cilii
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Beiträge: 166
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« Antwort #15 am: 22. Oktober 2006, 12:17:33 » |
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ich habe mich im April diesen jahres meiner Mutter gegenüber als CD geoutet.
ich habe das als Mann getan, hatte ein schönes Foto von Christina parat aber es nicht gezeigt, die Situation hat es nicht erfordert bzw es hätte einfach nicht gepasst. Wir haben beide beschlossen, daß mein Vater es nicht erfahren soll, auf Wunsch meiner Mutter, und ich stimme dem zu.
Das ironische ist, daß meine Mum es 15 Jahre lang gewusst bzw geahnt hat, da sie gemerkt hatte, daß Kleidung von ihr wie von zauberhand den Platz gewechselt hatte im Schrank und sie hat per Zufall einige meiner ersten Fotos gefunden, aber 15 Jahre (und länger denke ich) geschwiegen
Nun, wir reden nicht über mein Doppelleben, wir "wissen" es einfach und gut ist. Wir sind immer noch genauso eng und gut befreundet wie vorher und haben beide die Normalität gesucht.
Mein CD-ing ist also keine Thema, aber explizit totgeschwiegen wird es nicht. ich habe alles gesagt was ichh auf dem herzen hatte, und ihr gesagt, wenn sie mehr wissen möchte muss sie fragen
Es war die härteste Prüfung meines Lebens, aber ich glaube ich habe das richtige getan
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Zaza
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« Antwort #16 am: 22. Oktober 2006, 23:45:52 » |
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Hi Nadine, so bzw. so ähnlich hab ich mir die Familie auch vorgestellt. Und wie bereits geschrieben, hast du keinen leichten Stand. Und tauschen wollte ich mit dir schon gleich nicht.
Was du schreibst klinkt wirklich schlüssig und ist nachvollziehbar.
Aber musst du so weiter leben? Willst du so weiter Leben? Immer alles per Mail? Nicht greifbar sein im Augenblick des gelesen werden? Dich aus der Verantwortung ziehen wollen? Dich auf die gleiche Stufe stellend mit deinen Eltern?
Tut mir Leid, ich versteh dich zwar, aber gut heißen tu ich es nicht.
Trotzdem, viel Glück auf deinem Weg! Liebe Grüße Zaza
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« Letzte Änderung: 22. Oktober 2006, 23:51:37 von Zaza »
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Lebe den Augenblick, du weist nie wieviele du noch hast!
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Zaza
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« Antwort #17 am: 22. Oktober 2006, 23:51:21 » |
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Hi Cilii,
du hast einen neuen und wie ich meine tollen Gedanken mit eingebracht.
Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für Nadine.
Nadine, vielleicht versuchst du es erst einmal nur bei der Mutter? Natürlich persönlich meine ich!
LG Zaza
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Lebe den Augenblick, du weist nie wieviele du noch hast!
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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Beiträge: 1,527
[♫♪©®]Pointenpolizei & Sonderfrau![/♫♪©®]
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« Antwort #18 am: 22. Oktober 2006, 23:58:18 » |
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Hallo, Bild ist -je nachdem- nicht die schlechteste Idee... Mein Vater sah mich zuerst als Michelle auf einem Bild, im Dirndl seiner Frau (ich hatte es mir für ein "Saure-Zipfel-Essen" -eine fränkische Spezialität- von meiner nicht viel älter als ich seienden "Stiefmama" ausgeliehen). Er fragte, wer das sei... *gg* Danach hat er seine damaligen Angestellten raten lassen... Er war dann auch 'mal auf dem Schlampenfest... Meine Schwester fragte zu selbem Bild zu anderer Gelegenheit, wer "die Tussi" sei... Nur: Meine Mutter hält mich für schwul, seitdem ich 'mal bei 'nem Besuch vor Ort einen knallbunten Pumps kaufen mußte... Damit kann ich aber leben, solange ich ihr nicht persönlich das Gegenteil beweisen muß...  Grüßle, Michelle+++
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen. (Nietzsche)
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Polly
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« Antwort #19 am: 23. Oktober 2006, 00:28:12 » |
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Dass die Eltern nicht ganz zwischen der Szene und der eigentlichen sexuellen Neigung unterscheiden können, kenne ich von meinen eigenen Eltern nur zu gut...  Als ich meine Eltern darüber aufgeklärt hatte, in welcher Szene ich gelandet bin, baten sie mich offensichtlich nach langen Krisensitzungen zum Eltern-Tochter-Gespräch und fragten mich in der wohl verständnisvollsten Stimme, ob ich lesbisch sei oder was mich sonst bewegen würde, mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Seitdem, obwohl ich es bis heute bestreite lesbisch zu sein, kommen ab und zu Seitenhiebe, meist seitens meines Vaters, à la "Na auf ein Enkelkind brauchen wir ja nicht zu hoffen..." o.Ä.  Ich glaube, den Gedanken kann man den Eltern nur sehr schwer oder gar nicht austreiben. Aber solange sie nichts gegen die potentielle Homosexualität des Kindes haben, lässt es sich auch so leben.  Aber immerhin bin ich nicht die einzige Pseudo-Lesbe und man munkelt, dass Österreichs Geburtenrate ebenfalls aus ungeklärten Gründen stagniert... gell, Pia?  Alles Liebe, Eure Polly
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Blunzenkoenigin
Gast
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« Antwort #20 am: 23. Oktober 2006, 00:33:58 » |
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Huch!!! Geburtenrate? Was soll das nun bitte heißen?? A Aufforderung? Horstl, willst mi schwängern?  Die Fromme kennt si nimma aus...
