einfach an mir liegen, irgendetwas womit ich die Menschen verscheuche ....
Resümee daraus ist, dass es mir von mal zu mal schwerer fällt jemandem zu vertrauen und dass ich mehr und mehr versuche mich auf nichts mehr einzulassen, denn dadurch kann ich mir diese Enttäuschungen ersparen.
Love 'n' Peace Jenni
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Wer mich nicht so akzeptiert wie ich bin, soll es einfach bleiben lassen 
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Roxanne
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Quasselstrippe mit Überlänge
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« Antwort #14 am: 21. Juli 2008, 11:02:22 » |
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Was soll ich von so etwas halten? - Bin ich zu überempfindlich? - Erwarte ich zu viel? - Ich verstehe es einfach nicht, was mache ich denn falsch? Treffe dich mit ihr, nimm sie in die Arme und vergesst das blöde Mißverständnis. Scheint doch eine nette Person zu sein. Wegen einem doofen Durcheinander würde ich diese Verbindung nicht platzen lassen. 
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Natürlichkeit ist langweilig. 
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