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Calamitas
Forennutzer/in
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Beiträge: 1
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« Antwort #21 am: 23. Oktober 2006, 01:29:33 » |
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Hallo Nadine,
wenn man eine Frage stellt, bekommt man immer mindestens 15 Meinungen....
Meine Meinung, oder vielleicht Anregung: Warum ist es Dir so ungeheuer wichtig, dass Deine Eltern davon erfahren? Natürlich kann ich mir das vorstellen, man will schließlich anerkannt sein in der Art und Weise wie man lebt und so, aber für mich wäre es wichtig, zuerst einmal z.B. einen Partner zu haben, der das akzeptiert. Vielleicht klingt das jetzt in deinen Ohren viel zu psychologisierend (du bist ja schließlich da vorbelastet), aber deine "primären Bezugspartner" sollten doch eigentlich nicht mehr deine Eltern sein... Ich würde schauen, dass in meinem engsten Freundeskreis erstmal alle Bescheid wissen und würde Erfahrungen sammeln, wie sich das so anfühlt, bevor ich mit so einem "Hammer" auf die Eltern losgehe. Lass Dir Zeit! Ob deine Transgender-Sehnsüchte o.k. sind oder nicht, entscheiden nicht deine Eltern, das entscheidest alleine DU!!!! Du lebst dein Leben, deine Eltern leben ihres. Mir kommt es so vor, als würdest du das "okay" von deinen Eltern brauchen, aber du brauchst es gar nicht, du kannst es dir selber geben!! Und wenn du mit deinen Eltern ohnehin nicht "normal" kommunizieren kannst: Schau zu, dass du möglichst bald zuhause ausziehst, dann kannst du anziehen, was du willst! Wofür brauchst du das Goodwill Deiner Eltern? Du bist selbst erwachsen! Geh deinen Weg! Dafür brauchst du doch keine Erlaubnis! Und bevor du deinen Eltern mit etwas kommst, wovon du selbst der Ansicht bist, dass es so belastend ist, dass du es nur per E-Mail mitteilen willst: Bringe das Verhältnis zu deinen Eltern erst einmal auf ein für dich angemessenes Niveau! Also: Frag sie: Was war eigentlich vor meiner Geburt, was hattet ihr für Beziehungen, usw., oder erzähle! Erzähl ihnen was von dir und achte darauf, wie sie reagieren. Rede!!! Rede mit ihnen! Ich bin sicher, du wirst dabei neue Erfahrungen machen, seien es gute oder schlechte. Aber fang doch nicht gleich mit dem schwersten Thema an! Mir scheint, in der Beziehung zu deinen Eltern liegt einiges im Argen, und es kommt mir so vor, als würdest du versuchen wollen, jetzt sozusagen die "Nagelprobe" zu stellen: Halten sie zu mir oder verstoßen sie mich? Aber vergiss es, da gibt es keine Nagelprobe, deine Eltern werden auf jeden Fall zu dir halten, wenn du eine gute Beziehung zu ihnen hast. Und wenn die sich nicht ausreichend darum kümmern, dann musst du es eben tun. Mein Rat: Bevor du über eine wackelige Brücke gehst, versuche erst, sie zu befestigen! Wenn du sie gut befestigt hast, brauchst du keine Angst mehr zu haben!!! LG Calamitas
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Nadine
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« Antwort #22 am: 23. Oktober 2006, 21:19:40 » |
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hi!
erstmal danke für die vielen Antworten :-)
also warum es die eltern wissen sollen: ts lässt sich nicht verstecken auf dauer, und wenn die hormontherapie beginnt, wird sich auch das äussere langsam ändern, und da sind wir schon bei einem wichtigen Punkt: wenn ich alles noch "heimlich" mache dann könnten sie sich hintergangen fühlen, betrogen etc .... => niiiicht gut! ;-) eine gute arbeitskollegin weiss es, bei meiner schwester bin ich dran (auch zu ihr habe ich -wie zu allen- ein kompliziertes verhältnis (wäre auch zu leicht)) ein guter freund (= Plan B) ist am Mittwoch dran (also übermorgen) um eben erfahrungen zu sammeln
So, und da sind wir schon bei einem kleinen Zeitfenster => anfang Nov bin ich in dernähe von München und nutze eine dienstleistung für TGs (also make-up foto etc) => erwarte mir wieder einen "antriebschub", so wenn es gutläuft in der woche dannach Termin in Hormonambulanz die woche darauf und dann hoffentlich bald den 2ten nach den ganzen untersuchungen wo es wirklich losgeht, und dann wären eben die eltern dran..... warum das so ist ist wieder strategie a) münchen => will sehen was aus mir machbar ist, ggf Fotos die ich meinen eltern zeigen könnte (stichwort wacklige brücke => wenn ich sehe das was aus mir werden kann bin ich gleich viel motivierter) b) Hormonambulanz => wenn ich schon mitten drinnen bin, als kurz davor werde ich glaub ich nicht so leicht abspringen c) den Energieschub dannach nutzen um mit den eltern reden zu können
dann habe ich schon "erfahrung" mit dem outing (zuviele sollen es aber auch nicht wissen <= teil der taktik) aber die engen freunde/verbündeten/plan B
das mit dem ausziehen, also von zu Hause aus ist auch wieder eine eigene Sache, meine eltern haben das Haus deswegen gekauft damit wir (4 kinder) uns keine sorge wg. einer wohnung zu sorgen brauche => ok sicher wenns hart auf hart kommt ist das der einzige weg => plan B
wenn ich sie fragen würde wie was wo früher war, dann würde das a) auffallen (siehe oben reden wir nicht so viel) b) wann sollte ich das machen, nur am WE bliebe ausreichend zeit dafür ich will die familie nicht leichfertig hergeben, aber auch nicht alles von ihr abhängig machen (ein drahtseilakt ich weiss)
Ich glaube ein recht gutes verhälrnis zu meinen eltern zu haben, nur eine prognose, wie sie reagieren traue ich mir nicht zu, möglich das es super wird, genauso wie ich am selben abend meine koffer packen muss ... ich weiss es einfach nicht.
wenn sie mit mir reden wollen dann können und werden sie das auch => siehe erster versuch 1998 "bitte weck mich nicht auf sondern denke über den brief nach" (oder so in der art jedenfalls NICHT zu einem Gespräch mitten in der nacht holen!!) => was war => wurde aufgeweckt und zu einem gespräch geholt.
so weiterleben will ich bestimmt nicht, sonst hätte ich mir im Feb auch nicht die frage gestellt "leben oder sterben" und ich war, das könnt ihr mir glauben den tod näher .... (ist wieder eine andere geschichte) und dieses restleuchten an lebensenergie hat mich wieder rausgrissen, ich habe zu neujahr die fixe vorstellung das 2006 auf dem grabstein stehen wird ....
das mit dem nicht greifbar sein, ist berechtigt, ich tu mir leichter wenn ich über dinge schreibe als wenn ich sie sage .... (kein wunder wenn in der familie nie über probleme geredet wurde) => und ich ich will mir diesesn heiklen moment, diesen schicksalsträchtigen moment nicht unnötig schwer machen
Soooo, das waren wieder ein paar antworten warum wie wo, und die werfen sicher wieder tausende weiterere fragen auf ..... :-)
ich weiss ich denke zu viel, das habe ichs chon immer getan, und "abschalten" geht schwer, bzw aus der "gedankensklerose" zu flüchten geht auch schwer, also aus verkrusteten Gedankengängen rauszukommen .... deswegen ist email das "leichteste" .....
Achja Plan B in kürze, guter freund (der am Mittwoch dran ist) kann mir sofern er es "akzeptiert" wovon ich ausgehe (auch arg das ich bei freunden mir mehr menschenkenntnis zutraue als bei den eigenen eltern) dann kann er mir bei a) wohnung b)finanziell etc helfen (ob er es wird ist eine andere frage die es am Mittwoch zu ergründen gilt)
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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2006, 21:34:47 von Nadine »
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lg Nadine
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Nadine
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« Antwort #23 am: 26. Oktober 2006, 17:34:39 » |
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Ok, vielleicht war der Beitrag zu konfus, keine Ahnung :-)
Wollte euch aber nur am laufenden halten das Plan B "aktiviert" ist => habe gestern abend mit einem sehr guten freund geredet, und ich war wieder erstaunt das andere das positiv annehmen! (etwas das ich ja seit 98 verloren habe)
also somit habe ich ein "auffangnetz" wenn das mit den Eltern nicht klappt :-)
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lg Nadine
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